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Montag, 30. Mai 2022

Im Holze

Abendbrot im Holze

 
Wie angekündigt, zogen wir uns von Samstag auf Sonntag in ein Stück Privatwaldes zurück, um dort zu lagern. Alles in allem eine sehr spannende und schöne Erfahrung und auch eine gute Gelegenheit, diverse Ausrüstungsgegenstände auszuprobieren.
Der Platz hatte auch etwas sehr Besonderes. Um dorthin zu gelangen, musste eine gewisse Strecke auf schmalen und sehr überwachsenen Pfaden gelaufen werden, durch eine Schlucht hindurch und dann hinauf. Die Gegend scheint vor vielen Jahrzehnten Erzählungen nach ein beliebtes Ziel für Sonntagsspaziergänge gewesen zu sein, aber mit abnehmender Popularität verfielen die Wege und nun verirrt sich in diesen Bereich kaum noch jemand, außer eben manchmal die Waldbesitzer, die dort Forstwirtschaft betreiben.
Die Nacht war eher unruhig und kurz, da mein Schlafsack wegzurutschen pflegte und auch mein Kissen zu klein war. Ansonsten ging es. Leider brachte ich aus dem Wald zwei unliebsame Waldparasiten mit (einige weitere musste ich schon während des Aufenthaltes abwehren), konnte diese aber gut entfernen.
Insgesamt würde ich sagen, dass das Zelten im Laufe des Sommer schon noch mal probiert werden kann.

Montag, 7. September 2020

Freystadt

Kloster Freystadt und Wallfahrtskirche Maria Hilf

Kuppelgewölbe der Wallfahrtskirche


 
So kam denn erstmal der Samstag. Die Wiederaufnahme hat (Gott sei Dank!) auch trotz einiger Missverständnisse und organisatorischer Schwächen (nicht seitens des Aufzunehmenden... ) gut geklappt, was mich aktuell richtig froh macht. Daran anschließend ging es in die Vorabendmesse.

Am nächsten Tag, dem Sonntag, geschah eine kleine Exkursion in das Städtchen Freystadt in der Oberpfalz, wo ein kleines Grüppchen Exkursierender einen recht festlichen und frohen Sonntagsgottesdienst erleben durfte. Im Anschluss schmauste man beim Griechen.

Nun ist der grässliche Alltag wieder da und ich überlege, wie ich den kommenden Zeiten etwas Besonderes erhalten kann und was vielleicht zum innerkirchlichen Wurzeln schlagen dienlich sein könnte.



Montag, 31. August 2020

Rückkehr vom Rhein

 

Das Rheintal


Ein paar Tage war ich nun nicht hier, sondern erging mich an den Ufern des Rheines zwecks Erholung. Was ansich auch ganz gut geklappt hat. Die Rheingegend ist recht schön, allerdings muss erwähnt werden, dass sie touristisch meines Eindrucks nach schon bessere Zeiten erlebt hat. Viel Leerstand und etwas Verfall. Vielleicht auch ganz passend. Nun bin ich wieder hier, im trockenen Franken, in den Gegenden, wo man von Wein nichts weiß und wo geistiger Verfall regiert.



Dienstag, 28. Juli 2020

Kurzer Abstecher nach Weißenohe


Den heutigen freien Tag genutzt, um mal kurz "raus" zu fahren. Nach Weißenohe und zur Lillachquelle. Schön war's!



Klosterkirche in Weißenohe
Die Lillachquelle bei Weißenohe

Montag, 6. Januar 2020

Entlang der Schwarzachklamm

Alter Kanal bei Feucht

Letztes Abendlicht im Wald

Schwarzach

Düsteres Tal


Ein heutiger letzter Spaziergang führte mich in das Schwarzachtal bei Feucht. Ein sehr schöner Ort, da jedoch relativ viele Menschen unterwegs waren, nutzte ich die Umgebung eher dazu, angeregt von Felsen und der romantischen Stimmung des Tales, mich in eine imaginäre Geografie fremder Welten hinfortzudenken, was auch immer ein Gewinn ist.


Freitag, 3. Januar 2020

Durch den Fürther Stadtwald


Weg durch den Fürther Stadtwald

Relativ spontan ging es heute, diversen Plagen zum Trotze, durch den Fürther Stadtwald auf einen kleinen Spaziergang. Für mich war es eine Premiere, da ich diese Waldgegend bislang tatsächlich nicht durchschritten habe. Kalt war es, Eispfützen im Wald, aber dennoch das Gefühl, dass ich in der Natur meistens nicht am falschen Platz bin wenn es darum geht, die Stimmung zu heben.



Donnerstag, 26. Dezember 2019

Die Gesellschaft auf dem Lande

Blick über Felder

Irgendwo noch die Spitze des Kirchturms der Wallfahrtskirche

"Natürlich war der Himmel auch in Wirklichkeit so blau!"

Schwester Sonne

Karger Baum

Ortseinfahrt
Dorfkirche

Sonntag, 20. Oktober 2019

Feuchtfröhliche Abende in Nirgendheim

In strahlendem Weiß erscheint: die Batterie hochkarätiger Alkoholika


Samstag. Wir begeben uns an fremde, fröhliche Orte, zum frohen Fest hin, Freund wie Fremder. Seit langem geplant: der Gemeinschaftsabend. Getrunken wurden Whisky und rumänischer Rum. Wir sprachen über Kommunisten, die keine Schokolade herstellen können, sowie Katzen, die durch ihre schiere Körpermasse das Raum-Zeit-Gefüge verbiegen können. Wer jemals mit Katzen, Rumänen und Kommunisten Wein oder Rum getrunken hat, weiß: es kann spät werden. Und es wurde spät. Wenngleich wir wohl in jungen Jahren über die Uhrzeit gelacht hätten. Aber besser ist es so. Man soll dann gehen, wenn es am schönsten ist und man soll die Freunde dann vermissen, damit man sich bald wiedersieht.

Am Sonntag ging es nach für mich altes Maultier zu wenig Schlaf wieder in den Gottesdienst, den man trotz allem nicht mit einer Maikundgebung verwechseln sollte. Ein paar gute Gedanken, ein paar Probleme bestätigt. Werde demnächst sehen, wo ich stattdessen ab und an hingehen kann. Auftanken ohne Agit-Prop. Zum Abschluss des Gottesdienst leuchtete die Sonne wie zum Trotze besonders goldgelb auf und durch die Fenster hinein und der Kirchenmusikmann spielte eine eigenartige Melodie zwischen Kirchenlied und Sinatras "My way" als Rausschmeißer, während draußen die Blätter energisch von den Zweigen fielen und es sterbensstill auf den Straßen wurde.

Montag, 14. Oktober 2019

Die verzauberte Gegend um Nürnberg

Heute und gestern setzte ich mich an den Other World Mapper, um die unten zu sehende Karte der Region Nürnberg im Stile der Karten im "Herrn der Ringe" zu erstellen. Bin mit dem Ergebnis recht zufrieden und es hat großen Spaß gemacht, die Karte zu erstellen, weshalb ich sie hier nun einstelle. Schönen Montag!



Gesamtansicht der Karte
Reichswald im Südosten

Fürth links im Bilde

Das mystische Knoblauchsland

Gegend um Lauf und Hersbruck, im Süden Moritzberg

Lorenzer Reichswald und Altdorf


Sonntag, 22. September 2019

Freilandmuseum Bad Windsheim

Sonnigen Septembertags Flügel trugen die Begleitung und mich heute in das Städtchen Bad Windsheim, wo wir das Freilandmuseum besuchten und eine schöne Zeit, nicht ohne Melancholie, genossen.

Auch der Ort selber ist in Teilen malerisch und strahlt eine gewisse westmittelfränkische Fröhlichkeit aus, herwehend  schon von den Weinbergen.

Vor dem Windsheimer Rathaus hat man ein frühmittelalterliches Gräberfeld ausgegraben und mit Glasdach versehen, sodass man nach einem Eiscafébesuch den Ahnen ins Grab gucken kann. Nunja... Ich weiß nicht, ob mir das an deren Stelle recht wäre. Der ewige Schlaf zählt aus meiner Sicht doch zum höchst privaten Lebensbereich.

Zum Schluss zogen Wolken auf, von West, Musik aus einer Blaskapelle und ein einfahrender Zug.


Bad Windsheimer Marktplatz

Im Freilandmuseum

Über eine schöne Mauer geschaut

In tiefer und schwarzer Küche

Donnerstag, 19. September 2019

Anfang "Goldener Herbst" zu Nürnberg

Spaziergang im Spätlicht eines angegoldeten Septembers, im Gepäck meine neue Pseudokamera aus dem asiatischen Gerät. Es ist schon deutlich frischer draußen als noch vor z. B. zwei Wochen. Restgold überall. Die ehemalige Kirche St. Egidien ist nun vollends zum Egidienmuseum geworden. Dort zeigt man etwas zum Thema "Woodstock", weil ja anscheinend niemand mehr zu etwas anderem als der Zeit- und Weltgeschichte beten will. An den reitenden Kaiser Wilhelm I. hat man dann auch gleich irgendein orangenes Gehäkel gehängt.

Vorbei laufe ich an der Zeit- und Weltgeschichte, dem Gehäkel und vorbei an aktuellen Baustellen und stelle fest, wie friedlich auch diese sterbende Welt noch sein kann. Friedlich steht auch die sterbende Stadt, während ihre Gassen und ehemaligen, dummen Geschichten schmatzend von einem Ungeheuer gefressen werden.


Egidienplatz mit Blick auf das Egidienmuseum

Noch zehn Tage Herbstmarkt

Häkelwillis goldener Schatten
Oben an der Burg: der Luginsland


Ingwer- und Karottenstadt Nürnberg


Samstag, 14. September 2019

Südfriedhof

Auf dem Südfriedhof Nürnberg


The day you gave us, Lord, is ended,
the darkness falls at your behest;
to you our morning hymns ascended,
your praise shall hallow now our rest.

We thank you that your church, unsleeping
while earth rolls onward into light,
through all the world her watch is keeping,
and rests not now by day or night.

As o'er each continent and island
the dawn leads on another day,
the voice of pray'r is never silent,
nor dies the strain of praise away.

The sun, that bids us rest, is waking
our brethren 'neath the western sky,
and hour by hour fresh lips are making
your wondrous doings heard on high.

So be it, Lord: your throne shall never,
like earth's proud empires, pass away;
but stand and rule and grow forever,
'til all your creatures own your sway.

"The day Thou gavest, Lord, is ended"
John Ellerton

Anm.: eigentlich ein Abendlied, ich finde aber, dass man es mindestens auch hinsichtlich von Abend und Nacht aller Dinge, ihrem Ende und ihrer versprochenen Neuschöpfung her lesen kann. In diesem Zusammenhang kam es mir dann auch heute in den Sinn.


Samstag, 31. August 2019

Ausflug nach Fürth

Blick auf den sehr gepflegten Fürther Stadtpark

Heute begab ich mich auf den Nachmittag nach dem sagenumwobenen Ort Fürth/Bayern. Die Sonne war schon bei ihrem ersten Feierabendseidla, die Vögel sangen noch irgendwas aus den Bäumen, und zwischen den Bäumen lief ich dahin. Zu Fürth traf ich alte Freunde. Wir saßen an einem Ort unter alten Bäumen und redeten manches, während die Sonne, da irgendwo am Horizont, immer röter wurde, bis sie knapp über dem Riedgras nahe der Pegnitz stand, sodass man, wenn man in die falsche Richtung sah, blinzeln musste.

Auf Abend zu dann hörte man aus den Gründen her Musik. Paare tanzten konzentriert und heiter zu lateinamerikanischer Musik. Für einen Moment kam dann über die Wasser der Weiher ein melancholischer Windhauch daher, und für einen Moment klang die Musik nach einem alten Tango.

Montag, 29. April 2019

Regen am Rhein

Der Rhein am Nachmittag



Ein Wochenende in einem Ort am Rhein. Wetter perfekt, Schnürlregen. Flucht in Cafés und Keller. Gutes Essen, aber etwas eintönig. Gute Geschichten gehört, sehr nette Menschen getroffen, etwas Wichtiges gelernt. Dazwischen dann wieder Sonne, für einen Moment, Schiffe auf dem Rhein fahren melancholisch in Richtung Regenwolken.



Blick aus dem Fenster


Schiff

Montag, 18. März 2019

Auf dem Friedhof

"If I could have one wish
As in the fairytales
I would unmake my past
And rise like Lazarus
And stand in sunlight
And banish all the dark
That locked my face away
And say to you again
Oh that That
was only time"

- Current 93: Larkspur and Lazarus

 Eine Fügung des Schicksals führte mich heute auf den Südfriedhof um meine Vergangenheit zu besuchen, die auf merkwürdige Weise auch sehr gegenwärtig geworden ist. Dort irrte ich herum in einer Welt aus Faltplänen und Herbstlaub, in einer Welt aus Aprilregen und Eis, dort irrte ich herum um nachzudenken. Vorbei an Baugeräten und Gärtnern, an älteren Herren, an schwarzen Häusern am Eingang, und an Trauerfloristik vorbei, solange, bis ich die Lücke gefunden hatte, die zu suchen ich gekommen war. Es mag eigenartig klingen, aber man kann fröhlich und sehr traurig zur gleichen Zeit sein. Es mag eigenartig klingen, aber Geschichte kann auch ein Ort sein, so real, dass man selbst plötzlich eher fiktiv daneben erscheint. An meiner Lücke stand ich, wohl zwanzig Minuten, zählte meine Herzschläge, bis ich mich wieder weniger fiktiv fühlte als Herzschläge davor. Dann blickte ich nach oben, wo wieder graue Wolken dahinflogen, und Aprilregen kurz darauf, und Eisblumen auf die Gräber gesäht. Und während ich zur Straßenbahnhaltestelle lief, hörte ich von irgendwoher ein Lied.

Freitag, 4. Januar 2019

Moritzberg

An den Hängen des Moritzberges im Sonnenglanz

Nachmittags am Moritzberg gewesen und Fotos gemacht. Sehr kalt dort, aber schön!

Mittwoch, 21. November 2018

In den Tagen des Kleiderbügels

Gestern fiel stärkerer Schnee auf die kalte Stadt. Es war ein Tag voller Bewegung. Ich trug meine zweite Haut (die Winterjacke) durch  verschiedene Orte öffentlichen Interesses, wo ich sie an Kleiderbügel hängte, wartend darauf, dass an meiner ersten Haut gehandelt würde. Kleiderbügel sind manchmal aus Metall, was eine schwierige Tatsache ist. Beim Aufhängen der Jacken entsteht Schwingung im Kleiderbügelwald, die Kleiderbügel stoßen aneinander, ein leises Geräusch (Ding-Ding-Ding-Ding) entsteht. Es erinnert mich an das Arm-Sünder-Glöcklein auf den Kirchhöfen der Vergangenheit. Ding-Ding-Ding-Ding, die Zeit ist kurz, nutzet den Tag!
Besser und weniger unheimlich sind Kleiderbügel aus Kunststoff. Beim Aufhängen meiner zweiten Haut entsteht kein Memento-Mori. Ich kann in Ruhe auf meinen Termin warten. Ein bisschen vulgär sind sie vielleicht. Oder einfach nur diskret? Soll an manchen Orten den Besuchern der Weckruf und die Besinnung so erspart bleiben?
Mein heutiger Plan ist der Besuch des Museum Industriekultur. Dort gibt es passenderweise eine Ausstellung über Kleiderbügel zu sehen. Ding-Ding-Ding-Ding, die Zeit ist kurz, nutzet den Tag!

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Geschichte ist auch ein Ort

Geschichte ist auch ein Ort, und wenn man darinnen oder davor steht, fällt die Raumzeit für den Bruchteil einer Sekunde zusammen, wie ein Kartenhaus im Wind. So ging es mir gestern, als ich an einem für mich sehr geschichtlichen Ort stand und das Kartenhaus leise zusammenfallen hörte, leise, und doch so laut, dass ich ein bisschen erschrak. Ja, Geschichte ist tatsächlich auch ein Ort, und all diese Orte bilden zusammen einen geheimnisvollen, schrecklichen und schönen Atlas, der in einem Bücherregal weit über der Welt steht.

Freitag, 19. Oktober 2018

Allersberger Straße

Im Rahmen der Beleuchtung einer familiengeschichtlichen Angelegenheit bin ich dieser Tage über die Tatsache gestolpert, dass die Allersberger Straße in Nürnberg ursprünglich deutlich mehr als die heutigen ca. 180nochwas Hausnummern gehabt haben muss. Ein bisschen Herumfragens, statistische-Jahrbücher-und-Stadtlexikon-Wälzens brachten es dann ans Tageslicht: Die Allersberger Straße umfasste bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts noch zumindest Teile der heutigen Münchener Straße bis mindestens zur Rangierbahnhofsiedlung. Bis dahin war die Münchener Straße, wenn ich korrekt geforscht habe, im Nürnberger Westen zu finden. Jetzt muss ich noch irgendwo einen Stadtplan mit Hausnummerierung aus der damaligen Zeit finden um die gesuchte Hausnummer ausfindig machen zu können und dann festzustellen, ob das gesuchte Haus heute überhaupt noch existiert.