Montag, 16. Januar 2017

Buchliste

...da habe ich erstmal genug zu tun:

  • John Williams - Augustus (noch ca. 100 Seiten!)
  • Filipe Ribeiro de Meneses - Salazar: A political biography
  • Tad Williams - Der Engelsturm (Das Geheimnis d. gr. Schwerter, 4. Band)
  • Wilfried Stroh - Latein ist tot, es lebe Latein!
  • Carel van Schaik & Kai Michel - Das Tagebuch der Menschheit: Was die Bibel uns übere unsere Evolution verrät (war ein Geschenk, und ich bin nicht so sicher was dieses Buch angeht...)
  • Robert Harris - Imperium



Sonntag, 15. Januar 2017

Kongress "Arda begreifen und erleben"

Anmeldung am Freitag am Küchentisch
Die letzten Tage verbrachte ich, gewissermaßen hochoffiziell, auf einem Kongress. Und zwar einem Kongress namens "Arda begreifen und erleben", der sich J. R. R. Tolkiens Werk widmete. Da den Veranstaltern offizielle Kongressgebäude nicht seriös genug waren, fand die Veranstaltung auch zwischen Küche und Wohnzimmer in einre Privatwohnung statt. Und man sollte dazu erwähnen, dass, trotz umfangreichen und ausgefeilten Programms, außerhalb eines privaten Rahmens kein Mensch von diesem Kongress erfahren hat...


West-Beleriand






Dennoch: Freitagabend bis in die Morgenstunden hinein, und, mehr oder minder, den gesamten Samstag ging es jetzt um Tolkien. Vorträge zu Themen wie "Plattentektonik im Silmarillion", "Einführung in die Geografie Mittelerdes" oder "Das Schema der Brautwerbung bei Beren und Lúthien" waren zu hören, dazwischen aß, trank, redete oder schwieg man. Und am Abend wurde jeweils ein Teil der Verfilmung von "Der Herr der Ringe" gemeinsam auf dem Sofa bei einer guten Flasche Fischsoße angeschaut.

Heute findet der letzte Tag des Seminars statt, so ungefähr jetzt beginnt der Vortrag "Gender an Diversity: Die Dunländer". Allerdings raucht mir und uns der Kopf, sodass der letzte Tag verpasst wird. Den dritten Teil des Films schauen wir dann auch lieber demnächst in Ruhe an. Ohne Fischsoße.






Filmabend am Freitag




Dienstag, 10. Januar 2017

Tag des kreativen Affen

Heute aktueller denn je: die Kreativität von Affen








...als hätten se's gewusst. In meiner Funktion als bedürftiger Künstler und kreativer Affe verfasste ich folgendes heute:


Ein vegetarischer Kongress
Langer Vortrag über Mensch und Welt
Gähnen, Nießen, Hörer flüchten,
Drängen, Rutschen, Zerren, einer fällt
In Ohnmacht, in ein Meer aus Plastikfrüchten

Ein Tisch, ein Spanferkel aus PVC
Man redet über Nahrungsmittelnormen
Schlappe Gespräche bei verwürztem Tee
Und wenig ausgefeilten Süßteigformen

Grüne Gedankenstürme sausen
Im Raum erhebt sich ein Geschwafel
Die schnelle Rede zwischen Rauch- und Kaffeepausen
Das Volk verödet an der Kaffeetafel

Langer Vortrag über Berg und Kies
Man geht im Thema in die Breite
Dürre Damen finden die Akustik mies
Und boxen bellend ihren Nachbarn in die Seite

Grüne Gedankenstürme sausen
Wie schwarzer Rauch aus großen Köpfen
Ein dicker Alter hält sich seinen Knödelbauch
Das Volk verödet an den Suppentöpfen

Ein Bärtiger berichtet mürrisch über Bienen
Die Hörerschaft glotzt müde und verbraucht
Die Halle wird von Lampenlicht beschienen
Und in ein schwüles Himbeerrot getaucht

Grüne Gedankenstürme sausen
Im Raum erhebt sich ein Geschwafel
Die schnelle Rede zwischen Rauch- und Kaffeepausen
Das Volk verödet an der Kaffeetafel


Montag, 9. Januar 2017

Da mußt du



Da musst du noch an deiner Argumentation feilen...
Da musst du nur sagen, wenn dir das zu schwer ist...
Da musst du dich durchsetzen können...
Da musst du nur den Bus Nr. 7 hinten an der Großen Straße nehmen...
Da musst du konsequent sein...

Aber was haben wir von einem Montag bitte anderes erwartet?




Freitag, 6. Januar 2017

Öffentliche Thermen

Die öffentlichen Bäder
der Stadt Castrum Noricum im Januar 2017




Gestern, als es Stein und Bein fror, begab ich mich in das städtische Nordostbad nahe des gleichnamigen Bahnhofs zu Nürnberg. Eigentlich hatte ich vorgehabt, in das Hallenbad der Gemeinde Schwaig zu fahren, das, von der Luftlinie ausgehend, ca. genauso nah ist, und das ich immer als etwas entspannter erlebt habe. Allerdings war mir dann bei der Kälte und den glatten Straßen der Weg mit dem Rad zu unsicher, und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wäre mir das Hallebad S. zu umständlich erreichbar gewesen. Außerdem hatte es gestern "nur" bis 20:30 Uhr offen. Also gut: Nordostbad.

Vor einiger Zeit nämlich habe ich beschlossen, in Zukunft bei Gelegenheit z. B. an Freitagabenden schwimmen zu gehen. Früher, so ungefähr vor 7 bis 8 Jahren, habe ich das regelmäßig gemacht. Manchmal bin ich sogar noch vor Arbeitsbeginn schwimmen gegangen. Gut, das ginge heute garnicht mehr, weil ich dafür zu früh aufstehen müsste... Gähnen, Schlappen Kaffeemangel... ein Bus;
aber sei's drum, Freitagabende sind auch eine gute Zeit.

In Chlorwassern verbrachte ich fast zwei Stunden, kämpfte mit Schließfächern, schaute auf den traurig geschlossenen Badekiosk, sah den Mond durch die Fensterscheiben durchgucken, bevor er in das schwarze Wasser der Pegnitz gekippt ist.
Nach Abschluß meiner Badesitzung verließ ich fröhlich und entspannt das Hallenbad. Mal sehen, ob ich in nächster Zeit wiederkommen kann. Würde gerne. Vielleicht nächstes mal doch nach Schwaig?






Montag, 2. Januar 2017

Schnee / Alltag



Drei Räder müssen schon stehenbleiben

Der Alltag hat mich wieder. Außerdem: Das 2. Mal Schnee in diesem Winter. Wenn der bleibt, beginnt jetzt wieder die fröhliche Zeit, in der man den Radverkehr gänzlich einstellen muss, weil die Wege kaum geräumt werden können, und es gefährlich glatt ist. Naja, gehört auch dazu, nicht?
P.S.: Prognose, und so. Der Himmel sah vorhin grau aus, so als wollte da noch mehr Schnee fallen. Wir werden's sehen.

Mein Charakter im Imperium Romanum hat gerade (ähnlich wie die Räder im Bild oben) Zwangspause. Aktuell steht er im Magazin ("Horrea") der Castra Legionis II Germanicae herum, und wartet auf den Menschen, welcher meinen Centurio spielt, und auf dessen Rückkehr aus dem Winterurlaub. Nun gut.

Ansonsten lese ich einen Roman über Gaius Octavius Cäsar, den späteren Kaiser Augustus. Sehr interessant und spannend! Lesetipp!



Drohende Wolken

Sonntag, 1. Januar 2017

"Wir bleiben in Verbindung" - Gedanken zu meinem persönlichen Bibelwort für 2017

Im Schilf

















"Deine Gnade, o HERR, komme über mich, dein Heil nach deinem Wort! Damit ich dem antworten kann, der mich schmäht; denn ich verlasse mich auf dein Wort. Und entziehe nicht allzusehr meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich harre auf deine Verordnungen! Und ich will dein Gesetz stets bewahren, immer und ewiglich. Und ich möchte auf weitem Raum wandeln; denn ich habe deine Befehle erforscht. Und ich will von deinen Zeugnissen reden vor Königen und mich nicht schämen. Und ich will mich an deinen Befehlen vergnügen; denn ich liebe sie. Und ich will meine Hände nach deinen Befehlen ausstrecken, weil ich sie liebe, und will nachdenken über deine Satzungen."
Psalm 119, 41-48

Den Vers 41, der oben im Text fett markiert ist, habe ich gestern als persönliches Bibelwort für 2017 gezogen. Und erstmal habe ich mich ein bisschen schwer damit getan. Mir erschien das etwas ungewiss, ist ja dieser Satz mehr eine Bitte, ein Ausruf; wird der Rufende erhört?

Grundsätzlich gibt es ja Gründe genug, um Gottes Hilfe zu bitten. Probleme im Alltag, die Lage der Welt, und und und. Im Text klingt für mich auch die Situation des Bezeugens des Glaubens an. "...der mich schmäht." O je... mag man da denken. Ich will doch nicht geschmäht werden. Ich will doch eigentlich nur meine Ruhe.

Man kann sagen was man will, aber als erwiesen gilt für mich: auch im neuen Jahr gibt es kein Ausruhen. Da wird es drunter und drüber gehen. Da werde ich gefordert sein, und manches Mal wohl auch auf die Nase fallen, ob ich das will oder nicht. Und da beginnt für mich die Zusage "meines" Bibelworts. Deine Gnade, o Herr, komme über mich, dein Heil nach deinem Wort! Nach Gottes Wort. Was Gott versprochen hat, kann ich erfahren. Man kann's auch hören, in der Gemeinde, bei Gottesdiensten und Bibelstunden. Man kann's auch fühlen: im persönlichen Gebet und in der Schriftbetrachtung. Danach fragen, was Gott mir vielleicht gerade in einer speziellen Situation sagen will. Und erfahren, in neuen Wegen, die sich auftun, auch in erhörten Gebeten und neuen Gedanken.

Es wird trotzdem schwierig. Und Gott erfüllt bestimmt nicht jede Bitte, die ich oder jemand anders an ihn stellt. Dennoch ist seine Zusage für mich quasi wasserdicht. "Wir bleiben in Verbindung". Grund zur Hoffnung, weil da jemand ist, weil da noch etwas kommt.



Was wohl das neue Jahr bringt? Soweit meine Gedanken, ganz am Anfang des 2017


Und zwischen Bäumen