Weiter seltsam. März geht weiter, hin zur Halbzeit. Meine langjährige Dauerbeeinträchtigung stellt mir ein Bein. Wenigstens habe ich zehn Sekunden zuvor noch die Radbremsbeläge austauschen können. Schaue Filme. Mache Sport. Lese im Rad der Zeit. Alles ganz gut so, jedoch unter Bedrohung. Wann kommt Ostern? Wann kommt Ruhe? Wann kommt der Frieden?
Sonntag, 13. März 2022
Weiter seltsam
Montag, 7. März 2022
Ein sehr seltsames Wochenende
Ein sehr seltsames und irgendwie anstrengendes Wochenende liegt hinter mir. Zuerst gab mein Fahrradanhänger am Samstag den Geist auf, indem das linke Rad spontan seine Kugellager ausstieß und halb aus der Befestigung brach. Konnte zwar meine Fahrt noch notdürftig zuende führen, aber nun ist der Schaden erstmal da.
Am Sonntag war dann eine Wanderung mit Begleitung auf einer meiner Stammstrecken, nämlich eine Runde von Altdorf aus südlich zum Kanal und in Bogen über Burgthann und Grünsberg zurück nach Altdorf. Leider nun hatte sich meine gesundheitlich eingeschränkte Begleitung etwas überschätzt, sodass die Tour teilweise zäh verlief, manchmal sogar gefährlich, und zu Grünsberg trennten sich dann die Wege, nachdem mein Begleiter aus Not ein Taxi rufen musste, um nach Altdorf zurückzufahren.
Ich nahm von Grünsberg aus dann allein einen kleinen Bogen, ging durch den grauen Spätnachmittag den Weg entlang, einem weißen Horizont zu.
Der Abend (denn ungeplanterweise war es eben inzwischen Abend) diente dann der Reflexion und Nachbearbeitung des Wandertags. Ich glaube, dass ich das nächste Mal einfach wieder alleine losziehe. Mir ist das ein wenig zu heikel, mich immer auf die Selbsteinschätzung und Selbstausrüstung anderer Leute verlassen zu müssen.
Samstag, 5. März 2022
Erster Eintrag im März. Ja, doch, ich lebe noch.
Erster Eintrag im März. Ja, doch, ich lebe noch und bin relativ wohlauf. Plötzlich geplagt von Nasenbluten zwar, aber wohlauf. Heimgesucht von einem Radbruch meines Fahrradanhängers, ja, durchaus, aebr ich bin doch nah und halte die Fahne hoch. Der Himmel ist von einem mörd'risch schönen Blau und von feiner Wolkenschicht durchzogen. Vögel singen morgens. Und ich warte immer noch auf einen Brief.
Morgen geht es in die Natur hinaus zu einer Wanderung und ich freue mich.
Dienstag, 23. November 2021
Morgenliche Irrfahrt
Minusgrade am Morgen. Eis auf den Dächern.
Heute früh musste ich feststellen, dass der Hinterreifen meines Fahrrades möglicherweise ein kleines Loch hat. Schnell musste eine Entscheidung getroffen werden. So schwang ich mich auf ein relativ desolates Dauerleihrad, um ohne Licht und Klingel meinen Weg in den Morgen hinein zu starten, über dunkle Wege, auf denen u. a. Fahrräder und nasses Laub lag. Glücklicherweise kam ich in einem Stück an. Nun ist zu prüfen, was tatsächlich mit besagtem Hinterreifen los ist. Und ein verkehrstüchtiges Ersatzfahrzeug muss organisiert werden. Stärkung bei Kaffee und Euroshima. Auf bald, Freund!
Dienstag, 27. April 2021
Fahrrad platt
Zur Strafe für meine dauernde Vergrübeltheit und das Verfassen überlanger subjektiver Aufsätze zu diversen Themen fuhr ich mir heute mit dem Fahrrad einen platten Reifen. Die Rückreise von meinem Arbeitsort fand demgemäß mit den öffentlichen Verkehrsmitteln statt. Durch eine Stadt voller Bußgelder und Frühsommerverirrter, voll Eiscafes und Pizzabuden und nach Desinfektionsmittel riechender Straßen. Die Stadt hat keine Erinnerung mehr und ist parzelliert und fragmentiert in die Häuser der Gemüter der Menschen, dort neben dem Eiscafe und am See, und hui, da rauscht einer vorbei, mit dem neuesten fliegenden Besen aus der Mobilitätsschmiede der kaputten Postmoderne. Und hui, da rauscht einer vorbei und fällt vom Pferd, direkt neben der Psychoklinik, wo Burn-out und Essstörungen und Krankheitswahn momentan im Angebot sind. ...worauf wollte ich hinaus? Mein Fahrrad hat einen platten Reifen, und da laufe ich dahin, über Gehsteige voll rostiger Nägel und Heimweh.
Samstag, 27. Februar 2021
Letzte Tage vor dem März
Der Februar geht zu Ende, März steht vor der Tür, und damit der Frühling. Am Freitag sprang meine Radkette raus und ich vergeudete viel Zeit am Ort damit, zu versuchen, sie möglichst reinlich wieder einzuhängen. Irgendwann war meine Geduld am Ende und ich griff beherzt in den Zahnkranz. Erfolg innerhalb von Sekunden, sehr schwarze Hände...
Aus einer Laune heraus habe ich mir Counterstrike: Global Offensive heruntergeladen und spiele es derzeit heiter. Keine Rückmeldung aus den Archiven und Urkundenstellen, die Ahnenforschung steht still. Ein guter Freund und ich schreiben uns E-Briefe im Zeitungsformat. Und das war es auch schon. Nun zur Vorabendmesse.
Montag, 8. Februar 2021
Schneeeeee...!
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| Frau Holle hat etwas gegen mich. |
Kaum kehrte ich gestern von einer Wanderung ins schöne Oedenberg zurück, fing es auch schon an zu schneien. Damit hörte es bis in die Nachtstunden nicht auf. Das Resultat waren chaotische Verhältnisse auf den Straßen heute morgen und ein um ca. das Doppelte verlängerter Arbeitsweg. Gut, es war jetzt auch nicht unbedingt die Stimme der Vernunft, die mir einflüsterte, mit dem Rad loszuziehen... Schlittern, schieben, dahinlaufen. Denke das bleibt jetzt erstmal so. Passend zum Montag. Beginnt eine Woche aus Montagen?
Dienstag, 1. Dezember 2020
Erster Schnee des Jahres 2020
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| Kein Winterdienst! |
Ja, tatsächlich. Heute fiel der erste Nürnberger Schnee in 2020, und notgedrungen musste ich das Fahrrad stehen lassen und auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen. Der Tag ansich war von viel ernster Verwaltungsangelegenheit geprägt. Dementsprechend fühle ich mich nun wie eine Ehrenmedaille aus Blei.
Ernst war es auch anderswo. Der König von Nürnberg hat neue Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Komischerweise finde ich darin kaum etwas, was nicht eh schon irgendwie gilt oder galt. Des Königs neue Ausgangsbeschränkungen? Sei's, ob alt, ob neu, ich halte mich einfach mal dran. Sowohl in der alten als auch in der neuen Version. Doppelt hält besser. So kann nix schief gehen.
Einen königlichen Dienstagabend wünscht Ihnen
Ihre Münzprägeanstalt Mayr
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| Fahl und kalt steht die Stadt |
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| Schneetreiben und Leere |
Dienstag, 10. November 2020
Rad platt und Tolkien-Gesellschaft
Böse Überraschung vor dem goldenen Tore des Brotgebers: Das Fahrrad hatte mal wieder einen platten Reifen. Kein Werkzeug weit und breit und auch kein Pannendienst. So schob ich denn den Drahtesel dann durch eine schwarze Stadt, zwängte mich in die Bahn und fuhr dahin, im schwarzen Reich eines ungewissen Schicksals.
Nachdem ich ein rastloser Geist bin und auch nicht warten will, bis die Sonne vielleicht wieder aufgeht um dann zu sehen, entschied ich mich heute dafür, in die Deutsche Tolkien-Gesellschaft einzutreten, um meiner Leidenschaft für Tolkiens Werk, Fantastisches und Poetisches zu fröhnen. Und wer weiß, vielleicht auch nette Kontakte zu knüpfen.
Jetzt dann muss ich mein Rad noch ein Weilchen durch die Gegend schieben. Ein freundlicher Mensch bat mir Hilfe beim Flicken des Reifens sowie Leihrad an.
Donnerstag, 25. Juni 2020
Komische Wege
Sehr seltsam... vor einiger Zeit stellte ich, frustriert von dem Dauerauflauf entlang der Pegnitz, meine täglichen Radwege größtenteils auf kleinere Nebenstraßen um. Zu Beginn befürchtete ich, dass ich das schnell auch nicht mehr machen kann, wegen den üblichen Radwegparkern, Rasern, sich unkontrolliert verhaltenden Radfahrern. Nun will ich es nicht verschreien, aber momentan empfinde ich das Radeln auf den Straßen als viel angenehmer als den täglichen Kampf durch die sommerlich frohen Menschenparaden. Eigenartig, aber so ist es. Zwar begegnen mir alle paar Tage mal kluge Leute, die z. B. einen ohnehin schon schmalen Radweg an einer Hauptstraße entlang plötzlich meinen, auch in die Gegenrichtung befahren zu können. Aber wenn man sich drauf einstellt und sich entsprechend verhält, kommt man damit auch zurecht, solange es nicht täglich passiert.
Montag, 8. Juni 2020
Ein seltsamer Mond war aufgegangen
Sonntag, 7. Juni 2020
Bäume im Regen
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| Die Schönheit eines Baumes im Regen |
Am Freitag wollte ich eigentlich mein in der Werkstatt befindliches Fahrrad abholen, was erstmal auch zu klappen schien. Als ich dann schon auf dem Heimweg damit war, trat ich in die Pedale und wieder rutschte mir die Kette mit lautem Krachen aus dem Gang. Kurzentschlossen fuhr ich zurück damit und übergab es erneut dem Mechaniker. Dieser hatte aus Sparsamkeit eines von zwei Teilen ersetzt, hätte aber besser gleich beide erneuert. Nun warte ich wieder.
Heute durfte ich in einem Gottesdienst über die Bedeutung und gleichzeitig Unzulänglichkeit von Gottesbildern nachdenken. Anschließend heimzu. Wieder im Regen.
Das Manottidil lässt grüßen, es geht ihm gut und seine Abenteuer nehmen immer weiter Gestalt an.
Freitag, 29. Mai 2020
Schnell ging
Mein Rad hat im Laufe der letzten 1-2 Wochen begonnen, sich zu beschweren. Beim Anfahren rutschte mir die Kette aus dem Gang. Entsetzliches Krachen. Fahren nur noch im untersten Gang ohne Probleme möglich. Dafür langsam. Kette durch? Zahnkratzpaket hin? Wie auch immer: Ich beschloss, dass das gute Ding nun seine lang verdiente Wartung erhält und brachte es zum Fahrradmann meines Vertrauens. Mal sehen.
Für das Wochenende habe ich vor, mein nun fast zehn Jahre Fragment gebliebenes Buch vom Manottidil weiterzuschreiben. Der Gedanke, damit irgendwann tatsächlich mal fertig zu sein, hat so seinen Reiz. Und wenn es nur ist, um mir zu beweisen, dass ich das Buch tatsächlich zuende schreiben kann. Nunja... nicht zu viel Druck aufbauen. Jedenfalls musste ich über meine Notizen, die ich, weshalb ich auch überhaupt auf den Gedanken kam, neulich wieder gefunden habe, herrlich lachen. Sollte das Buch fertigwerden und ich gewisse Grundlinien wieder aufnehmen und vom Niveau her halten können, wird es ein wahrlich sphärenerschütternder Unsinn sein und ich sehr stolz darauf. Wird es Leser finden? Aber natürlich nicht! Es wird auch nicht, weder auszugsweise noch in Langform, auf Poetry-Slams zu hören sein. Nicht an regionalen Literaturwettbewerben teilnehmen. Nicht an Verlage gesendet mit der Bitte, man möge doch mal kurz vom hohen Ross herab und so weiter. Geschrieben worden ist es bisher und soll es zukünftig einzig und allein angetrieben vom schallenden Gelächter des Manottidiles werden, das an Bahnhofsuhren hängt und die Zeiger verdreht. Das kostenlose Bananenschalen verschenkt. Es handelt sich um die reinste Nichtliteratur. Geschrieben von einer Sorte Mensch, die es überhaupt nicht geben sollte. Geschrieben von den Freunden des vegetarischen Fleischsalats, von den Verächtern von Diplom und Titel und den Erben von Kirchenmaus und Ratten im Gemäuer (womit wir jetzt Polemik und Zitat in einem Eintrag vereint hätten).
Ansonsten gehen die Gespräche zum Konfessionswechsel hier erfreulicherweise weiter. Das tut, passend zu Pfingsten, so gut, das Gefühl zu haben, dass sich mal wieder was bewegt. Das es Wege gibt und nicht nur Sackgassen.
Mittwoch, 29. Januar 2020
Monatsende: Schlamm
Heute und dieser Tage herrscht eine seltsame Art Wetter. Sonnenschein wechselt sich mit starken Winden ab, dann fallen plötzlich Graupeln, worauf wieder Sonnenschein folgt. Die Wege sind relativ verschlammt. Auf den Nebenstraßen und Wegen, die ich mit meinem Fahrrad befahre, liegt nach den Windböen eine Mischung aus abgefallenen Zweigen, Restlaub und undefinierbarem Morast herum. So macht die Fortbewegung wenig Freude. Meine Gangschaltung hat auch irgendeine Art sonderbare Macke. Und trotzdem sollte ich heute nochmal aufs Rad und zu sportlicher Tätigkeit fahren. Denke ich tu's auch. Ansonsten viel Unruhe und Unregelmäßigkeiten. Gute Nacht!
Donnerstag, 9. Januar 2020
Im Reich des Nieselregens
Sonntag, 8. Dezember 2019
Diese gewisse Komponente Hoffnung
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| Dunkle Tage im Pegnitztal |
Düster ist`s und mir kommt es so vor, als ginge das Jahr schon sehr deutlich auf sein Ende zu. Ein Hauch von Weltuntergang? Mag sein, aber immer mit dieser gewissen Komponente Hoffnung. Bei vielen Dingen bin ich noch nicht recht weiter. Jedoch kann zumindest am nächsten Wochenende die erste Runde "Beyond the Wall" tagen. Auch mein Rad ist auf dem Weg der Besserung. Von Dreck befreit und in Sachen Schaltung ein wenig betreut kann es nun zumindest guter Dinge der Abgabe in die Werkstatt harren.
Dienstag, 3. Dezember 2019
Gerade
Samstag, 26. Oktober 2019
Hinter Renzenhof
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| Wald im Abendlicht |
Auf Anregung der Dame d. H. wurde heute ein wenig im Nürnberger Land geradelt. Über Schwaig geradeaus, Richtung Moritzberg. Kurz vor dem Schatten des Berges ging es nach links. Dann fuhren wir einen Halbkreis um Renzenhof, wo eine Fuchsseuche herrschte. Anschließend verließen wir die Halbkreisbahn dann aber in Richtung Röthenbach an der Pegnitz. Von dort ging es zurück nach Nürnberg, hinter uns Wälder, die wieder mal von Hundsgebell erfüllt waren.
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| Seuchengefahr im Walde |







