Samstag, 14. April 2018

Geh nicht an die Grube der Füchse

Bei sonnigem Wetter ist diese Stadt für mich eine Katastrophe.


Geh nicht an die Grube der Füchse
Am Rande der alten, zerfallenen Stadt
Am Rand des geschliffnen Gebirges
Geh nicht in jene Wüste, mein Kind

Geh nicht an die Grube der Füchse
Du weißt, was im Vorjahr dort geschah
Geh nicht durch die Felder, mein Kind
Am Rande der brennenden Wälder

Geh nicht an die Grube der Füchse
Du kennst der Hyänen begierige Blicke
Und gehst du,
So geh mit gepanzerter Wehre
So geh mit geschliffener Klinge
So geh mit bereitetem Spieß
So geh mit geharnischtem Wort
Zum Rande der Grube der Füchse, mein Kind 



Mittwoch, 11. April 2018

Bergkräuter, verspätete Geschenke (sind die besten) und Absteiger

Bergkräutertee und Neofolk aus Österreich
- eine gute Kombination, wie ich meine!

Vor einigen Tagen erhielt ich mit großer Verspätung ein Geschenk. Es handelt sich um das Album "Schattenlieder" der österreichischen Alpin-Neofolk-Formation "Sturmpercht". Konnte noch nicht alle Stücke durchhören, aber das, was ich bisher gehört habe, gefällt mir sehr! Der Geist der Alpen und ihrer schattigen Hangwälder hat nach dem Hören auch sogleich von mir Besitz ergriffen, sodass ich, weil kein Salamanderschnaps im Haus war, heute in einen wundersamen und gutsortierten Kräuterladen (siehe Beweisfoto) einkehrte, um mir einen Bergkräutertee zu kaufen, den ich dann (aber nicht nur) zum Anhören des Perchten-Albums genießen werde.






Erste Zeichen des "Stadtstrandes"

Weil es ja jetzt wieder warm wird, und weil Warmzeiten auch immer voller Trubel und unkontrollierter Lebensäußerungen (mit Betonung auf unkontrolliert) sein müssen (gemäß Bundeswarmzeitengesetz BwarmG) baut man momentan wieder den "Stadtstrand" auf der Insel Schütt auf. Pech für alle Radler, die eben regelmäßig da auf der Ost-West-Radachse vorbei müssen. Zwar muss der kombinierte Rad- und Fußgängerweg am Rande (s. Bild!) immer frei von Ständen bleiben, ernsthaft zu Zeiten des "Stadtstrand" dort vorbeifahren wollen kann man aber meiner Meinung nach nicht, da der Weg dann eben voller fröhlich feiernder und flanierender Menschen ist. "Ja, dann steigt halt einfach mal kurz ab, verdammt, sind ja nur die paar Meter, die da blockiert werden." .... Kurz drauf erreicht man die Wöhrder Wiese. Im Sommer ebenso von fröhlichen Menschen im Kreuz- und Quergang auf allen Wegen blockiert, Durcheinander pur. "Ja, dann steigt halt einfach mal kurz ab, verdammt, sind ja nur die paar Meter, die da nicht ganz sauber durchfahren werden können." ... wenn man an der Wöhrder Wiese vorbei ist, kommt dann auch gleich der neu erbaute Sandstrand an der Wasserwelt Wöhrder See. Im Sommer Anziehungspunkt für viele Menschen, die fröhlich auf dem Wege ... "Ja, dann steigt halt einfach mal kurz ab, verdammt, sind ja nur die paar Meter, wo diese Konflikte auftreten.". Und als Radler auf den Straßen unterwegs zu sein, ist oft auch kein Vergnügen (Radwegparker, rücksichtslose Autofahrer, überhaupt fehlende Radstreifen ...) Ja, dann steigt halt kurz ab. Am besten steigen wir auch garnicht mehr auf, damit die Stadt auch endlich ungestört vollständig zur Eventfläche oder zur Autobahn werden darf. (Polemik aus.)

Dienstag, 10. April 2018

Fastzusammenstoß

Heute wäre ich fast von einer Autofahrerin überfahren worden, die aus einer Ausfahrt herausgerast kam. Ihren Fehler eingesehen hat sie aber nicht. Hat lieber am Steuer nebenher ihr Eis weitergegessen. Einsehen, wieso auch? Wer im Blech sitzt hat ja scheinbar per se immer Recht. Überhaupt nervt mich der Straßenverkehr momentan sehr. Kaum wird es wärmer, so scheint es mir, fahren alle wie verrückt und völlig unberechenbar durch die Gegend. Nunja ... die Woche kann ja auch noch besser werden.

Sonntag, 8. April 2018

Marsch über den Nudelberg // "Frankenweg" Etappe 2

Hersbruck

So... die nächste Etappe des "Frankenweg"-Projekts nun also. Diesmal ging es von Hersbruck (das ich beim letzten Mal ja knapp verfehlt habe) über Hohenstein nach Schnaittach (was, wie ich auch bereits früher erwähnt habe, größtenteils so nicht dem Frankenweg folgt). Es war eine Wanderkameradschaft von zwei Menschen und einem Hund, die sich da bei strahlendem Sonnenschein auf den Weg machte. Ein fast ungewohntes Erlebnis für mich, nicht allein auf den Wegen und Pfaden zu laufen, aber sehr schön. Gespräche über Gesellschaft und Kultur, Essen, Lieder und Biere, sowie ausführliche Analyse des Verhalten des vierbeinigen Wanderkameraden, was für mich als Nichthundehalter auch ganz interessant war.

Gegen Mittag erreichten wir Stöppach, und unser Hunger war, nachdem wir auf dem bis dahin gelaufenen Weg eine etwas frech vorgetragene Einladung eines Wirtes in sein Gasthaus zur Rast aus Geiz und Wanderlust bereits ausgeschlagen hatten, gewaltig. Auf einem Berge nahe Stöppach setzten wir uns nun also nieder und bereiteten ein einfaches aber schmackhaftes Nudelgericht zu, womit besagter Berg offiziell zum Nudelberg geadelt war.

Nach mittäglicher Rast ging es weiter, sodass wir auch bald auf den Zinnen der Burg Hohenstein standen, ausatmeten, und gemeinsam mit dem Hund die Aussicht genossen.
In Algersdorf überschritten wir den Sittenbach, stiegen hügelan, und gingen weit geradeaus, über Enzenreuth zum Rothenberg bei Schnaittach und seiner schönen Festung hin. Die Festung war nur in Begleitung des Festungsführers zu betreten, allerdings sah beim Abstieg von den mächtigen Festungsmauern, warum auch immer, eine Ziege auf uns herunter. Wahrscheinlich war sie aus dem Ziegenproblem entlaufen. Unter fortdauernd höhnischem Gemecker der Ziege stiegen wir weiter bergab nach Schnaittach ins Tal, wo der Ort im Sonnenlicht lag, wie ein im Schatten der Bäume rastender Hirte.

(Folgend einige Impressionen)

Noch auf dem Frankenweg

Straßen

Nudeln

Ziege auf hoher Warte

Endpunkt bei Schnaittach

Donnerstag, 5. April 2018

Unter den Bäumen

Unter den Bäumen...
Große Freude kehret in meinen Alltag ein: ich konnte in den letzten Tagen meine Mittagspause wieder unter den Bäumen verbringen, in der Sonne sitzen, meinen täglichen Abschnitt aus der Bibel lesen und mit Gott darüber ins Gespräch kommen, und was man eben sonst als evangelikalismusverdächtiger Arbeitnehmer so tut.
Als heute leichter Regen fiel, war es bereits dieser spezielle Frühjahrsregen, nach dem die Luft anders riecht als noch vor ein paar Wochen.

Gestern habe ich das erste Mal eine Zeitung online gekauft. Nein, ich meine nicht per Post bestellt, sondern ein sogenanntes (neudeutsch) E-Paper. Und zwar bietet die von mir dann und wann teilweise ganz gern gelesene FAZ tatsächlich die Möglichkeit an, auch einzelne Ausgaben online zu erwerben und auch online (oder offline mittels .pdf-Download) zu lesen. Für mich als gelegentlichen Zeitungsleser und leider intensiverer Mobiltelefonbenutzer ist das ein sehr praktisches Angebot, weil ich erstens weder einen Umweg zum Zeitschriftenladen fahren muss, und zweitens nicht dieses (gerade bei der FAZ!) sehr sperrigformatige Papier dann irgendwo unterbringen muss.

Am Samstag werden wir wahrscheinlich draußen unterwegs sein und die nächste Etappe meines Frankenweg-Projekts laufen.

Dienstag, 3. April 2018

20 ° !

Nun ist es mit einem Schlag sehr frühlingshaft und mild geworden. Heute erreichte das Thermometer phasenweise bis 20 ° C. Nachmittags konnte ich dann ohne Jacke auf dem Rad sitzen, während ich letzte Woche noch Winterjacke, Schal und Thermohandschuhe als unverzichtbare Utensilien nötig hatte.

Unangenehm an diesen Phasen ist natürlich, dass jetzt wieder alle Welt ins Freie strömt. Von meinem Wunsch, die Wöhrder Wiese möge eines Tages im Meer versinken, habe ich ja bereits im letzten Jahr geschrieben. Ich bekräftige das hiermit nochmal. Diese Stadt, ein vollgestopfter Schrank voller wirrer Einzelpersonen, und immer mehr Menschen begehren Einlass durch die Stadttore.

Montag, 2. April 2018

Es ist...

...der erste Eintrag im April. Eigentlich gibt es so viel nicht zu erzählen. Ich freue mich noch über eine nicht symbolische Auslegung des Osterevangeliums, das Wetter auch, und wenn man so über den See guckt, und die Sonne sich auf dem Wasser spiegelt in wässrigen Spiegelscherben, dann glaubt man doch glatt, dass es mehr im Leben gibt, als verkaufsoffene Sonntage, Tankstellen, Autotuning-Werkstätten, Debatten über die perfekte Hundenahrung und Begriffe, die mit "#" anfangen.