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Samstag, 14. September 2019

Südfriedhof

Auf dem Südfriedhof Nürnberg


The day you gave us, Lord, is ended,
the darkness falls at your behest;
to you our morning hymns ascended,
your praise shall hallow now our rest.

We thank you that your church, unsleeping
while earth rolls onward into light,
through all the world her watch is keeping,
and rests not now by day or night.

As o'er each continent and island
the dawn leads on another day,
the voice of pray'r is never silent,
nor dies the strain of praise away.

The sun, that bids us rest, is waking
our brethren 'neath the western sky,
and hour by hour fresh lips are making
your wondrous doings heard on high.

So be it, Lord: your throne shall never,
like earth's proud empires, pass away;
but stand and rule and grow forever,
'til all your creatures own your sway.

"The day Thou gavest, Lord, is ended"
John Ellerton

Anm.: eigentlich ein Abendlied, ich finde aber, dass man es mindestens auch hinsichtlich von Abend und Nacht aller Dinge, ihrem Ende und ihrer versprochenen Neuschöpfung her lesen kann. In diesem Zusammenhang kam es mir dann auch heute in den Sinn.


Montag, 31. Dezember 2018

Jahresende

Das Jahr 2018 geht unter


Das ist er nun, der letzte Tag im Jahr 2018. Kann nur bekräftigen, was ich die letzten Tage immer wieder geschrieben habe. Was soll sich in so kurzer Zeit auch ändern?

Ansonsten warte ich noch auf die Übersendung meines Spieles, habe inzwischen aber einige Hinweise, dass das einige Zeit dauern könnte, was ich natürlich nicht hoffe, weil ich sehr ungeduldig bin, aber wenn es so ist, dann ist es so. Abwarten!

Pläne für heute Abend habe ich keine sehr großen. Wenn es nach meinem aktuellen Gefühl ginge, würde ich einfach hier sitzenbleiben und warten, bis mich jemand wegkehrt oder aufweckt.

Mittwoch, 8. November 2017

Abschnittsende

"Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel seine Stunde. Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen hat seine Zeit, und Gepflanztes ausreuten hat seine Zeit."
- Prediger 3,1-2

 

Alles hat seine Zeit

Heute vor einem Jahr fiel der erste Schnee im Jahr 2016.

Ansonsten endet für mich etwas. Vor 9 1/2 Jahren habe ich begonnen, klassischen Gesangsunterricht zu nehmen. Eigentlich war das damals ein Entschluss aus so einer Laune heraus. Ich wollte mit meiner damaligen Band besser werden, und hatte auch das Gefühl, irgendeine zusätzliche schöne und sinnvolle Freizeitaktivität zu brauchen. Habe damals dann bei einer Gesangsstudentin Unterricht bekommen, die sich so etwas zum Studium dazuverdient hat. Nie hätte ich gedacht, dass das so ein langfristiges Projekt wird (ich hätte vielleicht ein oder zwei Jahre geplant), aber es kam dann anders. Irgendwann war die Studentin keine Studentin mehr, meine Band war auch schon lang zu einer bloßen Erinnerung auf Fotos geworden, aber ich erhielt weiter bei meiner Lehrerin Gesangsunterricht, lernte auch viele verschiedene Werke aus allen möglichen Epochen kennen, zog ein paar mal um, und auch sonst hat sich vieles zwischendrin geändert.

Und jetzt endet dieser Abschnitt. Meine langjährige Lehrerin zieht weg und beendet ihre Unterrichtstätigkeit. Und für mich endet damit auch etwas, nämlich ein doch recht langer, interessanter Abschnitt meines Lebenswegs.

Ein Teilbereich in meinem Leben wird zwar vielleicht nicht ganz umgekrempelt, aber doch anders.
Ich sehe das einerseits mit einer gewissen Melancholie, auch, weil dadurch eine direkte Verbindung zu einer ganz anderen Zeit in meinem Leben wegbricht. Anderseits entsteht ja auch Raum für Neues in einem gewissen Rahmen, und ich hoffe, dass ich diesen Raum gut nutzen kann, und vertraue irgendwie darauf, dass Gott mich auch bei dieser persönlichen Veränderung führt und mit mir geht.

Dienstag, 26. September 2017

Herbstmelancholie




Das Los des Menschen

Der Glut des Sommers folgt des Herbstes Kühle,
Dem Schneefeld folgt des Lenzes Blumenbeet;
Die Sonne hebt sich rosig in der Frühe,
Und rosig ist ihr Bildnis, wenn sie geht.


Die Bäche drängen in das Meer. Die Zeiten
Erneuern sich. Mit jedem Tagbeginn
Glänzt neu das Sonnenlicht, und unaufhörlich
Treibt neues Wasser durch die Ströme hin.


Der Mensch lebt einmal, - nimmer kehrt er
wieder,
Sein Dasein ist ein Lufthauch, der zerfließt;
Die Summe seines Lebens ist ein armer,
Verfallener Hügel, darauf Unkraut sprießt.

(Hans Bethge nach Konfuzius)


Donnerstag, 30. März 2017

Amoris Laetitia und mehr

Der Fund des Tages ist für mich das "Nachsynodale Apostolische Schreiben Amoris Laetitia des Heiligen Vaters Papst Franziskus"... Wie ist das eigentlich mit den Päpsten? Ich sage mal, als Freikirchler sind Päpste für mich so etwas wie zufälligerweise katholische Pastoren mit langjähriger Erfahrung. Und von daher sehe ich mich als gut beraten, auch Schriften aus der katholischen Welt gelten zu lassen und heranzuziehen. Kritisch prüfen sollte man ja ohnehin fast alles.

Und solches Heranziehen habe ich dann heute auch im Bezug auf A. L. getan. Bin über eine Presseerklärung der Evangelischen Allianz darübergestolpert (glaube ich...), in der auch auf das Werk Bezug genommen wurde, und nachdem das Schreiben frei im Internet verfügbar ist, habe ich mal reingelesen, weil das Thema Familie und Ehe mich in letzter Zeit sehr interessiert und beschäftigt. Und was ich las, war interessant und hilfreich. Leider fehlte mir die Geduld und die Zeit, das ganze, fast 300seitige Werk komplett im Internet zu lesen. Daher habe ich es mir heute einfach mal in Buchform bestellt. Vielleicht schreibe ich in Zukunft mal etwas darüber. Einen kurzen Halbsatz, oder so.

Eigentlich wollte ich noch einen Gedanken über die Endlichkeit nachschieben. Soll ich? Ja, warum denn nicht. Warum sollte man das Thema Sterblichkeit so meiden? Müssen wir denn so große Angst vor dem Tod haben, gerade als Christen?

Manchmal überlege ich mir, wie das so sein wird, wenn der eigene Tod naht. Und in meiner Vorstellung ist dann der Gedanke parat, ob ich es schaffen werde, zum Tod die nötige Haltung vor seinem Eintreten zu finden. "Werde ich gefasst genug sein?". "Werden die richtigen Menschen um mich sein?".
Nun kritisiere ich mich selbst für solches, und behaupte: alles eitles Geschwätz.
Es ist ja nun überhaupt nicht gesagt, dass man sich auf sein eigenes Ende überhaupt einstellen muss. Nicht jeder Mensch weiß, dass das Ende kommt. Vielleicht werden wir nur zu sehr mit Horrorszenarien gefüttert. Und zum Schluß kommt der Tod eher wie ein Dieb, oder wie jemand, der sich verfahren hat, und plötzlich in der Gegend ist. Alles Nachsinnen darüber ist nur teilweise sinnvoll. Sinnen wir lieber über die Gnade und Gottes Liebe nach.

Schönen Donnerstag!
(und morgen Freitag, wieder mit Manottidil.)

Montag, 6. März 2017

Welcher unsern nichtigen Leib verklären wird




Unser Wandel aber ist im Himmel, von dannen wir auch warten des Heilands Jesu Christi, des HERRN, welcher unsern nichtigen Leib verklären wird, daß er ähnlich werde seinem verklärten Leibe nach der Wirkung, mit der er kann auch alle Dinge sich untertänig machen.

-Philipper 3,20-21

Sonntag, 20. November 2016

Ewigkeitssonntag





1. Jerusalem, du hochgebaute Stadt,
wollt Gott, ich wär in dir!
Mein sehnend Herz so groß Verlangen hat
und ist nicht mehr bei mir.
Weit über Berg und Tale,
weit über Flur und Feld
schwingt es sich über alle
und eilt aus dieser Welt.

2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund,
wann wirst du kommen schier,
da ich mit Lust, mit freiem Freudenmund
die Seele geb von mir
in Gottes treue Hände
zum auserwählten Pfand,
dass sie mit Heil anlände
in jenem Vaterland.

3. O Ehrenburg, nun sei gegrüßet mir,
tu auf die Gnaden Pfort!
Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir,
eh ich gekommen fort
aus jenem bösen Leben,
aus jener Nichtigkeit,
und mir Gott hat gegeben
das Erb der Ewigkeit.



Zu hören hier.