Dienstag, 17. März 2020

Sonnige Tage am Ende der Welt

Fröhlich schmaust das Nagetier


Sonnige Tage am Ende der Welt. Fast stündlich ändert sich die Lage auf der Welt und in der Stadt. Schlußszenen. Fast letztes, im Vorfrühling. Türen quietschen. Riegel gehen vor. Aber golden darüber eine naive Sonne, zum Geleit.

Im Gewitter der fallenden Riegel ringen miteinander Brehm und König um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg. Auch das noch, eh der Vorhang fällt und der Schatten sinkt.

Die Natur hat währenddessen andere Launen. Oben abgebildetes Tier bröselte heute fröhlich auf den Autor dieser Zeilen herab und warf kichernd sogar noch eine halbangenagte Nuss vor dessen Füße, sich nicht um Betretungs- und Betriebsverbote kümmernd, auch nicht um Quarantäne und Vorratskeller.

Auf den Wegen seufzen Menschen in der Sonne und tun so, als wäre nichts und nie gewesen, unter dem schwarzen Schatten gewaltiger Flügel.


Samstag, 14. März 2020

Herunterfahren und Warten

Kirche der Leere


Herunterfahren und Warten in seltsamen Zeiten. Durch eine Landschaft leerer Supermarktregale irren. Leerer, gottesdienstloser Kirchen, noch leerer, dahin. Spitzbübisch geradezu küsst ein Vorfrühling die Wipfel und Hausdächer über der Nebelstadt mit ihren leeren Schulen und ihren Straßen und ihren flüchtenden Pferdegedanken, weißer Wind kommt auf, sanft nur, sanft schaukelt ein Wolkenpferd über der Stadt dahin und ihre rätselhaften, hektischen Gedanken in seltsamen Zeiten. Es häufen sich Terminabsagen, doch man bleibt noch höflich und wartet gemeinsam und sieht auf das Wolkenpferd hinauf und wundert sich.


Mittwoch, 11. März 2020

Glauben

Wie angedroht nochmal so eine Art Glaubensbekenntnis bzw. Wertekompass. Verzehr auf eigene Gefahr.

Ich glaube an/, dass...


  • ...Das Rätsel des Daseins aller Dinge, das zu einer Beschäftigung mit höheren Dingen, der Suche nach Wahrheit und zur Suche nach (einem) Gott einladen kann sowie an die Schönheit und Herrlichkeit dieses Rätsels.
  • ...An das menschliche Bedürfnis nach Spiritualität, dem man nachgehen kann sowie an die bei verantwortungsbewusst ausgeübter Spiritualität evtl. positiven Effekte ebendieser auf den Menschen.
  • ...die Pflicht, spirituelle Lehren auch kritisch zu hinterfragen, damit sie zu keinen Ideologien und schädlichen Gedankenkonstrukten auswachsen können.
  • ...das Vorhandensein von guten Gründen, die für die Existenz (eines) Gottes sprechen.
  • ...Mir persönlich Gebet gut tut und ich darüber hinaus besondere Erfahrungen und Erkenntnisse in und durch Gebet und Meditation hatte.
  • ...Ein Gefühl der Führung im Leben (durch Gott oder eine höhere Macht und/oder angeborene und geschenkte Intuition?)
  • ...Zufall
  • ...Düsternis und bedrohliche Seiten des Lebens, negative Seiten am Menschen, die nicht verdrängt, sondern aktiv bewältigt, angegangen, angenommen und teilweise transformiert werden wollen sowie an die Schönheit auch der Düsternisse, des Erhabenen und auch Bedrohlichen.
  • ...Freundschaft, Kameradschaft im alltäglichen Leben, Treue und Liebe, Tapferkeit im Ertragen, das Schöne.
  • ...daran, dass jeder Mensch der Vergebung würdig ist, wenn er sie sucht und möchte.
  • Vergebung und Nachsicht, Empathie
  • ...Verantwortung für das eigene Leben und Sein.
  • ...die Pflicht sowie das Geschenk, sich eine eigene Moral zu erarbeiten und dieser zu folgen. (Nicht im Sinne von moralischer Beliebigkeit sondern in dem Sinne, dass "mir egal" dann und wann keine Option ist und man sich innerlich positionieren sollte.)
  • ...die Gewissensfreiheit.
  • ...kritisches Denken und die Möglichkeit, das eigene Handeln zu hinterfragen.
  • ...die Möglichkeit, nicht derselbe bleiben zu müssen.
  • ...die Wahrheit, die speziell in der Bibel zu finden ist. Gleichzeitig auch an wichtige menschliche (und vielleicht göttliche) Weisheiten, die in anderen wichtigen Büchern der Menschheit und auch z. B. in Poesie zu finden sind.
  • ...es keinen Sinn macht, das "Heilige" auf der Waage wiegen zu wollen und mit ähnlichen Mitteln wie zur Bestimmung der Länge einer Fahrzeit oder der Behandlung eines Kochrezeptes anzusehen.
  • ...das geheimnisvolle Wesen und die Kraft der Natur
  • ...das Wunderbare und die Größe des Menschen, auch an seine Schrecklichkeit und Abgründe. Sein widersprüchliches Wesen.
  • ...Die Wissenschaften, Medizin, Philosophie und deren guten Nutzen für die Menschen.
Dies sei so/Amen!

(Ohne besondere Wertung in der Reihenfolge sowie ohne Anspruch der Vollständigkeit. Bewusst oft sehr offen formuliert. Wird evtl. auch nochmal nachbearbeitet)

Dienstag, 10. März 2020

Kettenpost im Regenland

Liebe Leser,
es regnet immer noch. Heute den ganzen Tag. Kurz flackerte heute früh ein gelbliches Morgenrot über der Stadt auf, dann begann es zu tröpfeln, dann zu tropfen. Und nun fällt wieder Himmelswasser auf diese Stadt herunter. Vielleicht wird mein Traum davon, dass die Wöhrder Wiese dereinst im Meer versinken soll, tatsächlich noch wahr.

Mir geht es nicht ganz 100% gut. Bin heute früh mit Bauchschmerzen aufgewacht, dafür ohne Appetit. Dazu kamen dann irgendwann Kopfschmerzen, Brennen in den Gliedern sowie ein allgemeines Gefühl der Sinnlosigkeit, Schwäche und Leere. Dies setzte sich dann bis heute, an- und abschwellend in Wellen fort. Was das ist, weiß ich nicht, auch nicht, was da jetzt zu tun ist. Gerade genieße ich zumindest Kaffee. Wer weiß?

Vor ein paar Tagen kam mir die Idee, nochmal eine Art Glaubensbekenntnis hier zu verfassen. Diesmal ohne Schnörkel, sondern tatsächlich so, dass man es in weniger als 15 Minuten dahersagen könnte. Vielleicht dieser Tage mal.

Ein Winken in die Regennacht hinein, tropf tropf tropf...

Sonntag, 8. März 2020

So ein kleines Wochenende

Standesgemäßes Chaos auf dem Spieltisch inkl. Getränke

So geht es wieder, wie unzählige Male zuvor, dahin, das Wochenende. Bin gerade (wie eigentlich fast immer momentan) etwas müde. Gestern, als samstags, kam unsere nette Beyond-the-Wall-Runde wieder zusammen, wobei es meinen Spielern fast beinahe nur durch reines Planungsgeschick gelang, den gefürchteten Troll wieder in sein jenseitiges Trollland zurückzuschicken. Ich als Spielleiter werte dies im Nachhinein fast als ein wenig einfach, aber gut, man (also der Spielleiter) lernt ja auch daraus...

Der heutige Tag stand im Zeichen von Albträumen, Langeweile, Mikrokonflikten und der Zubereitung eines eher nach Kuchen schmeckenden Nußbratens. Viel Vergnügen und "Auf bald!".



Donnerstag, 5. März 2020

Wieder Regen

Wieder regnet es, was gut zu meiner Stimmung passt. Diverse Schwankungen im chronischen Krankheitsmanagement verderben mir ein wenig den Spaß. Da passt es gut, wenn Wassertropfen alles durchtränkenden vom Himmel fallen. Meinen üblichen täglichen Fahrradweg kann ich seit Wochen schon nicht mehr befahren, da er sich in eine heillose Schlammpiste verwandelt hat. Dann hat heute Nacht auch noch der häusliche Geschirrspüler gedroht, den Dienst zu quittieren. Mal sehen, ob er dies dann auch tun wird. Solange regnet es weiter und immer weiter, herunter auf die Menschen, die neben der Hauptstraße mit langen, grauen Gesichtern entlanglaufen und aus der Ferne so ein bisschen wie Pferde aussehen.

Montag, 2. März 2020

Märztage

Da beginnen sie nun, die Tage des Monats März. Mir dreht sich ein bisschen der Kopf. Während ich mir Gedanken über irgendetwas wie "persönliche Religionsausübung und Spiritualität, frei von ungesunden und blockierenden Denkarten" mache, ändert sich förmlich stündlich das Wetter. Heute gegen Mittag kam glänzend die Sonne hervor, sodass ich die Pause von der Werktätigkeit unter strahlend blauem Himmel und in goldenem Sonnenlicht verbringen konnte. Später dann Zebrawolken. Und nun lugt Abendblau zwischen grauen Himmelsfeldern hervor. Vielleicht kommt gar noch Regen?