Posts mit dem Label Fantasy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Fantasy werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 1. August 2021

Letzte Julitage und erster August

Wallfahrtskirche Mariahilf Freystadt


Die letzten Tage waren recht aktiv. Am Donnerstag gab es eine Kleingruppenwallfahrt mit anschließender Wanderung nach Mariahilf in Freystadt. War dort vor etwas weniger als einem Jahr schonmal und es war wirklich gut, erneut dorthin zu fahren. Nach dem Gottesdienst ging es eine kleine Runde in das Örtchen Möning, später noch an den Rothsee.

Felder bei Aßlschwang

Ursprünglich hatte ich dann für den Freitag eine Wanderung ab Schnaittach geplant. Die Perspektive, mich durch baustellenbedingte Umleitungen zu meinem entsprechenden Bahnhof zu quälen und überhaupt Bahn zu fahren, erfreute mich dann aber wenig. So entschloss ich, ganz unkompliziert eine Radtour in Richtung Leinburg zu den dortigen Flechten-Kiefernwäldern zu unternehmen. Angenehm war es, durch diese menschenleeren Abschnitte über Waldwege dahinzufahren, ab und zu zu halten, den Standort auf der Karte zu überprüfen, den weiteren Weg zu überlegen. Stille den Nachmittag hindurch, im Schatten der Bäume.

Gestern galt es, den Alltag etwas zu organisieren. Abends besuchte ich den Gottesdienst, anschließend bereitete ich mir ein mediterran inspiriertes Kartoffelgericht zu und schaute den ersten Teil der Herr-der-Ringe-Verfilmung an, trank dazu ein Starkbier und ging anschließend zu Bett, um in seltsame Träume hineingezogen zu werden.


Flechten-Kiefernwälder bei Leinburg


 

Dienstag, 22. Dezember 2020


 
So kurz vor Abschluss des Jahres habe ich mir noch eine Kleinigkeit gegönnt. Und zwar das Kochbuch inspiriert von Tolkiens Legenden. Passend dazu zwei getöpferte Bierkrüge. Vielleicht kann so ja in Zukunft wieder der ein oder andere Hobbit den Weg in unsere Hobbithöhle zum Schmause finden.



Dienstag, 10. November 2020

Rad platt und Tolkien-Gesellschaft

 
Böse Überraschung vor dem goldenen Tore des Brotgebers: Das Fahrrad hatte mal wieder einen platten Reifen. Kein Werkzeug weit und breit und auch kein Pannendienst. So schob ich denn den Drahtesel dann durch eine schwarze Stadt, zwängte mich in die Bahn und fuhr dahin, im schwarzen Reich eines ungewissen Schicksals.


Nachdem ich ein rastloser Geist bin und auch nicht warten will, bis die Sonne vielleicht wieder aufgeht um dann zu sehen, entschied ich mich heute dafür, in die Deutsche Tolkien-Gesellschaft einzutreten, um meiner Leidenschaft für Tolkiens Werk, Fantastisches und Poetisches zu fröhnen. Und wer weiß, vielleicht auch nette Kontakte zu knüpfen.

Jetzt dann muss ich mein Rad noch ein Weilchen durch die Gegend schieben. Ein freundlicher Mensch bat mir Hilfe beim Flicken des Reifens sowie Leihrad an.



Dienstag, 19. Mai 2020

Landschaft

Seit Sonntag denke ich mir eine Region in meiner Welt Emelda aus. Ich wollte damit eine kleine Hommage an Tolkiens Auenland sowie die ganz irdische Region Franken schaffen. Entstanden ist dabei der "Brauerwinkel". Eine kleine Karte mit ein paar Erklärungen folgt demnächst, so Gott will.

Ansonsten habe ich gerade ein bisschen Sorge weil etwas geklärt werden muss, aber mal sehen.


Samstag, 9. Mai 2020

Noch vorhanden: Das Magazin aus dem Bereich der Phantastik


Das im Atlantis-Verlag Guido Latz erscheinende Magazin "phantastisch!"



Längere Zeit habe ich umhergesucht, ob so etwas noch existiert: ein Magazin mit Nachrichten, Hintergründen, Buch- und Filmbesprechungen aus dem weiten Feld des phantastisch-fantastischen Genres. Längere Zeit habe ich umhergesucht: nichts. Nur Leichen. Viele spätestens um die 2018 rum eingestellt worden, eingeschlafen, verschwunden.
Dachte so bei mir, ob das denn sein kann, dass sich niemand mehr für gedruckte Infos aus diesem doch eigentlich (wenngleich in Teilen nicht mehr ganz meinem Geschmack entsprechenden) großen und noch relativ lebendigen Themenfeld begeistern können soll. Gibt es womöglich keine Neuerungen mehr, die größeres gedankliches Gewicht besitzen, als man mit einer zwei Tage online zu findenden Schlagzeile bei Infoportal xyz locker abarbeiten kann?

Und dann wurde ich fündig. Das aktuell scheinbar noch sehr lebendige Magazin "phantastisch!" war dann so ca. das, was ich suchte. Habe dann auch gleich zwei Ausgaben bestellt, in denen ich aktuell schmökere und mich dabei freue, noch nicht gänzlich aus der Welt verdrängt worden zu sein.

Sonntag, 19. April 2020

Südlicher Teil von Emelda und Ballade über das Haus des Lichts

Südlicher Teil meiner Karte von Emelda
(Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)


Zu der hier zu sehenden Karte möchte ich eine kleine Ballade zum besten geben. Über das Herabsinken der Stille und die Verwandlung der einst fröhlichen und prächtigen Städte
Tûrulaur (Goldhafen) und Morgalorn (Haus der Fröhlichkeit) in Bollwerke des ernsten Lichts trägt man manchmal folgende Ballade vor (zuerst der Text in Nîna, anschließend die Übersetzung ins Deutsche. Generell alles aber noch mehr oder minder in Bearbeitung und ich finde noch laufend Fehler hinsichtlich der Plausibilität oder Anwendung von mir bereits aufgestellter Regeln)


A Tûrulaur ya Morgalorn
A Arkis-unafûn'
Men upadit Auradim-norn
Men viatit Ost-osán
Men artakat Galora-éiûlun
A Uiataia-mir
Men lugat Dimâ-ichil
A Turëlau
Ya Dimâ-aur a Morgunda
Ya arnan errâ Nineiûl
Men artakat

A Tûrulaur ya Morgalorn
A Arkis-unafûn'
Men sabothit Hálarkis
Men viatit Nil-nor
Men skekit Kiseba ucur Orot-Bramûm
Ucur Darën ilmesa
Men sabothit Dolmorin abotizea
Amelu Ceresk
Ya esír palana Uluth
Ya Galdrâk esîrit
a-Galorad

A-Galora otubit
A Morviën
Mor Haleviën-keara
Palana Esírum
Bar Vië atubion
Viate Darën-kírake
Uluth brabavi
Galdrâk kíresírant
Brôgus amovabiant
Keara Mor Viën


In Tûrulaur und Morgalorn
In einer andern Zeit
Da ging ein Morgen auf
Da schien der helle Tag
Da hörte man der Kinder Spiel
In weißen Straßen
Da sah man Kupferglanz
In der Schmiede
Und Goldglanz im Königshaus
Und manches große Wort
Hörte man

In Tûrulaur und Morgalorn
In einer andern Zeit
Da kam die Abendstund
Da schien ein kalter Stern
Da blies der Wind vom Hügelgrab
Aus dunklem Wald
Da kam die Nacht herauf
Überm Lande
Und stumm ward die Laute
Und schweigend der Mund
Der muntre

Das Spiel verging
In Morviën
Zu Mor Haleviën
Ward Stille
Nur einsames Licht
Strahlt waldhin
Die Laute zerbrochen
Der Mund verstummt
Der Würfel verschwunden
Im Haus des Lichts



Aktuelles "Lexikon von Emelda" + Wörterbuch "Nîna"

Mein Wörterbuch aus der Sprache "Nîna" (= "Sprache" auf Nîna) sowie mein Lexikon zu meinem zum Zeitvertreib betriebenen Weltenbauprojekt "Emelda" sind gewachsen: (...eine aktuelle Karte folgt)


Lexikon von Emelda:



Agarath, der: Der Wilde Fluß. Fließt, entspringend am Fuße des Großen Gebirges, für viele hundert Meilen durch die Ebene von Emelda, bevor er in der Bucht von Emelda ins Meer fließt. Nördlich seiner Quelle lag das Königreich von Silberpfort bis zu dessen Niedergang und dem Weggang der Sieben Weisen.

Albastrae: Stadt zwischen dem Wald von Aldaia und dem Goldwald, am Oberlauf der Aldamela gelegen. Eine schmale Straße führt von dort nordwärts Richtung Amaldûr auf die lange Nord-Süd-Verbindung nach Nimmereth.

Aldamela: Die Aldamela („Spiegel von Aldaia“) entspringt in den südlichen Bergen von Aldaia, von wo sie ihren Lauf durch die Ebene bis hin zum Meer nimmt.

Aldone: Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs Aldone. Liegt am Ufer des Flußes Rasch, welcher von dort nach Süden durch die Berge von Aldaia fließt. Im Umland von Aldone wachsen wohlschmeckende Früchte. Die Elfen aus dem nördlich gelegenen Wald des Auges, die Dimêthrim, das Waldvolk, sowie die in den Bergen von Aldaia lebenden Zwerge kommen hierher um Handel zu treiben. Die Menschen von Aldone haben daher, so sagt man, sowohl Sturheit von den Zwergen als auch einen heiteren Sinn für Geheimnisvolles und Höheres, der auf elfischen Einfluß zurückgeführt wird, kultiviert.

Alter Trabepfad: Die heute beinahe beinahe vergessene Nord-Süd-Verbindung von Silberpfort im Norden über Emelda an die Vorhöfe der Stillen Lande. Südlich der Kreuzung mit der Handelsstraße von Beresken nach Aldone nahe der südlichen Brücke über den Agarath wird der Alte Trabepfad auch als Geisterstraße bezeichnet.

Amaldûr: Festung der Amá/Amás Feste. Befestigte Stelle an der Wiesenpforte, Dúnared, am südlichen Ende des Großen Gebirges. Dort entspringt der Fluß Seladon (Bergstrom), der einige hundert Meilen weiter im Süden in die Aldamela (Spiegel von Aldaia) mündet.

Amaldûr ist südlicher Endpunkt der Straße nach Sirmalion.


Auge, das: Großer Binnensee am Südende der Wälder von Nimmereth. Die Melêgin Marach (Wasser des Silberstaubs) fließen durch das Auge hindurch und bilden aus dem Auge hinausfließend die Westgrenze des Königreichs Aldone nahe der Steine des Gewitters (Palínir Fuinor), wo sich die Ost-West-Straße und die große Straße von Sirmalion her kreuzen.

Beresken: Emeldische Handels- und Hafenstadt. Dort beginnt die lange Straße nach Aldone.

Darënadon: Der Waldstrom. Großer Strom. Entspringt im Goldwald, Auradar.

Fallonde: Uralte Hafenstadt am Westrand der Stillen Lande. Letztverbliebene menschliche Stadt in dieser Gegend seit dem Herabsinken der Stille im Jahre 59 n. W. Z. („nach westlicher Zeitrechnung“)

Großes Gebirge: Das Große Gebirge (Selêgin Errênír) durchzieht die Länder östlich der Bucht von Emelda wie eine große Mauer über tausend Meilen von Nord nach Süd. Es trennt die Länder Emelda und Nimmereth. Besondere Gipfel sind die Zwillingsspitzen nahe der ehemaligen Silbernen Pforte, das Haus des Riesen, die Eisenspitze und im Süden die Adlerrast.

Königreich Silberpfort: Einstmals mächtigstes Land des Westens, gelegen an der Aredin Marâ, der Silbernen Pforte, einem einstmals gangbaren Pass über das Gebirge nach Osten ins Land Nimmereth und hin zur Königsstadt Sirmalion. Zu Beginn der Westlichen Zeitrechnung wurde Silberpfort im Krieg an der Silbernen Pforte zerstört und die Silberne Pforte stürzte ein. Gewichtiges Resultat des Krieges war auch der Weggang der Sieben Weisen und ihre Zerstreuung in die Welt.

Melêgin Marach, die: Wasser des Silberstaubs. Großer Fluß östlich des Gebirges. Ihre Quelle liegt im Lande Nimmereth, von wo aus sie an der Königsstadt Sirmalion vorbeifließend ihre Bahn ins Auge nimmt. Dieses durchfließend bildet sie südlich des Sees die Westgrenze von Aldone.

Mor Haleviën: Haus des Abendlichts. Stadt am südlichen Rand der Ebene von Emelda an der Mündung des Agarath ins Meer. Einige Meilen südlich der Stadt beginnen die Stillen Lande und ein großer Wald. Die Stadt ist geprägt von ihren Holzhäusern. Seltsame Melancholie und Angst liegen über ihren Straßen. Häufig kommen kühle Winde des Abends von Süden heran. Wenn diese die Wolken davonwehen, liegt die Stadt allein in der Ebene unter einem nachtblauen Himmel und unter eisigen Sternen. Die Tore von Mor Haleviën werden am frühen Abend geschlossen und niemand wagt sich nach Sonneuntergang hinaus in die schweigende Landschaft. Auch die Straßen der Stadt leeren sich. In den Zeiten vor dem Herabsinken der großen Stille war der Name der Stadt Tûrulaur, Goldhafen, und das Gold aus den Ländern des Südens wurde von hier in die Welt hinaus gebracht.
Morviën: Lichthaus. In früheren Zeitaltern, als die Menschen aus dem Norden in diese Gegend kamen, trug die Stadt den Namen Morgalorn, Haus der Fröhlichkeit. Die Menschen brachten Honig aus den Wäldern nördlich der Stadt auf den Markt und kräftiger Waldduft erfüllte die Straßen und die gesamte Umgebung. Die Türen der Häuser blieben des Nachts geöffnet, Musik klang aus den Fenstern und köstlicher Lichtschein erfüllte die Straßen. Die Bewohner von Morgalorn dieser Tage waren fröhlich und lebten unbeschwert am Ufer des Meeres. Nach dem Herabsinken der großen Stille wurde der Ort zu einem Ort der Wacht gegen die rätselhafte und bedrohliche Aura der Stillen Lande im Norden. Der Wald war den Menschen feindlich geworden. Im Herzen der Stadt entzündete man das Licht der Wacht im Haus des Lichts, das fortan der Stadt ihren Namen gab, während sich rätselhaftes und bedrohliches Dunkel über das Land herabsenkte.
Muiramore: Lebhafte Hafenstadt an der Mündung der Aldamela.
Nimmereth: Landschaft westlich des Großen Gebirges. Sirmalion ist die Hauptstadt des fröhlichen Nimmereth. In seinen Wäldern leben die Elfen und mancherlei Naturgeister.
Odilien: Die vergessene Insel südwestlich der Stillen Lande.

Rasch, der: Der Rasch entspringt im Wald des Auges, von wo er einen Bogen nach Südwesten schlägt und die Stadt Aldone durchfließt. Von dort führt sein Lauf durch die Berge von Aldaia nach Süden.

Sirmalion: Die Königsstadt. Hauptstadt des Reiches von Nimmereth am Ufer der Melêgin Marach. Heimat seltener Magie und großer Kunstfertigkeiten, besonders der Silberschmiedekunst. Man sagt, dass der Zauberodem des Waldes von Nimmereth die Menschen dort besonders segnet und ihnen eine beinahe andersweltliche Fröhlichkeit und Lebensart schenkt.

Stille Lande: Einstmals ein von Menschen bewohnter Landstrich, wo große Handwerkskunst ihre Blüte fand. Mit dem Eindringen der Menschen in die Wälder am Fuße des Gebirges begann das Ereignis, das in Emelda als Herabsinken der großen Stille bekannt ist, mit dessen Einsetzen Zug um Zug alle Menschen aus dieser Gegend (mit Ausnahme der Bewohner der Stadt Fallone) verschwanden. Heute ein unheimlicher und wilder Landstrich.

Straße von Beresken nach Aldone: Durchquert die Ebene von Emelda mit ihren Dörfern und Städtchen bis an den Übergang über den Wilden Fluß, wo die Vorhöfe des Gebirges beginnen. Überquert das Gebirge am Pass nahe der Eisenspitze. Von dort verläuft die Straße das Vorland von Aldone bis zur Wegkreuzung bei den Palínir Fuinor (Steine des Gewitters). Bald folgt die Brücke über die Melêgin Marach und damit der Eintritt in das Königreich Aldone. Ab hier kommt der Reisende durch ein fruchtbares Land an den Ufern des Rasch bis an die Tore von Aldone.

Die Straße ist auch heute in relativ gutem Zustand. Reisende fürchten jedoch den Pass an der Eisenspitze aufgrund des oft unkalkulierbaren Wetters im Gebirge als auch wegen der Wesen, die in den Schluchten und Halden des Großen Gebirges leben. An den Palínir Fuinor soll es spuken und jeder vernünftige Mensch plant seine Reise so, dass diese Gegend nicht bei Nacht durchquert werden muss.

Das Heer von König Emilúd zog entlang der Straße aus der Gegend des heutigen Aldone in den Krieg an der Silbernen Pforte.

Tenea: Stadt am Ufer der Tena. Umgeben von dichten Wäldern am Rande der Ebenen des Ewigen Eises. Hier lebt ein zähes und unbeugsames Volk.


Wörterbuch "Nîna"

a-: universaler Artikel
a: In
abotizea: hinauf/auf
(A-)doná/-duná: Strom
agos: wild
amelu: über
Amovabia: Verschwinden, das
Aredin: Pforte
Arkis: Zeit
arnan: manches/mancherlei
Artaka: Hören
Atubione: Einsamkeit
Aur-: Gold
Auradim: Morgen (von „Goldpracht“)
bar: nur
brabavi: zerbrochen/gebrochen
Bramûm: Grab
Brôgus: Würfel
Ceresk: Land
Dimâ: Pracht
Dimór: Stadt (aus: Mor: Haus / dimmén: groß/viel oder prächtig)
Dolmorin: Nacht
Darën: Wald
Dún: Wiese
Dûr: Festung (aus: Duloga für „behauener Stein“)
Éiûl: Kind
errâ: groß, gewaltig
Esírum: Stille
Fuina: Gewitter
Galdrâk: Der Mund
Galora: Heiterkeit, Fröhlichkeit, Spiel, Gelächter
Gunda: König
Hál: Abend
Ichil: Kupfer
ilmês: dunkel
keara: Vornehmes „In“, ähnlich „zu“ oder „auf“. Wird auch vor besonders „großen“ oder „heiligen“ Orten oder Orten, die besonders herausgestellt werden sollen, verwendet (kann Vor dem Wort stehen, wie „A“, oder ans Wort angehängt werden)
kírake: nach/zu
Kiseba: Wind
Lúga: Sehen
Mar-: Silber
Melâ: Spiegel (poetisch auch für „Wasser“, die Melêgin Marach können frei also mit etwa „Silberspiegel“ übersetzt werden)
men: da
Mímira: Weißer Marmor
mir: weiß
Mor: Haus
Nili: Stern
Nîna: Sprache
Norá: Kälte
norn: neu
Ofûme: Feuer
Orot: Hügel
Osáne: Helligkeit
Osta: Tag
Otubia: Vergehen
Palâna: sein
Palí: Stein
Rath: Wasser
Sabothá: Kommen
Selêga: Spitze (Selêgir: „Spitzen“, Wort für „Gebirge“)
Skeki: Blasen
Tûr: Hafen
Turëlau: Schmiede
ucur: von/aus
unafûnê: anders
Upadice: Gang (Gehen)
Uiata: Straße
Uluth: Laute
Viata: Schein
Vië: Licht
ya: und


Samstag, 18. April 2020

Geschichte vom Krieg an der Silbernen Pforte und vom Untergang Alsirs

Habe inzwischen ein bisschen an meiner Welt Emelda weitergesponnen. Vor einiger Zeit schon schrieb ich die Geschichte des Untergangs des Königreichs Silberpfort. Mir haben nur noch drei Namen gefehlt. Da ich diese nun habe, teile ich gerne diese alte Volkssage mit dem geneigten Leser:


Vom Krieg an der Silbernen Pforte berichtet eine Geschichte...

...In alten Tagen, vor dem Zersplittern der Reiche, lag westlich des Großen Gebirges das Königreich Silberpfort. An den Hängen des Gebirges stand dessen Hauptstadt Mar-Dimór, die Stadt aus Silber. Die Dächer Mar-Dimórs, so sagt man, waren mit Silber gedeckt und damals zogen Handelskarawanen aus der alten Stadt Sirmalion in Nimmereth herauf und großer Wohlstand herrschte. Der König dieses stolzen Landes war Gabríl, der Sohn von Golíl, welcher bis in die Tage des Beginnes der Welt abstammt von Großkaiser Esgólir, von dem schon damals nur noch Legenden erzählten.


Der König von Silberpfort und Herr des Hauses von Mar-Dimór pflegte Hof zu halten im Hause der Sieben Weisen, welche Ratgeber der Könige seit Beginn der Zeit waren. Ihrer waren es stets sieben gewesen und jeder dieser Weisen erreichte hohes Alter jenseits menschlichen Maßes. Sie gingen, wenn ihre Zeit gekommen war, hinauf ins Gebirge, wo sie von Greifen der Welt entrückt und davongetragen wurden.


Eines Tages wurde in der Stadt ein Knabe geboren. Genannt Alférid („All-Frieden“) von seiner Mutter. Dieser war ein schönes Kind, stark und außerordentlich klug. Aus dem Kind wurde ein junger Mann und er lernte rasch das Wissen der Welt und geheime Künste, sodass er nur wenig noch unter den Sieben Weisen stand; und schnell wurde er aufgrund seiner Taten in der Stadt und dem Reiche bekannt. Zu dieser Zeit wuchs im Herzen des Jünglings auch der Stolz und schwarze Geheimnisse wisperten ihm in Ohr und Herz und manchen Plan schmiedete er, wie er groß zu werden gedächte. Auch begann er, sich Alkunt („All-Wissen“) zu nennen. Es fand sich, dass er häufig zum Haus der Sieben Weisen hinging um mit diesen zu streiten. Anfangs war der erstaunliche Jüngling dort wohlgelitten, es ging aber dahin, dass er offen seine Überzeugung kundtat, den Sieben gleichauf, wenn nicht gar höher als alle von ihnen, zu stehen, bis er schließlich gar meinte und sprach, die Zeit der Sieben sei vorbei und von nun an müsse er einziger Berater des Königs von Silberpfort oder besser noch: selbst König sein und bleiben. Dies Ansinnen wiesen König und der Siebenrat mit Nachdruck zurück und so verließ der in seinem Stolz gekränkte Alkunt das Haus hinaus in eine Regennacht und sann auf Rache.


Eines Tages erreichte den Alkunt ein Botschafter von Norden kommend. Dieser übermittelte ihm eine Nachricht vom Bergkönig, dem Herrscher der schwarzen Geister des Gebirges, in der dieser dem jungen Mann anbot, ihm dabei zu helfen den ihm vermeintlich zustehenden Platz als König und Herr einzunehmen. Lediglich Pflege von Freundschaft zwischen Silberpfort und dem Reich des Bergkönigs sollte, so schrieb der Herrscher der Berggeister in süßen Worten, nach Übernahme der Herrschaft durch den eifernden Jüngling die Bedingung hierfür sein. So der Jüngling zustimme, solle in der marmornen Halle Mímired zu Mar-Dimór ein Gastmahl zwischen Alkunt und dem Bergkönig zur Besiegelung des Bundes stattfinden. Hocherfreut sagte Alkunt noch auf der Stelle zu und harrte des Tages des Gastmahles auf Mímired.


Der Tag des Mahles kam. Sturm war aus dem Gebirge über die Stadt gezogen und dunkle Wolken verhüllten den Himmel. In schwarze Gewänder gehüllt erreichten der finstere König und sein Gefolge, verhüllt von den Wolken des Sturmes, die Stadt. Auf Mímired hatte Alkunt bereits alles vorbereitet. Die köstlichsten Speisen und Getränke hatte er herbringen lassen und der beste Wein aus den Ländern des Südens harrte in goldnen Kannen des Brudertrunkes. Während des Mahls, das als das Schwarze Gastmahl in die Erzählungen des Volkes einging, übergab der Bergkönig seinem jungen Gastgeber als Gastgeschenk und Zeichen seiner erklärten Freundschaft einen geschliffenen Stein. „Nimm diese Gabe aus meinem Reich, lieber Freund!“ sprach er. „Darauf steht ein neuer Name, den du fortan tragen sollst, solange unser Bund währt und er soll dir wohl anstehen. Dies' Reich ist dir wahrlich zu klein!“ Der junge Mann nahm den Stein entgegen und Tränen traten ihm in seine vom Stolz verblendeten Augen, als er den in alten Runen geschriebenen Titel Alsir („All-Sieg“) darauf las. So wurde der Bund besiegelt und Alsir fuhr mit dem Gefolge des finsteren Königs davon in die Berge, wo er ein Heer zu rüsten begann.


Kurze Zeit darauf begann Krieg die Nordgrenzen von Silberpfort zu bedrängen. Grässliche Ungetüme aus dem Herzen des Gebirges sowie verhetzte Soldknechte stürmten gegen die Grenzen an und nahmen Stadt um Stadt, Ort um Ort. Mar-Dimór selbst fiel in einer Gewitternacht nach sieben Tagen erbitterten Kampfes. Die Weisen und der König zogen sich in eine Fluchtburg im Gebirge zurück, von wo sie mit ansehen mussten, wie das einst stolze Königreich Silberpfort in Flammen aufging.


Voll Schrecken hörte man in den Ländern Nimmerreth und Andunë vom Fall von Mar-Dimór und den Städten des Nordens. König Emilúd sowie Artan von Nimmereth stellten beide große Heere auf um Silberpfort, der Krone der Länder der Menschen, zu Hilfe zu eilen. Zu Sirmalion bündelten sich die Heere und marschierten auf die Silberne Pforte Aredin Marâ zu.

Es kam zu einer gewaltigen Schlacht an der Silbernen Pforte, aus der Nimmereth und Andunë siegreich hervorgingen. Jedoch brachten die unheimlichen Gewalten der Untertanen des Bergkönigs die Silberne Pforte zum Einsturz und schnitten somit das Befreierheer der Menschen von jedem Nachschub ab. In der folgenden Zweiten Schlacht von Mar-Dimór siegten zwar erneut die Menschen, jedoch verblieb von der einst herrlichsten Stadt der Menschenwelt wenig mehr als ein Aschehaufen übrig. Auch schien sich nun das Kriegsglück zu Ungunsten der Menschen zu wenden. Verstärkt durch ein Heer steinerner, schwarzer Truppen schlugen die Soldaten Alsirs die Menschenheere und warfen sie an die Ufer des Dúnrath (Wiesenwasser), eines Zuflusses des Agaraths, zurück. König Emilúd war auf dem Rückzug von einem Kriegshammer getroffen und dadurch tödlich verwundet worden. Seine Mannen begruben ihn in der Ebene. Artan galt nach einem Überraschungsangriff feindlicher Kräfte für verschollen und sein Schicksal bleibt bis heute unbekannt und unbesungen.

Dort, am Ufer des Dúnrath, grub man sich nun ein, die wenige Hoffnung auf Standhalten, die noch vorhanden war, als letzte Waffe aufbietend. Die Lage war verzweifelt. Die Angriffe der Feinde intensivierten sich von Tag zu Tag und man erwartete in Kürze den vernichtenden Abschlussstoß und den Durchbruch aus deren Reihen. Da geschah, womit niemand gerechnet hatte. Menschen und Elfen aus der Gegend südlich der Mündung des Agarath kamen zu Hilfe. In der Schlacht auf den Feldern des Dúnrath konnte die finstere Brut zurückgeschlagen werden. Die Anhänger des jungen Emporkömmlings und die Kreaturen des Bergkönigs ergriffen die Flucht. Der geschenkte Runenstein aber zersprang, als Alsir mit einigen seiner versprengten Truppen die Flucht ergriff und jener wurde schließlich vom Bergkönig in das Dunkel seiner Kammern gezogen, wo der Jüngling bis heute in einem Saal aus schwarzem Marmor und voll giftigen Efeus Übles denkend und ersinnend sitzt, verbannt bis in Ewigkeit, so heißt es.

Das Land Silberpfort war nun verwüstet. Die einstige Unschuld dieses großen Reiches durch das viele vergossene Blut, den Verrat und die Niedertracht zwischen Schwester und Schwester, Bruder und Bruder, besudelt und dahin. Die Sieben Weisen verteilten sich in die Welt, wodurch die verborgenen Künste in die Lande hinausgetragen wurden. Gabríl, der letzte König von Silberpfort zog mit einer Handvoll Getreuer nach Südwesten, wo unter ihren fleißigen Händen das Reich Emelda entstand. Andere übriggebliebene Bewohner Silberpforts verstreuten sich gleichfalls in alle Winde und brachten ihr Wissen und ihre Traditionen in alle Teile der Erde, wo ihre Kunst und ihr Können Frucht trugen und Gutes bewirkten. Neue Reiche entstanden und vergingen und die einzelnen Länder der Menschen kümmerten sich nun mehr um ihre eigenen Belange und in aller Fröhlichkeit blieb eine Spur der Trauer um die Zerstörung und den Niedergang Silberpforts, des Stolzes der vergangenen Welt.








Samstag, 4. April 2020

Emelda (II)

Länder östlich der Bucht von Emelda


Die Möglichkeiten des Kartelns mit Wonderdraft und die mit Hilfe dieses schönen Programms entstandene Karte hatten es mir jetzt so angetan, dass ich an der Welt (bzw. dem Teilausschnitt der Welt) Emelda noch ein bisschen weitergearbeitet habe. Unter anderem strich ich einige Namen glatt, die mir so noch nicht gefallen habe und erfand noch die ein oder andere Sache dazu. Zusätzlich dachte ich mir ein paar Hintergrundinfos zu der Welt und zu den bereits auf der Karte verzeichneten Orten aus:

(05.04.20: Karte nochmal aktualisiert, Einträge zu Orten ergänzt.)




Agarath: Der Wilde Fluß. Fließt, entspringend am Fuße des Großen Gebirges, für viele hundert Meilen durch die Ebene von Emelda, bevor er in der Bucht von Emelda ins Meer fließt. Nördlich seiner Quelle lag das Königreich von Silberpfort bis zu dessen Niedergang und dem Weggang der Sieben Weisen.


Aldone: Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs Aldone. Liegt am Ufer des Flußes Rasch, welcher von dort nach Süden durch die Berge von Aldaia fließt. Im Umland von Aldone wachsen wohlschmeckende Früchte. Die Elfen aus dem nördlich gelegenen Wald des Auges, die Dimêthrim, das Waldvolk, sowie die in den Bergen von Aldaia lebenden Zwerge kommen hierher um Handel zu treiben. Die Menschen von Aldone haben daher, so sagt man, sowohl Sturheit von den Zwergen als auch einen heiteren Sinn für Geheimnisvolles und Höheres, der auf elfischen Einfluß zurückgeführt wird, kultiviert.


Alter Trabepfad: Die heute beinahe beinahe vergessene Nord-Süd-Verbindung von Silberpfort im Norden über Emelda an die Vorhöfe der Stillen Lande. Südlich der Kreuzung mit der Handelsstraße von Beresken nach Aldone nahe der südlichen Brücke über den Agarath wird der Alte Trabepfad auch als Geisterstraße bezeichnet.



Auge, das: Großer Binnensee am Südende der Wälder von Nimmereth. Die Melêgin Marach (Wasser des Silberstaubs) fließen durch das Auge hindurch und bilden aus dem Auge hinausfließend die Westgrenze des Königreichs Aldone nahe der Steine des Gewitters (Palínir Fuinor), wo sich die Ost-West-Straße und die große Straße von Sirmalion her kreuzen.


Beresken: Emeldische Handels- und Hafenstadt. Dort beginnt die lange Straße nach Aldone.


Fallonde: Uralte Hafenstadt am Westrand der Stillen Lande. Letztverbliebene menschliche Stadt in dieser Gegend seit dem Herabsinken der Stille im Jahre 59 n. W. Z. („nach westlicher Zeitrechnung“)



Großes Gebirge: Das Große Gebirge (Selêgin Errênír) durchzieht die Länder östlich der Bucht von Emelda wie eine große Mauer über tausend Meilen von Nord nach Süd. Es trennt die Länder Emelda und Nimmereth. Besondere Gipfel sind die Zwillingsspitzen nahe der ehemaligen Silbernen Pforte, das Haus des Riesen, die Eisenspitze und im Süden die Adlerrast.



Königreich Silberpfort. Einstmals mächtigstes Land des Westens, gelegen an der Aredin Marâ, der Silbernen Pforte, einem einstmals gangbaren Pass über das Gebirge nach Osten ins Land Nimmereth und hin zur Königsstadt Sirmalion. Zu Beginn der Westlichen Zeitrechnung wurde Silberpfort im Krieg an der Silbernen Pforte zerstört und die Silberne Pforte stürzte ein. Gewichtiges Resultat des Krieges war auch der Weggang der Sieben Weisen und ihre Zerstreuung in die Welt.



Melêgin Marach, die: Wasser des Silberstaubs. Großer Fluß östlich des Gebirges. Ihre Quelle liegt im Lande Nimmereth, von wo aus sie an der Königsstadt Sirmalion vorbeifließend ihre Bahn ins Auge nimmt. Dieses durchfließend bildet sie südlich des Sees die Westgrenze von Aldone.

Mor Haleviën: Haus des Abendlichts. Stadt am südlichen Rand der Ebene von Emelda an der Mündung des Agarath ins Meer. Einige Meilen südlich der Stadt beginnen die Stillen Lande und ein großer Wald. Die Stadt ist geprägt von ihren Holzhäusern. Seltsame Melancholie und Angst liegen über ihren Straßen. Häufig kommen kühle Winde des Abends von Süden heran. Wenn diese die Wolken davonwehen, liegt die Stadt allein in der Ebene unter einem nachtblauen Himmel und unter eisigen Sternen. Die Tore von Mor Haleviën werden am frühen Abend geschlossen und niemand wagt sich nach Sonneuntergang hinaus in die schweigende Landschaft. Auch die Straßen der Stadt leeren sich.

In den Zeiten vor dem Herabsinken der großen Stille war der Name der Stadt Tûrulaur, Goldhafen, und das Gold aus den Ländern des Südens wurde von hier in die Welt hinaus gebracht.

Nimmereth: Landschaft westlich des Großen Gebirges. Sirmalion ist die Hauptstadt des fröhlichen Nimmereth. In seinen Wäldern leben die Elfen und mancherlei Naturgeister.

Rasch, der: Der Rasch entspringt im Wald des Auges, von wo er einen Bogen nach Südwesten schlägt und die Stadt Aldone durchfließt. Von dort führt sein Lauf durch die Berge von Aldaia nach Süden.


Sirmalion: Die Königsstadt. Hauptstadt des Reiches von Nimmereth am Ufer der Melêgin Marach. Heimat seltener Magie und großer Kunstfertigkeiten, besonders der Silberschmiedekunst. Man sagt, dass der Zauberodem des Waldes von Nimmereth die Menschen dort besonders segnet und ihnen eine beinahe andersweltliche Fröhlichkeit und Lebensart schenkt.

Stille Lande: Einstmals ein von Menschen bewohnter Landstrich, wo große Handwerkskunst ihre Blüte fand. Mit dem Eindringen der Menschen in die Wälder am Fuße des Gebirges begann das Ereignis, das in Emelda als Herabsinken der großen Stille bekannt ist, mit dessen Einsetzen Zug um Zug alle Menschen aus dieser Gegend (mit Ausnahme der Bewohner der Stadt Fallone) verschwanden. Heute ein unheimlicher und wilder Landstrich.

Straße von Beresken nach Aldone: Durchquert die Ebene von Emelda mit ihren Dörfern und Städtchen bis an den Übergang über den Wilden Fluß, wo die Vorhöfe des Gebirges beginnen. Überquert das Gebirge am Pass nahe der Eisenspitze. Von dort verläuft die Straße das Vorland von Aldone bis zur Wegkreuzung bei den Palínir Fuinor (Steine des Gewitters). Bald folgt die Brücke über die Melêgin Marach und damit der Eintritt in das Königreich Aldone. Ab hier kommt der Reisende durch ein fruchtbares Land an den Ufern des Rasch bis an die Tore von Aldone.

Die Straße ist auch heute in relativ gutem Zustand. Reisende fürchten jedoch den Pass an der Eisenspitze aufgrund des oft unkalkulierbaren Wetters im Gebirge als auch wegen der Wesen, die in den Schluchten und Halden des Großen Gebirges leben. An den Palínir Fuinor soll es spuken und jeder vernünftige Mensch plant seine Reise so, dass diese Gegend nicht bei Nacht durchquert werden muss.

Das Heer von König Emilúd zog entlang der Straße aus der Gegend des heutigen Aldone in den Krieg an der Silbernen Pforte.

Tenea: Stadt am Ufer der Tena. Umgeben von dichten Wäldern am Rande der Ebenen des Ewigen Eises. Hier lebt ein zähes und unbeugsames Volk.

Freitag, 3. April 2020

Emelda [Wonderdraft-Erstversuch]

Die Bucht von Emelda

Mit ein bisschen Nachdenken und Knobeln habe ich nun doch noch zeitnah meinen gestern gekauften Download von Wonderdraft erhalten. Zum Einstieg ins Wochenende habe ich auch gleich ein bisschen "gekartelt". Herausgekommen ist die oben zu sehende Karte der Lande um die Bucht von Emelda. Ich mag das Programm soweit sehr gerne. Mit der Textlabelfunktion hatte ich anfangs noch Probleme, habe mich inzwischen aber ganz gut daran gewöhnt. Mal sehen, was da noch kommt.

Ein fantastisches und gesundes Wochenende wünsche ich!


Mittwoch, 1. April 2020

Kleinstiege

Das beschauliche Örtchen Kleinstiege in der Grafschaft Bärenwald
(für größere Version bitte klicken!)

Da mir ein wenig fad zumute war, habe ich mit dem sehr schönen (in der kostenfreien Version aber auch relativ deutlich eingeschränkten) Karteneditor inkarnate das Dorf Kleinstiege, das sich meine Spieler in der "Beyond the Wall"-Runde als Startpunkt ausgedacht haben, kartografisch verarbeitet. Hach... die Bedienoberfläche und Benutzerführung von inkarnate gefällt mir sehr gut, ich weiß aber nicht, ob ich die Vollversion kaufen werde/würde, da man diese nur als Jahresabo erhält, also die Software jährlich neu kaufen muss und sie dann auch nur im Internet genutzt werden kann. Nunja... mal sehen. Das oben ist jedenfalls Kleinstiege.

Dienstag, 28. Januar 2020

Aus der Grafschaft Bärenwald

Die schöne Grafschaft Bärenwald, irgendwo am Rande der Welt

Hier nun eine kurze Vorstellung einer Spiellandschaft, in der sich meine aktuelle Beyond-the-Wall-Runde bewegt: Die Graftschaft Bärenwald.

Die Grafschaft Bärenwald liegt an und um das nördliche Meer gruppiert. Die Spieler der Gruppe stammen alle aus dem kleinen Örtchen Kleinstiege, wo man von Landwirtschaft, Handwerk und ein bisschen Handel lebt. Kleinstiege liegt an der Bärenwalder Ache, die ihren Namen vom Bärenwald hat, der wiederum der ganzen Grafschaft seinen Namen gibt. Die Provinzhauptstadt ist das im Westen gelegene Herrntrutz, wo Graf Wolf seinen Amtsgeschäften nachgeht. Am Südende der Grafschaft, bei der Hügelkette Steinerner Riegel befindet sich das Holzfällerdorf Hauersend.

Nahe der Quelle der Bärenwalder Ache steht die Verwunschene Mühle, wo der Müller Nol mit seiner Familie lebt, welcher ein Meister der Geschichten ist und gesuchter Ratgeber bei allerhand Fragen. Legenden umranken den Müller und einige behaupten, er sei weder ein richtiger Müller noch überhaupt ein gewöhnlicher Mensch. Wer auch immer schon die Mühle besucht hat, wird diesen Eindruck auch durchaus bestätigen wollen und wird schwärmen und vieles berichten von dem unirdischen Frieden der dort in der dunklen Sandsteinschlucht zwischen den Bäumen in des Müllers Haus herrscht.

Lose basierend auf dem im Grundregelbuch enthaltenen Szenario "Trollsaga" sind meine Spieler mit ihren Figuren gerade auf der Jagd nach einem unheilvollen und mythenumrankten Trollwesen, dem Vater der Steine, Ilminavi. Um diesen kurzen Ausflug an den Bärenwald abzurunden, hier nun noch eine alte Sage über den Ilminavi, die angeblich auch durch den Müller der Verwunschenen Mühle so erzählt wurde...



Die Sage vom Ilminavi

In uralten Tagen kamen Menschen ins Land und der Hügel wurde von Zwergen bebaut. Man sagt von Schiffen mit denen sie kamen von über dem Meere, von steineichernen und starken. Andrer redet vom Grasland und gigantischen, ragenden Bergen als Heimat der Zwerge, vor Zug und Zeit.

Zwerge und Menschen achteten sich, trieben Handel und beider Völker Könige und Fürsten besuchten sich oftmals in ihren Hallen, galten Gabe mit Gegengabe, Freundschaft mit Friede; und beide bewohnten das Land, wie Bruder und Bruder.

Da neidvoll erwachte der Geist der Hügel, hasserfüllt. Nicht duldend wollend die Fremden zu seinen Füßen, nicht Mensch, nicht Zwerg. Aus Windes Kraft, des Felsens Härte und Waldeinsamkeit ward Ilminavi wach, der Vater der Steine, unholdes Übel. Mensch und Zwerg hassend, zog er deren Kinder zu sich, in finstern Forst und zu schwarzem Stein, lockend mit übelem Zaubergesange. Er fraß das Vieh auf den Weiden und folgte dem Hirten nach Hause, als Schatten, der Tod brachte. Er warf Stein über Wall, verheerte die fruchtbare Stätte des Ackers und fraß, was er fand.

Geboren ward Gelgar, der König der Zwerge, kühn wie der Adler und stark wie die Berge. Seine Schwester war gefressen worden vom Steinvater, dem Ilminavi, in ihren Kindertagen. Gelgar endlich beschloss, dem scheußlichen Vater der Steine zu Leid zu machen sein Leben und des Riesen Raub zu gelten mit Glanzstahl und dessen Spuk mit dem Schwert zu ersticken.
Ein Heer hob hervor er, aus Berg und Binge, gewappnet mit Spieß und Schild aus Uponith. Drei Tage zog man, Wut an den Waffen, zu Trolles Zauberberg, bis da klang Eisen auf Eisen und Klinge schlug auf schwarze Klauenhand. Drei Tage focht man, drei Tage wogte das Heer, her und hin, bis schließlich erschlaffte der Trollmann und floh in die finsteren Hügel hinein.

Dort liegt er, die Wunden leckend, und sinnend auf Rache, bis zum Rückkehrtage, so sagt man.



Dienstag, 7. Januar 2020

Oh Schreck, was habe ich getan!

Nachdem ich ja nicht ausreichend zukünftiges Lesematerial habe ...

(... Aktuelle "Warteliste": Willy Peter Reese - Mir selber seltsam fremd, J. R. R. Tolkien - Das Silmarillion)
... habe ich mir gerade in einem Anfall von Wahn den ersten Band von Robert Jordans "The Wheel of Time"-Serie namens "The Eye of the World" bestellt. Irgendwie wollte ich es wissen, was an der Serie dran ist. Mancher verdammt sie, andere loben und lieben sie. Ach ja, vielleicht sollte ich erwähnen, dass die gesamte Serie 14 Bücher umfasst. Bin gespannt!