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Montag, 4. November 2019

Kunstlied

Heute, da es so trist herabregnete und auch ansonsten vieles relativ banal und/oder schrecklich ist, erwachte in mir diese Sehnsucht nach Kunstlied aus der deutschen Romantik. Sofort begab ich mich auf die Suche nach einem evtl. in nächster Zeit stattfindenden Liederabend, freudig andenkend an z. B. jenen Maiabend vor 10 Jahren, als ich einer Aufführung mit diversen Liedern aus eben jener Epoche beiwohnte, in großem Haus, vor geöffnetem Balkon, und darüber der Mainacht Sterne... Nun, meine Suche blieb vergebens. Lediglich allerhand Soziokultur hätt's im Angebot gegeben. Danke. Somit schritt ich zur Tat, meine holde Liedseligkeit andersweitig zu befriedigen:

Gekauft wurde:

Christian Gerhaher, Gerold Huber - Frage (Schumann-Lieder)

Bin gespannt. Und hoffe, nach Erhalt der CD bald Zeit für ein ausführliches Hören zu finden.


Samstag, 3. März 2018

Der Zupfgeigenhansl

Liederbuch der Wandervögel

Meine neueste Erungenschaft ist das oben abgebildete Liederbuch "Der Zupfgeigenhansl".
Nachdem ich in letzter Zeit wieder den ein oder anderen Klampfer im Netz getroffen habe, und viele interessante Lieder entdecken durfte, wollte ich unbedingt auch noch ein paar Lieder mehr selbst im Bücherschrank haben. Dieser reine "Netzkonsum" hat für mich etwas von Fastfood. Natürlich hoffe ich sehr, im Rahmen der ein oder anderen Exkursion mal tatsächlich auch aus dem Buch zu singen. Die reine Textlektüre ist zwar auch ganz schön, aber eben nur unvollständiges Erfahren des im Buch enthaltenen Liedgutes. Nun gut, da muss ich einfach mal ein bisschen für gemeinsames Singen werben...

Samstag, 17. Februar 2018

Erstausgabe "Eiserner Rhein"

Die Erstausgabe des "Eisernen Rhein" mit dem Titel "Der Winter (ist vergangen)" ist jetzt online.

Schönes Wochenende!

Dienstag, 6. Februar 2018

Fundstück

Heute vor 270 Jahren wurde Adam Weishaupt, der Gründer eines sagenumwobenen Geheimbunds, dessen Namen ich, damit ihn der Google-Crawler nicht frisst, hier nicht schreiben werde, geboren. Alles Gute, Adam, altes Haus! Nachdem ich, wie jeder gute Mensch, auch immer schon gerne meinen eigenen Geheimbund gründen wollte, dies aber nie geschafft habe, teile ich jetzt wenigstens ein Fundstück hier mit... :

aus: "Grundsätze des Reifkrähen-Ordens"

...

Reifkrähen glauben an Treue und Verbindlichkeit, Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit, Ausdauer, Abhärtung, Gemeinschaft und den Wert des Einzelnen. Reifkrähen wollen miteinander und in Respekt vor der Natur leben. Die Reifkrähen entsagen dem herrschenden Materialismus dieser Zeit, bleiben Lernende und Suchende.

Wir versprechen, den Mut nicht zu verlieren, egal, wie hoffnungslos eine Lage auch sein mag.

Wir versprechen, die Augen stets offen für unsere Bundesschwestern und -brüder zu haben und auch auf die Bedürfnisse des jeweils anderen zu achten. Wir entsagen dem Egoismus. Die Reifkrähen unterstützen sich ganz konkret, mit Rat und Tat, aber auch seelisch und spirituell.

Wir Reifkrähen wissen um die jeweils eigenen Schwächen und Fehler und können uns und unseren Bundesschwestern und -brüdern diese eingestehen.

Wir erkennen an, dass Menschen sehr unterschiedlich sind. Wir versprechen, dass wir aus diesem Wissen heraus auch den Bundesschwestern und -brüdern die Hand reichen,  die anders sind als wir und verpflichten uns zur Pflege des Bandes der guten Kameradschaft.

Diskussionen zwischen Bundesschwestern -und brüdern wollen wir sachlich, ernsthaft und getragen von Respekt führen.

Wir verpflichten uns dem Zusammenhalt und der Zuwendung zueinander im Reifkrähen-Bund.

Zur Stärkung des Seelenlebens, des Bundesgeists, zur Erbauung, Freundschafts- und Kameradschaftspflege werden Kultur- und Singeabende abgehalten, Raum für Gespräche und Diskussionen geschaffen. Vorträge zu verschiedenen Themen bieten Raum, stetig dazuzulernen.
Wir verpflichten uns dem Lebensbundprinzip.


...

Mittwoch, 10. Januar 2018

Schöne Müllerin, leicht obsessiver Müllersbursche

Heute habe ich mir das erste Mal seit längerer Zeit mal wieder die Vertonung der "Schönen Müllerin" von Franz Schubert (wunderbar gefühlvoll und glaubhaft dargebracht von Matthias Goerne und Christoph Eschenbach, auf CD gebannt von der Harmonia Mundi) angehört.
Dabei ist mir in meiner Funktion als Wortklauber und Erbsenzähler eine recht fröhliche Eigenheit aufgefallen. Dem Werk gemäß ist es ja immer der Bursche, der eben von seinen Gefühlen für die titelgebende "Schöne Müllerin" erzählt. Und wie er erzählt, unser Bursche, blumig, begeistert, in den schillerndsten Farben und stärksten Bildern ... doch moment! Bursche, sag, was nährt dein Gefühl eigentlich, was bringt dich zu solchen starken Aussagen wie:

"Frühling, sind das alle deine Blümelein?
Sonne, hast du keinen hellern Schein?
Ach, so muß ich ganz allein,
Mit dem seligen Worte mein,
Unverstanden in der weiten Schöpfung sein!"
(Lied 11, "Mein!")

oder zu solch hingebungsvollen Anrufungen der Geliebten wie:

"O laß mich nur von ferne stehn,
Nach deinem lieben Fenster sehn,
Von ferne, ganz von ferne!
Du blondes Köpfchen, komm hervor!
Hervor aus eurem runden Thor,
Ihr blauen Morgensterne!"
(Lied 8, "Morgengruß")

?

Ja, der Bursche ist, ganz offensichtlich, Feuer und Flamme für die Tochter des Müllers. Nach der kurzen Einleitung (Lied 1-3) aus der Wanderzeit des jungen Müllers (In Lied 4 klingt ja eigentlich schon etwas vom Liebesfeuer für die schöne junge Frau durch. Zumindest als Ahnen, als Funken) wird gejubelt und in Liebesglut geschwelgt.



Aber: Was sagt denn eigentlich sie dazu, die "Schöne Müllerin"? Und, man höre und staune, der Gesamtschatz der Äußerungen des Fräuleins in wörtlicher Rede erschöpft sich in folgendem Satz an den jungen Müller, bei einem Abend oder einer jungen Nacht gemeinsam am Bach sitzend:

" ... Sie sprach: Es kommt ein Regen,
Ade, ich geh' nach Haus."
(Lied 10, "Tränenregen")

Ähm... okay. Nicht unbedingt das, was ich als eine stürmische Liebeserklärung durchgehen lassen würde. Und danach, was kommt danach? Lied 11, mit dem Titel "Mein!"
Und unser Müller überschlägt sich förmlich:

"Bächlein, laß dein Rauschen sein!

Räder, stellt eur Brausen ein!
All' ihr muntern Waldvögelein,
Groß und klein,
Endet eure Melodein!
Durch den Hain
Aus und ein
Schalle heut' ein Reim allein:
Die geliebte Müllerin ist mein!"

Nun... falls ihn seine Angebetete nicht zufällig nachts noch angerufen hat oder ihm eine SMS geschrieben hat, wovon wir Leser und Hörer nichts wissen können, macht mich das doch etwas stutzig, möchte ich den Müllersburschen, der ja durchaus meine Sympathie hat, leicht am Ärmel ziehen und ihm sagen: "Du, Kollege, ich freu mich ja für dich, aber... meinst du nicht, dass das etwas übertrieben ist? Was hat sie doch gleich als letztes zu dir gesagt?" Und er hätte dann auch wirklich gut dran getan, auf solche Ermahnungen zu hören.

" ... Sie sprach: Es kommt ein Regen,
Ade, ich geh' nach Haus."
...s
o geht es dann auch fast zwangsweise in den Untergang, die Müllerin läuft mit dem kraftmeierischen und vitalen Jägersmann davon und unser Müllersgeselle ertränkt sich in seinem Bach. Tragisch!

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Donnerstag, 10. August 2017

Deutsche Volkslieder


Mein neustes Beutestück:

In letzter Zeit höre ich mir sehr gerne traditionelle, geklampfte Volkslieder, Wanderlieder und bündisches Liedgut an. Daher habe ich mir schnell dieses wunderschön aufgemachte Buch gebraucht bestellt. Hoffe, es kommt mal in irgendeiner Form beim Musizieren zum Einsatz!



Freitag, 10. März 2017

245. Geburtstag von Friedrich Schlegel

Friedrich Schlegel
Bild von Franz Gareis


Friedrich Schlegel, der Philosoph und Autor der Romantik, wäre heute 245. Jahre alt geworden. Wir wünschen alles Gute zum Geburtstag!