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Mittwoch, 25. Mai 2022

Tiergarten-Brunn-Fischbach-Schüsselstein-Tiergarten

Der Graben, der noch von der Burg übrig ist

Es ist nun schon wieder einige Tage her, am Sonntag war es, um genau zu sein, da bin ich eine Wanderung vom Tiergarten/Schmausenbuck aus nach Brunn gelaufen. Zurück dann über Fischbach un den Schüsselstein. Offizielles Ziel der Wanderung waren die Überreste des Jagdschlosses Brunn, die ich noch nie gesehen habe, obgleich ich nicht wenige Male bereits in Brunn gewesen bin.

Zu Beginn war die Wanderung relativ anstrengend, da meine Nacht nicht so erholsam gewesen ist und mir dann in den ersten Kilometern auch lauter Dinge eingefallen sind, die ich eigentlich noch mitnehmen wollte (wie z. B. einen Müllsack. Ging dann aber auch ohne. Müll wurde im Kochgeschirr weitertransportiert).


Der Himmel über Brunn.

 

 Auch gingen mir einige der berüchtigten Freizeitaktivisten auf die Nerven, die klassischen rücksichtslos fahrenden Radfahrer, die klassischen Wanderer, die sich selbst bei eigentlich ganz freundlichen Radlern beschweren und Streit anfangen ... eben das Üblich.
Bald nun aber stellte sich tatsächlich auch die aecht teutsche Wald-Einsamkeit ein und großer Friede.

Die angepeilte Burgruine entdeckte ich auch, nach viel durchs-Gebüsch-Wühlens und über Baumstämme krakseln. Ein sehr mystischer und verzauberter Ort, wie ich feststellen muss.



Kalte Platte nach Art des Wandersmanns


 

  Nach Brunn zog sich der Weg aufgund Hungers se(eee)hr. Ich spähte ständig nach einem geeigneten Platz, meinen Esbitkocher anwerfen zu können und mir ein mitgeführtes Nudelgericht zuzubereiten. Allein, nirgends war ein Platz zu finden, der einerseits meinen hohen Sicherheitsansprüchen gerecht wurde, und andererseits nicht zu gut einsehbar war, da ich trotzdem gerne Diskussionen jeder Art vermeiden wollte.

So lief ich dann noch bis Fischbach durch, wo ich eine schöne und ruhige Bank fand, auf der ich dann ein kaltes Mahl zu mir nehmen konnte, was unendlich wohltuend war.



 Es folgt dann eine harte und staubige Abschlußetappe, teils bergauf, von der Sonne beschienen. Doch Schritt um Schritt ging ich weiter und weiter, dem Ziele zu, durch die langsam im Meer der Eindrücke und Gedanken verschwimmende Landschaft, die davongetrieben wurde, in die Wolken hinein, darüber hinaus und immer mehr in ein ungeheures Himmelblau hinauf.

Montag, 25. April 2022

Melde mich kurz zurück

 
Melde mich kurz zurück. Bewegte Zeiten! Irgendwie auch gut. Hatte in letzter Zeit sehr lieben Besuch und bin ansonsten z. B. den 800-Höhenmeter-Rundweg gegangen. Frühling kommt. Trotz noch anhaltender momentan leichter Alltagsscharmützel. Habe aber Hoffnung, dass nun vielleicht doch bald der Wandel kommen könnte. Näheres dieser Tage. Gruß. Dein Maulwurf.

Montag, 11. April 2022

Wanderung bei Pommelsbrunn


Den gestrigen Tag nutzte ich, um mit einem Freund eine kleine Wanderrunde ab Pommelsbrunn über den Zankelstein, Deinsdorf und Heuchling und zurück über die Burgruine Lichtenstein nach Pommelsbrunn zu unternehmen. Der Tag war mild wechselhaft in Sachen Wetter, aber die Natur erschien wunderbar und trotz eisigem Wind und leichtem Schneefallen war es eine großartige Angelegenheit.
Heute bin ich auch ein wenig erschöpft, da ich den Samstag schon dazu nutze, Sport zu machen und zusätzlich eine Stunde mit "Marschgepäck" schnell durch den Wald zu gehen. Alles im Rahmen meines 63-Tage-Projektes. Ja... und ich bin einfach etwas erschöpft. Das Projekt ist anstrengend, ganz klarer Fall. Aber darum geht es auch nicht zuletzt. Sich fordern.
Heute steht in dieser Hinsicht eine Sporteinheit an. Danach wieder eine kalte Dusche, derer ich in der letzten Woche ganze vier hinter mich gebracht habe...

Mein nächstes Wanderziel habe ich mir auch schon ausgesucht für in ein paar Wochen: Den 800-Meter-Höhenrundweg ab Pommelsbrunn.




Montag, 28. März 2022

Wanderung nach Brunn

Die Röthenbachklamm

 Der gestrige Sonntag brachte bei strahlendem Sonnenscheine eine Wanderrunde in Gesellschaft mit sich. Wir liefen vom Tiergarten nach Brunn, von dort in einem Bogen durch die Röthenbachklamm zurück. Das Wetter war wirklich herrlich und es tat auch gut, nun wieder bei milden Temperaturen zu laufen. Der Tag unterwegs brachte staubige Schuhe und gute Gespräche. Möchte das bald wieder tun.

Montag, 7. März 2022

Ein sehr seltsames Wochenende


 
Ein sehr seltsames und irgendwie anstrengendes Wochenende liegt hinter mir. Zuerst gab mein Fahrradanhänger am Samstag den Geist auf, indem das linke Rad spontan seine Kugellager ausstieß und halb aus der Befestigung brach. Konnte zwar meine Fahrt noch notdürftig zuende führen, aber nun ist der Schaden erstmal da.

Am Sonntag war dann eine Wanderung mit Begleitung auf einer meiner Stammstrecken, nämlich eine Runde von Altdorf aus südlich zum Kanal und in Bogen über Burgthann und Grünsberg zurück nach Altdorf. Leider nun hatte sich meine gesundheitlich eingeschränkte Begleitung etwas überschätzt, sodass die Tour teilweise zäh verlief, manchmal sogar gefährlich, und zu Grünsberg trennten sich dann die Wege, nachdem mein Begleiter aus Not ein Taxi rufen musste, um nach Altdorf zurückzufahren.
Ich nahm von Grünsberg aus dann allein einen kleinen Bogen, ging durch den grauen Spätnachmittag den Weg entlang, einem weißen Horizont zu.

Der Abend (denn ungeplanterweise war es eben inzwischen Abend) diente dann der Reflexion und Nachbearbeitung des Wandertags. Ich glaube, dass ich das nächste Mal einfach wieder alleine losziehe. Mir ist das ein wenig zu heikel, mich immer auf die Selbsteinschätzung und Selbstausrüstung anderer Leute verlassen zu müssen.

Samstag, 5. März 2022

Erster Eintrag im März. Ja, doch, ich lebe noch.


Erster Eintrag im März. Ja, doch, ich lebe noch und bin relativ wohlauf. Plötzlich geplagt von Nasenbluten zwar, aber wohlauf. Heimgesucht von einem Radbruch meines Fahrradanhängers, ja, durchaus, aebr ich bin doch nah und halte die Fahne hoch. Der Himmel ist von einem mörd'risch schönen Blau und von feiner Wolkenschicht durchzogen. Vögel singen morgens. Und ich warte immer noch auf einen Brief.
Morgen geht es in die Natur hinaus zu einer Wanderung und ich freue mich.

Sonntag, 6. Februar 2022

Wandern, Wetter, Dämonenkirmes

 
Eigentlich wollte ich heute wandern. Jedoch hat mich der Wetterbericht ein wenig irritiert, wo mal von trockenem, ruhigem Wetter mit ein bisschen Wind die Rede war, mal von Starkregen und Sturmböen. Aktuell sieht es zumindest hier in Nürnberg eher nach erster Option aus. Naja. Man muss halt eine Entscheidung treffen. Ein ander' Mal wieder...


Habe mir dieser Tage die Serie Archive 81 angeschaut. Bzw. bis zu einem Teil. Der Wendepunkt kam, als ich bei einer der Folgen eingeschlafen bin. Wurde mir gar zu langweilig. Archive 81 hat einige Punkte, die ansich sehr gruselig sind und die in die richtige Richtung entwickelt wirklich große Unterhaltung versprochen hätten. Aber ehrlich: Will man eine Hauptfigur, die, als sie auf einen mysteriösen, unheiligen Kult aufmerksam wird, die entsprechenden Kultisten mit zornesrotem, verheultem Freibiergesicht auf ihre Verwicklung darin anspricht? Mir hätte nur noch gefehlt, dass sie auf die Hausordnung verweist, nach der okkulte Untaten in der Zeit zwischen 22 Uhr und 6 Uhr strengstens verboten sind und auch im Waschkeller am Freitag... wegen der Putzfrau. Und bitte verbrennen Sie keinen Weihrauch vor ihrem Götzenbild! Der Geruch stört die anderen Parteien im Hause.

Auch dieses typische Verschwörungsmotiv hat mich nicht richtig unterhalten. Nunja. Ab in die Dämonenkirmes damit.

Dienstag, 1. Februar 2022

Das Wanderfieber

 
Das Wanderfieber hat mich gepackt! So plane ich, am kommenden Sonntag wieder nach draußen zu gehen um irgendwo eine Runde herumzustreifen. Ein bisschen spielt das Wetter bei den Planungen hierzu noch eine Rolle, allerdings bin ich eh nicht der Mensch, der nur bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Himmel wandert, da einem da doch einiges entginge.
Zur Diskussion steht eine Runde bei Hartmannshof, die ich vor ein oder zwei Jahren schon einmal gegangen bin. Mal sehen.

Habe für die Zukunft auch schon mal das Brennstoffdepot meines Esbitkochers aufgefüllt. Es kann also weiter gewandert werden.

Montag, 31. Januar 2022

Wanderung nach Heroldsberg

Habe nun am Sonntag eine kleine Wanderung von Nürnberg nach Heroldsberg unternommen. Ich startete am Martha-Maria-Krankenhaus und lief meinen Weg durch das nördliche Gehölz, größtenteils angenehm ungestört von Menschen, vierbeinigen Freunden oder Sonstigem. Im Gepäck befand sich mein neulich erworbener Kleinkocher, betrieben mit Esbit.

Trotz windigen und teilweise wieder bewölkten Wetters erreichte ich Heroldsberg ganz erfreut, besichtigte vor Ort die evangelische Kirche und war ein paar Blicke auf das Weiße Schloß, bevor ich mich wieder auf den Rückweg machte.


Weißes Schloß zu Heroldsberg

Nachdem es in den Straßen Heroldsberg schon verdächtig nach Essen roch, bekam auch ich langsam großen Hunger. So begab ich mich auf dem Heimweg in der Nähe eines Pfades in das Unterholz, wo ich meinen kleinen Esbit-Kocher entzündete und mir ein schnelles Nudelgericht zubereitete (P.S.: Man tue solches auf keinem Fall bei trockenen Verhältnissen oder im Sommer, da die Brandgefahr nicht zu unterschätzen ist). So geistig und körperlich gestärkt setzte ich meinen Weg nach Hause fort, mit dem Vorsatze, bald wieder zu wandern.

Nachtrag: Habe mir heute ein "Fahrtenbuch" angeschafft. Das ist ein kleines Notizbuch, in das ich bei jeder Wanderung eine Kleinigkeit schreiben will, Beschreibung oder auch irgendetwas Poetisches. Bei mehreren Beteiligten dürfen/müssen auch diese etwas darin verewigen. So bleibt mir eine Art handfeste Erinnerung an meine Wege.

Brennender Taschenkocher

 

Montag, 24. Januar 2022

Hinter Wolkenschichten verborgen

 
Nach den Tagen der Auffrischung landete ich heute direkt im Chaos, großes Herumfliegen von Fetzen und Stücken. Wird wohl auch eine Zeit so bleiben. Versuche mittlerweilen, mich in der Situation einzufinden.

Habe mir am Wochenende aus lauter Begeisterung einen kleinen Esbit-Taschenkocher gekauft. Hintergrund war die Frage nach einer guten Möglichkeit, unterwegs auf Wanderschaft kleinere Mengen Kaffee zu kochen oder eine Fertigmahlzeit zu erwärmen. Bin sehr gespannt auf das kleine Ding und brenne darauf, es auszuprobieren. Überhaupt würde ich gerne wieder häufiger wandern und mich im Gelände bewegen. Mal sehen, wie das dieses Jahr wird.

Grauer bis stahlblauer Himmel liegt über der Stadt. Schweigen der Vögel. Nur Maschinen und Flugzeuge surren hinter Wolkenschichten verborgen.

Mittwoch, 19. Januar 2022

Endlos ziehen sich die Straßen

Endlos ziehen sich die Straßen

 
So zog ich denn nun heute in die Welt hinaus. Auf dem Programm stand eine Wanderung von Hersbruck über Henfenfeld in weitem Bogen nach Engelthal und von dort zurück nach Hersbruck.
Zu Beginn meiner Runde ergaben sich gewisse Startschwierigkeiten, da ich in unfassbarer Arroganz die Wegbeschreibung nicht richtig gelesen hatte. Dies musste ich dann mit heiterem Bergauf-Bergab-Spiele büßen, mit welchem ich dann eben umwegs den Weg nach Henfenfeld zu finden bestrebt war.
Anschließend aber lief alles nach Lehrbuch, gewissermaßen.

Die Natur ist dort draußen kalt und die Wege matschig. Dennoch ahnt die Erde etwas vom Frühling und jedes Karge deutet für den Sinnigen schon über sich hinaus.

Die Abschlußstrecke von Engelthal aus ist eine alte Bekannte für mich. Habe diesen Weg das erste Mal 2010 (?) im Rahmen des Frankenwegabschnittes begangen. Nun schon bestimmt fünf Male oder mehr, mit wechselnder Begleitung oder eben allein. Der Weg scheint mir dort abschnittsweise in einem eher schlechten Zustand über die Jahre. Als ich dann unterwegs ein mutmaßlich von Patienten der Frankenalb-Klinik stammendes Kunstprojekt aus Holz suchte, das mir ebenfalls auf meinen vielen Vorbeigängen zum guten Bekannten geworden ist, stellte ich auch dort fest, wie alles zerfällt und zerstäubt. Wüste Reste ragten gen Himmel, in dem sich mittlerweile träge, graue Wolken versammelten um den Abend einzuläuten.

Dienstag, 11. Januar 2022

Ein paar Tage...

 
Ein paar Tage zur Auffrischung und ich versuche mein Möglichstes. Habe am Wochenende in Sachen Gründung eines Musikprojektes eine erste Probe absolviert und bin mit einem Freund auf Wanderung gewesen. Ansonsten entspanne ich oder versuche es zumindest.
Morgen geht dann meine Reise an die nördliche Grenze Bayerns, woher ich hoffe, neue und schöne Erinnerungen und Eindrücke mitzubringen.


Sonntag, 21. November 2021

Wanderung am Moritzberg

Mystische Herbsttage an den Hängen des Moritzberges

 
Heute nützte ich das sehr schön-schlechte Wetter, um eine kleine Wanderung von Lauf an der Pegnitz zum Moritzberg zu unternehmen. Ganz schwacher Nieselregen, kalter Wind und Wolken über den Weiten, was soll man sich mehr wünschen? So ging ich dahin.
Ich durchquerte den Ort Schönberg, der auf bestimmte Art seinem Namen alle Ehre machte, vorbei an ehemaligen und geschlossenen Gaststätten, hinaus aus dem Orte und über Felder, dem den Kopf in Nebel getunkten Berge zu. Immer wieder begegnete ich, was mich nicht schlecht wunderte, trotz des Wetters Menschen. Dies führte auch dazu, dass ich auf eine längere Rast auf dem Gipfel des Berges verzichtete und stattdessen weiterlief. Ich kam durch Haimendorf, passierte die "Klingenden Wasserfälle", weiter durchs Gehölze in Grau, im Kopfe immer Waldpfade und ewige Wand'rersitten.


Montag, 6. September 2021

Ausflug nach Gößweinstein

Basilika in Gößweinstein

Vor einem Jahr erfolgte meine Wiederaufnahme in die katholische Kirche. Dies wurde zum Anlass genommen, einen kleinen Abstecher in den Wallfahrtsort Gößweinstein zu unternehmen. Dort besuchte man die heilige Messe und verbrachte anschließend Stunden in einem freundlichen, aber sehr entspannt arbeitenden Gasthause, sodass, als wir mit dem Essen fertig waren, schon die Glocken für die Nachmittagsandacht um 14 Uhr leutete, der nun ebenfalls beigewohnt wurde.
Danach gab es eine kleinere Wanderrunde um die Ortschaft herum zu verschiedenen Aussichtspunkten, von denen jeder einen anderen Punkt der spätsommerlichen fränkischen Schweiz dem Auge darreichte und der Blick fiel auf Wälder und Bäume und eine Natur, die nun ihren Zenith erreicht hat.


 

Sonntag, 1. August 2021

Letzte Julitage und erster August

Wallfahrtskirche Mariahilf Freystadt


Die letzten Tage waren recht aktiv. Am Donnerstag gab es eine Kleingruppenwallfahrt mit anschließender Wanderung nach Mariahilf in Freystadt. War dort vor etwas weniger als einem Jahr schonmal und es war wirklich gut, erneut dorthin zu fahren. Nach dem Gottesdienst ging es eine kleine Runde in das Örtchen Möning, später noch an den Rothsee.

Felder bei Aßlschwang

Ursprünglich hatte ich dann für den Freitag eine Wanderung ab Schnaittach geplant. Die Perspektive, mich durch baustellenbedingte Umleitungen zu meinem entsprechenden Bahnhof zu quälen und überhaupt Bahn zu fahren, erfreute mich dann aber wenig. So entschloss ich, ganz unkompliziert eine Radtour in Richtung Leinburg zu den dortigen Flechten-Kiefernwäldern zu unternehmen. Angenehm war es, durch diese menschenleeren Abschnitte über Waldwege dahinzufahren, ab und zu zu halten, den Standort auf der Karte zu überprüfen, den weiteren Weg zu überlegen. Stille den Nachmittag hindurch, im Schatten der Bäume.

Gestern galt es, den Alltag etwas zu organisieren. Abends besuchte ich den Gottesdienst, anschließend bereitete ich mir ein mediterran inspiriertes Kartoffelgericht zu und schaute den ersten Teil der Herr-der-Ringe-Verfilmung an, trank dazu ein Starkbier und ging anschließend zu Bett, um in seltsame Träume hineingezogen zu werden.


Flechten-Kiefernwälder bei Leinburg


 

Dienstag, 9. Februar 2021

Einst wieder in Oedenberg

Die Häuser von Günthersbühl

Der Sonntag brachte mäßiges Wetter, welches eigentlich gut für eine Wanderung geeignet war. Zusammen mit einer mäßig zuverlässigen Begleitung begab ich mich daher auf einen Weg aus dem Nürnberger Osten in Richtung des Örtchens Oedenberg am Rande gezackter Wälder.

Wald und Weg waren in ein geheimnisvolles Halbdunkel gehüllt, am Wegrand sahen wir schwarze Wasserlöcher und zwischen den Zweigen pfiff der Wind.

Unsere Zwei-Mann-Wanderkameradschaft zog um Oedenberg, aus Richtung der Roten Marter kommend, einen Bogen nach Günthersbühl, dann noch ein paar Schritte bis Oedenberg, das wir um die Nachmittagsstunde erreichten. Oedenberg bot einen traurigen Anblick, da ja gezwungenerweise die sonst im weiteren Umkreis bekannten und beliebten Gaststätten geschlossen hatten und auch just in der Minute unserer Ankunft ein leichter Regen begann auf die Lande niederzugehen.

Bevor wir uns wieder, abwärts einem Feldweg und der Straße folgend, ins Dickicht begaben, der Freund und ich, blickten wir melancholisch zurück auf die Hauptstraße Oedenbergs, wo zwischen den Bäumen in immer dichter werdendem Halbdunkel die verlassenen Gasthäuser lagen. Dereinst wieder in Oedenberg, wenn es eine frohere Stunde schlägt, so versprachen wir uns.


Karger Wald


 

Freitag, 15. Januar 2021

Durch Schnee und Eis

Nach Klingenhof

 
Durch Schnee und Eis wanderte es sich gestern auf meiner "Stammstrecke" entlang des Frankenwegs von Altdorf nach Hersbruck. Der Himmel war meist wolkig, nur zu Beginn zeigte sich kurz die Sonne. Auch die Tatsache, dass "draußen" die Temperatur im Schnitt nochmal um ein paar Grad kälter ist, war zu erkennen.
Der Weg ansich ist ja für mich kein Unbekannter, jedoch bemerkte ich, wie so eine verschneite Ebene alles sehr anders aussehen lässt. Auch ärgerte mich, dass teilweise die Wegmarkierungen mutwillig zerstört worden sind und an Teilen des Weges inzwischen relativ lückenhaft vorhanden sind.
Konnte zum ersten Male meinen kleinen Gaskocher einsetzen, was relativ gut klappte, wenn es auch zu Beginn ein wenig umständlich war. Nach Abschluß des Mahles (es gab Linseneintopf) war mir die Gaskartusche dann auf dem Baumstumpf, auf dem ich sie platzierte, festgefroren, und es bedurfte einigen Ruckelns, sie von dort wieder loszubekommen.
Meinen Irrweg von vor zwei Jahren (oder so), als ich versehentlich in Henfenfeld landete, konnte ich diesmal beim besten Willen nicht mehr rekonstruieren. Nach insgesamt gut 8 Stunden (Schnee verlangsamt auch die Schritte ziemlich) kamen wir mit nassen Füßen und Klamotten in  Hersbruck an.




Mittwoch, 13. Januar 2021

Schneefeld über das Land hinweg

Der verschneite Forst

 
Gestern zog ein Schneefeld über das Land hinweg. Das Resultat waren zuckrig eingeschneite Wälder. Heute taut es schon ein bisschen und matschige Wege sind das Resultat.
Für morgen ist eigentlich geplant, mal wieder einen Abschnitt des Frankenweges zu gehen. Bin aber noch nicht überzeugt, dass das tatsächlich stattfinden wird, da meine Begleitpersonen irgendwie unsichere Kantonisten sind. Nun, mal sehen.
Die Auffrischung funktioniert derweilen sehr gut und ich erhole mich ein bisschen.

Freitag, 8. Januar 2021

Tage der Auffrischung

 
Nun beginnen für mich einige wohlverdiente Tage der Auffrischung. Nach derzeitigem Stand wird es wohl ab Montag um Nürnberg herum einen 15km-Radius geben, den man aufgrund des Coronainzidenzwertes von derzeit über 200 nicht verlassen darf. Zuerst hat mich das ziemlich frustriert, da ich mir eigentlich vorgenommen hatte, eine kleine Runde in der Fränkischen Schweiz nahe Forchheim zu gehen. Dies Unterfangen war damit aber vom Tisch. Mittlerweile habe ich nach Recherche den ungefähr noch zulässigen Bereich betrachtet und festgestellt, das mit ein bisschen guten Willens auch dort einige ganz schöne Wanderungen möglich sein werden. Das Projekt "Wandern" ist also, unter Wettervorbehalt*, nicht vom Tisch.

* Zum Wetter: heute zog eine Herde eisgrauer, kalter Wolken über die Stadt hin und aktuell schneit es eine stürmisch-wilde Art Schnee. Vielleicht nur bedingt das richtige Wetter für eine Wanderung, wobei ich da nicht auf strahlenden Sonnenschein beschränkt bin und auch Laufen in grimmem Wetter etwas abgewinnen kann, solange es eben nicht gefährlich ist.

Heute Abend werden dann die Tage der Auffrischung mit einer digitalen Teilnahme an der Mitgliederversammlung der Tolkiengesellschaft eingeleutet, sowie anschließend mit einem dunklen Bier aus der Brauerei zu Pyras. Wohl bekomm's!

 

 

Donnerstag, 30. Juli 2020

Kleine Gesundheitswallfahrt nach Mariahilf

Zu Beginn dieser weltumspannenden Seuche habe ich mir einen kleinen Vorsatz gefasst: und zwar sobald es wieder möglich ist und wenn bis dahin alle im näheren Umfeld gesund geblieben sind, eine kleine Pilger- oder Wallfahrt an einen speziellen Ort zu tun, um Gott für die Bewahrung zu danken und weiterhin um Gesundheit zu bitten. So ist es dann am gestrigen Tage geschehen. In den Umständen entsprechend kleiner und familiärer Gruppe ging es auf den Mariahilfberg bei Neumarkt, wo wir einen Frühgottesdienst besuchten.

Anschließend hieß es eine Runde zu gehen, und zwar in Richtung der Ruine Wolfstein, wo man die Ausicht über die beinahe leicht toskanischen oberpfälzer Lande genoß und sich anschließend in einem nahen Gasthof ein Mittagsmahl schmecken ließ.


Eine andere Pilgerfahrt unternahm ich heute: und zwar einen Gang ins örtliche Pfarramt, wo ich einen weiteren Schritt in Richtung Rückkehr in "meine" römisch-katholische Taufkonfession gemacht habe.

Nun raste ich ein Weilchen und genieße Tage der Er- und Auffrischung.


Kerze vom Mariahilfberg

Wallfahrtskirche Mariahilfberg


Blick auf Neumarkt von oben

Burgruine Wolfstein

Beinahe kitschig güldnes Kornfeld