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Samstag, 7. Oktober 2017

Wiedereinstieg ins Imperium Romanum

Gestern habe ich mich kurzentschlossen für einen neuen Versuch wieder im Imperium Romanum angemeldet. Hatte vor kurzer Zeit erfahren, dass mein alter Charakter nach längerer Untätigkeit meinerseits für tot erklärt wurde. Nun habe ich vor, einen jungen Menschen aus der Familie der Tiberier zu spielen. Mal sehen, was so passieren wird.

Sonntag, 17. September 2017

Römischer Tag in Castra Regina (Regensburg)

"Mosella" des D. Magnus Ausonius
Am Samstag, den 16.09.2017 begaben die Dame des Hauses und ich uns auf eine kleine Reise nach Regensburg, wo wir uns mit ein paar lieben Bekannten getroffen haben.

Für mich war diese Fahrt auch eine hervorragende Gelegenheit, mich mit der römerzeitlichen Geschichte der Gegend (bzw. auch allgemein) weiter auseinanderzusetzen.

Begonnen hat der Tag dann mit dem glücklichen Umstand, dass ich, als wir Zeit bis zum Zug überbrückend die Bahnhofsbuchhandlung aufsuchten, die "Mosella" des Ausonius in der Reclam-Ausgabe entdeckt habe. Hatte Auszüge daraus vor einiger Zeit schon im Internet gelesen, und fand erstens Ausonius' Ruhmesgedicht an die Mosel sehr schön (vor Jahren kam ich auf dem Weg nach Luxemburg mit dem Zug durch das Moseltal und an Trier vorbei, und schon der Ausblick aus dem Zugfenster war herrlich...), zweitens gibt die "Mosella" auch eine Art Fenster frei, durch das man das spätantike Leben in der Gegend um Trier und bis hin zum Rhein sehr farbenfroh und lebendig betrachten kann.



Ergrabenes Stück der Kastellmauer
Kurzum: ich konnte nicht anders und habe mir dieses kleine Büchlein gekauft und die "Mosella" dann auf der Zugfahrt gelesen.

In Regensburg angekommen, o Ironie, regnete es. Nicht ganz Hunde und Katzen, aber die ein oder andere graue Maus flog manisch-fröhlich kichernd an uns vorbei.

Regensburg ist eine sehr interessante und schöne Stadt, wir wanderten durch die Altstadt, besichtigten den Dom und schritten schnell das Welterbezentrum an der Steinernen Brücke ab. Mittagessen nahmen wir in einem kleinen und günstigen Café zu uns.

Vor einer Stadtrundfahrt ergab sich noch die Gelegenheit, einige in den 70ern des letzten Jahrhunderts ergrabene Rester der Kastellmauer des Römerkastells Castra Regina zu bestaunen.





Kastellmauer am Dachauplatz
Nach unserer Stadtrundfahrt nutzten wir noch die letzte verbliebene Stunde Öffnungszeit des Historischen Museums Regensburg, durch die Römerabteilung zu fliegen, die ich sehr gut gemacht und wahnsinnig interessant gefunden habe. (Bei Gelegenheit möchte ich nochmal dort hin und mir mehr Zeit nehmen, nicht "nur" für die Abteilung Römerzeit, sondern auch die restlichen Exponate aus der Stadtgeschichte Regensburgs)

Nach dem Museumsbesuch gingen wir zusammen noch einen teilweise kostenlosen Kaffee trinken, im Anschluß danach klang der Tag (jetzt bei leichtem, melancholischem Licht der Sonne im Frühherbst) bei zwanglosem Entdeckungsbummeln in den Gassen der Stadt aus.

Später am Abend, als wir wieder zuhause waren, öffneten wir noch, passend zum Tag, eine Flasche Elbling (eine sehr alte Weißweinsorte, die es schon zur Römerzeit gegeben haben muss) von der Mosel, bevor es zu Bett ging.
Modell eines Merkurtempels

"D(is) M(anibus) - Den Totengeistern"
- Ein römischer Grabstein






Nachbau eines römischen Wohnhauses
(Zu erkennen die Fußbodenheizung!)
Reste der Porta Praetoria
des Römerlagers Castra Regina
































Der Danuvius / die Donau

Elbling, trocken

Mittwoch, 13. September 2017

Wer hätte ferner ...



Regen


"Quis porro, praeter periculum horridi et ignoti maris, Asia aut Africa aut Italia relicta Germaniam peteret, informem terris, asperam caelo, tristem cultu adspectuque, nisi si patria sit?"

"Wer hätte ferner, ganz abgesehen von der Gefährlichkeit eines unwirtlichen und unbekannten Meeres, Asien, Afrika oder Italien verlassen sollen - um nach Germanien zu ziehen, in das wüste Land mit rauem Himmel, abschreckend für den Anbau und den Anblick, - außer wenn man es zum Vaterland hat?"

- aus: Tacitus - Germania

Dienstag, 12. September 2017

Römisches Essen und Wahlen

Heute, am Vortag der Iden des September im Jahre 2770 A. U. C. (PRIDIE ID SEP MMDCCLXX A. U. C.) werden wir hier ein kleines Gericht aus der römischen Antike nachkochen. Und zwar Aliter caroetas. (das verlinkte Rezept weicht von meiner Version aber etwas ab.)
Genanntes Gericht ist natürlich nicht so aufwendig, und es werden auch keine exotischen Zutaten benötigt, die die Geschmacksnerven kitzeln. Aber zumindest ist ein Anfang getan, mein Kochbuch der römischen Antike etwas zu erproben. (P.S.: Den Tag "Imperium Romanum" habe ich hiermit offiziell über das Forenrollenspiel hinaus auf alles, was mit dem Römischen Reich zu tun hat, erweitert...)


Anderes Thema. Politik. (Ja, wirklich!)
Ein guter Bekannter hat mir neulich auf Nachfrage im Gespräch zum Thema bestätigt, dass er ernsthaft in Erwägung zieht, eine bestimmte Satirepartei zu wählen. Ich war hiervon ein bisschen geschockt. Natürlich kann man von dieser speziellen subjektiven Entscheidung und Aussage in Bierlaune keinen gesellschaftlichen Trend herleiten. Dennoch. Ich bin nicht sicher, ob nicht tatsächlich nicht wenige Leute schon so frustriert (?), entnervt (?), sonstwie verrannt sind, und in der Wahl eigentlich nichts mehr mit Einfluss sehen.
Naja... auf eine bestimmte Weise hat mir dieses Erlebnis das Gefühl gegeben richtig gehandelt zu haben, als ich neulich "Partei ergriffen" habe. Für mich der richtige Schritt, um eine Degeneration bis hin zur Herrschaft der Mutti des Severus Alexander (im übertragenen Sinne. Und womit wir wieder bei Rom wären...) zu bekämpfen. Mit den kleinen Mitteln, die ein einzelner Mensch eben so hat.

Schönen Dienstag!



Donnerstag, 16. Februar 2017

Donnerstag in hölzernen Latschen

Heute haben wir es wieder mit einer Jahrespremiere zu tun: Das erste Mal im Jahr 2017 ohne Handschuhe Rad gefahren.

Im Imperium Romanum ist nun Merulas Bruder aufgetaucht, und hat sich in den vollkommen sinnlosen Versuch verstrickt, Timesias, einem alten Freund seines verstorbenen Vaters eine üppige Vorauszahlung für Waren aus Spanien abzuschwatzen. Als dann noch der bis dato völlig fremde Hagnon erscheint...

Und freitags (also morgen!) kehr das Manottidil zurück! (Nächster Teil des Romanfragments!)


Ich ende mit einem Gedicht von Friedrich Hölderlin, das ich sehr gerne habe. (Wahrscheinlich habe ich es eh schon irgendwann mal hier gepostet. Dann ist es eine gute Wiederholung!):


Wenn aus der Tiefe kommt der Frühling in das Leben,
Es wundert sich der Mensch, und neue Worte streben
Aus Geistigkeit, die Freude kehret wieder
Und festlich machen sich Gesang und Lieder.

Das Leben findet sich aus Harmonie der Zeiten,
Daß immerdar den Sinn Natur und Geist geleiten,
Und die Vollkommenheit ist Eines in dem Geiste,
So findet vieles sich, und aus Natur das meiste.

           Mit Untertänigkeit
d. 24 Mai 1758.                         Scardanelli.


Montag, 13. Februar 2017

Makronenfrühling



Als die Sonne auf die Erde fiel, und Kokosmakronen auf den Bäumen wuchsen

Heute war, verglichen mit der Finsternis und Kälte der letzten Wochen, die mir die Gesichtshaut abschabten und mein Fahrradkettenöl gefrieren ließen, extrem mildes Wetter zu verspüren. Freundlich glänzte die Frau Sonne den Menschen in der Stadt ins Angesicht, und überall, überall war ein Geruch von Honig und Grapefruit zu erahnen...

Habe mich heute das erste Mal im Jahr in meiner Pause wieder nach draußen gesetzt, auf eine Bank, in meinen kleinen, versteppten Park, wo ich nicht der Gnade der Touristen und Mechaniker ausgeliefert bin. Jubiläum in 2017.

Im Forenrollenspiel Imperium Romanum tut sich auch einiges, selbst, wenn ich in letzter Zeit nicht darüber berichtet habe.
Mein Charakter S. Furius Merula hat inzwischen seine Ausbildung bei der 2. Germanischen Legion in Mogontiacum begonnen, und wird hier gerade auf den Sammelplatz hinausgescheucht, um an einem Tagesmarsch mit Übungsgefecht teilzunehmen. Demnächst mischt sich dann eventuell auch noch Merulas kleiner Bruder ins Spielgeschehen ein, der den väterlichen Weinhandel neu beleben will.

Guten Start in die Woche!



Montag, 2. Januar 2017

Schnee / Alltag



Drei Räder müssen schon stehenbleiben

Der Alltag hat mich wieder. Außerdem: Das 2. Mal Schnee in diesem Winter. Wenn der bleibt, beginnt jetzt wieder die fröhliche Zeit, in der man den Radverkehr gänzlich einstellen muss, weil die Wege kaum geräumt werden können, und es gefährlich glatt ist. Naja, gehört auch dazu, nicht?
P.S.: Prognose, und so. Der Himmel sah vorhin grau aus, so als wollte da noch mehr Schnee fallen. Wir werden's sehen.

Mein Charakter im Imperium Romanum hat gerade (ähnlich wie die Räder im Bild oben) Zwangspause. Aktuell steht er im Magazin ("Horrea") der Castra Legionis II Germanicae herum, und wartet auf den Menschen, welcher meinen Centurio spielt, und auf dessen Rückkehr aus dem Winterurlaub. Nun gut.

Ansonsten lese ich einen Roman über Gaius Octavius Cäsar, den späteren Kaiser Augustus. Sehr interessant und spannend! Lesetipp!



Drohende Wolken

Sonntag, 11. Dezember 2016

"Denn draußen sind die Hunde..."

Irgendwo dort im Dunkelland

Es ist, es mag im Dezember ganz seltsam erscheinen, momentan sehr früh dunkel draußen.
Dementsprechend kehrt man sich eher nach innen, denkt nach, schaut gute Filme an, liest, ...

Gestern haben wir uns The Theory of Everything, einen Film über das Leben des bekannten Physikers Stephen Hawking, angesehen. Ich alleine wäre wohl nicht unbedingt drauf verfallen, mir den Film anzusehen, was aber ein großer Fehler gewesen wäre.
Mir hat The Theory of Everything sehr gut gefallen, die ganze Geschichte hat mich sehr bewegt, und ganz nebenher gibt es noch die ein oder andere Lebensfrage ins Haus geliefert, der man dann nachgehen darf. P.S.: Die Schauspieler sind allesamt wahnsinnig gut! Unbedingte Empfehlung.

(Weniger zu empfehlen ist die Inszenierung des Boris Godunow im Nürnberger Opernhaus, aber darüber schreibe ich jetzt nicht mehr...)

Merula, meine Figur im Imperium Romanum, hat es mittlerweile nach Mogontiacum (Mainz) geschafft, und steht dort vor dem Rekrutierungsbüro der Legio II Germanica herum. Mal sehen, wann es weiter geht. Bin schon sehr gespannt! 

In Nürnberg wurden heute übrigens die neuen Ringbuslinien eingeführt.


Gedanken zur dunklen Jahreszeit:
(Aber das letzte Wort ist hier noch nicht gesprochen! Hiermit kündige ich einen hoffentlich bald erfolgenden Gegenpost an!)

Novalis - Hymnen an die Nacht

Edgar Allan Poe - Dream-Land


Gute Nacht! 

Dienstag, 6. Dezember 2016

In Apodyterium

In der Umkleidekabine der Thermae Agrippae in Rom befindet sich gerade mein Charakter Sisenna Furius Merula. Bisher ist noch nicht so viel passiert, was auch an meiner sehr langsamen Schreibfrequenz liegt. Habe zusammen mit der Verwalterin meiner Familie Gens Furia, Furia Stella, zu Abend gegessen und ein paar Details geklärt.

Jetzt bin ich zumindest soweit, eine Reisemöglichkeit nach Germanien zu suchen (per Aushang auf dem öffentlichen Markt), und eben in der Therme etwas zu entspannen. Von der Legion und Germanien ist noch nichts zu sehen. Aber das kommt noch. Ich halte auf dem Laufenden!

Montag, 7. November 2016

So...

...freigeschalten. Jetzt gilt es nur noch ein paar Details zu klären, was hoffentlich nicht lange dauert, dann kann mein Charakter loslegen.

Schöne Montag!

Samstag, 5. November 2016

Imperium Romanum



"Et iterum quaesivimus
Et ascendent murum vir in frustra
Et catenam meam capere
De liliorum, et reliquias,
De liliorum, et reliquias,
De liliorum, et reliquias."
(Bauhaus, "Of Lillies and Remains") *





Habe mich gestern nach längerem Überlegen im Forenrollenspiel Imperium Romanum angemeldet. Mein Charakter Sisenna Furius Merula, ein Mann um die 20 Jahre aus der Gens der Furier wartet zum jetzigen Zeitpunkt noch auf seine offizielle Aufnahme in die Gens der Furier. Mal sehen wie das so wird. Meine groben Karrierepläne für ihn sind Einsatz im Legionsdienst in Germanien. Dort möchte er Ruhm für das Vaterland, für sich selbst, und natürlich regelmäßiges Gehalt und eine großzügige Entlassungszahlung nach ehrenvollem Absolvieren der 20jährigen Dienstzeit, erwerben... Ich halte den Leser auf dem Laufenden.





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