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Donnerstag, 16. Juni 2022

Transfluthrin


𝗡𝗶𝗺𝗺 𝗮𝘂𝗳 𝗱𝗲𝗶𝗻 𝗙𝗲𝘂𝗲𝗿 𝗷𝗲𝘁𝘇𝘁, 𝘂𝗻𝗱 𝗴𝗲𝗵',
𝗛𝗲𝘂𝘁' 𝗯𝗿𝗲𝗻𝗻𝘁 𝗺𝗮𝗻, 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗲 𝗳𝗹𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻 𝗮𝗹𝗹𝗲
𝗛𝗶𝗻𝗮𝘂𝗳 𝘂𝗻𝗱 𝘂𝗲𝗯𝗲𝗿 𝗙𝗲𝗹𝗱𝗲𝗿, 𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲𝗿 𝗝𝘂𝗻𝗶𝘀𝗰𝗵𝗻𝗲𝗲,
𝗜𝗺 𝗱𝘂𝗺𝗽𝗳𝗲𝗻 𝗦𝗰𝗵𝗮𝘁𝘁𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗱𝘂𝗻𝗸𝗹𝗲𝗻 𝗠𝗮𝗿𝗺𝗼𝗿𝗵𝗮𝗹𝗹𝗲.

𝗡𝗶𝗺𝗺 𝗮𝘂𝗰𝗵 𝗱𝗶𝗲 𝘃𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻 𝗭𝘂𝗲𝗴𝗲 𝗱𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀 𝗔𝗻𝗴𝗲𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀
𝗨𝗻𝗱 𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲, 𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲! 𝗵𝗶𝗻 𝘇𝘂 𝗱𝗶𝗲𝘀𝗲𝗻 𝘀𝗰𝗵𝘄𝗮𝗿𝘇𝗲𝗻 𝗛𝗮𝗲𝗻𝗴𝗲𝗻,
𝗪𝗶𝗲 𝗦𝘁𝗿𝗮𝗵𝗹𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝘀 𝗴𝗿𝗼ß𝗲𝗻, 𝘂𝗻𝗴𝗲𝗯𝗼𝗿'𝗻𝗲𝗻 𝗟𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀,
𝗗𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝗱𝗮𝘀 𝗲𝗿𝘀𝘁𝗮𝗿𝗿𝘁𝗲 𝗪𝗲𝗹𝘁-𝗔𝗹𝗹 𝗱𝗿𝗮𝗲𝗻𝗴𝗲𝗻.

𝗗𝗮𝘀 𝘄𝗮𝗿𝗲𝗻 𝗧𝗮𝗴𝗲! (𝗚𝗼𝗹𝗱𝗲𝗻, 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝗻𝘂𝗿 𝗴𝗲𝗹𝗶𝗲𝗵'𝗻.)
𝗩𝗼𝗹𝗹 𝗪𝘂𝗻𝗱𝗲𝗿𝘄𝗮𝗵𝗻𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗽𝗿𝗮𝗰𝗵𝘁𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵𝘄𝗶𝗿𝗸𝘁𝗲𝗿 𝗗𝗶𝗻𝗴𝗲.
𝗡𝘂𝗻 𝘀𝘁𝗼𝗰𝗸𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗛𝗶𝗺𝗺𝗲𝗹 - 𝗦𝘁𝗮𝗿𝗿 𝘃𝗼𝗿 𝗧𝗿𝗮𝗻𝘀𝗳𝗹𝘂𝘁𝗵𝗿𝗶𝗻,
𝗨𝗻𝗱 𝘀𝘁𝘂𝗺𝗺 𝗱𝗶𝗲 𝗦𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲: 𝗦𝘁𝗮𝗵𝗹- 𝘂𝗻𝗱 𝗘𝗶𝘀𝗲𝗻𝘇𝘄𝗶𝗹𝗹𝗶𝗻𝗴𝗲.

 

 

Montag, 13. Juni 2022

Schreibfaul

 
Bin momentan schreibfaul. Aber es ist auch immer so viel los. Habe dieser Tage an einem Online-Assesment-Center teilgenommen und bestanden (Hurra. Ich bin modern.). Habe die Kneipentour des Weltuntergangs unternommen und mich danach notdürftig zusammengeflickt. Habe meine Challenge mit letzter Kraft abgeschlossen. Und mir vorgenommen, als nächstes "Dormir al sol" zu lesen. Nun gehe ich mich wiederrrr in meinem Strrraßengraben wälzen. Gute Nacht! Auf bald!

Dienstag, 7. Dezember 2021

Das Medium Postkarte

 

In Herstellung: Zitatkarten


Da ich das Medium Postkarte (wie vielleicht  bereits angedeutet) sehr schätze, habe ich mich entschlossen, selbst ein paar Postkarten mit Zitaten deutscher Dichter und Denker zu produzieren, welche ich dann an Freunde und Familie versende. Bin irgendwie der Meinung, dass das ein schöner Kontrast zu den heutzutage im Übermaß vorhandenen Spruchkarten mit Sprüchen über Schokolade, Kaffeee und Krone richten sowie der Photoshop-Kunst ist. Einfach bräunlicher Kraftkarton mit einem Spruch in Frakturschrift. Mir gefällt das Konzept!


Mittwoch, 17. November 2021

Ins Ungeheure, ins Lichtferne

 
Leichter, kalter Nieselregen, wie eine graue Decke aus Wasser über der Stadt. Die Stadt verpuppt sich zu irgendetwas Ungutem, so will mir scheinen. Zu einem schwarzen Tieren mit hohlen, kalten Augen; und blickt nach oben ins Ungeheure, ins Lichtferne.

Morgens klingelt der Wecker früh. Derzeit schäle ich mich dann erschöpft aus den Federn. Die Tage verbringe ich mit geistigem Herumhängen und Stellung halten. Teilweise schändlicherweise mit Prokrastination und Gammlertum. Die Stunden tagsüber vergehen mit halbherzigen Witzen und Reden um des Redens uns Zeittotschlagens willen. Und abends sinkt dann die Dunkelheit herab.

Habe mir aus Interesse "Komm und sieh" bestellt. War ja ein Vorhaben von mir, in der "neuen Zeit" wieder mehr fordernde Filme zu gucken. Ansonsten lese ich seit gefühlt Jahrhunderten an Shirley Jacksons "Hangsaman", das momentan gegen Ende mit ziemlichen Längen aufwartet. Insiderhumor zweier Collegestudentinnen, Tarotanspielungen... Ich warte drauf, dass jetzt mal ein Punkt in der Erzählung gemacht wird.
Was mir Freude bereitet, ist Handschrift, besonders eben in der alten deutschen Schreibschrift. Leider scheint bei der Zeitenwende im August auch mein bereits vor Jahren gekauftes Übungsheft verlorengegangen zu sein. Daher habe ich heute kurzerhand beschlossen, den kleinen Kurs neu beim Bund für deutsche Schrift und Sprache zu bestellen. Sollte das Heftchen dann wieder auftauchen, kann ich die "Zweitausgabe" ja verschenken.

Ich komme zum Ende, mit schönen Grüßen, auf bald!



Samstag, 31. Juli 2021

Shirley Jackson - Hangsaman

 Habe am Wochenende den vierten Band der Wheel of Time-Serie fertiggelesen. Habe nun entschlossen, eine kurze Pause in der Serie einzulegen, um in dieser

  • Shirley Jackson - Hangsaman


in der englischen Originalversion zu lesen.
Das Buch hat nun noch kaum richtig gestartet und schon mag ich es recht gerne. Mal sehen, was sich in Sachen Handlung noch entwickelt.



Samstag, 17. Juli 2021

Wieder im Schreiben

Post

Habe mich dieser Tage seit langem mal wieder im Schreiben geübt. Zwei Texte sind entstanden:


Der Baron

Komm, wir besuchen den Baron, den alten Geist
Er lebt in einem Schloß aus Amethyst
Das abends in den Honighimmel weist
Der über alle Welt gebreitet ist

Und danach geh'n wir in den Kartenwald
Und üben uns dort in Vergessen
Der Kartenwald ist ewig und drei Tage alt
Und wird seit jeher vom Baron besessen

Denn der Baron hat Vieles in Besitz
Zu keinem Fest kommt er mit leeren Taschen
Aus dem Gesicht ragt seine Nase spitz
Den Waden schmeicheln bräunliche Gamaschen

In des Barons Regal, da steht ein Totenschädel
Er sagt, der wär' von seiner ersten Liebe
Die war ein zuckersüßes Himbeermädel
Mit dem er gern' auf seinem Landsitz bliebe

Doch freundlich ist er, der Baron
Die Leute sollen sagen, was sie wollen
Er war zu mir stets wie zu einem Sohn
Er richtet' mir den Schlips, geschickt, geübt
Sein Lachen füllt den Raum wie Donnergrollen


 

Eisenblaue Stunden

Eisenblau zieht eine Stunde her mit Glockenläuten
Die Stadt wird unten mundgerecht zertrennt
Die Menschen fahren fluchend nebenher aus ihren Häuten
Das Rathaus (und die Irrenanstalt!) brennt

Ein Hundsmond, halb wie eine Kaffeebohne
Fällt melodiös mit Glockenklang hinunter auf die Stadt
Im Hühnerbrühenhimmel murrt der Morgenstern
Der eine gold'ne Krone auf dem Haupte hat

Und rosenfein geh'n uns're Leben Hand in Hand
Wie manches delikate Morgenrot
Verbunden durch ein feingewob'nes Seidenband
Und vorsichtig genährt mit Zuckerbrot

Sonntag, 14. März 2021

Ein hervorragender Sonntag


Ein hervorragender Sonntag zwischen Regen und Wolken, die majestätisch wie uralte Tiere über das Land hinwegtreiben. Der Samstag war ein sehr guter Tag, an dem ich Gott begegnen konnte, weil er es so erlaubt hat. Abschluß des Tages mit Feier der Heiligen Messe und einem guten Abendessen (nicht gleichzeitig!).

Habe mir heute nach längerem Überlegen die englische Originalausgabe von Shirley Jacksons "Hangsaman" bestellt. Seit Wochen hatte ich den Wunsch, mal wieder etwas aus dem Bereich Horror oder Thriller zu lesen, jedoch ohne alberne Serienkiller, Blut, Anspielungen auf unsere ach so bedeutsame heutige Gesellschaft und Zeit. Gerne handelnd im Amerika der 60er oder 70er. Da ich mit diesen speziellen Wünschen aber so schnell nicht fündig wurde, entschied ich mich eben für einen Klassiker.

Gerade flitzt ein kleines Feld Himmelblau über unseren Köpfen hinweg und zeitgleich sind sämtliche Bänke in sämtlichen Parks der Stadt bis auf den letzten Platz belegt.



Dienstag, 19. Januar 2021

Lesen im Januar

"Im Erdloch haust eine falsche Schlange"


 
Vor zwei Tagen hat mich spontan eine Art Geschichtswahn befallen, was mich dazu brachte, des Johannes Willms' Buch (bzw. die kurze C.H.-Beck-Version) über Napoleon auszulesen. Nun habe ich mir beim lokalen Buchhändler Ian Kershaws Buch über Adolf Hitler (Hitler, 1889-1945) bestellt.
Nicht weitergelesen habe ich ab so ca. 75% Lesefortschritt "Von Hoffnung überrascht" von N. T. Wright. Zwar hat das Buch einige gute Gedanken, allerdings hätte ich mir einige Worte dazu gewünscht, warum denn die Welt/das All überhaupt einer Neuschöpfung bedarf. Wright wehrt sich irgendwie immer gegen die Ansicht, dass die Welt verdorben und gefallen ist und es eigentlich nur drauf ankommt, "Seelen für Jesus zu gewinnen" (in Teilen zu Recht, wie ich finde), aber andererseits bleibt dann der logische Bogen dahin aus, warum eine eigentlich gute Welt dann erlöst werden muss. Das ist gerade ein Thema, das mich auch immer beschäftigt, weil ich eben nicht an die wörtliche Auslegung der Erzählung vom Sündenfall glaube, daher für mich auch die Erklärung für Sünde wo anders liegt. Jedenfalls hat mich das dann immer etwas an dem Buch gestört, dass einerseits immer das Gute in der Schöpfung betont wird und wie die Erde kein Jammertal ist, und wir uns auch aktiv für den Nächsten einsetzen sollen, andererseits aber eben eine Erklärungshilfe darüber, warum es überhaupt nötig ist, sich für den Nächsten einzusetzen, warum es jetzt eine Welt gibt, in der es Mangel gibt und Böses, das nicht von Menschen ausgelöst wird (Erdbeben, Tsunamis, Krankheiten...), und dann später ein Upgrade erfolgt, wo das nicht mehr so ist. (Meine Erklärung hat da immer mit Freiheit zu tun. Vielleicht).

Jedenfalls, aktuelle Leseliste:

  • Robert Jordan - The Shadow Rising (TWoT Band 4)
  • und bald: Ian Kershaw - Hitler 1889-1945


Samstag, 9. Mai 2020

Noch vorhanden: Das Magazin aus dem Bereich der Phantastik


Das im Atlantis-Verlag Guido Latz erscheinende Magazin "phantastisch!"



Längere Zeit habe ich umhergesucht, ob so etwas noch existiert: ein Magazin mit Nachrichten, Hintergründen, Buch- und Filmbesprechungen aus dem weiten Feld des phantastisch-fantastischen Genres. Längere Zeit habe ich umhergesucht: nichts. Nur Leichen. Viele spätestens um die 2018 rum eingestellt worden, eingeschlafen, verschwunden.
Dachte so bei mir, ob das denn sein kann, dass sich niemand mehr für gedruckte Infos aus diesem doch eigentlich (wenngleich in Teilen nicht mehr ganz meinem Geschmack entsprechenden) großen und noch relativ lebendigen Themenfeld begeistern können soll. Gibt es womöglich keine Neuerungen mehr, die größeres gedankliches Gewicht besitzen, als man mit einer zwei Tage online zu findenden Schlagzeile bei Infoportal xyz locker abarbeiten kann?

Und dann wurde ich fündig. Das aktuell scheinbar noch sehr lebendige Magazin "phantastisch!" war dann so ca. das, was ich suchte. Habe dann auch gleich zwei Ausgaben bestellt, in denen ich aktuell schmökere und mich dabei freue, noch nicht gänzlich aus der Welt verdrängt worden zu sein.

Mittwoch, 15. April 2020

Neu auf dem Tisch: Der Kuss der Spinnenfrau


...nun habe ich gestern tatsächlich das "Purgatorio" vor lauter Begeisterung schon ausgelesen. Die aktuelle Leseliste ist dann hiermit:

  • Manuel Puig - Der Kuss der Spinnenfrau
  • R. Jordan - The Eye of the World (TWOT, 1. Bd.)



Dienstag, 14. April 2020

Rauswurf: Nachtwachen, Eingang: Purgatorio


So... Entschluss gefasst: Die Nachtwachen des Bonaventura werden nicht weitergelesen, nachdem mich regelrechte Abscheu angesichts dieses Buches überfallen hat.

Habe gestern dann begonnen, "Purgatorio" von Tomás Eloy Martínez als "Zweitbuch" zu lesen. Bin bisher begeistert. Ein melancholisches Buch, teilweise auch mit einer süß-saueren Art Humor. Große Empfehlung bisher!

Leseliste somit:

Tomás Eloy Martínez - Purgatorio
und, immer noch
Robert Jordan - The Wheel of Time (Bd. 1)


Außerdem, ein ziemlicher Themensprung nun...
Vor ein paar Tagen habe ich wieder ein bisschen zum Thema "Natur und christlicher Glauben" gestöbert. Bin hierbei über ein paar Texte z. B. zum "Sonnengesang" des Franz von Assisi gestoßen.  Interessant fand ich hierbei die Information, dass Franz durch den Sonnengesang ja quasi der Natur einen Eigenwert einräumt, der daher rührt, dass Gott sie geschaffen hat. Sie wird nicht, wie in der damaligen Zeit üblich, als bloße Nahrungsquelle oder eben als Bedrohung bzw. auf religiöser Ebene als Teil einer ansich bösen materiellen Welt gesehen. Er reiht sich geschwisterlich auch in die Reihe der Schöpfungswerke ein, die den Schöpfer, Gott, loben. Hierzu gibt es übrigens auch einige wunderschöne Psalmen und andere Bibelstellen, die die Natur und das All davon freisprechen, bloße "Nutztiere" und stumpfsinnige Materieansammlungen zu sein. (z. B. Baruch 3,33-35)

Einen guten Gedanken dazu finde ich, dass Gott im ersten Schöpfungsbericht der Bibel ja den selben Lebensatem, mit dem er den Menschen belebte, auch Tieren gab (1. Mose 1,30), somit durchaus die Lesart möglich ist, dass die Schöpfung, hier konkret die Tiere (die übrigens interessanterweise im ersten Schöpfungsbericht noch nicht als Nahrungsquelle für den Menschen vorgesehen sind) eben auch einen von Gott gegebenen "Eigenwert" haben (siehe auch das "sehr gut" Gottes über "alles... was er gemacht hatte" in 1. Mose 1,31), was für mich eher gegen die Ansicht einiger meiner eher evangelikal-konservativen Freunde spricht, die Natur sei nur so eine Art Maschine, die für den Menschen da ist, um sie frei auszubeuten, und habe auch nichts mit Gott zu tun bzw. sei es falsch, Gott mit, in der oder durch die Natur zu loben. Ich halte z. B. auch den poetisch gemeinten (!) Ausruf, dass die Natur "durchseelt" sei, für angesichts der sich mir aufschließenden Quellenlage für durchaus gut vertretbar. Ist aber einfach meine persönliche Meinung. Ohne Abschluß in Theologie. Gewonnen durch Lesen, Beten, Unterhalten.

Auch ziemlich hilfreich war mir ein Abschnitt aus dem Katechismus der katholischen Kirche, der mir ein paar gute Gedanken dazu gab, dass die Schöpfung auch nicht von Gott geschaffen wurde, um irgendwem irgendwas zu beweisen zu müssen, sozusagen um seine "Herrlichkeit zu mehren", sondern dass es folgerichtig ist, dass ein guter Gott Gutes ("Gut" heißt für mich auch nicht zwangsweise harmlos, leicht verständlich, widerspruchsfrei) schafft.

Zitat: "... Die Schrift und die Überlieferung lehren und preisen stets die Grundwahrheit: ,,Die Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen" Wie der hl. Bonaventura erklärt, hat Gott alles erschaffen ,,nicht um seine Herrlichkeit zu mehren, sondern um seine Herrlichkeit zu bekunden und mitzuteilen" Gott hat nämlich keinen anderen Grund zum Erschaffen als seine Liebe und Güte: ,,Die Geschöpfe gingen aus der mit dem Schlüssel der Liebe geöffneten Hand [Gottes] hervor..."Der letzte Abschnitt hilft mir persönlich zu besserem Verständnis einer Aussage wie "Die Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen.". Nicht als eine Art "Show", sondern Gottes Liebe und Güte als Motive für die Schöpfung.

Mir hat das sehr geholfen und die ein oder andere pseudogeistliche Stoßstange "guter und wohlinformierter Christenmenschen" hat sich auch schon in Luft aufgelöst.


Freitag, 10. April 2020

Karfreitag im Bunker

Wieder erlaubt: Verweilen auf Bänken zu Buchzwecken


Karfreitag im Bunker. Blauer Himmel und Stille auf den Straßen, zumindest meistens. Ein ganz seltsamer Tag. Scheinbar widersinnigerweise erlebe ich die Kar- und Ostertage dieses Jahr (trotz oder gerade weil ich hier kaum rauskomme) intensiver als letztes Mal. Die Distanz von "meiner" (noch) Gemeinde tut mir auch gut. Ich kann die Inhalte des Festes, die Worte aus der Heiligen Schrift und was das jetzt alles mit meinem Leben zu tun hat irgendwie freier bedenken. Ich muss nicht irgendwelchen für mich einfach nicht passenden Lehren und oberflächlichen Lehren darüber, wie alles bitteschön zu sein hat, folgen. Ich kann da einfach vor Gott und meinem Gewissen existieren. So wie ich bin und geworden bin. Kann Traditionen entdecken und ihnen folgen. Oh, das tut so gut nicht schrill die rot-grüne Blechtrommel im Ohr zu haben, die alles wieder in diesen banalen weltlichen Sumpf hinabzieht. Man entschuldige, das klingt gemein und auch missverständlich. Aber ich muss das jetzt einfach mal so sagen.

Ein, wie ich finde, guter Satz, den ich entdeckt habe, besagt, dass wir ja letztenendes z. B. auch nicht die Nächstenliebe oder die Liebe anbeten, sondern dass Nächstenliebe das Gebot dessen ist, der angebetet wird. Erbsenzählerei? Kommt auf's Selbe raus? Ich finde dass das einen großen Unterschied macht. Ansonsten gehe ich innerlich ein bisschen die Koffer durch und was ich möglicherweise bei der Abreise mitnehme. Schon allein das, ganz gleich was dann tatsächlich in Zukunft passiert, tut wahnsinnig gut.

Anderes: Der bayerische Ministerpräsident ist eine Leseratte, so scheint mir. So hat er denn nun das Lesen von Büchern auf Bänken wieder erlaubt oder klargestellt, dass man draußen lesen darf, wenn der Abstand eingehalten wird. Vielleicht hofft Herr Söder, mich dadurch zu motiveren, draußen im Sonnenlicht die Nachtwachen des Bonaventura weiter- und durchzulesen, von Licht zu Frohsinn gebracht und daher dem Buch gegenüber gut gewappnet... Hm... Vielleicht werde ich dann nicht eines Tages in Zukunft selber bayerischer Ministerpräsident, aber ich bin momentan nicht sicher, ob ich besagte Nachtwachen wirklich auslesen kann. Erst heute griff ich, mich selbst in die Pflicht nehmend, erneut zu diesem Buche und musste es dann, nach zwei Sätzen bereits aller innerlicher Kräfte beraubt, zur Seite legen. Der die monologisch vorgebrachte Erzählung spinnende Herr Kreuzgang ist mir einfach zutiefst unsympathisch. Arroganz verkleidet in der Maske des schelmischen Erzählers. Kritik, die deswegen substanzlos ist, weil sie sich im Endeffekt nur auf ein allgemeines Unwohlsein stützt, das, lieber Herr Kreuzgang, vielleicht auch einfach nur durch Essen zur Unzeit oder Kräuterschnaps ausgelöst wurde. Dieses ständige Beharren auf dem "Nichts" als alles entscheidende Kategorie... vielleicht bin ich einfach zu positiv dem Leben gegenüber eingestellt, aber für mich ist das harte Kost und sehr ärgerlich. Mal sehen. Herr Söder hat ja zum Glück nicht festgelegt, welches Buch man auf der Bank im Sonnenscheine dann zu lesen hat. Somit kann ich dort vielleicht auch einfach in Zukunft, parallel zu meinem "Wheel of Time", die argentinische Literatur feiern.

Fröhlich aus dem Bunker grüßend
Ihr Maulwurf


Dienstag, 7. April 2020

Zwischenstand

Zwischenstand. Eine heroischere Überschrift fällt mir gerade beim besten Willen nicht ein. Man hat sich eingegraben und wartet ab. Irgendwo zwischen Albträumen und konfuser Zukunftsplänen und Dankbarkeit.

Zum Glück gibt es Literatur! Wobei der Erzähler der Bonaventura'schen Nachtwachen aktuell meinen Unmut erregt. Würde ihn gerne zur Rede stellen und befragen, wo er genau eigentlich seine Qualifikation sieht und ihm einige seiner offenkundigen Fehler unter die Nase reiben. So quäle ich mich momentan mehr durch die besagten Nachtwachen, als dass ich sie, wie es anfangs gewesen ist, mit Genuß lesen würde. Trotzdem nicht ohne Erkenntnis. Aber das Buch ist auch nicht besonders lang.

Habe nun vor einigen Tagen und  nach etwas Recherche und Lesens beschlossen, wieder das Rosenkranzgebet zu beten. Habe daran gute Erinnerungen und nachdem mir vieles Protestantische eh ziemlich fremd geblieben ist, ich zudem auch in Zukunft sehr wenig Ambitionen habe, Protestant des Jahres 2020 zu werden, sehe ich da auch keine ideologischen Probleme. Bin gespannt. Die Karwoche ist dieses Jahr auch eher merkwürdig aus vielleicht nachvollziehbaren Gründen. Bin aber dankbar, zumindest ein paar Schritte im Voraus Pläne zu haben.

Draußen ist es sehr warm geworden. Ich kann das jedoch weder genießen noch mich darüber ärgern. Die mir vom Gesetz zugestandenen kurzen Spaziergänge am Tage tue ich, so ich sie tue, mit wenig Begeisterung. Der ein oder andere Lichtstrahl tut gut. Ansonsten erscheint mir das Spazierengehen mehr wie eine Farce.
Aber es wird viel Sport draußen getrieben. Dreifach fuhren am heutigen Tage mich wissend-entspannt anlächelnde Radfahrer, mit und ohne elektrischer Verstärkung, an mir vorbei. Na sollen sie lächeln und sollen sie wissen, was da zu wissen ist. Meinen momentanen Weltverdruß hebt das kaum auf.

Dienstag, 31. März 2020

Aus dem Bunker nach Argentinien


Eingegraben in seinem Bunker muss mancher Mensch derzeit viele Stunden weit entfernt vom Licht der Sonne verbringen, so auch ich. Um dieser erzwungenen Klausur- und Bunkerzeit etwas Positives abzugewinnen, habe ich ein altes Hobby von mir wieder ausgegraben, und zwar Argentinien. Argentinien ansich ist nun noch kein besonders konkretes Hobby, zugegeben. Man muss es mit Fleisch füllen. In meinem Fall ist das Fleisch kein argentinisches Rindfleisch, sondern z. B. die Musik von Charly Garcia, Sui Generis, Almendra, Virus, Pastoral ... und ein bisschen die Literatur. Besonders die phantastisch und surreal angehauchte Literatur. Überhaupt scheint mir die südamerikanische Literatur in Teilen so eine gewisse Stimmung zu atmen. Ein schönes Beispiel hierfür ist Julio Cortázars Roman "Rayuela". Ich weiß jedoch zu wenig von dieser speziellen Literatur. Um diesem Notstande abzuhelfen, entschied ich mich heute zum Kauf eines kleinen Romanpakets. Dieses enthält:

sowie

Man kann ja nicht die ganze Zeit Fantasyliteratur lesen. Bin gespannt. Wir sehen: die Leseliste wird nicht unbedingt kürzer in Zukunft.





Freitag, 28. Februar 2020

Zum Freitag: doch noch Schnee

Morgendliches Nürnberg im Restschnee

Gestern Nachmittag, kaum trat ich wieder durch die häusliche Tür, setzte starker Schneefall ein. Geradezu abenteuerlich schön ward Landschaft und Stadt bezuckert. Heute morgen war der Zucker dann sogar in Teilen noch erhalten. In so großen Teilen, dass ich lieber auf das Fahrrad verzichtete. Wie mir auffiel, ging mir über die Jahre schon etwas an Unerschrockenheit in Sachen Fahrrad in Zusammenhang mit winterlichen Wetterverhältnissen verloren. Gegen Mittag rauschten dann die Dachrinnen und nun ist fast alles schon wieder dahin, wie so vieles im Leben.



Bezuckerte Dächer, dahinter gehetzte Wolken


Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, als kleines literarisches Intermezzo nach dem dritten Teil des Herrn der Ringe doch mal wieder eine Art "Klassiker" zu lesen. Konkret gelockt haben mich die "Nachtwachen" von Bonaventura, da mir ein in einem (s. Schnee oben) längst dahingegangenen Literaturmagazin, das ich vor Jahren abonniert hatte, Artikel darüber eingefallen war, der dies Buch lobend erwähnte und gleichzeitig seine in großen Breiten vorhandene Vergessenheit beklagte. So griff ich nun zu besagten "Nachtwachen", die allerdings noch ein wenig warten müssen.



Von Generationen von Schülern gefürchtet:
Das Reclamheft

Sonntag, 2. Februar 2020

Bin heute mit Willy Peter Reeses "Mir selber seltsam fremd" fertig geworden. Muss ehrlich sagen, dass dies das erschütterndste Buch war, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Unbedingte Empfehlung.


Ein bisschen brutal, dieser jetzt folgende Übergang. Weiter mit der Lese geht es nun mit "The Eye of the World", dem ersten Band der "The Wheel of Time"-Serie von Robert Jordan.

Aktuelle Leseliste somit:

  • J. R. R. Tolkien - The Return of the King (LotR 3)
  • Robert Jordan - The Eye of the World (TWoT 1)



Dienstag, 21. Januar 2020

Windzeit, Wolfszeit




"... Viel weiß der Weise,   sieht weit voraus

Der Welt Untergang,   der Asen Fall.
Brüder befehden sich   und fällen einander,
Geschwister sieht man   die Sippe brechen.
Der Grund erdröhnt,   üble Disen fliegen;
Der Eine schont   des Andern nicht mehr.
Unerhörtes ereignet sich,   großer Ehbruch.

Beilalter, Schwertalter,   wo Schilde krachen,
Windzeit, Wolfszeit   eh die Welt zerstürzt. ..."

aus: Völuspa (Ältere Edda, Übersetzung nach Karl Simrock)



Mittwoch, 6. November 2019

Muth

Winter 2017



𝔉𝔩𝔦𝔢𝔤𝔱 𝔡𝔢𝔯 𝔖𝔠𝔥𝔫𝔢𝔢 𝔪𝔦𝔯 𝔦𝔫’𝔰 𝔊𝔢𝔰𝔦𝔠𝔥𝔱,
𝔖𝔠𝔥𝔲̈𝔱𝔱𝔩’ 𝔦𝔠𝔥 𝔦𝔥𝔫 𝔥𝔢𝔯𝔲𝔫𝔱𝔢𝔯.
𝔚𝔢𝔫𝔫 𝔪𝔢𝔦𝔫 ℌ𝔢𝔯𝔷 𝔦𝔪 𝔅𝔲𝔰𝔢𝔫 𝔰𝔭𝔯𝔦𝔠𝔥𝔱,
𝔖𝔦𝔫𝔤’ 𝔦𝔠𝔥 𝔥𝔢𝔩𝔩 𝔲𝔫𝔡 𝔪𝔲𝔫𝔱𝔢𝔯.

ℌ𝔬̈𝔯𝔢 𝔫𝔦𝔠𝔥𝔱, 𝔴𝔞𝔰 𝔢𝔰 𝔪𝔦𝔯 𝔰𝔞𝔤𝔱,
ℌ𝔞𝔟𝔢 𝔨𝔢𝔦𝔫𝔢 𝔒𝔥𝔯𝔢𝔫
𝔉𝔲̈𝔥𝔩𝔢 𝔫𝔦𝔠𝔥𝔱, 𝔴𝔞𝔰 𝔢𝔰 𝔪𝔦𝔯 𝔨𝔩𝔞𝔤𝔱,
𝔎𝔩𝔞𝔤𝔢𝔫 𝔦𝔰𝔱 𝔣𝔲̈𝔯 𝔗𝔥𝔬𝔯𝔢𝔫.

𝔏𝔲𝔰𝔱𝔦𝔤 𝔦𝔫 𝔡𝔦𝔢 𝔚𝔢𝔩𝔱 𝔥𝔦𝔫𝔢𝔦𝔫
𝔊𝔢𝔤𝔢𝔫 𝔚𝔦𝔫𝔡 𝔲𝔫𝔡 𝔚𝔢𝔱𝔱𝔢𝔯!
𝔚𝔦𝔩𝔩 𝔨𝔢𝔦𝔫 𝔊𝔬𝔱𝔱 𝔞𝔲𝔣 𝔈𝔯𝔡𝔢𝔫 𝔰𝔢𝔦𝔫,
𝔖𝔦𝔫𝔡 𝔴𝔦𝔯 𝔰𝔢𝔩𝔟𝔢𝔯 𝔊𝔬̈𝔱𝔱𝔢𝔯.


aus: Die Winterreise von Wilhelm Müller
("Muth!")


Freitag, 13. September 2019

Herr der Ringe (2) und bestelltes Buch

So, vor ein paar Tagen habe ich den ersten Teil des "Herrn der Ringe" in englischer Sprache fertiggelesen. Ich denke, ich werde mit dem zweiten Teil anfangen. Leseliste aktuell wäre somit:

J. R. R. Tolkien - The Lord of the Rings (2)
Brandon Sanderson - Warbreaker


Außerdem habe ich mir "Mir selber seltsam fremd" von Willy Peter Reese gebraucht bestellt.


Sonntag, 23. Juni 2019

Nächstes Buch

Nächstes Lesevorhaben nach Auslesen von "Level":

  • "Der Herr der Ringe" auf Englisch lesen.