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Mittwoch, 8. August 2018

Doomsday 1983

Angeregt durch eine Diskussion im Alternate History Board über die (Un-)Möglichkeiten, einen Atomkrieg, der durch das Manöver Able Archer 83 im Jahr 1983 ausgelöst worden wäre, zu überleben und einen Artikel in der NZZ über die Pläne der Warschauer-Pakt-Staaten im Falle eines Atomkriegs, habe ich mich mit dem düsteren Thema der Folgen eines atomaren Kriegs in Europa gedanklich etwas beschäftigt.

Was wäre gewesen, wenn hier in Bayern im Jahre 1983 Atomraketen eingeschlagen wären? Wäre überhaupt jemand dann heute noch da? Relativ drastisch kann man sich die Folgen auch mit Hilfe dieser Seite (Alex Wellersteins "Nukemap") vor Augen führen. Tja. Da bleibt eigentlich nur Dankbarkeit, dass wir hier nun schon so lange Frieden haben.

Montag, 21. Mai 2018

Rund um die Houbirg

Kennt immer den Weg:
Der Wegweiser

Den Pfingstsonntag nutzte ich dazu, mit einem Bekannten eine Runde in der Gegend um Happurg zu gehen. Nachdem es anfangs regnete, starteten wir in Happurg schon mit erträglichem Wetter, später im Laufe des Tages wurde das Wetter mit Blattgold aus der Sonne überzogen. Herrlich!

Die Gegend ist durchaus geschichtsbelastet und geschichtsbeladen. Wir gingen vorbei an den furchtbaren Bauversuchen des NS-Regimes, das plante, eine Flugzeugmotorenfabrik in den Felsen zu treiben. Sehenswert sind die verschiedenen Infotafeln hierzu.

Vorbei gingen wir auch an Relikten der alten Kelten, welche hier einst siedelten.

Mein sonst gerühmtes und verlässliches Wanderführerpüchel, der Albert, konnte entgegen seiner sonstigen Gewohnheit oft nicht mit seinen Beschreibungen in das Gehirn des Autors dieser Zeilen dringen, sodass manches Mal rätseln und improvisieren angesagt war, was aber nicht störte, da die Länder dort ohne Ausnahme schön sind.

Der Blick ins Tal in der Gegend des "Hohlen Felsen" überwältigte mich. Auch die anderen anwesenden Wanderer waren überwältigt, teilweise gar so, dass sie fürchteten, samt Kind und Elternschaft in den schwindelnden Abgrund zu stürzen. Glücklicherweise passierte nichts derartiges.

Zum Abschluß unserer Tour nahmen wir noch einen Abstecher über den Keltenwall auf der Houbirg, welchen ich sehr beeindruckend fand.
Kurz darauf hätte das Wandern eigentlich am Bahnhof in Happurg sein Ende finden sollen. Leider fuhr uns der Zug vorbei, und eine ganze Stunde in Happurg auf die nächste Bahn zu warten war nicht ganz in unserem Sinne. So marschierten wir dann noch gar bis Hersbruck, wo wir im Lichte der milden Abendsonne ankamen, die fleißig glühte, beleuchtend die Türme der Stadt, Frauen, Männer und das junge Volk in den Pegnitzauen.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Theodor Plievier - Moskau



Im Antiquariat bestellt, heute erhalten: "Moskau" von Theodor Plievier.
Habe vor einiger Zeit etwas über den Autor und seine Trilogie über den deutschen Überfall auf die Sowjetunion (Moskau-Stalingrad-Berlin) gefunden, und wollte nun die Bücher gerne selber lesen, um etwas dazuzulernen. Leider konnte ich nirgendwo Informationen dazu finden, ob die Bücher in einer bestimmten Reihenfolge gedacht sind. Plievier hat als erstes Buch nämlich "Stalingrad" geschrieben, dann "Moskau", und dann "Berlin". Allerdings wäre die tatsächliche Chronologie (und in dieser Reihenfolge werden die Bücher im Internet auch häufiger genannt) ja wie oben Moskau-Stalingrad-Berlin. Habe nun beschlossen, zuerst Moskau zu lesen. Sollte mir dann bei der Lektüre auffallen, dass das so nicht geht, muss ich eben abbrechen und erstmal mit "Stalingrad" beginnen.

Momentan bin ich aber erstmal noch dabei "Die drei Sonnen" von Cixin Liu zu lesen, das mir bisher gut gefällt.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Live at the Witch Trials

Heute habe ich mir mal überlegt, wie das wäre: Mal angenommen, man könnte Verantwortliche für Hexenprozesse der frühen Neuzeit heute und hier vor Gericht stellen. Ähnlich wie z. B. bei den DDR-Mauerschützen-Prozessen oder der juristischen Aufarbeitungen der NS-Gräueltaten.
Wie wäre das? Wie könnte man das angehen? Wäre es überhaupt rechtlich möglich? Welche Gründe würden vielleicht dann schuldmindernd für die Angeklagten wirken? Was würden sie zu ihrer Verteidigung zu sagen haben? Würde man sie schuldig sprechen, und wenn ja, wegen was? Des Mordes? Der Rechtsbeugung? Wie würde ein konkretes Urteil ausfallen?

Samstag, 1. Juli 2017

Heute im Angebot: Das Ende der Welt (TM)

Der erste Post im Juli ist ernster Natur. Warnung!


Habe heute auf meinen Reisen im Internet etwas interessantes lesen dürfen. Ein Nutzer in einer Diskussionsgruppe war der Überzeugung, da jetzt die "Ehe für Alle" durch den Bundestag beschlossen ist, sei es, klarer Fall, nicht mehr lange hin, bis das zweite Kommen Jesu Christi stattfinden würde. Mein erster ganz persönlicher Gedanke war, dass das doch etwas übertrieben ist. Habe dann weiter überlegt. Selbst wenn man, nehmen wir einfach mal an, ein gerade in sexualmoralischen Fragen sehr konservativer Christ wäre, und ein solches Gesetz für sehr schlimm hielte, gäbe es nicht auch für einen solchen Christen noch schlimmere Dinge, die denkbar sind?
Und wirklich viele entsetzliche Dinge sind ja in der Tat nicht nur einfach denkbar, sondern wurden im Verlauf der Weltgeschichte auch schon umgesetzt bzw. sind passiert.


Ja, da kommen dann bei mir die Fragen. Und ja, natürlich, bei vielen Dingen stehe ich ratlos da, und denke mir: "Wie kann sowas passieren?". Und wie gut wäre es, wenn Gott bei so manchem Ereignis Einhalt geboten hätte. Vielleicht wünschen wir uns, wünsche ich mir dann auch endlich das Weltende und die alles abschließende Gerechtigkeit Gottes am jüngsten Tag. Aber ich halte es für problematisch, bei Krisen aller Art das Weltende zu erwarten oder zu sehr darauf zu bauen. Das wäre oft vielleicht auch zu billig, wenn Gott sofort eingreifen würde. Die Frage danach, warum es böses und unerfreuliches in der Welt gibt, kann ich natürlich auch nicht ganz abschließend beantworten. Habe da so ein oder zwei Gedanken, aber die Lösung für diesen Fragekomplex nicht.

Vielleicht beende ich den Artikel noch mit ein paar Zeilen aus der heiligen Schrift:

"Erschreckt nicht, wenn ihr von Kriegen hört oder wenn Kriegsgefahr droht. Das muss so kommen, aber es ist noch nicht das Ende. 8 Ein Volk wird sich gegen das andere erheben, und ein Staat den anderen angreifen. In vielen Teilen der Welt wird es Erdbeben und Hungersnöte geben. Doch das ist erst der Anfang, es ist wie bei den Geburtswehen."
-Markus 13,7-8

"...aber es ist noch nicht das Ende."







Donnerstag, 29. Juni 2017

Späte römische Kaiser

Habe heute diese Liste römischer Kaiser der Antike überflogen. Besonders interessiert haben mich die Kaiser so ab ca. 100 n. Chr., als das römische Reich schon nicht mehr ganz seinen hohen Glanz ausgestrahlt zu haben scheint. Unter anderem stieß ich auf Severus Alexander, der wohl mehr oder minder von seiner Mutter gelenkt wurde. Tjaja... so stolperte das große Reich langsam seinem Ende zu, regiert unter anderem noch von Severus' Alexanders Mutti...


...und das war dann wohl mein letzter Beitrag im Juni.

Sonntag, 5. März 2017

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Blick in den Innenhof, der als Saal des Kongressgebäudes
geplant war


Heute nutzten wir den Nachmittag, um das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände zu besuchen. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich die Ausstellung seit ihrem Umzug ins Gebäude der sog. Kongresshalle noch nicht besucht hatte, und war sehr auf das Ausstellungskonzept gespannt.
Ich für meinen Teil habe die Ausstellung sehr nachdenklich und bewegt verlassen, und bin sehr dankbar, diese Möglichkeit gehabt zu haben, über die Geschehnisse der NS-Zeit, gerade in Nürnberg, nachzudenken, und auch dankbar für die Möglichkeit des Austausches mit den anderen aus unserer Gruppe.

Donnerstag, 3. November 2016

„Quintili Vare, legiones redde!“

Zurzeit befasse ich mich manchmal mit der Geschichte der Römerzeit, mit der damaligen Weltsicht, mit Handel und Wirtschaft, Bauwerken, und militärischen Dingen, Schlachten, Großereignissen.

Dabei stelle ich in meinem Denken einen ganz merkwürdigen Wandel fest. Während ich vor einigen Jahren wahrscheinlich noch hauptsächlich das geschichtliche Ereignis gesehen hätte, bemerke ich, wie ich immer mehr Schlachten wie bspw. die Varusschlacht, bei der Arminius die Legionen des Publius Quinctilius Varus in eine Falle lockte, und mit seinen Soldaten zum Großteil vernichtete, geradezu als menschliche Katastrophen sehe.

2007 Jahre ist diese Schlacht her, und ich kann sie nicht einfach als etwas, das den Lauf der Geschichte beeinflusst hat, zwei Jahrtausende und sieben Jahre früher, lang her, sehen. Beim Lesen von historischen Artikeln, Faktenmaterial, höre ich geradezu die Menschen schreien, die damals gestorben sind. Es erscheint mir, ungeachtet dessen, dass mich die historischen Fakten trotzdem interessieren, einfach als eine irrsinnige, menschengemachte Katastrophe, was damals passierte.
Und früher hätte ich diesen Aspekt wohl nicht so klar erkannt. Und eigentlich bin ich froh über diese neu gewonnene Weltsicht.


Zur Varusschlacht siehe auch:
https://de.wikipedia.org/wiki/Varusschlacht
http://www.lwl.org/westfaelische-geschichte/portal/Internet/finde/langDatensatz.php?urlID=840&url_tabelle=tab_websegmente

Dienstag, 19. Juli 2016

Weltgeschichte

Bin derzeit nach einem seriösen und ausgewogenen Buch oder Artikeln über den ehemaligen Diktator Portugals Antonio de Oliveira Salazar. Leider finde ich im Internet über Basisinfos hinaus keine brauchbaren Sachen. Entweder wird Salazar glorifiziert und durchaus positiv dargestellt, oder die Texte sind irgendwie nichtssagend und handeln mehr oder minder von seinen Schuhen. Texte, die mit irrelevanten und irreführenden Details durchwirkt sind. Ein paar Bücher sind dann in portugiesischer Sprache verfasst und fallen für mich dann deswegen sowieso raus. Ich lasse Sie wissen, wenn ich fündig werde und wenn neue Erkenntnisse über die Salazar-Diktatur hier gewonnen wurden.