Posts mit dem Label Goethe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Goethe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 25. Januar 2021

Unternehmen "Waldstein"

Spuren der Vogelmenschen


 
Montag & Los, auf in die Woche hinein, ihr Schneeverwehten! Dahin über die Spiegel aus Glatteis und Frost! Hinaus, in die Waldstein-Stellung. Wir halten aus! Wir weichen nicht! Jetzt erst recht und stärker denn je. Nieder mit der Pandemie! Oder wie's der in Teilen unbedenkliche Freiherr so schön sagte:

𝕬𝖑𝖑𝖊𝖓 𝕲𝖊𝖜𝖆𝖑𝖙𝖊𝖓 𝖅𝖚𝖒 𝕿𝖗𝖚𝖙𝖟 𝖘𝖎𝖈𝖍 𝖊𝖗𝖍𝖆𝖑𝖙𝖊𝖓,
𝕹𝖎𝖒𝖒𝖊𝖗 𝖘𝖎𝖈𝖍 𝖇𝖊𝖚𝖌𝖊𝖓,
𝕶𝖗𝖆̈𝖋𝖙𝖎𝖌 𝖘𝖎𝖈𝖍 𝖟𝖊𝖎𝖌𝖊𝖓,
𝕽𝖚𝖋𝖊𝖙 𝖉𝖎𝖊 𝕬𝖗𝖒𝖊 𝕯𝖊𝖗 𝕲𝖔̈𝖙𝖙𝖊𝖗 𝖍𝖊𝖗𝖇𝖊𝖎!


(Und weil der Freiherr auch nur in Teilen unbedenklich ist, gibt es hier auch  nur das halbe Gedicht. Die andere Hälfte bitte als Hausaufgabe bis zum nächsten Mal nachlesen. Und danach, wenn man modern sein will, vor Wut schäumend drei Stunden schreiend auf dem Boden wälzen und den Teppich beißen. Und dann eine Online-Petition zum Verbot deutscher Dichtung und Literatur ins Leben rufen. Glaube, das macht man heute so, man spricht dann von Demokratie und Toleranz, glaube ich?)

Im Hintergrund läuft der 1. Satz der Waldstein-Sonate von  Beethoven*. Hinaus, in die Waldstein-Stellung!

* diese Geschichte mit Goethe und Beethoven, und Goethe knickst vor der Obrigkeit, während Beethi nur finster und rebellisch guckt, ist, so glaube ich, wirklich nur eine Geschichte.


Montag, 2. Juli 2018

Selige Sehnsucht


Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.


In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.


Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.


Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.


Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde. 

(J. W. v. Goethe)