Posts mit dem Label Glauben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Glauben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 6. Juni 2022

Erwachsenenfirmung

Der Abend senkt sich auf Bamberg nach einem besonderen Tag

 Ein paar Tage vergangen. Ein paar besondere Tage. Hatte am Samstag meine lang gewünschte Erwachsenenfirmung im Rahmen eines sehr besonderen und feierlichen Gottesdienstes im Bamberger Dom. Bin sehr, sehr froh, dass das nun doch stattfinden konnte. Und gleichzeitig stellt sich mir auch die Frage, wie weiter von hier. Möchte daraus keinen simplen Punkt auf einer Liste, den man abhakt, machen, sondern irgendwie noch mal weiter gehen. In meinem Leben sind ein paar Fragen offen und da braucht es Antworten. Und weiter geht es!

Dienstag, 10. Mai 2022

Erwachsenenfirmung / Bürokratiemühle

 
Achso! Eine Sache gibt es tatsächlich neu. (Hoffentlich.): Die von mir seit bald einem Jahr geplante Erwachsenenfirmung, die ich aufgrund unsäglicher bürokratischer Gefechte bisher tatsächlich ohne eigenes Verschulden nicht empfangen durfte... sie kann nun vielleicht doch noch realisiert werden. Heute zumindest die Anmeldung ausgefüllt und losgeschickt. Harre der Dinge.


Sonntag, 1. Mai 2022

Erster Mai

 
Erster Mai. Tag der Arbeit. Zum Glück keine Arbeit heute.
Habe gestern den erst noch schönen und sonnigen Tag genutzt, in die Stadt zu fahren. Wollte etwas sehen von dem Leben da draußen. Sehr eigenartig. Habe mir nicht ganz spontan eine chinesische Gesundheitsuhr gekauft und lasse nun meinen Puls und meine Schritte von der kommunistischen Partei Chinas, passend zum ersten Mai, totalüberwachen. Nein, Ironie und Scherz beiseite, ich wollte das einfach mal ausprobieren und sehen, ob mir so ein Gerät bei meinem Sport irgendwie helfen kann.

Heute ist nicht nur der Tag der Arbeit, sondern auch der Beginn des Marienmonats Mai. Passend dazu steht auf meinem Monatsplan der Rosenkranz mit den Glorreichen Geheimnissen.
Einen schönen Maitag wünsche ich, egal ob auf z. B. einer DGB-Demo oder bei einer Maiandacht.

Donnerstag, 30. September 2021

Letzter September

 
Gerade mache ich mir ein wenig Gedanken, nachdem sich das Gespräch am Montag ein bisschen gesetzt hat. Ja, ich bin teilweise wirklich wütend. Ich habe die Nase voll von teilweise sogar Geistlichen, die mir so Sätze mitgeben wie "Die Bibel ist ein Märchenbuch" oder so Aussagen bringen, die Auferstehungsberichte seien eben die antike Art, die Idee auszudrücken, dass Jesus irgendwie noch leben würde. Ich finde solche Aussagen erstens hochproblematisch und zweitens fühle ich mich mit sowas dann auch im Stich gelassen. Natürlich, eine Person, die Jahre damit zugebracht hat, ausschließlich über geistliche Themen zu reflektieren, ist wahrscheinlich im Glauben auch auf eine andere Art gefestigt und sieht das vielleicht garnicht, dass solche Spitzen Redebedarf nach sich ziehen. Vielleicht aber auch Schwachsinn. Mich verunsichert das jedenfalls und ich finde es mühsam und anstrengend, dann jedes Mal Wochen damit zuzubringen, mich innerlich in Gedanken aufzureiben, bis ich meine eigene Theologie wieder im Lot habe (also nicht im Sinne von "alle Widersprüche unterdrückt habe", sondern nachgedacht, hinterfragt, Fragen verworfen, andere Fragen zugelassen... ...). Das sind echt schlimme Stunden für mich und das macht keinen Spaß. Vielleicht ist es wichtig, mag sein. Aber doch bitte nicht ohne Begleitung und Hilfestellung. Überhaupt habe ich gerade die Nase voll von diesem "Einzelkämpferchristentum" und wünsche mir echte Gemeinschaft. Keine Laberrunde, wo einzelne Personen dann das Wort dauerhaft annektieren und ihre exklusive Weltsicht aufdrängen. Keine Gemeinschaft pro forma, wo dann aber doch wieder jeder für sich steht. Irgendwas tieferes.
Überhaupt, was ist das denn für ein unsäglicher Käse? Diese "Idee, dass Jesus irgendwie noch lebt" ohne richtige Erklärung dieser totalen Kehrtwende einer Anhängerschar, die gerade angesehen hat, wie ihr Meister buchstäblich körperlich vernichtet wurde. Wegen irgendeiner Softcore-Idee? So ein unglaublicher Quatsch! Ich merke das an mir selber, für so eine Idee, oder irgendein Geschwafel darüber, dass die Liebe siegt oder "von irgendwoher ein kleines Lichtlein kommt", bräuchte ich keinen Glauben und keine Kirche. Wenn das der Kern der Sache sein sollte, empfehle ich, die Kirche aufzulösen, weil man dan besser was anständiges lernt oder sich erschießt. Diese ganze Welt ist so unglaublich schwachsinnig und banal manchmal. Ein riesiger Zirkus des Grotesken. Soll es das gewesen sein? Ich hoffe und glaube nicht. Ich muss irgendwo hin, wo man die ganze Frage ernst nimmt, wo das ungeheuerliche Ausmaß der Bedeutung der Frage nach Gott gewürdigt wird. Wo Platz für die Suche und das Fragen nach ihn ist. Ohne "...ist ein Märchenbuch" und irgendwelche halbgaren Ideen. Isch habe fertich!

Dienstag, 28. September 2021

Horn und Gespräche

 
Wie gesagt habe ich mir neulich Kasmodiah von Deine Lakaien bestellt. Nun hat mich das Horn'sche Klangschaffen so angesprochen (bzw. habe ich für mich festgestellt, dass ja auch in den Stücken der Lakaien manchmal so eine mittelalterliche und sakrale Note enthalten ist!), dass ich mal in Ernst Horns "Helium Vola" reingehört habe. War dann auch gleich begeistert. Nun habe ich mir auch noch "Liod" von Helium Vola bestellt. Bin gespannt!


Gestern hatte ich ein erstes Gespräch mit einem Jesuitenpater im Rahmen der geistlichen Begleitung. Einerseits hat das bei mir schon wieder viele Fragen aufgeworfen und auch Unsicherheit gebracht, etwas widersinnigerweise (vielleicht) hat es meine Sehnsucht nach Gott, nach Verstehen und nach diesem Weg mit Gott aber bestärkt. Nun... mal sehen!

Dienstag, 21. September 2021

Wieder Gebetserhörung und Lauretanische Litanei

 
Es erscheint mir momentan selber ganz merkwürdig, nachdem ich aktuell nicht ganz fest im Glauben stehe, aber ich habe schon wieder Gebetserhörung erlebt, von der ich hier in Grundzügen berichten will. Gestern Abend ergab sich bei mir eine relativ ungute Situation, die in Zusammenhang mit dem größeren Chaos hier steht, und die potentiell noch eine längere Dauer von Belastungen mit sich bringen hätte können. Meine Nerven waren dabei, den Geist aufzugeben und alles erschien mir unwahrscheinlich sinnlos. Habe meinen Abend wie öfters momentan mit einem Rosenkranzgebet beendet und habe daran noch die Lauretanische Litanei angeschlossen. Die Lauretanische Litanei kannte ich vor meinem Besuch in Altötting überhaupt nicht, sie wurde dort aber nach dem Rosenkranz gebetet und ich fand sie so beeindruckend, dass ich mich auf die Suche begab und eben herausfand, dass das Gebet aus der Gnadenkapelle die besagte Lauretanische Litanei war.
Habe nun in diesen Rosenkranz und ins freie Gebet ganz allgemein die Situation gebracht, geklagt, Gott erzählt, dass ich befürchte, so nicht mehr lange auszuhalten. Neben anderen Dingen. Habe jetzt auch nicht konkret gebeten, Gott möge dieses oder jenes konkret tun, nur eben einfach ein bisschen geklagt.

Meine Nacht war (nein, nicht entspannt, sondern) absolut furchtbar und ich habe vom anbrechenden Tag nach ca. 2 Stunden Schlaf und einigen Ärgernissen, die mir geschahen, auch nichts großes mehr erwartet.
Aber... im Laufe des Tages hat sich dann plötzlich ein unerwarteter Umstand ergeben, der die Situation wieder gekippt hat. Allerdings, das fand ich dann auch ganz interessant, mit direktem Fingerzeig auf mich. Ich war gefordert, etwas ganz konkretes zu machen, was dann die Wende bewirken konnte. Etwas, was für mich vielleicht auch nicht einfach war. Vielleicht hätte mancher mir auch davon abgeraten mit Verweis auf "gesunden Menschenverstand", Vorsicht oder irgendeine vermeintliche Fairness. Habe es aber doch getan. Und nun besteht wieder Hoffnung. Das war mein etwas nebulöser Bericht über die zweite Gebetserhörung innerhalb zweier Tage. Und nun gehe ich in die Abendmesse.

P.S.: Die Lauretanische Litanei werde ich wahrscheinlich nun öfter beten, nicht zuletzt auch deswegen, weil es ein sehr schönes und auch poetisches Gebet ist.


Montag, 20. September 2021

Zeit dafür

 
Wieder ist etwas Zeit vergangen. Habe nun entschlossen, geistliche Begleitung anzustreben. Außerdem habe ich heute sehr günstig "Kasmodiah" von Deine Lakaien aus dem Jahr 1999 (glaube ich?) bestellt. Glaube, dass das momentan einfach die Zeit dafür ist. Beides?

Heute hatte ich ein sehr schönes Erlebnis mit Gott. War in einer Zwickmühle. Hatte mich quasi in etwas hineinreden lassen, was mir danach als nicht richtig erschien und mein Gewissen belastete. Brachte es so im durch die Gegend laufen im inneren Gebet vor Gott, bat um Vergebung und irgendwie um Hilfe, das in Ordnung zu bringen. Antwort erfolgte sofort. Hatte plötzlich so relativ klar vor Augen, wie, mit welchen Worten ich die Dinge in Ordnung bringen kann und so handeln, wie es mir mein Gewissen vorgab und auch das Wissen, dass es klappen würde. So tat ich wie mir aufgegangen war und brachte die Dinge ins rechte Fahrwasser. Gott sei Dank!


Montag, 13. September 2021

Wochenende in Altötting

Basilika Sankt Anna in Altötting


 
Ein sehr ausgefülltes Wochenende in Altötting liegt hinter mir, verbracht mit Gottesdiensten, Andachten, Essen, Trinken, verschrobenen Menschen und dem Nachfahren des König Ludwig (ohne Witz!).

Alles in allem hat mir der Aufenthalt in Altötting sehr gut gefallen. Ich komme aber auch mit Zweifeln und Fragen zurück. Eigentlich ja klar, dass genau nach so einem eindrucksvollen Abschnitt auch Zweifel kommen. Ist das gesund? Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, definitiv wiederzukommen. Gerne auch im Rahmen einer Art begleiteten Wallfahrt mit z. B. Möglichkeiten für Glaubensgespräche.

Nun hat mich der Alltag und das Erwerbsleben wieder und alle möglichen Dinge müssen sich klären und beweisen.

Donnerstag, 9. September 2021

Vorabend zur Altöttingfahrt

Abendstimmung über der Stadt

 
So. Koffer sind fast gepackt. Obwohl es ja nur ein Wochenendabstecher ist, bin ich ganz gespannt, wie es so auf Wallfahrt sein wird, welche Eindrücke, Erlebnisse und Impulse da warten. Freue mich in jedem Fall sehr. Bericht folgt. Vielleicht.


Montag, 6. September 2021

Ausflug nach Gößweinstein

Basilika in Gößweinstein

Vor einem Jahr erfolgte meine Wiederaufnahme in die katholische Kirche. Dies wurde zum Anlass genommen, einen kleinen Abstecher in den Wallfahrtsort Gößweinstein zu unternehmen. Dort besuchte man die heilige Messe und verbrachte anschließend Stunden in einem freundlichen, aber sehr entspannt arbeitenden Gasthause, sodass, als wir mit dem Essen fertig waren, schon die Glocken für die Nachmittagsandacht um 14 Uhr leutete, der nun ebenfalls beigewohnt wurde.
Danach gab es eine kleinere Wanderrunde um die Ortschaft herum zu verschiedenen Aussichtspunkten, von denen jeder einen anderen Punkt der spätsommerlichen fränkischen Schweiz dem Auge darreichte und der Blick fiel auf Wälder und Bäume und eine Natur, die nun ihren Zenith erreicht hat.


 

Donnerstag, 5. August 2021

Ein Quantum Festfreude benötigt!

Hühner! Hühner! Überall nur verdammte Hühner!



Seltsame Tage, etwas schon von Frühherbst am Morgen. Lebenszweifel und saure Skepsis. Ein Quantum Festfreude benötigt!

Habe heute beschlossen, das Markus-Evangelium durchzulesen. Hintergrund ist ein grandioser Vortrag von Dr. Franz Toth auf Worthaus, den ich nun schon vor einigen Monaten gehört habe und der immer noch nachwirkt. Möchte diesem Jesus begegnen, hier in meinem Leben. Gerade, weil manches ansonsten gerade etwas stolpert.

In einer Woche soll ich nun den Probeabend Midgard leiten. Aktuell habe ich überhaupt keine Lust, schon, weil mich dieses "Probeabend" so unter Druck setzt. Gerne wäre ich ganz wo anders.

Sonntag, 1. August 2021

Letzte Julitage und erster August

Wallfahrtskirche Mariahilf Freystadt


Die letzten Tage waren recht aktiv. Am Donnerstag gab es eine Kleingruppenwallfahrt mit anschließender Wanderung nach Mariahilf in Freystadt. War dort vor etwas weniger als einem Jahr schonmal und es war wirklich gut, erneut dorthin zu fahren. Nach dem Gottesdienst ging es eine kleine Runde in das Örtchen Möning, später noch an den Rothsee.

Felder bei Aßlschwang

Ursprünglich hatte ich dann für den Freitag eine Wanderung ab Schnaittach geplant. Die Perspektive, mich durch baustellenbedingte Umleitungen zu meinem entsprechenden Bahnhof zu quälen und überhaupt Bahn zu fahren, erfreute mich dann aber wenig. So entschloss ich, ganz unkompliziert eine Radtour in Richtung Leinburg zu den dortigen Flechten-Kiefernwäldern zu unternehmen. Angenehm war es, durch diese menschenleeren Abschnitte über Waldwege dahinzufahren, ab und zu zu halten, den Standort auf der Karte zu überprüfen, den weiteren Weg zu überlegen. Stille den Nachmittag hindurch, im Schatten der Bäume.

Gestern galt es, den Alltag etwas zu organisieren. Abends besuchte ich den Gottesdienst, anschließend bereitete ich mir ein mediterran inspiriertes Kartoffelgericht zu und schaute den ersten Teil der Herr-der-Ringe-Verfilmung an, trank dazu ein Starkbier und ging anschließend zu Bett, um in seltsame Träume hineingezogen zu werden.


Flechten-Kiefernwälder bei Leinburg


 

Mittwoch, 28. Juli 2021

Unterm Wolkenberg

 
Tage der Auffrischung. Gestern leitete ich meinen Kurzurlaub und ein neues Lebensjahr damit ein, dass ich zur Beichte ging. Hatte in den letzten Tagen ein paar Gespräche mit einem Freund und so hat sich bei mir das Bewußtsein eingestellt, dass es einfach gut ist, nochmal beichten zu gehen. Über das Beichtsakrament sind ja allerhand seltsame Vorstellungen und Klischees im Umlauf, die ich aber alle nicht bestätigen kann. Für mich ist die Beichte jedes Mal eine großartige innere Reinigung und so war der Zuspruch der Vergebung für mich auch gestern mit großer Erleichterung und Freude verbunden.

Das Wetter grieselt gerade. Beinahe kriselt es, da bislang der Wolkenberg nicht gewillt zu sein scheint, mir für den Abend ein angenehmes Wetter für das Sitzen im Freien zu bereiten. Nun ja... ich warte ab und übe mich in Optimismus. Ende.

Mittwoch, 21. Juli 2021

Etliches fiel unter die Dornen

 
In einer Woche nahen für mich Tage der Auffrischung. Warum ich das erwähne ist, weil ich mir relativ viel vorgenommen habe. So möchte ich z. B. eine erneute Kleinwallfahrt nach Mariahilf in Neumarkt unternehmen und eine Wanderung von Schnaittach nach Vorra steht auch auf dem Programm. Mal sehen, was da kommt.


Das heutige Tagesevangelium, so altbekannt es vielleicht sein mag, hat für mich heute eine gewisse Aktualität:

Matthäus 13,1-9
1 An demselben Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das Meer. 2 Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also daß er in das Schiff trat und saß, und alles Volk stand am Ufer. 3 Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, es ging ein Säemann aus, zu säen. 4 Und indem er säte, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vögel und fraßen's auf. 5 Etliches fiel in das Steinige, wo es nicht viel Erde hatte; und ging bald auf, darum daß es nicht tiefe Erde hatte. 6 Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel hatte, ward es dürre. 7 Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und erstickten's. 8 Etliches fiel auf gutes Land und trug Frucht, etliches hundertfältig, etliches sechzigfältig, etliches dreißigfältig. 9 Wer Ohren hat zu hören, der höre!

⇒ Was ist es, was Leute heute davon abhält, das Evangelium anzunehmen? Was steht den zeitgenössischen Menschen im Wege, um zu glauben? Manchmal hört man ja schon Sätze wie "Ich würde das total gerne glauben, aber ich kann es einfach nicht...". Ging mir früher genauso. Ab und zu habe ich den Eindruck, dass die Reaktion der Kirche hierzulande eher in Richtung "Besseres Programm anbieten! In aktuellen Fragen des Zeitgeschehens mitmischen!". Klar, das ist teilweise wichtig. Aber ist es wirklich das, was für den Glauben zählt? Eine schlaue Antwort habe ich nun nicht direkt, bin aber der Meinung, dass es nicht die Verpackung allein ist. Es hat vielleicht auch (unpopulär Meinung!) mit der Bereitschaft des Empfängers einer Botschaft, tatsächlich hinzuhören, zu tun. Und mit Beziehung. Ich wünsche mir, dass viele Menschen für sich erkennen, dass das ganze alltägliche Hamsterradrennen noch nicht alles sein kann, nicht sein darf. Und dann offen werden, auch für das Evangelium von Jesus Christus.



Donnerstag, 20. Mai 2021

Irgendwie froh

 
Die Tage sind schon deutlich in den Mai gerückt und das Leben bleibt etwas theoretisch, jedoch mit Tendenz zur Verpraktischung. Habe nun auch den Termin für die zweite Impfdosis, aufgrund des sehr großen Kassenerfolges der ersten. Stimmt mich irgendwie froh. Genauso froh, mindestens, stimmt mich, dass ein alter Freund vor einigen Jahren auch zum Glauben an Jesus gefunden hat. Und so haben wir uns neulich mal gegenseitig gefragt, warum wir eigentlich nicht mal zusammen in der Bibel lesen. So wird dieser Plan nun zu Pfingsten umgesetzt. Ansonsten bereite ich mich auf die Firmung im Herbst/Winter vor oder träume von Wanderungen im Tal der Schwarzen Laber. Man sieht: eigentlich alles garnicht so schlimm.

Donnerstag, 6. Mai 2021

Regen: größere Aktivitäten verunmöglicht

 
Es regenwettert weiter, sodass größere Aktivitäten verunmöglicht bleiben.
Was sonst? Ich habe dieser Tage des Thorsten Dietz' "Weiterglauben" durchgelesen (es ist ein sehr kleines und schnell durchzulesendes Buch. Konnte es quasi gut als "Drittbuch" mit weglesen). Bin jetzt noch nicht ganz sicher. Es ist auf jeden Fall ein gutes Buch und hat mir in der ein oder anderen Sache auch ein Stück weitergeholfen. Der große Gedankendurchbruch war es bislang noch nicht, aber gute Gedanken wollen ja auch ausführlich gedacht werden.

Das angekündigte gute Glas Wein habe ich vor einigen Tagen auch bereits getrunken, außerdem ein paar Leute für einen Bibelkreis angefragt. Mal sehen, was daraus wird.



Samstag, 24. April 2021

Maria, die Bibel, Fragen und das mystisch-theologisch-historische Omlette

 



Ein paar Tage hatte ich nun Probleme mit meinem Rechner. Diese sind nun in garnicht so komplizierter Weise gelöst worden, sodass ich nun wieder frei bin, mich in den Weiten des Weltnetzes zu verlustieren und allerhand Dinge zu betreiben.

Momentan stoße ich im Zuge meiner Glaubensrecherchen immer wieder auf die Themen, die mir manchmal Schwierigkeiten machen. Da geht es um das Wunderbare. Ich bin teilweise in einer Welt groß geworden, die einen vielleicht ein bisschen eigenartigen Begriff von Realität gepflegt hat. Da waren weder für Wunder Platz, noch eigentlich überhaupt für große Hoffnungen in Teilen. Was nun wohl dazu führt, dass mir manchmal die Wunderberichte der Evangelien oder ähnliches Probleme bereitet.
Dieser Tage wollte ich mehr über die Verkündigung des Herrn (Lk 1,26–38) und allgemein die Rolle der Maria herausfinden bzw. darüber nachdenken. (Ich warne gleich zu Beginn davor, dass hier Lücken enthalten sein werden. Ich habe jetzt nicht das Ziel, eine komplette Marienlehre hier zu entwickeln. Es sind ein paar skizzierte Gedanken, mehr zum eigenen Nachdenken als für irgendeine Art der Lehre)
Da kommt besagte hoffnungslose Kindheit bei mir wieder hervor. Ein Engel tritt bei Maria ein und verkündet ihr Gottes Plan. Kann das sein? Folgende Gedanken habe ich dazu:

1. Der einzige Grund, warum nicht grundsätzlich tatsächlich der Engel Gabriel bei Maria erschienen sein soll, ist die (unzulässige da nur mit sich selbst begründbare) Grundannahme, dass nunmal Engel niemandem erscheinen könnten, sie nach Annahme der Mehrheitsbevölkerung wahrscheinlich garnicht existieren oder nur Metaphern für gute Menschen oder sonstwas sind.
Lässt man diesen "Vorabstempel", das nicht begründbare Vorurteil weg, kann man es vielleicht so sehen: Ein allmächtiger Gott, für dessen Existenz vernünftige Argumente bestehen, kann natürlich, wie die christliche Lehre auch beinhaltet, Engel geschaffen haben, die dann in seinem Namen auch z. B. einer Maria erscheinen können. Nirgendwo steht im Text, dass diese Engel jedem erscheinen, noch dass sie es am laufenden Band tun. Das wäre z. B. etwas, was ich nicht glauben könnte oder als Lehrsatz akzeptieren würde, weil es auch relativ leicht zu widerlegen wäre. Kurz gesagt: Wo es einen Gott geben kann, kann es sehr wohl auch Engel geben, die dann auch in seinem Auftrag erscheinen können.

Ob nun tatsächlich ein Engel der Maria erschien oder nicht, Lukas hat es im Großen und Ganzen in der heute vorliegenden Form aufgeschrieben. Dafür muss ein Grund bestehen. Dass er es "einfach so" getan hat und sich der Text dann über mehr als 1000 Jahre mit dem Hintergrund "Na so halt, klang halt irgendwie geil..." erhalten und im Leben der Kirche bewährt hat, halte ich für relativ unwahrscheinlich.
Daher kann angenommen werden, dass der Text für die Kirche und den Leser so einen gewissen Mehrwert hat. Ob Lukas nun historisch darüber informieren wollte, was damals passiert ist, weiß ich nicht sicher, wie oben dargelegt kann in Hinblick auf Vernunft ein gewisser historischer Kern aber durchaus angenommen werden ohne Schaden. Falls man das nicht möchte oder wie ich z. B. manchmal an der Art der Sprache des Textes anstoß nimmt und man sich deswegen nicht an der grundsätzlich auch nicht beantwortbaren Frage nach dem historischen Kern der Verkündigungserzählung aufreiben möchte, kann auch nach dem theologischen Gehalt der Erzählung gefragt werden, was uns zu Punkt 2 bringt.

2. Es kann in den Text zumindest in Teilen eine nachösterliche Weltsicht eingeflossen sein. Die Jünger haben nach Ostern den auferstandenen Jesus erlebt. Aus der für sie daraus gewonnenen Einsicht in die Gottessohnschaft Jesu erfolgt auch ein Nachdenken und Deuten von Jesu Geburt und der Vorgeschichte: Der Sohn Gottes wird von einem Engel angekündigt, was gewissermaßen die himmlische Komponente unterstreicht. Der Engel Gottes spricht Jesu Mutter direkt an, diese gibt im Dialog mit dem Engel ihre Zustimmung. Das ist quasi die menschliche Komponente. Jesus ist sowohl Mensch als Gott. Himmel und Erde berühren sich in ihm, wenn man das so sagen darf.

3. Maria kann in all dem auch als quasi Lehrerin der Kirche betrachtet werden. Ihr Verhalten im Text ist somit praktischer Rat an die Kirche. Die Kirche hat ebenso den Sohn Gottes vom Heiligen Geist und quasi von Engeln verkündet erhalten. Die Kirche verkündet den auferstandenen Christus und verwaltet die Sakramente, besonders das Abendmahl/die Eucharistie. Die Erzählung bei Lukas und das ihr folgende kann dann quasi wie eine Lehrgeschichte gelesen werden:

a) Die Christen sollen vertrauensvoll ja zum Wirken Gottes im eigenen Leben, in der Kirche, etc. sagen. b) Nicht der Mensch macht den Glauben, sondern er kommt von Gott. Der Text kann als Einladung verstanden werden, vor allem im Gebet und in der Andacht Gottes Weisung zu erwarten.
c) "Die Kirche" (damit meine ich hier auch immer die einzelnen Menschen, die sich in ihr bewegen) ist nichts statisches, sondern bewegt sich, soll sich bewegen, und muss auch immer neuen Dingen begegnen, so wie Maria beim Besuch bei Elisabet, auf der Hochzeit zu Kana, unter dem Kreuz...
d) Unabhängig davon, ob nun Maria tatsächlich dem Engel Gabriel im Dialog ihre Zustimmung zum Plan Gottes so gegeben hat, hat sie zumindest durch ihr Handeln in Jesu Leben auch ihr ja gegeben. Sie hat Jesus großgezogen, so wie jede Mutter ihre Kinder großzieht. Sie hat auch die verschiedenen durchaus schwierigen Stationen mit durchgemacht, ich denke da z. B. an die Zurückweisungen durch Jesus an verschiedenen Stellen in den Evangelien.
Letztenendes hat vielleicht auch ein inneres Ja erfordert zu sehen, dass der eigene Sohn eben nicht wie ein normaler Junge dann den Zimmermannsbetrieb in Nazaret übernimmt, sondern eine andere Aufgabe hat. Das mit wichtigste "Mir geschehe nach deinen Wort!" der Maria finde ich die Tatsache, dass sie gemäß der Texte des Neuen Testaments später ja selbst auch zum Kreis der Jünger gehörte, die nach der Auferstehung zum Glauben an Jesus gekommen sind. (Was für mich auch wieder ein gutes Argument für die Stichhaltigkeit der Auferstehungsberichte ist).
Dementsprechend kann man durch das Bedenken der Texte über Maria auch selbst versuchen, ein Ja zum eigenen Weg mit Gott, inklusive Zweifel, Brüchen und unangenehmen Erlebnissen, durch den eigenen Lebensverlauf zu finden.

Denke, die ein oder andere Sache, die ich vorhin noch im Kopf hatte, habe ich jetzt vergessen. Die Liste ist unvollständig, außerdem wahrscheinlich fehlerhaft und nicht ganz perfekt strukturiert. Man verzeihe mir. Ich bin ja weder Theologe noch Philosoph. So findet sich das.

Zusammenfassung: Die Erscheinung des Engels (und andere mysteriöse, verstörende oder schwierige Berichte der Bibel) müssen nicht grundsätzlich als Fiktion oder frommes Fabulieren abgetan werden (sollten sie auch nicht), wenn man nicht schon vorab die Annahme hat, dass es nichts derartiges wie Wunder oder Übernatürliches geben kann. Im Zweifelsfall sollte man sich aber immer genauer mit dem konkreten Buch der Bibel und dem konkreten Text, seiner Geschichte, seiner Rezeption in der Kirche, etc. beschäftigen, da die Bibel kein Gedächtnisprotokoll oder Polizeibericht ist oder sein will und etliche verschiedene Textgattungen enthält sowie auch in den einzelnen Texten diese Textgattungen manchmal nicht sauber trennt. Ein Diakon hat mir mal gesagt, die Bibel wäre "ein Märchenbuch". Das ist sie nicht und ich fand diese Aussage relativ schrecklich. Wenn man es salopp sagen will, würde ich die Bibel als göttlich inspiriertes mystisch-theologisch-historisches Omlette bezeichnen, und zwar deswegen, weil auch niemand auf den Gedanken käme zu versuchen, das Omlette feinsäuberlich zurück in seine Einzelbestandteile zu zerlegen... nur als Ganzes macht es Sinn.

Texte wie die Erzählung von der Verkündigung des Herrn bringen(siehe Omlette-Vergleich) dann den meisten Gewinn, wenn man sich nicht mit Nebenschauplätzen in der Interpretation aufreibt, sondern wenn man mit einer Haltung des Vertrauens ("Es muss etwas geschehen sein - Es ist eine Botschaft für die Menschen aller Zeiten enthalten - Es ist eine Botschaft auch für mein konkretes Leben enthalten.") und im Gebet den Text aufnimmt, wie man eine Speise aufnimmt. Als Referenz fällt mir hier noch die Rede vom Essen des Fleisches (Johannes 6,54) ein, die hier für mich auch als guter Gedanke zu einer Herangehensweise an manche Texte der Bibel passt.

Es kann helfen, die Auferstehung im Blick zu behalten und sich bei den Texten auch immer die Frage gegen den Zweifel oder Unverständnis zu stellen: "Der Umstand, warum dieser Text so geschrieben und weitergegeben wurde, hat einen Grund. Warum wurde dieser spezielle Text so verfasst und über die Jahrtausende weitergereicht?"



Mittwoch, 21. April 2021

Zweifel, Glaube, Vernunft und Wetteinsätze

Morgenrot


 

Fühle mich derzeit etwas erschöpft; frühjahrsmüde, leichter Weltverdruss. Vielleicht fehlt mir ein bisschen die Perspektive. Es ist einfach alles sehr zäh und mühsam. Nicht direkt furchtbar, nur anstrengend und monoton. Mich plagt auch mal wieder meine alte Krankheit, der Zweifel. Das ist etwas, das ich auch seit inzwischen ziemlich genau 8 Jahren bewusstem Leben mit dem christlichen Glauben noch immer nicht enträtselt habe. Ich kenne die Argumente für den christlichen Glauben und weiß genauso um die Dinge, die schwierig erscheinen und auch um die Plausibilität ganz anderer Weltanschauungen. Normalerweise lebe ich da ganz gut in der Balance und irgendwie im Vertrauen. Dann kommt, und das warum ist mir wie gesagt noch immer nicht ganz klar, immer so eine Phase, da fehlt mir irgendwie das Vertrauen, die Vorstellungskraft? Relativ plagend. Ich denke inzwischen, dass das garnicht immer schlecht ist. Erstens empfinde ich Weltanschauungen der Marke "Basta! Ist so! Alles erklärt! Käs' gegessen!" als relativ furchtbar, zweitens bringt mich dieses Zweifeln dann auch manches Mal dazu, mir Fragen genauer anzuschauen.
Es hat aber auch etwas mit Gefühl zu tun. Mein Glaube fußt sowieso nicht in erster Linie auf Argumenten. Es gibt natürlich vernünftige Argumente für den christlichen Glauben (welche ich vielleicht bei einer Gelegenheit mit mehr Zeit mal für mich hier als eine Art Versuch ausführlicher präsentieren werde), aber es war jetzt nun nicht so, dass damals jemand bei mir vorbeikam und sagte "Hey, du, diese und diese Gründe sprechen für Jesus!" und ich dann gesagt hätte "Bestechende Logik! Bin dabei!". Das ist ja kein Versicherungsgeschäft oder Bankberatungsgespräch. Aber bei mir geht es dabei auch um sowas wie Gefühl. Irgendwas Tieferes. Und gerade bin ich da wieder auf die Probe gestellt. Oft kommt das gerade auch, wenn ich eine Phase habe, wo ich den Eindruck hatte, dass ich gerade relativ gute Erlebnisse im Glauben mache, irgendwas besser verstanden habe...
Doch jetzt ist die Piste gerade wieder steinig. Eigentlich gibt es widersinnigerweise überhaupt keine handfesten Gründe für einen Zweifel. Habe beim Nachdenken dieser Tage überhaupt keinen der Vernunft standhaltenden Grund dafür gefunden, die Zeugenberichte über Jesus infrage zustellen. Da ist einfach dieses "Aber was, wenn es nicht stimmt?". Übung in Vertrauen? Grundsätzlich finde ich ja den Ansatz einer Art "Pascal'schen Wette" da immer ganz gut: es gibt (ich wiederhole mich) recht vernünftige Gründe, die z. B. die Auferstehung Jesu als eine Möglichkeit bestehen lassen. Wenn das nun stimmt, wenn es also dementsprechend auch den Gott der Bibel gibt und seine Verheißungen wahr sind, wäre es hirnverbrannte Idiotie, sich abzuwenden. Und wenn es ihn nicht gibt, dann bin ich oder sind wir Christen eben nur eine weitere Gruppe von Leuten, die sich in meistens guter Absicht in irgendetwas geirrt haben. Aber das wäre dann auch nicht weiter schlimm, oder? Wenn es keinen Gott gibt und kein ewiges Leben, dann lacht dich nach dem Tod auch niemand aus, weil du jetzt drauf vertraut und gehofft hast, Jesus zu sehen, bevor du die Augen schlossest. Eher unwahrscheinlich! Und es ist doch alle mal besser, für etwas gelebt zu haben. Nicht diesen bequemen Weg der Gleichgültigkeit und Feigheit gegangen zu sein.
Und der Wetteinsatz? Gibt es eigentlich nicht. Nichts, was man irgendwie weggeben oder aufgeben würde. Vielleicht ist der einzige Wetteinsatz, dass man ein wenig anders lebt, als man es sonst getan hätte. Froher? Hoffnungsvoller? Konstruktiver? Unerschrockener? Mag sein. Wie gesagt, niemand wird sich aus reiner Vernunftüberlegung ohne innere Anziehung auf den Weg mit Gott machen. Aber wenn man sich, wie jetzt ich z. B., auf diesen Weg begeben hat, kann es schon helfen, sich ab und zu mal die ganze Lage in Ruhe und mit Vernunft anzuschauen.

(Wer jetzt vielleicht diese mehrfach erwähnten vernünftigen Gründe einfach mal für sich selber lesen will, dem sei z. B. die Seite mitdenkend.de empfohlen, wo einiges ganz gut aufgeführt wird.)

 

Donnerstag, 15. April 2021

Doch weiter wird nach Ahnen geforscht

Morgenruh' am See, der kein See ist...


 
Der April ist schon zur Hälfte herum. Doch weiter wird nach Ahnen geforscht. Habe heute ein Standesamt angeschrieben, um an Informationen zu einem weiteren Familienzweig zu kommen bzw. zu erfahren, wo diese Informationen inzwischen möglicherweise gelagert werden.
Ansonsten ist es ganz ruhig, manchmal.

Für morgen habe ich eine Verabredung in meinem lokalen Pfarramt. Hintergrund ist, dass mir das Sakrament der Firmung noch fehlt. In meiner Jugend hat ja der Glauben keine wirkliche Rolle gespielt und somit bin ich auch nie gefirmt worden. Nun möchte ich das gerne im erwachsenen Alter nachholen, und morgen wird das etwas detaillierter besprochen.

Momentan stelle ich für mich öfter fest, dass ich sehr froh bin, dass etwas wie die Kirche existiert. Es gibt ja Zeitgenossen, die sagen, sie bräuchten für ihren Glauben keine Kirche oder Gemeinde, das würden sie alles schon eigenverantwortlich machen, "...und überhaupt, die Kirchensteuer...!"
Für mich besteht bei sowas immer das Risiko, das jemand mehr seine eigene Privatweltanschauung kultiviert, als nach der Wahrheit sucht. Glaube auch, dass man zumindest auf dem christlichen Glaubensweg immer wieder auch Ermutigung braucht, irgendwelche Denkanstöße, die man sich nicht selber geben kann. Natürlich, ich kenne das aus der Vergangenheit gut, dass dieses Gemeinschaftsding auch ziemlich schiefgehen kann. Würde auch auf keinen Fall sagen, dass "Gemeinschaft" für mich heißt, dass ich unbedingt ganz engen Kontakt zu Leuten brauche. Gerade das eigentlich nicht. Nur halt das Wissen, dass man nicht allein ist. Das da auch ein Traditionsschatz ist, auf den man zugreifen kann. Angebote. Aber diese "Laberkiste" ist für mich durch. Das war protestantische Freikirche. Meinungen. Politik. "Wir müssen doch jetzt alle die Stimme erheben" ™ ... Nein, danke.
Eher Rücken stärken. Sich in eine lange Kette von Menschen eingewoben wissen. Das Konzept von halbjährigem Kirchgang (wenn überhaupt) passt für mich nicht. Ich brauche da Input. Muss das feiern. Glaube auf Sparflamme oder als abstraktes persönliches Konzept klappt für mich nicht.
Und andererseits kenne ich aber eigentlich kaum jemanden, der überhaupt diese Privatspiritualität wirklich pflegt. Den meisten ist's wurscht. Schade irgendwie!



Samstag, 3. April 2021

Ein Jahr Rosenkranz


 Vor einem Jahr habe ich damit begonnen, regelmäßig den Rosenkranz zu beten. Ich hatte den Eindruck, dass mir dieses Gebet in meinem Glauben und meiner Beziehung zu Gott hilft und außerdem mehr als angebracht in der von Pandemie gefährdeten Welt ist. Im Herbst 2020 durfte ich dann, nach einigen Jahren in einer Freikirche, wieder in die katholische Kirche zurückkehren, und kurz darauf bin ich dann einer Rosenkranzgesellschaft beigetreten, um diese gute Angewohnheit des Rosenkranzbetens zu verfestigen. Im Nachhinein betrachtet waren das für mich alles total wichtige und gute Entscheidungen und Ereignisse und ich kann gerade sagen, dass ich mich total wohl hier fühle und auch schon ein paar Gedanken habe, wie es für mich weitergehen könnte, was ich gerne mit meinem Glauben noch "machen" würde.

Das sind so Sachen, die mir wichtig sind und mir was geben im Glauben: Eucharistie, Bibel lesen, Stille, eher betrachtendes Beten, Hören. Das spricht in mir Seiten an, die ich früher in meiner Jugend vielleicht mehr mit Musik ausdrücken wollte oder mit irgendwelchen Rebellionen gegen dies und das. Die Welt ist aber nach wie vor sehr oberflächlich, wie ich finde. Das reicht mir nicht. Klar kann man Essen gehen, verreisen und Sport zum Endziel seines Lebens erklären, aber bei mir würde da so ein Hunger und Fragen zurückbleiben. Für mich braucht es da Gott. Habe dadurch, dass ich ja zu Gottes Anfrage an mich gesagt habe, unendlich viel Raum im meinem Leben bekommen, Möglichkeiten an was zu arbeiten, den Fragen nachzugehen. Denke das war eine gute Entscheidung und ich bin dankbar dafür.