Sonntag, 12. August 2018

Pegnitz

Spiegelung


Habe am Samstag eine kleine Radrunde Richtung Behringersdorf unternommen. Dort streunte ich ein wenig an den Ufern der Pegnitz herum und entdeckte dabei sogar ab und an ein ruhiges Plätzchen, wo ich für zumindest ein paar Augenblicke sitzen konnte und dem Wasser beim Fließen zusehen durfte.

Ich liebe diesen alten Fluß, der hier seit Jahrtausenden vorbeifließt. Seine Ruhe und den Frieden, den das Gewässer ausstrahlt. Leider fürchte ich, dass es in fünf bis zehn Jahren keine ruhigen Pegnitzauen mehr gibt. Chance ist nur das geplante Naturschutzgebiet. Ansonsten wird hier eh alles zur riesigen Hundewiese verkommen, und das restliche Jahr finden im Wochentakt irgendwelche Veranstaltungen im Grünen statt, weil es den Bürgern, pardon: Leuten, die hier leben, ja nicht zugemutet werden kann, mal in einer Halle zu feiern oder auf einem Parkplatz. Nein, es muss immer das ganz Besondere für's Event sein.. Man merkt es: ich bin momentan äußerst gut gelaunt und optimistisch.  Ach! Kopf hoch!




Grünes Pegnitzwasser

Flußufer

Samstag, 11. August 2018

Alles und Eines

Jetzt wird es hier vielleicht etwas "heidnisch". Man verzeihe mir das.
Momentan lese ich neben anderen Büchern "Anam Cara" von John O'Donohue. Er setzt sich da auch mit dem Bewusstsein auseinander, dass wir als Menschen rein vom Gesichtspunkt der Bestandteil ja auch aus "Erde" (ich verwende "Erde" vereinfachend als Chiffre für eben die Elemente, aus denen alles hier und im Universum besteht) sind, daher auf wundervolle Weise in Verbindung mit der uns umgebenen Natur stehen. Wir sind, so interpretiere ich O'Donohue, ein Teil der Natur, in dem sie Bewusstsein erlangt, in dem sie die von ihr herbeigesehnte Möglichkeit entwickelt, Ausdruck zu finden und sich selbst zu betrachten. Schon den Gedanken, dass der Mensch auch "Erde" ist, finde ich nun nicht ganz unbiblisch. Ergänzend sei gesagt, dass O'Donohue ja jetzt kein heidnischer Esoteriker war, sondern zumindest eine Zeit seines Lebens katholischer Priester (genauer: Jesuit) gewesen ist.
Wenn man den Teil mit der sich selbst erkennenden Natur hier in diesem Abschnitt noch um "Gott erkennend" ergänzt, wäre das auch nicht falsch.
Im entsprechenden Abschnitt von "Anam Cara" zitiert der Autor noch ein Gedicht eines frühen irischen Dichters namens Amairgean. Dieses möchte ich gerne teilen. Weiterhin habe ich das nun folgend angeführte Gedicht beim Bedenken in Verbindung gebracht mit einem weiteren Gedicht von Arthur von Wallpach, das Sturmpercht auch vertont haben. Ich finde es teilweise ähnlich in seiner Gedankenwelt. Ich stelle nun beide Gedichte nebeneinander und hoffe, sie mögen dem Leser Freude und gute Gedanken bringen.


Ich bin der Wind, der auf die See atmet
Ich bin die Woge des Ozeans,
Ich bin das Murmeln der Wellen,
Ich bin der Stier der sieben Kämpfe,
Ich bin der Geier auf den Felsen,
Ich bin ein Strahl der Sonne,
Ich bin die lieblichste Pflanze,
Ich bin der wilde Eber in seinem Mut,
Ich bin der Lachs im Wasser,
Ich bin ein See in der Ebene,
Ich bin ein Wort des Wissens,
Ich bin die Spitze des Speeres in der Schlacht,
Ich bin der Gott, der das Feuer im Kopf erschuf.


(J. O`Donohue "Anam Cara", Deutscher Taschenbuch Verlag München,
20. Auflage 2012, S. 114, n. d. engl. Übersetzung durch P. Murray)




Ich bin vom Blut der Heiden
Und kann die Gottnatur
In Gut und Schlecht nicht scheiden:
Sie ist mir Eines nur.

Ihr prägt viel tausend Namen,
Zerlegt bis zum Atom,
Doch alles ist ein Samen,
Ist eines Lebens Strom.

Die Weltenseele schweben
Fühl ich im Tropfenfall,
Im linden Wipfelbeben,
Im Wetterwiderhall.

Sie grub im Vorweltschweigen
Am Fels die Runenschrift,
Flüstert im Blumenreigen
Der freien Alpentrift.

Sie singt im Föhnsturmbrausen
Vom Aufersteh`n der Saat,
Sie ruft im Sturzbachbrausen:
Erlösung ist die Tat!

Ich hab mich selbst gefunden
In jeder Kreatur,
Bin unlösbar verbunden
Ein Teil der Allnatur.

Ein Funken, nie verknistert
Bin ich vom Urlichtschein,
Von Ewigkeit verschwistert
Mit Wald, Getier und Stein.


(Arthur v. Wallpach, Tirol, ca. 1900)



Freitag, 10. August 2018

"Hoch 'Kevin' bringt uns den Sommer zurück" ...

"Hoch Kevin bringt uns den Sommer zurück" jubelt das Nachrichtenportal.
Au ja, da jubele ich gleich mit. Auf keinen Fall reichen gefühlte 10 Wochen Temperaturen um die 34 ° C im Schatten. Das Gras ist noch nicht braun genug, der Wasserstand im See ist noch nicht genug zurückgegangen, und dadurch ist auch noch nicht genug pestilenzialischer Gestank verursacht worden. Auch habe ich noch lange nicht genug von hitzeverblödeten Menschen, die auf Fahrwegen die Fahrtrichtung umkehren oder Lustiges mit Tieren veranstalten. Tiere sind eh immer gut!

Und wer es etwas substanziierter als mein Gemaule haben will, der lese des Stefan Trefflers aktuellen Freitagsblog auf der Seite der ödp Bayern. Schönen Freitag!

Mittwoch, 8. August 2018

Doomsday 1983

Angeregt durch eine Diskussion im Alternate History Board über die (Un-)Möglichkeiten, einen Atomkrieg, der durch das Manöver Able Archer 83 im Jahr 1983 ausgelöst worden wäre, zu überleben und einen Artikel in der NZZ über die Pläne der Warschauer-Pakt-Staaten im Falle eines Atomkriegs, habe ich mich mit dem düsteren Thema der Folgen eines atomaren Kriegs in Europa gedanklich etwas beschäftigt.

Was wäre gewesen, wenn hier in Bayern im Jahre 1983 Atomraketen eingeschlagen wären? Wäre überhaupt jemand dann heute noch da? Relativ drastisch kann man sich die Folgen auch mit Hilfe dieser Seite (Alex Wellersteins "Nukemap") vor Augen führen. Tja. Da bleibt eigentlich nur Dankbarkeit, dass wir hier nun schon so lange Frieden haben.

Dienstag, 7. August 2018

Zusammengefasst gesagt

... ich komme mometan nicht so sehr zum schreiben. Vielleicht habe ich auch keine Lust?
Habe aber

  • Fahrradanhänger erfolgreich in Betrieb genommen
  • Mit viel Vernügen begonnen, das Civilization-6-Addon "Rise and Fall" zu spielen
  • Ein bisschen Bibel gelesen
  • Dem Weltverdruss gefröhnt
  • An einer Telefonkonferenz teilgenommen
  • Über einen Anschluss Bayerns an Österreich nachgedacht
  • Die geistige und tatsächliche Überhundung der Stadt beklagt

Schöne Hitzewelle Ihnen allen!

Mittwoch, 1. August 2018

God bless (people from) Texas

Heute begegnete ich in der Stadt Matthew aus Texas, der mit seiner Frau in Nürnberg unterwegs war um die Stadt und ihre Geschichte kennenzulernen. Durfte ihnen, da ich zufällig zur Stelle war, die englische Sprache spreche und zufällig das Gebäude, wo wir waren kannte, ein paar Fragen zu einem Bauwerk beantworten und Tipps zu einem Museum geben. Danach stellten wir uns vor und wünschten uns alles Gute. Für mich eine sehr bereichernde Begegnung.