Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Natur werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 30. Mai 2022

Im Holze

Abendbrot im Holze

 
Wie angekündigt, zogen wir uns von Samstag auf Sonntag in ein Stück Privatwaldes zurück, um dort zu lagern. Alles in allem eine sehr spannende und schöne Erfahrung und auch eine gute Gelegenheit, diverse Ausrüstungsgegenstände auszuprobieren.
Der Platz hatte auch etwas sehr Besonderes. Um dorthin zu gelangen, musste eine gewisse Strecke auf schmalen und sehr überwachsenen Pfaden gelaufen werden, durch eine Schlucht hindurch und dann hinauf. Die Gegend scheint vor vielen Jahrzehnten Erzählungen nach ein beliebtes Ziel für Sonntagsspaziergänge gewesen zu sein, aber mit abnehmender Popularität verfielen die Wege und nun verirrt sich in diesen Bereich kaum noch jemand, außer eben manchmal die Waldbesitzer, die dort Forstwirtschaft betreiben.
Die Nacht war eher unruhig und kurz, da mein Schlafsack wegzurutschen pflegte und auch mein Kissen zu klein war. Ansonsten ging es. Leider brachte ich aus dem Wald zwei unliebsame Waldparasiten mit (einige weitere musste ich schon während des Aufenthaltes abwehren), konnte diese aber gut entfernen.
Insgesamt würde ich sagen, dass das Zelten im Laufe des Sommer schon noch mal probiert werden kann.

Freitag, 27. Mai 2022

"Biwak-Aktion" voraus

 
Ich weiß garnicht, ob ich das schon erwähnt habe. Zusammen mit einem Wanderkameraden werde ich (gutes Wetter usw. vorausgesetzt!) von Samstag auf Sonntag im Wald übernachten. Und zwar besitzen gute Menschen in der näheren Umgebung einiges an Wald und Wiese. Und diese Menschen haben uns auf Anfrage erlaubt, einen Flecken ihres Waldareals, der dafür wohl geeignet sein soll, für eine Nacht als Lager zu verwenden. Pflegliche Behandlung der Natur, Müll wieder mitnehmen etc. selbstverständlich vorausgesetzt.
Habe mir nun für diese Aktion noch eine kleine Luft-Isomatte gekauft, mich desweiteren mit einem aggressiven Repellenten gegen den gemeinen Holzbock ausgestattet. Alles andere an Ausrüstung sollte so grob vorhanden sein. Bin gespannt und berichte bei Gelegenheit.

Mittwoch, 19. Januar 2022

Endlos ziehen sich die Straßen

Endlos ziehen sich die Straßen

 
So zog ich denn nun heute in die Welt hinaus. Auf dem Programm stand eine Wanderung von Hersbruck über Henfenfeld in weitem Bogen nach Engelthal und von dort zurück nach Hersbruck.
Zu Beginn meiner Runde ergaben sich gewisse Startschwierigkeiten, da ich in unfassbarer Arroganz die Wegbeschreibung nicht richtig gelesen hatte. Dies musste ich dann mit heiterem Bergauf-Bergab-Spiele büßen, mit welchem ich dann eben umwegs den Weg nach Henfenfeld zu finden bestrebt war.
Anschließend aber lief alles nach Lehrbuch, gewissermaßen.

Die Natur ist dort draußen kalt und die Wege matschig. Dennoch ahnt die Erde etwas vom Frühling und jedes Karge deutet für den Sinnigen schon über sich hinaus.

Die Abschlußstrecke von Engelthal aus ist eine alte Bekannte für mich. Habe diesen Weg das erste Mal 2010 (?) im Rahmen des Frankenwegabschnittes begangen. Nun schon bestimmt fünf Male oder mehr, mit wechselnder Begleitung oder eben allein. Der Weg scheint mir dort abschnittsweise in einem eher schlechten Zustand über die Jahre. Als ich dann unterwegs ein mutmaßlich von Patienten der Frankenalb-Klinik stammendes Kunstprojekt aus Holz suchte, das mir ebenfalls auf meinen vielen Vorbeigängen zum guten Bekannten geworden ist, stellte ich auch dort fest, wie alles zerfällt und zerstäubt. Wüste Reste ragten gen Himmel, in dem sich mittlerweile träge, graue Wolken versammelten um den Abend einzuläuten.

Sonntag, 21. November 2021

Wanderung am Moritzberg

Mystische Herbsttage an den Hängen des Moritzberges

 
Heute nützte ich das sehr schön-schlechte Wetter, um eine kleine Wanderung von Lauf an der Pegnitz zum Moritzberg zu unternehmen. Ganz schwacher Nieselregen, kalter Wind und Wolken über den Weiten, was soll man sich mehr wünschen? So ging ich dahin.
Ich durchquerte den Ort Schönberg, der auf bestimmte Art seinem Namen alle Ehre machte, vorbei an ehemaligen und geschlossenen Gaststätten, hinaus aus dem Orte und über Felder, dem den Kopf in Nebel getunkten Berge zu. Immer wieder begegnete ich, was mich nicht schlecht wunderte, trotz des Wetters Menschen. Dies führte auch dazu, dass ich auf eine längere Rast auf dem Gipfel des Berges verzichtete und stattdessen weiterlief. Ich kam durch Haimendorf, passierte die "Klingenden Wasserfälle", weiter durchs Gehölze in Grau, im Kopfe immer Waldpfade und ewige Wand'rersitten.


Sonntag, 1. August 2021

Letzte Julitage und erster August

Wallfahrtskirche Mariahilf Freystadt


Die letzten Tage waren recht aktiv. Am Donnerstag gab es eine Kleingruppenwallfahrt mit anschließender Wanderung nach Mariahilf in Freystadt. War dort vor etwas weniger als einem Jahr schonmal und es war wirklich gut, erneut dorthin zu fahren. Nach dem Gottesdienst ging es eine kleine Runde in das Örtchen Möning, später noch an den Rothsee.

Felder bei Aßlschwang

Ursprünglich hatte ich dann für den Freitag eine Wanderung ab Schnaittach geplant. Die Perspektive, mich durch baustellenbedingte Umleitungen zu meinem entsprechenden Bahnhof zu quälen und überhaupt Bahn zu fahren, erfreute mich dann aber wenig. So entschloss ich, ganz unkompliziert eine Radtour in Richtung Leinburg zu den dortigen Flechten-Kiefernwäldern zu unternehmen. Angenehm war es, durch diese menschenleeren Abschnitte über Waldwege dahinzufahren, ab und zu zu halten, den Standort auf der Karte zu überprüfen, den weiteren Weg zu überlegen. Stille den Nachmittag hindurch, im Schatten der Bäume.

Gestern galt es, den Alltag etwas zu organisieren. Abends besuchte ich den Gottesdienst, anschließend bereitete ich mir ein mediterran inspiriertes Kartoffelgericht zu und schaute den ersten Teil der Herr-der-Ringe-Verfilmung an, trank dazu ein Starkbier und ging anschließend zu Bett, um in seltsame Träume hineingezogen zu werden.


Flechten-Kiefernwälder bei Leinburg


 

Freitag, 15. Januar 2021

Durch Schnee und Eis

Nach Klingenhof

 
Durch Schnee und Eis wanderte es sich gestern auf meiner "Stammstrecke" entlang des Frankenwegs von Altdorf nach Hersbruck. Der Himmel war meist wolkig, nur zu Beginn zeigte sich kurz die Sonne. Auch die Tatsache, dass "draußen" die Temperatur im Schnitt nochmal um ein paar Grad kälter ist, war zu erkennen.
Der Weg ansich ist ja für mich kein Unbekannter, jedoch bemerkte ich, wie so eine verschneite Ebene alles sehr anders aussehen lässt. Auch ärgerte mich, dass teilweise die Wegmarkierungen mutwillig zerstört worden sind und an Teilen des Weges inzwischen relativ lückenhaft vorhanden sind.
Konnte zum ersten Male meinen kleinen Gaskocher einsetzen, was relativ gut klappte, wenn es auch zu Beginn ein wenig umständlich war. Nach Abschluß des Mahles (es gab Linseneintopf) war mir die Gaskartusche dann auf dem Baumstumpf, auf dem ich sie platzierte, festgefroren, und es bedurfte einigen Ruckelns, sie von dort wieder loszubekommen.
Meinen Irrweg von vor zwei Jahren (oder so), als ich versehentlich in Henfenfeld landete, konnte ich diesmal beim besten Willen nicht mehr rekonstruieren. Nach insgesamt gut 8 Stunden (Schnee verlangsamt auch die Schritte ziemlich) kamen wir mit nassen Füßen und Klamotten in  Hersbruck an.




Sonntag, 3. Januar 2021

Auf Schleichwegen

Schmal ist der Waldpfad...

 
Die winterliche Natur genießen wollte ich dieser Tage. Allerdings nach Möglichkeit an Stellen, wo nicht die gesamte Stadt herumläuft. Fotos machen. Dem Wind in den Bäumen zuhören. Durchatmen. Alles Dinge, die ich sehr schlecht kann, wenn alle 10 Sekunden heiter plaudernde Menschengruppen an mir vorbeistampfen. Gottseidank fand ich ein paar Trampelpfade im Unterholz, wo es ganz gut wandeln war. Nicht ganz menschenfrei, aber fast. Freue mich auf in einer Woche, wenn Tage der Auffrischung auf mich warten. Möchte dann mal wieder, unter der Woche, um die Horde der Coronageschlauchten zu vermeiden, eine längere Wanderung unternehmen.

Heute, es hatte geschneit, raffte ich mich nochmals zu einem kleinen Spaziergang auf. Ohne Ruhe diesmal. Dieser Gang hat sicher irgendetwas genützt. Hervorbringen guten Gefühls zählte aber diesmal nicht dazu...



Dienstag, 15. Dezember 2020

Wo des Nachts...

Licht im ansonsten dunklen Wald


Gestern ergab sich für mich bei ordentlicher Kälte die Gelegenheit eines kleinen abendlichen Gangs durch den Wald in freundlicher Gesellschaft. Habe dadurch gemerkt, wie schön so ein winterlich-karger Wald ist und was für eine großartige Stimmung der durchfrorene Forst bietet.
(...leider habe ich mutmaßlich von der Kälte heute starke Kopfschmerzen. Aber das muss ertragen werden.)
 

 

Montag, 9. November 2020

Blaue Tage

Rötlich-blaue Natur


Gestern ging es zu einer kleinen Tour hinaus, vom Valznerweiher in Richtung des Fischbacher Pellerschlosses, um die letzten Sonnenstrahlen dieses Jahres einzufangen. Dies gelang und es wurde eine frohe Runde

Heute regiert der blaue Montag über die Welt. Mich stimmt das wenig froh, da zurzeit eine Art Damoklesschwert über mir hängt, das mit Glück und Gottes Segen frühestens am Freitag dort entfernt wird. Diese Sache an Damoklesschwertern ist ja, dass es sich mit ihnen so furchtbar angespannt und unschön lebt. Aber ich hoffe.


In strahlend Gold: Das Pellerschloß

Ein blauer Weiher

 

Donnerstag, 30. Juli 2020

Kleine Gesundheitswallfahrt nach Mariahilf

Zu Beginn dieser weltumspannenden Seuche habe ich mir einen kleinen Vorsatz gefasst: und zwar sobald es wieder möglich ist und wenn bis dahin alle im näheren Umfeld gesund geblieben sind, eine kleine Pilger- oder Wallfahrt an einen speziellen Ort zu tun, um Gott für die Bewahrung zu danken und weiterhin um Gesundheit zu bitten. So ist es dann am gestrigen Tage geschehen. In den Umständen entsprechend kleiner und familiärer Gruppe ging es auf den Mariahilfberg bei Neumarkt, wo wir einen Frühgottesdienst besuchten.

Anschließend hieß es eine Runde zu gehen, und zwar in Richtung der Ruine Wolfstein, wo man die Ausicht über die beinahe leicht toskanischen oberpfälzer Lande genoß und sich anschließend in einem nahen Gasthof ein Mittagsmahl schmecken ließ.


Eine andere Pilgerfahrt unternahm ich heute: und zwar einen Gang ins örtliche Pfarramt, wo ich einen weiteren Schritt in Richtung Rückkehr in "meine" römisch-katholische Taufkonfession gemacht habe.

Nun raste ich ein Weilchen und genieße Tage der Er- und Auffrischung.


Kerze vom Mariahilfberg

Wallfahrtskirche Mariahilfberg


Blick auf Neumarkt von oben

Burgruine Wolfstein

Beinahe kitschig güldnes Kornfeld

Dienstag, 28. Juli 2020

Kurzer Abstecher nach Weißenohe


Den heutigen freien Tag genutzt, um mal kurz "raus" zu fahren. Nach Weißenohe und zur Lillachquelle. Schön war's!



Klosterkirche in Weißenohe
Die Lillachquelle bei Weißenohe

Sonntag, 7. Juni 2020

Bäume im Regen


Die Schönheit eines Baumes im Regen


Was für ein wunderschöner Tag! Es regnet und die im Safte stehende Natur wirkt dadurch noch schöner. Ehrlich: man muss mal einen Baum im Regen genauer betrachten. Ich finde sie dann besonders schön.

Am Freitag wollte ich eigentlich mein in der Werkstatt befindliches Fahrrad abholen, was erstmal auch zu klappen schien. Als ich dann schon auf dem Heimweg damit war, trat ich in die Pedale und wieder rutschte mir die Kette mit lautem Krachen aus dem Gang. Kurzentschlossen fuhr ich zurück damit und übergab es erneut dem Mechaniker. Dieser hatte aus Sparsamkeit eines von  zwei Teilen ersetzt, hätte aber besser gleich beide erneuert. Nun warte ich wieder.

Heute durfte ich in einem Gottesdienst über die Bedeutung und gleichzeitig Unzulänglichkeit von Gottesbildern nachdenken. Anschließend heimzu. Wieder im Regen.

Das Manottidil lässt grüßen, es geht ihm gut und seine Abenteuer nehmen immer weiter Gestalt an.


Freitag, 8. Mai 2020

Kleine Runde im Gehölze, Blasen am Fuß

Im Holze

 
 Der gestrige Tag wurde nun genutzt, um etwas im Holze herumzulaufen. Die Wahl fiel auf ein weniger populäres Stück Wald, und so ergab sich eine angenehm ruhige Runde, vorbei an noch eher dürren mit Birken bewachsenen Wäldern, die nach Norden hin aber mehr und mehr zu Mischwäldern mit vielen schönen Buchen wurden. Besonders diese Buchen mag ich im Frühling und Frühsommer immer sehr gerne, ihr Grün und die Art, wie das Sonnenlicht speziell durch Buchenzweige hindurchfällt.

An einem Weiher ergab sich ein Treffen mit einem fränkischen Waldbruder alten Schlages, welcher vieles von der Geschichte der Region zu erzählen wusste und hierdurch auch geschichtlich bedingt schwedische Einflüsse auf das speziell im Nürnberger Raum verbreitete Frankentum interpretierte.

An Weiher und Bach blüht nun die Natur. Nur etwas trocken ist es schon wieder und man kann nur auf baldige Regenfälle hoffen.

Da ich leider auf das falsche Schuhwerk gesetzt hatte, ging diese Runde auch nicht ohne Blasen am Fuß ab. Nun ja. Es sei! Dieser kleine Preis ist gern gezahlt.




Kaulquappenhochsaison




Eine Blindschleiche schleicht ihrer Wege


Sonntag, 3. Mai 2020

Ende verlängertes Wochenende + Mai

Fast nicht grüner als heute: Das Gras vor zehn Jahren
 
 
Das durch Feiertag verlängerte Wochenende ist fast vorbei und unerwartet ist der Mai ausgebrochen. Kurze Abstecher ins Freie erwecken mir die Sehnsucht nach Natur, nach frischem Gras auf Wiesen im Frühjahr, dem Grün der Bäume, Freiheit und Einsamkeit in der Natur. Allein, das muss alles warten und ist verschoben bis zu einem grauen und fernen Sankt-Nimmerleins-Tag.
Ich erinnere mich voll Sehnsucht an Wanderungen, z. B. vor zehn Jahren, im Mai, in die fränkische Landschaft hinein, vorbei an Hügel und Feld, durch Tal und Wald, unter der Sonne und dem Regen hindurch. Heutige Tage bieten nur Masken, Masken, Warteschlagen und stupide Schlagzeilen.

Große Freude bereitet mir momentan das Lesen der "The Wheel of Time"-Serie von Robert Jordan. Dementsprechend habe ich  mir auch im Rahmen einer lokalen Wirtschaftsförderung den zweiten Band, der dann am Dienstag geliefert sein wird, bestellt.
Als gute Moralverstärkung hat sich auch die Musik eines gar seltsamen Musikprojektes namens Wagner Ödegård aus den schwedischen Wäldern herausgestellt. Des Herrn Ödegårds Album "Om undergång och de tretton järtekn" läuft bei mir derzeit immer mal wieder im Kreise.



Dienstag, 14. April 2020

Rauswurf: Nachtwachen, Eingang: Purgatorio


So... Entschluss gefasst: Die Nachtwachen des Bonaventura werden nicht weitergelesen, nachdem mich regelrechte Abscheu angesichts dieses Buches überfallen hat.

Habe gestern dann begonnen, "Purgatorio" von Tomás Eloy Martínez als "Zweitbuch" zu lesen. Bin bisher begeistert. Ein melancholisches Buch, teilweise auch mit einer süß-saueren Art Humor. Große Empfehlung bisher!

Leseliste somit:

Tomás Eloy Martínez - Purgatorio
und, immer noch
Robert Jordan - The Wheel of Time (Bd. 1)


Außerdem, ein ziemlicher Themensprung nun...
Vor ein paar Tagen habe ich wieder ein bisschen zum Thema "Natur und christlicher Glauben" gestöbert. Bin hierbei über ein paar Texte z. B. zum "Sonnengesang" des Franz von Assisi gestoßen.  Interessant fand ich hierbei die Information, dass Franz durch den Sonnengesang ja quasi der Natur einen Eigenwert einräumt, der daher rührt, dass Gott sie geschaffen hat. Sie wird nicht, wie in der damaligen Zeit üblich, als bloße Nahrungsquelle oder eben als Bedrohung bzw. auf religiöser Ebene als Teil einer ansich bösen materiellen Welt gesehen. Er reiht sich geschwisterlich auch in die Reihe der Schöpfungswerke ein, die den Schöpfer, Gott, loben. Hierzu gibt es übrigens auch einige wunderschöne Psalmen und andere Bibelstellen, die die Natur und das All davon freisprechen, bloße "Nutztiere" und stumpfsinnige Materieansammlungen zu sein. (z. B. Baruch 3,33-35)

Einen guten Gedanken dazu finde ich, dass Gott im ersten Schöpfungsbericht der Bibel ja den selben Lebensatem, mit dem er den Menschen belebte, auch Tieren gab (1. Mose 1,30), somit durchaus die Lesart möglich ist, dass die Schöpfung, hier konkret die Tiere (die übrigens interessanterweise im ersten Schöpfungsbericht noch nicht als Nahrungsquelle für den Menschen vorgesehen sind) eben auch einen von Gott gegebenen "Eigenwert" haben (siehe auch das "sehr gut" Gottes über "alles... was er gemacht hatte" in 1. Mose 1,31), was für mich eher gegen die Ansicht einiger meiner eher evangelikal-konservativen Freunde spricht, die Natur sei nur so eine Art Maschine, die für den Menschen da ist, um sie frei auszubeuten, und habe auch nichts mit Gott zu tun bzw. sei es falsch, Gott mit, in der oder durch die Natur zu loben. Ich halte z. B. auch den poetisch gemeinten (!) Ausruf, dass die Natur "durchseelt" sei, für angesichts der sich mir aufschließenden Quellenlage für durchaus gut vertretbar. Ist aber einfach meine persönliche Meinung. Ohne Abschluß in Theologie. Gewonnen durch Lesen, Beten, Unterhalten.

Auch ziemlich hilfreich war mir ein Abschnitt aus dem Katechismus der katholischen Kirche, der mir ein paar gute Gedanken dazu gab, dass die Schöpfung auch nicht von Gott geschaffen wurde, um irgendwem irgendwas zu beweisen zu müssen, sozusagen um seine "Herrlichkeit zu mehren", sondern dass es folgerichtig ist, dass ein guter Gott Gutes ("Gut" heißt für mich auch nicht zwangsweise harmlos, leicht verständlich, widerspruchsfrei) schafft.

Zitat: "... Die Schrift und die Überlieferung lehren und preisen stets die Grundwahrheit: ,,Die Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen" Wie der hl. Bonaventura erklärt, hat Gott alles erschaffen ,,nicht um seine Herrlichkeit zu mehren, sondern um seine Herrlichkeit zu bekunden und mitzuteilen" Gott hat nämlich keinen anderen Grund zum Erschaffen als seine Liebe und Güte: ,,Die Geschöpfe gingen aus der mit dem Schlüssel der Liebe geöffneten Hand [Gottes] hervor..."Der letzte Abschnitt hilft mir persönlich zu besserem Verständnis einer Aussage wie "Die Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen.". Nicht als eine Art "Show", sondern Gottes Liebe und Güte als Motive für die Schöpfung.

Mir hat das sehr geholfen und die ein oder andere pseudogeistliche Stoßstange "guter und wohlinformierter Christenmenschen" hat sich auch schon in Luft aufgelöst.


Dienstag, 18. Februar 2020

Waldrunde zum Unterstand

Waldwege immer weiter

Nachdem mir das Schicksal in seiner Güte nun vier freie Tage zugestanden hat, entschloss ich mich dazu, Tag 1 gleich natürlich-naturell zu nutzen und auch meine neu erstandene Ausrüstung, das Berghaferl sowie den Tarp-Poncho auszuprobieren. Gesagt getan wählte ich mir eine kleine Runde in der Gegend des Schmausenbucks dazu aus. Nach einer Kurve Richtung Südosten war mein Ziel, wieder westlich einen Unterstand Richtung Zabo zu erreichen, wo ich gedachte, eine kleine Rast inkl. Mahlzeit zu halten.

Alles in Allem kam so ein recht schöner Spaziergang zustande. Das Wetter war schon eher des noch ein Stück entfernten Aprils würdig, Regen gefolgt von Sonne gefolgt von Regen. Der Poncho wäre ansich kaum nötig gewesen, ich zog ihn allerdings aus Gründen der Einweihung zwei Male an und versuchte längere Zeit, das perfekte System zu finden, ihn wieder in den mitgelieferten Beutel zu quetschen. Meist war gerade in dem Moment, als ich den Poncho wieder angelegt hatte, die nächste Sonnenphase da und just wenn ich dabei gewesen, das Zeltplanenflatterding endlich im Sackerl verstaut zu haben, kam der Regen zurück. So bewegte ich mich durch den Wald und erreichte auch ohne Irregehens meinen Unterstand, wo es Buchweizengemüse aus dem Feldgeschirr sowie Kräutertee serviert im Berghaferl gab.

Durch weitere sonnige Regenphasen hindurch ging es zurück und zurück und wieder nach Hause, wo ich dann nach Ankunft endlich das perfekte System für's Regenschutzfalten gefunden hatte.



Schadholz

Düstere Sümpfe

Der Unterstand im Regen


Blick aus dem Unterstand, kurz vor dem Regen

Sonntag, 19. Januar 2020

Karger Wald

Birken

Himmelwärts

Kleiner Pfad

Noch mehr Birken

Sehnsucht nach dem Walde. Heute kurzen Spaziergang im Ostwald unternommen. Graupel und milden Regen genossen. Düsternis. Herrlich!



Montag, 6. Januar 2020

Entlang der Schwarzachklamm

Alter Kanal bei Feucht

Letztes Abendlicht im Wald

Schwarzach

Düsteres Tal


Ein heutiger letzter Spaziergang führte mich in das Schwarzachtal bei Feucht. Ein sehr schöner Ort, da jedoch relativ viele Menschen unterwegs waren, nutzte ich die Umgebung eher dazu, angeregt von Felsen und der romantischen Stimmung des Tales, mich in eine imaginäre Geografie fremder Welten hinfortzudenken, was auch immer ein Gewinn ist.


Freitag, 3. Januar 2020

Durch den Fürther Stadtwald


Weg durch den Fürther Stadtwald

Relativ spontan ging es heute, diversen Plagen zum Trotze, durch den Fürther Stadtwald auf einen kleinen Spaziergang. Für mich war es eine Premiere, da ich diese Waldgegend bislang tatsächlich nicht durchschritten habe. Kalt war es, Eispfützen im Wald, aber dennoch das Gefühl, dass ich in der Natur meistens nicht am falschen Platz bin wenn es darum geht, die Stimmung zu heben.



Sonntag, 10. November 2019

Wanderung bei Hartmannshof

Felder bei Haunritz

Die Högener Mühle (glaube ich...)

Blick von der Burgruine Lichtenegg



Das Wetter war heute sehr schön und schon längere Zeit kam ich mir in meinen Schreibstuben und auf meinen Sesseln und in der Betonwüste ziemlich deplatziert vor. Daher zog es mich hinaus nach Osten hin, nach Hartmannshof, von wo ich eine hübsche Herbstwanderung zur Burgruine Lichtenegg unternahm.

Wider Erwarten waren sehr wenige Menschen unterwegs, sodass ich streckenweise perfekte Stille genießen konnte, von den Hügeln herabblicken und einfach dem Wind zuhören, der über die Felder strich. Die Natur zeigt sich noch in schönem Gold, was durch die wunderbare Sonne noch verstärkt wurde. Perfekte Umstände dafür, mich wieder in Sachen Fotografie zu betätigen (leider gab es ein paar technische Probleme, aber das ist hier jetzt nicht weiter wichtig... Nur so viel: in Zukunft vielleicht doch ab und zu mal wieder  mit der "richtigen Kamera".), was ebenfalls sehr gut getan hat.

Das letzte Wegdrittel in der Nachmittagssonne war dann pure Goldflut. Wehmütig-froh trottete ich dahin, über Landstraße und Feldweg, vorbei an Pferd und Bienenstöcken, fühlend eine Mischung aus Heim- und Fernweh, die nur der Herbst in der Natur wecken kann.