Dienstag, 31. Dezember 2019

Jahresendpost

Verehrte Zeit- und Festgenossen!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und hier erfolgt somit der letzte Post in diesem Jahr.
Gestern habe ich es tatsächlich noch geschafft, den zweiten Band des "Herrn der Ringe" (besser: "Lord of the Rings", da ich das Buch in englischer Originalsprache lese) fertigzulesen. Meine aktuelle Leseliste ist dann damit:

  • J. R. R. Tolkien - The Lord of the Rings / The Return of the King
  • Brandon Sanderson - Warbreaker (immer noch)

Auf der von mir sehr geschätzten Seite Bandcamp habe ich dann gestern auch noch Musik erworben, und zwar:


Und damit endet das Jahr. Eine kleine Gesellschaft, auf welche wir, also die DdH und ich, geladen waren, entfällt aufgrund der oben schon in anderem Zusammenhange erwähnten Pestilenz. Somit werden die Abschlussfeierlichkeiten eher überschaubarer und familiärer Natur sein. Was mir jedoch gleich ist. Silvester, was ist das? Für mich ist es im Großen nur ein weiterer Tag, der die Menschen dazu motiviert, irgendwas zu kaufen und irgendwas zu machen. Entweder man rennt herum mit Raclette und einem Raketenarsenal bewaffnet, oder man sitzt irgendwo zeitgemäß protestantisch und jammert und wirbt für "Brot statt Böller" und mahnt, dass ja die Hunde und Katzen. Oder man guckt "Dinner for one" und schläft nach dem zweiten Cognac ein. Wie es eben so beliebt. Jedenfalls ist der Anlass für mich mittlerweile kein wirkliches Hochfest mehr und die Option des Einschlafens nach dem zweiten Cognac hat so ihren Reiz.
Richtige Vorsätze habe ich eigentlich auch nicht. Ich möchte noch eine Weile mit dem Sport weitermachen (was auch bis ins Frühjahr so erstmal kein Problem ist, da ich eh bis dahin bezahlt habe und gebunden bin). Ich bin gespannt, was in Sachen Gemeinde passieren wird. Kann mir da momentan garnichts vorstellen. Und wenn meine Beyond-the-Wall-Gruppe beisammenbleibt, fände ich das wunderschön. Ansonsten warte ich einfach ab und lasse alles auf  mich zukommen. Gute Nacht, Erde.


Donnerstag, 26. Dezember 2019

Die Gesellschaft auf dem Lande

Blick über Felder

Irgendwo noch die Spitze des Kirchturms der Wallfahrtskirche

"Natürlich war der Himmel auch in Wirklichkeit so blau!"

Schwester Sonne

Karger Baum

Ortseinfahrt
Dorfkirche

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Weihnachten

Traditionelles Ensemble mit Jahresendfiguren aus Holz


Weihnachten. Ein paar gute Erlebnisse und Gedanken gehabt. Klarheit und Luft zum atmen. Ideen und Impulse zu den Themen Licht und Finsternis. Nicht an einem rumänischen Zwetschgenschnaps gestorben (ganz im Gegenteil!). Gekocht. Abendmahl gefeiert (noch nicht, aber gleich). Menschen getroffen und von Katzen gehört.



Sonntag, 22. Dezember 2019

Wintersonnenwende

 Winterlicht



Um die Zeit der Sonnenwende
Ging der Winter auch zu Ende.
Mit dem Frühling wuchs der Tag,
Mit dem Tage wuchs mein Lieben,
Und ich sah in Hof und Hag,
Wie die Zweige Blüten trieben.

Um die Zeit der Sonnenwende
Ging der Sommer auch zu Ende.
Mit dem Winter wuchs die Nacht,
Mit der Nacht wuchs auch mein Lieben,
Denn in meines Herzens Schacht
War es Frühlingstag geblieben.


- August Heinrich Hoffmann von Fallersleben -


 

Donnerstag, 19. Dezember 2019

So eine Art Un- und Glaubensbekenntnis

Jetzt, wo das Jahr sich neigt, die Tage noch recht düster sind und man oft gut ins Nachdenken kommen kann, sind auch mir ein paar Gedanken gekommen, die ich so einfach mal feststellen möchte.

Bin vor kurzer Zeit wieder einmal mit einer dieser ein bisschen drahtbürstigen Andachten konfrontiert worden, bei denen es mutmaßlich darum geht, den Leser irgendwie "in die Pflicht zu nehmen" mit seinem Glauben. Ja, man darf auch merken, dass mich das ein bisschen verstimmt und ich diesen Stil nicht mag. Da kam sie dann, diese bewusst direkte und provokative Frage: "Glaubst du wirklich fest daran, dass Jesus auferstanden ist und dass jetzt...". Oder so. Habe das zum Anlass genommen, darüber zu reflektieren und eine Antwort darauf zu formulieren, eine Art persönliches Glaubens- oder Unglaubensbekenntnis, das dann ungefähr so lauten könnte:

Wenn mit "Glauben" ein festes Überzeugtsein von den christlichen Glaubenssätzen aufgrund von vermeintlich harten Fakten und unwiderlegbaren Beweisen oder stechenden Indizien gemeint ist, dann müsste ich die Frage mit "Nein, eigentlich nicht." beantworten. Dementsprechend läuft auch ein Versuch, mich mittels eines "Uncle Sam wants you to believe in God!" in schlechtes Gewissen und daraus resultierende vermeintliche Glaubenshandlungen zu treiben, glatt ins Leere. Mir ist Gott nie in einer Vision begegnet. Ich habe kein Erlebnis gehabt, das für mich alles verändert und in Frage gestellt hat. Mein Leben war nach irdischen Maßstäben nicht gänzlich ruiniert und ich nicht gefangen im Begehen schrecklicher Untaten. Ich habe keine Vision vom Himmel herunter gehabt und keine Stimmen gehört. Alles das nicht, auf keinen Fall! Auch finde ich nicht, dass z. B. biblische Zitate über die Liebe Gottes todsicher dazu führen, jedermann vom Christentum zu überzeugen. War bei mir auch nicht so. Ich habe für mich im Zuge dieser Reflektion postuliert, dass es grob gesprochen vielleicht zwei Arten Glauben gibt. Den auf festen Überzeugungen basierenden Glauben und einen auf Sehnsucht basierenden. Der zweite wäre dann eher meiner. Mir ist meine Sehnsucht nach Gott (ich sage jetzt einfach mal "Gott", auch wenn ich mir damit nicht anmaßen will, konkret diesen einen Gott der Christen zu meinen) und meine Suche nach etwas Höherem eher im Geheimnisvollen und Unwägbaren begegnet. Die inspirierendsten Überlegungen zu Religion und höheren Dingen hatte ich an kalten Wintertagen allein im Wald. Die Fragen, die mich umtreiben, betreffen eher die Vergänglichkeit aller Dinge und die daraus resultierenden Folgen. Freunde weg. Gesundheit weg. Ganze Gesellschaftssysteme weg. Und jetzt? Bleibt etwas? Entsprechend lockt man micht jetzt mit so einem sozialpolitischen Kirchentagschristentum nicht richtig hinter dem Ofen hervor. Ich glaube nicht, dass ich an meinem Sterbebett dann Hoffnung und Trost daraus schöpfen könnte, keinen Ostermarsch seit 1994 verpasst zu haben (Anm: ich gehe tatsächlich auf keinerlei Ostermärsche. Diese sind mir ziemlich zuwider. Das war nur ein Beispiel.).

Ein ganz besonderes Erlebnis "mit Gott" kurz bevor ich mich entschieden habe, mich diesem Gottesverein "Kirche" (man verzeihe die flapsige Ausdrucksweise!) mal anzuschließen, war dieses, vor etlichen Jahren an einem düsteren Morgen kurz vor der Wintersonnwende, als ich übers Wochenende zu Gast bei Freunden war. Bin an diesem Tag früher als der Rest der Leute aufgewacht und habe dann aus dem Fenster geschaut, die Düsternis zwischen den Bäumen dort am Waldrand gesehen, den Wind gehört. Sonst nichts. Kein Laut im ganzen Haus. Tage vorher hatte ich einen Bibelvers aus der Offenbarung gelesen: "...Und die Könige auf Erden und die Großen und die Reichen und die Hauptleute und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und Felsen an den Bergen und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallt über uns und verbergt uns vor dem Angesichte des, der auf dem Stuhl sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn es ist gekommen der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?" Ich kann nicht recht erklären, in welchem Zusammenhang das Gesehene und der erinnerte Text dabei standen. Aber in dem Moment hat es einfach perfekt gepasst und direkt mein Herz getroffen.

Wo waren wir? Ach ja. Also, mein Glaube ist eher eine Art Beschäftigung mit dem großen Rätsel. Ich nehme die biblischen Zusagen an, lasse mich gewissermaßen mehr in diese Versprechen und Hoffnungen hineinfallen, höre zu und hin. Und ich zweifle auch manchmal - und, nein, schäme mich kein bisschen dafür. Ich fände es unredlich, jemandem erzählen zu wollen, dass es ganz sicher wäre, dass dieser Gott (oder allgemein: Gott) tatsächlich existiert. Für mich ist es auch nicht sicher. Fragen bleiben. Düsternisse. Das verborgene und abgewandte Angesicht Gottes. Das nehme ich ernst. Mit dieser christlichen Szene liege ich auch eher im Streit. Damit kann ich nichts anfangen. Ganz anderer Menschenschlag. Ich lese meine Bibel auch manches Mal kritisch. Einiges bleibt fremd. Aber ich rede zu diesem Gott. Ich habe danach Verlangen, zu reden mit dem, der alles gemacht hat und kennt, mit dem der auf dem Thron sitzt.

Warum Christentum? Einerseits vielleicht einfach, weil ich (irgendwie) christlich erzogen wurde. Weil ich dadurch die Kraft der im christlichen Glauben überlieferten Bilder schon kannte. Die Schönheit seiner Werte, die Schönheit von beispielsweise Vergebung und Heilung, Liebe, Treue, und von Hoffnung über den Tod hinaus (damit meine ich wirklich "über den Tod hinaus". Nicht "Die Liebe bleibt." oder so.). Die Frage nach dem Woher von Ethik und Moral. Ich habe seither auch ein paar Bücher über das Verhältnis von Wissenschaft und Glauben oder zu den Argumenten für die Existenz eines Gottes bzw. des christlichen Gottes gelesen und habe daraus die Überzeugung gewonnen, dass es, wenn man alle Fakten einbezieht, nicht unvernünftig ist, die Existenz eines Gottes für möglich zu halten. Wichtig: Wie oben gesagt: es ist für mich weder sicher, noch erwiesen, noch die einzig gute Möglichkeit einer Welterklärung. Aber es scheint eine mögliche Erklärung und nicht per se vernunftwidrig (wenn man nicht gerade die Geschichte von Adam und Eva und ähnliches wörtlich lesen will. Und das Weltalter auf 6000 Jahre herunterdichten möchte. Dann ist es vernunftwidrig.). Daher war es damals meine Entscheidung aus einem Gefühl für die Unzulänglichkeit und Kleinlichkeit des im Westen herrschenden materialistischen Weltbildes heraus mich auf diese "Gotteswette" einzulassen. "Wenn das mit einem Gott und einem Sinn aller Existenz irgendwie wahr ist, will ich dabei sein! Und wenn nicht, ist ohnehin nichts bis ins Letzte ernst zu nehmen.". Doch, da waren auch Erlebnisse unterwegs, die irgendwie "überirdisch" waren. (Kein Gehen über Wasser oder etwas ähnliches, ich muss hier leider enttäuschen). Nichts in 100% sicher, auch gut mit anderen Mitteln deutbar, aber irgendwie auch seltsam, schön, beeindruckend, auf dem Wege.

Ich habe großen Respekt auch vor anderen religiös-philosophischen Systemen oder Ideen. Ich möchte da auch niemandem in irgendwas reinreden. Ich finde auch neutralen Austausch darüber gut, auf freundschaftlicher zwischenmenschlicher Ebene (...wenn diverse Kirchen mit jedem und allem in irgendeinen "Dialog" treten wollen, finde ich das meistens eher schrecklich und als unter "Kirchenkitsch" abzulegen.)

Evtl. kann man mich garnicht wirklich als Christen bezeichnen? Bin sicher auch nicht geeignet noch Willens, in irgendwelchen missionarischen Zusammenhängen mit Meister-Propper-Faktor aufzutreten. Aber mit jemandem, der vielleicht sucht, zweifelt und irgendeine Art Interesse an mehr als Schlafen-Aufstehen-Arbeit-Essen-Arbeit-Nachhausefahren-Essen-Schlafen... hat, zu reden, gemeinsam zu suchen und zu staunen, das könnte ich. Und das ist, wie ich finde, viel wert.

Dienstag, 17. Dezember 2019

Dahin

Bergab bergauf im Jahreslauf


Ja, so geht's dahin, das Jahr. Zwei Wochen schon, dann ist Silvester. Denke schon manchmal an das, was im neuen Jahr vielleicht passieren wird, was geschafft ist, was nicht geschafft ist und das, was ich aufregt. Natürlich, man kann sagen, dass diese Jahreslinie auch nur konstruiert ist. Aber das ist schon ein sehr gleichgültiger Ansatz, den ich deswegen nicht weiter verfolgen kann.

Am Sonntag (der nun auch schon wieder zwei Tage her ist) stand ich morgens vor den Türen "meiner" Gemeinde, nachdem ich mich dazu durchgerungen hatte, jetzt doch einfach mal wieder dort in den Gottesdienst zu gehen. Allerdings waren die Tore verschlossen. Kein Gottesdienst. Andere Veranstaltung. Gut, aber probiert habe ich es.

Nun... gerade ist eine Tasse Kaffee fast mein ganzes Glück im Leben. Und mehr gibt es nicht zu sagen.


Samstag, 14. Dezember 2019

Augenloser blauer Himmel

Augenloser blauer Himmel


Gestern Schneefall, gestern Regen, heute Regen, heute Hagel. Und nun, für ein paar Minuten, Sonne und cote-azürlich blauer Himmel; bei arktischem Wind.
Den Vormittag damit zugebracht, einzukaufen und ein kleines Fürsorgepaket für Menschen zusammenzuschnüren, zwischen den Regengüssen. Nun trifft sich unsere Beyond-the-Wall-Runde, während Sturmwind über's Dach streift.



Donnerstag, 12. Dezember 2019

Montag, 9. Dezember 2019

Ardan

Die Ebene von Ardan

Ardan. Die heitere Stadt Ardan liegt an den noch jungen Gestaden des Vankalsim (in der Menschensprache "Waldstrom" genannt), zu Füßen des südlichen Ausläufers der "Mauern der Welt" (Aseld Âm-Adar), der nach der Stadt selbst Aseld Âm-Ardane geheißen wird. Ardan ist die Hauptstadt eines kleinen Königreichs, geprägt wird sie von den vielen prächtigen Verwaltungs- und Regierungsgebäuden, besonderes Wahrzeichen ist das Goldene Tor von Ardan, welches Reisende, die aus Südosten, aus Richtung der Stadt Spelgraven kommend, oft schon weit in der mit ihnen reisenden Sonne glänzen sehen können.

Die Flußufer des Vankalsim sind in Ardan mit blühenden und vielfältigen Gärten geziert, die ganz dem fröhlichen Naturell seiner Bewohner zu entsprechen scheinen. Aus Ardan führt eine Straße viele hundert Meilen nach Norden, wo sie schließlich den Mimân-Pass nach Westen durchquert, um nach Niolonde, der Stadt am Londwasser, zu gelangen. Eine weitere Straße führt, wie bereits angedeutet, nach Südosten, hin zur Hafenstadt Spelgraven. Auf Höhe von Ardan ist der Waldstrom noch nicht schiffbar, er wird dies erst nach ca. einem Drittel seines Laufes ab der Quelle. Ein Flußhafen ermöglicht es von dort, Waren und Reisende schneller nach Spelgraven zu befördern. Südlich des Waldstromes ist ein großer und uralter Wald, der von den Bewohnern Ardans für heilig angesehen wird. Was sich im Laubdunkel dieses Waldes verbergen mag, davon erzählen viele Sagen und Geschichten in der Region.

Fortzsetzung folgt vielleicht.


Sonntag, 8. Dezember 2019

Diese gewisse Komponente Hoffnung

Dunkle Tage im Pegnitztal

Düster ist`s und mir kommt es so vor, als ginge das Jahr schon sehr deutlich auf sein Ende zu. Ein Hauch von Weltuntergang? Mag sein, aber immer mit dieser gewissen Komponente Hoffnung. Bei vielen Dingen bin ich noch nicht recht weiter. Jedoch kann zumindest am  nächsten Wochenende die erste Runde "Beyond the Wall" tagen. Auch mein Rad ist auf dem Weg der Besserung. Von Dreck befreit und in Sachen Schaltung ein wenig betreut kann es nun zumindest guter Dinge der Abgabe in die Werkstatt harren.


Mittwoch, 4. Dezember 2019

EA80

"Mein Haus ist schwarz und es steht allein..."


Momentan betreibe ich eine lustige kleine musikalische Generalinventur oder Vergangenheitsbewältigung. Hierbei habe ich Gelegenheit, mal wieder intensiver in Richtung der fabulösen deutschen Band EA80 aus Mönchengladbach zu schauen, die mich doch schon einige Zeit begleitet. Großartiges Material! Ich empfehle Ihnen, Leser, hiermit, auch mal in diese Richtung zu blicken. Als wäre es das erste Mal.


Dienstag, 3. Dezember 2019

Gerade

Gerade fällt mir nicht so viel ein. Ich warte auf Vieles, aber definitiv ist noch nichts. Keine Lust auf falschen Frühalarm. Mein Rad spinnt momentan etwas. Eigentlich müsste es mal wieder zur Wartung. Das hat es sich redlich verdient. Tag für Tag durch Schlaglöcher usw. Aber auch da ist Warten angesagt. So verbleibe ich denn, gehüllt in Nacht und Warten.

Mittwoch, 27. November 2019

mittwochs


Mittwoch. Heute erhalten:

  • Blaze-of-Sorrow-Bandshirt aus dem Hause Eisenwald
  • (eigentlich schon gestern:) Blaze of Sorrow - Echi (als digitaler Download via Bandcamp gekauft) 

Herausgefunden:

  • wie man im Other World Mapper Textetiketten "ungerade" anordnet.


Montag, 25. November 2019

Absturzkante

Letzer Post: Freitag, heutiger Tag: Montag. ...
Eigentlich alles gesagt zu Stimmung und Lage, oder? Zum Glück nun doch nicht.
Mein erstes Lesen und Trockentesten des Beyond-the-Wall-Materials hat bei mir am Wochenende einen nicht unerheblichen Schub Freude ausgelöst. Nicht zuletzt auch Vorfreude und Hoffnung darauf, mit (scj.) einigen Leuten besagtes Beyond the Wall auch mal ganz praktisch zu spielen.

Ansonsten ist es draußen gerade neblig und sehr grau. Ganz passend zu einem oder mehreren, ja, tatsächlich?, Abschieden? Kurzes Vorbeischneien in meiner bisherigen Gemeinde am Wochenende. Im Gottesdienst war ich dann aber in der bereits früher erwähnten charismatisch orientierten Gemeinde. Nicht, dass ich mich da jetzt total reingezogen fühlen würde. Aber irgendwie muss ich eben reagieren. Irgendwohin losgehen. Auch in anderen Umständen trifft das zu.

Neben mir, gleich dem Nebel, dampft der Kaffee aus hoher Tasse. Und später lasse ich mich in die Weihen des Stockkampfes einführen. Guten Abend Ihnen, werter Wanderer!





Freitag, 22. November 2019

Erfreuliches freitags

Das Wochenende ist da: mit Beyond the Wall und Starkbier

Freude herrscht! Der Fachladen meines Vertrauens hatte das Beyond-the-Wall-Regelwerk vorrätig. Somit steht einem ersten Anlauf in nächster Zeit nichts mehr im Weg. Zeit, dies zu zelebrieren: mit einem regionalen Bockbier! Prost und schönen Freitag!


Donnerstag, 21. November 2019

Grau in Grau



Endspurt auf der letzten Meile

Grau in Grau liegt das Nürnberg da, wie ein kranker Komodovaran, und rührt sich nicht. Wolken ziehen tief, ab und zu gibt es Regen und ärgerliche Menschen schimpfen zwischen nach Hundeurin riechenden Ecken.

Aber man fürchtet sich nicht! Mut! Es naht der Freitag! Und mit dem Freitag mein geplanter Gang in den Nürnberger Ultra Comix, wo ich mich umsehen werde, ob nicht dort irgendwo in einem Regal noch eine Ausgabe des Einsteigerbüchleins von "Beyond the Wall" zu finden ist. Hach, schön, so Vorfreude! Auch ein paar neue Leute haben sich schon für interessiert an einer Spielrunde erklärt. So freue ich mich denn, und warte, bis der lichtmangelnde Schatten der nächsten Regenwolke an meinem Gesicht vorbeigezogen ist.


Dienstag, 19. November 2019

Überübermorgen ist auch noch ein Tag?

Aktuell habe ich ein bisschen die Nase voll: von Vertröstern. "Ja, ich melde mich dann bald mal wieder bei dir!", "Sobald ich Bescheid weiß...". Und Bedarfskontakten, bei denen man nur interessant ist, wenn man schnell jemanden braucht. Treue und Verlässlichkeit wären mal schön. Das schreibe ich mir selbst ins Stammbuch, erwarte das aber in Zukunft auch von anderen.

Samstag, 16. November 2019

Beyond the Wall

Habe heute beschlossen, mir das Startmaterial von Beyond the Wall zuzulegen. Wäre auch umgehend zur Tat geschritten, hätte da nicht der sympathische System-Matters-Verlag, welcher dieses Spiel vertreibet, momentan bis zum 22. November Ferien... Nungut! Es sei! Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.



Donnerstag, 14. November 2019

Ganz kurz noch

Vorfeierabendvorfreude

Kurz vor Abpfiff... morgen kommt das Wochenende. Einzuleuten gedenke ich dieses mit dem Genuss einer einzigartigen Bockbierspezialität einer regionalen Brauerei gegen Abend. Gestern und heute noch Leiden an starkem Muskelkater und phasenweiser Herbstmelancholie.

Montag, 11. November 2019

Warten auf den ersten Schnee

Vorwinterliches Nürnberg

Montag und es friert Stein und Bein. Sehr trockene Luft heute und kalt. Ich erwarte täglich den ersten Schnee des Jahres 2019. Und die Vorhersagen scheinbar auch. November...
Eine letzte Runde habe ich heute noch vor mir, es geht wieder zum Sport. Vielleicht hilft das gegen die mich momentan regelmäßig heimsuchenden Albträume verschiedenen Inhaltes?



Sonntag, 10. November 2019

Wanderung bei Hartmannshof

Felder bei Haunritz

Die Högener Mühle (glaube ich...)

Blick von der Burgruine Lichtenegg



Das Wetter war heute sehr schön und schon längere Zeit kam ich mir in meinen Schreibstuben und auf meinen Sesseln und in der Betonwüste ziemlich deplatziert vor. Daher zog es mich hinaus nach Osten hin, nach Hartmannshof, von wo ich eine hübsche Herbstwanderung zur Burgruine Lichtenegg unternahm.

Wider Erwarten waren sehr wenige Menschen unterwegs, sodass ich streckenweise perfekte Stille genießen konnte, von den Hügeln herabblicken und einfach dem Wind zuhören, der über die Felder strich. Die Natur zeigt sich noch in schönem Gold, was durch die wunderbare Sonne noch verstärkt wurde. Perfekte Umstände dafür, mich wieder in Sachen Fotografie zu betätigen (leider gab es ein paar technische Probleme, aber das ist hier jetzt nicht weiter wichtig... Nur so viel: in Zukunft vielleicht doch ab und zu mal wieder  mit der "richtigen Kamera".), was ebenfalls sehr gut getan hat.

Das letzte Wegdrittel in der Nachmittagssonne war dann pure Goldflut. Wehmütig-froh trottete ich dahin, über Landstraße und Feldweg, vorbei an Pferd und Bienenstöcken, fühlend eine Mischung aus Heim- und Fernweh, die nur der Herbst in der Natur wecken kann.

Mittwoch, 6. November 2019

Muth

Winter 2017



𝔉𝔩𝔦𝔢𝔤𝔱 𝔡𝔢𝔯 𝔖𝔠𝔥𝔫𝔢𝔢 𝔪𝔦𝔯 𝔦𝔫’𝔰 𝔊𝔢𝔰𝔦𝔠𝔥𝔱,
𝔖𝔠𝔥𝔲̈𝔱𝔱𝔩’ 𝔦𝔠𝔥 𝔦𝔥𝔫 𝔥𝔢𝔯𝔲𝔫𝔱𝔢𝔯.
𝔚𝔢𝔫𝔫 𝔪𝔢𝔦𝔫 ℌ𝔢𝔯𝔷 𝔦𝔪 𝔅𝔲𝔰𝔢𝔫 𝔰𝔭𝔯𝔦𝔠𝔥𝔱,
𝔖𝔦𝔫𝔤’ 𝔦𝔠𝔥 𝔥𝔢𝔩𝔩 𝔲𝔫𝔡 𝔪𝔲𝔫𝔱𝔢𝔯.

ℌ𝔬̈𝔯𝔢 𝔫𝔦𝔠𝔥𝔱, 𝔴𝔞𝔰 𝔢𝔰 𝔪𝔦𝔯 𝔰𝔞𝔤𝔱,
ℌ𝔞𝔟𝔢 𝔨𝔢𝔦𝔫𝔢 𝔒𝔥𝔯𝔢𝔫
𝔉𝔲̈𝔥𝔩𝔢 𝔫𝔦𝔠𝔥𝔱, 𝔴𝔞𝔰 𝔢𝔰 𝔪𝔦𝔯 𝔨𝔩𝔞𝔤𝔱,
𝔎𝔩𝔞𝔤𝔢𝔫 𝔦𝔰𝔱 𝔣𝔲̈𝔯 𝔗𝔥𝔬𝔯𝔢𝔫.

𝔏𝔲𝔰𝔱𝔦𝔤 𝔦𝔫 𝔡𝔦𝔢 𝔚𝔢𝔩𝔱 𝔥𝔦𝔫𝔢𝔦𝔫
𝔊𝔢𝔤𝔢𝔫 𝔚𝔦𝔫𝔡 𝔲𝔫𝔡 𝔚𝔢𝔱𝔱𝔢𝔯!
𝔚𝔦𝔩𝔩 𝔨𝔢𝔦𝔫 𝔊𝔬𝔱𝔱 𝔞𝔲𝔣 𝔈𝔯𝔡𝔢𝔫 𝔰𝔢𝔦𝔫,
𝔖𝔦𝔫𝔡 𝔴𝔦𝔯 𝔰𝔢𝔩𝔟𝔢𝔯 𝔊𝔬̈𝔱𝔱𝔢𝔯.


aus: Die Winterreise von Wilhelm Müller
("Muth!")


Dienstag, 5. November 2019

Die Unlust der Bösewichter

Immer mehr bemerke ich dieser Tage an mir so eine akute Unlust, mich zu empören. Sicher, es gibt Sachen, die mir nicht passen, über die sich Diskussion lohnen würde. Aber mich reißt nichts so richtig mit auf die Barrikaden hinauf. Wann immer in letzter Zeit irgendwo Gaukeltruppen mit großem Schild "Wir sind die Guten!" auftauchen, gehe ich lieber weg. Will ich nicht mehr zu den Guten gehören? Ich weiß nicht. Vielleicht setzt sich da die Erkenntnis durch, dass das nicht immer so leicht ist und nicht immer durch ein Schild getan. Aber was will dieser unselige Mensch denn? Will er gar dafür plädieren, alle Vorstellungen von Gut und Böse pausieren zu lassen oder einem postmodernen Uneindeutigkeitsgedanken opfern? Nein, so gefragt eigentlich auch nicht. Vielleicht habe ich nur keine Lust mehr auf Empörungen, geballte Fäuste und Schaum vor dem Mund oder im Kopf. Vielleicht ist mir das Leben dafür zu kurz. Vielleicht droht mir gar am Ende demnächst die Erleuchtung? Vielleicht ist es aber auch nur eine Schilddrüsenunterfunktion, von der weiland schon Funny van Dannen zu singen wusste.

Montag, 4. November 2019

Kunstlied

Heute, da es so trist herabregnete und auch ansonsten vieles relativ banal und/oder schrecklich ist, erwachte in mir diese Sehnsucht nach Kunstlied aus der deutschen Romantik. Sofort begab ich mich auf die Suche nach einem evtl. in nächster Zeit stattfindenden Liederabend, freudig andenkend an z. B. jenen Maiabend vor 10 Jahren, als ich einer Aufführung mit diversen Liedern aus eben jener Epoche beiwohnte, in großem Haus, vor geöffnetem Balkon, und darüber der Mainacht Sterne... Nun, meine Suche blieb vergebens. Lediglich allerhand Soziokultur hätt's im Angebot gegeben. Danke. Somit schritt ich zur Tat, meine holde Liedseligkeit andersweitig zu befriedigen:

Gekauft wurde:

Christian Gerhaher, Gerold Huber - Frage (Schumann-Lieder)

Bin gespannt. Und hoffe, nach Erhalt der CD bald Zeit für ein ausführliches Hören zu finden.


Sonntag, 3. November 2019

Ein weiterer Herbstabend

Landschaft in leichtem Regen


Konnte nun eine Weile nicht schreiben, da mich ein garstiger Infekt zwang, zwei Tage, abzüglich kürzerer Unterbrechungen, nur zu schlafen und den Rest der Zeit irgendwo herumzuhängen. Das ging nun gut eine Woche so. Seit Dienstagnacht. Nunja. Da bin ich wieder. Es fällt Regen, ab und an ein Sonnenstrahl; und leichte Melancholie. Ich leide an der allgemeinen Unzuverlässigkeit meiner Umwelt, am nicht einhalten von Abmachungen. Heute vor der Kirche gestanden und auf den Menschen gewartet, der eigentlich kommen sollte und dann aber doch nicht kam. War dann so gefrustet und gleichzeitig müde, dass ich einfach wieder nach Hause gegangen bin. Leiden auch an meinen eigenen Entscheidungen oder an den Unmöglichkeiten, richtig weitgreifende Entscheidungen zu treffen. Da ist irgendwie so viel im Eimer, dass ich garnicht richtig weiß, wo ich mit der Reparatur anfangen soll. Irgendwie täte Orientierung not. Nun, heute wird diese wohl auch nicht mehr kommen. Und eine 2000-Meilen-Reise beginnt man am besten mit einem einzelnen Schritt. Gute Nacht!


Sonntag, 27. Oktober 2019

Pfingstsonntag

Drachen, Kabel, Glas und die Bibel

Genervt vom vergangenen allsonntäglichen Genervtsein entschied ich, dass ich etwas tun muss. Vielleicht zu neuen Ufern aufbrechen? Nach langer Zeit des Haderns und Beklagens und nach ein paar Gesprächen und Empfehlungen suchte ich heute sonntags eine eher pfingstlich-charismatisch orientierte Gemeinde nicht zu weit entfernt von meinem Wohnort auf. Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen. Die Predigt war relativ "alltagstauglich" und der Prediger wirkte auf mich relativ sympathisch und bodenständig. Die Musik fand ich auch ganz gut, wobei es eher was von einem Konzert für mich hatte, was mir aber heute ganz gut gefallen hat. Denke ich komme wieder.



Samstag, 26. Oktober 2019

Hinter Renzenhof

Wald im Abendlicht

Auf Anregung der Dame d. H. wurde heute ein wenig im Nürnberger Land geradelt. Über Schwaig geradeaus, Richtung Moritzberg. Kurz vor dem Schatten des Berges ging es nach links. Dann fuhren wir einen Halbkreis um Renzenhof, wo eine Fuchsseuche herrschte. Anschließend verließen wir die Halbkreisbahn dann aber in Richtung Röthenbach an der Pegnitz. Von dort ging es zurück nach Nürnberg, hinter uns Wälder, die wieder mal von Hundsgebell erfüllt waren.


Seuchengefahr im Walde

Dienstag, 22. Oktober 2019

Hin zur Wochenmitte


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Hin zur Wochenmitte. Die Blaue-Flecken-Dichte steigt, mit ihr der Adrenalinpegel, auf den Straßen, auf den Türmen oben, sonstwo. Hin zur Wochenmitte. Unsere Nächte werden schöner und schweißgetränkter; und im Herbstgold erblüht der zweite Frühling des Menschen, und im Mondgefunkel erblüht der Mensch ein zweites Mal, nachts.


Hin zur Wochenmitte, und immer weiter, bitte und danke, nimm das Telefon ab oder leg es beiseite. Nach Belieben.

Ein Flugzeug durchpflügt, einfach so, den Abendhimmel, um 17 Uhr herum, während eine erste Imbissbude schon schließt, an der ich gedankenversunken vorbeifliehe.


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Sonntag, 20. Oktober 2019

Feuchtfröhliche Abende in Nirgendheim

In strahlendem Weiß erscheint: die Batterie hochkarätiger Alkoholika


Samstag. Wir begeben uns an fremde, fröhliche Orte, zum frohen Fest hin, Freund wie Fremder. Seit langem geplant: der Gemeinschaftsabend. Getrunken wurden Whisky und rumänischer Rum. Wir sprachen über Kommunisten, die keine Schokolade herstellen können, sowie Katzen, die durch ihre schiere Körpermasse das Raum-Zeit-Gefüge verbiegen können. Wer jemals mit Katzen, Rumänen und Kommunisten Wein oder Rum getrunken hat, weiß: es kann spät werden. Und es wurde spät. Wenngleich wir wohl in jungen Jahren über die Uhrzeit gelacht hätten. Aber besser ist es so. Man soll dann gehen, wenn es am schönsten ist und man soll die Freunde dann vermissen, damit man sich bald wiedersieht.

Am Sonntag ging es nach für mich altes Maultier zu wenig Schlaf wieder in den Gottesdienst, den man trotz allem nicht mit einer Maikundgebung verwechseln sollte. Ein paar gute Gedanken, ein paar Probleme bestätigt. Werde demnächst sehen, wo ich stattdessen ab und an hingehen kann. Auftanken ohne Agit-Prop. Zum Abschluss des Gottesdienst leuchtete die Sonne wie zum Trotze besonders goldgelb auf und durch die Fenster hinein und der Kirchenmusikmann spielte eine eigenartige Melodie zwischen Kirchenlied und Sinatras "My way" als Rausschmeißer, während draußen die Blätter energisch von den Zweigen fielen und es sterbensstill auf den Straßen wurde.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Es geht vorwärts

Nicht ganz echte, aber sehr leckere Bratwürste auf Kraut

Die letzten Tage waren ganz der Auffrischung gewidmet. Schön, auch hierfür mal ein paar Tage zur Verfügung stehend zu haben. Ich verbringe Zeit damit, verschiedene Speisen (s. Bild) zuzubereiten und zu verzehren, manchmal nachts durch den Wald zu Radeln, und davor meistens Sport zu treiben. Aktuell suche ich  hier auch einiges an mindestens halbnötiger Ausrüstung, um mich vor Schlägen zu schützen. Ja, wie gesagt: Auffrischung!



Montag, 14. Oktober 2019

Die verzauberte Gegend um Nürnberg

Heute und gestern setzte ich mich an den Other World Mapper, um die unten zu sehende Karte der Region Nürnberg im Stile der Karten im "Herrn der Ringe" zu erstellen. Bin mit dem Ergebnis recht zufrieden und es hat großen Spaß gemacht, die Karte zu erstellen, weshalb ich sie hier nun einstelle. Schönen Montag!



Gesamtansicht der Karte
Reichswald im Südosten

Fürth links im Bilde

Das mystische Knoblauchsland

Gegend um Lauf und Hersbruck, im Süden Moritzberg

Lorenzer Reichswald und Altdorf


Samstag, 12. Oktober 2019

Ich sah den Wald sich färben.


Ich sah den Wald sich färben,
Die Luft war grau und stumm;
Mir war betrübt zum Sterben,
Und wußt' es kaum, warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
Hertrieb das dürre Laub;
Da dacht' ich: deine Freude
Ward so des Windes Raub.

Dein Lenz, der blütenvolle,
Dein reicher Sommer schwand;
An die gefrorne Scholle
Bist du nun festgebannt.

Da plötzlich floß ein klares
Getön in Lüften hoch:
Ein Wandervogel war es,
Der nach dem Süden zog.

Ach, wie der Schlag der Schwingen,
Das Lied ins Ohr mir kam,
Fühlt' ich's wie Trost mir dringen
Zum Herzen wundersam.

Es mahnt' aus heller Kehle
Mich ja der flücht'ge Gast:
Vergiß, o Menschenseele,
Nicht, daß du Flügel hast!

Emanuel Geibel: "Ich sah den Wald sich färben"




Freitag, 11. Oktober 2019

Zum Freitag

Endspurt im Jahr an der Pegnitz entlang


Herbstlich ist es. Heute noch eine Idee von Nachsommer. Vibrieren auf den Straßen. Letzte Volksaufläufe rennen in Ladengeschäfte. Und das Wochenende naht/droht. Zusammen mit einer Woche, die mir zur persönlichen Auffrischung zugedacht ist. Habe heute das Musikprojekt "Inneres Gebirge" entdeckt und sogleich  bei Bandcamp deren Album "Schlafender König" gekauft.

Allüberall ist Politik, Gesellschaft, Stimme erheben gegen Ungerechtigkeit ™ und allerhand weiteres Blabla. Glaube aber momentan nicht an Politik in diesem Straßen- und Auflaufsinn. Wahrscheinlich ändert eine Spende an die örtliche Obdachlosenhilfe mehr als alle Latschedemos und Onlinepetitionen zu allem möglichen Käse zusammen. Könnte zumindest sein. Ich schließe es nicht aus.

Was ist heute geplant? A Seidla trinken. Aha, ja? Und vorher das Seidla verdienen. Mittels Sport im Nachbarort. Gute Nacht!

Dienstag, 8. Oktober 2019

Kurzabriss in der Zeit

Bisher in der Woche erlebt und geschafft:

  • einen winzigen Metallsplitter aus meinem Finger gezogen (Danke, Pinzette meines Schweizer Taschenmessers!!)
  • mich mit Fragen der Krankheitsverwaltung abgekämpft und dabei:
  • Grenzen erfahren
  • Sport getrieben, dabei freudvoll erfahren, wie sehr so eine Stunde Herumlaufens und verschiedene Kampftechniken die allgemeine Weltwarnehmung ganz abenteuerlich ins Positive verschrieben können. ("Gestern war die Welt noch grau, aber heute, heute Abend, hier und jetzt...")


Sonntag, 6. Oktober 2019

Zweifel am bestehenden Konzept

Momentan finde ich nicht so richtig in meine Gemeinde. Überhaupt bin ich von kirchlichen Zusammenhängen enttäuscht und zum Teil auch frustriert. Manchmal überlege ich, wie das so gekommen ist, nachdem ich ja nicht frustiert und enttäuscht gestartet bin. Wäre auch komisch. Da waren einerseits immer wieder persönliche Erlebnisse, bei denen ich mir gedacht habe, dass da der Anspruch und die Realität nicht zusammenpassen. Natürlich, es geht immer um Menschen, die ja nie fehlerfrei sind. Aber manchmal ist es für mich dann auch nicht möglich, alles in einem gnädigen Licht zu sehen und dann zu entscheiden, dass sich durch Menschen nichts ändert.

Vielfach irritierte und störte mich auch der Unwillen der Kirche bzw. der Kirchen, ihren Glauben so richtig an den Mann zu bringen. Man mischt in allerhand weltlich-kulturellen Zusammenhängen mit, dabei fällt aber kein Wort von irgendetwas "jenseitigerem". Die Kirche als nur einfach eine weitere gesellschaftliche Organisation neben Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, etc.
Ein wichtiger Bibelvers für mich, als ich damals so auf der Suche war, war der folgende (Offenbarung 3,20): "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir."
Für mich steckte da eher etwas Verborgenes drin. Ich habe Gott eher im Verborgenen erlebt. Kurz bevor die Lichter im offiziellen Weltbetrieb ausgeschaltet werden, spätabends oder nachts. Eine leise Stimme. Das ist eine Mentalitätsfrage, aber ich störe mich eher an der Vorstellung eines Gottes, der mit den Politikern händeschüttelt, mittags auf einer Bühne präsentiert wird vor geraden, guten Menschen. Klar, da gehört er bestimmt auch hin. Aber im Grunde geht es für mich bei den Fragen der Religion um das Verborgene. Das, was bleibt, wenn es duster wird. Wenn alle gegangen sind. Ein Freund hat neulich in einem anderen Zusammenhang gesagt, der Mensch würde danach suchen, was hinter dem Spiegel an der Wand ist, den Spiegel abnehmen und dort nur die Raufasertapete entdecken. Da bin ich mir eben nicht so sicher, ob da nur die Tapete ist. Aber um die Frage, was hinter dem Spiegel ist, geht es mir schon.
Wieder in einem anderen Zusammenhang die Frage: "Welche Partei würde Jesus wählen?" Wäre er gar Mitglied in einer Partei. Alles scheint so schön klar. Hier die Bösen von der einen Partei, hier die Guten von der anderen. "Alles ist klar!" behauptet man. Warum also noch Religion, wenn es im Prinzip eh nur um die Moral und Politik geht? Meiner Meinung nach würde Jesus keine Partei wählen, wäre auch in keiner Partei Mitglied, wie er auch immer auf die Versuche, ihn zum König zu machen ungefähr so (Johannes 6,15) reagierte: "
Da Jesus nun merkte, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum König machten, entwich er abermals auf den Berg, er selbst allein."

Wärend ich nun erlebt habe, wie die Kirche (ich sage fortfolgend immer "Die Kirche", während ich konkret aber evtl. verschiedene Kirchen meine) auch teilweise biblisch zu klärende Fragen mit links vom Tisch haut, ganz allgemeine Einsichten wie dass es oft nicht Schwarz und Weiß gibt, Menschen zu ganz unterschiedlichen Auffassungen geraten können und es vielleicht wichtiger ist, Menschen zu Gott zu bringen, als ihnen die korrekte politische Auffassung einzutrichtern, musste ich mir teilweise Kritik an Stilfragen und Interessen anhören.

Einige dieser allgemeinen kirchlich-politischen Dogmen sind für mich auch realitätsfremd und das stößt mich dann ab. Dieser oft formulierte absolute Pazifismus, der schlicht ausklammert, dass diese Welt Psychopathen wie Adolf Hitler hervorbringt, die kein Interesse an Verhandlungen haben und auch nichts klären wollen, sondern denen es einfach um Macht geht. Diese seltsame (populistische?) Kritik an "den Mächtigen", die dann aber im Endeffekt oft unsere demokratisch gewählten (nicht gottkaiserlich bestimmten) Politiker sind. Diese vielen Ideen, wie unser Alltag so zu sein hat, die ich aber selbst nach wiederholtem intensivem Suchen so nicht wiederfinden kann.

Vielleicht sind es dann auch oft persönliche Unterschiede in der Denkweise und den Lebenserfahrungen mit einigen Leuten, die ich da so traf und treffe, die mich momentan wegtreiben von dem Format.

...während ich diese Zeilen schreibe, postet gerade die "Deutsche Bibelgesellschaft" einen Text über Edward Snowden. Den poste ich hier als ganz gutes Beispiel für einige Sachen, die oben beschrieben und lasse es damit bewenden. Guten Sonntag!


Findet man in der Bibel nur Politik oder geht es auch um wichtigere Fragen?










































Donnerstag, 3. Oktober 2019

Da, Oktober

Laub auf allen Wegen

Der Oktober ist ein paar Tage alt. Das Laub fällt schon auf alle Wege und abends herrscht dann und wann und da und dort eine ganz verzauberte Herbststimmung, voller Wehmut und Melancholie, zwischen den Gewürzschwaden aus den Nürnberger Lebkuchenfabriken.

Gestern wagte ich mich in meine erste reguläre Sportstunde. Wurde auch fast nicht verprügelt. Alles in allem sehr frohes Tun. Auf dem Heimweg einen Abstecher durch den Wald gemacht, wo es bereits dunkelte. Hinter mir auf halbem Wege plötzlich Autolichter. Ein Förster oder Jäger? Mit einem Mal waren sie wieder weg. Dann wieder aufgetaucht. Vor lauter besinnlicher Dunkelheit hätte ich fast einen nachts im Wald spazierenden Jugendlichen überfahren. So herbstet es weiter, Wolken, Wind, da und dort ein wenig Regen.


Samstag, 28. September 2019

Wenn der Bildschirm mit dem Bildschirm und dem Bildschirm...

Ein Weilchen konnte ich nun nicht richtig hier schreiben. Grund ist, dass vor kurzer Zeit, nach 17 Jahren Nutzung, mein Rechnerbildschirm den Geist endgültig und unerbittlich aufgab. Ersatz zu beschaffen hat nun einige Zeit gedauert. Und mit dem Mobiltelefon schreiben ist halt für alte, grobmotorische Metzgermeister wie mich nicht so bequem. Aber nun habe ich Ersatz, der hoffentlich wieder mindestens 17 Jahre hält.

Montag, 23. September 2019

Meteorologischer Herbstanfang

Nur Regen und Herbst


Heute brach der (meteorologische) Herbst über die Nordhalbkugel herein. In Nürnberg wurde das dann gleich passend mit Regen begangen. Ein guter Einstieg, wie ich finde! Eigentlich ein perfekter Tag, Tee und Gebäck zu genießen und sich mir erbaulichen Dingen wie dem Bennington-Dreieck sowie ungeklärten Todesfällen zu beschäftigen. Guten Wochenstart Ihnen dementsprechend, geneigter Reisender!


Wahrzeichen in Melancholie gehüllt

Verlassener Burggarten



Sonntag, 22. September 2019

Freilandmuseum Bad Windsheim

Sonnigen Septembertags Flügel trugen die Begleitung und mich heute in das Städtchen Bad Windsheim, wo wir das Freilandmuseum besuchten und eine schöne Zeit, nicht ohne Melancholie, genossen.

Auch der Ort selber ist in Teilen malerisch und strahlt eine gewisse westmittelfränkische Fröhlichkeit aus, herwehend  schon von den Weinbergen.

Vor dem Windsheimer Rathaus hat man ein frühmittelalterliches Gräberfeld ausgegraben und mit Glasdach versehen, sodass man nach einem Eiscafébesuch den Ahnen ins Grab gucken kann. Nunja... Ich weiß nicht, ob mir das an deren Stelle recht wäre. Der ewige Schlaf zählt aus meiner Sicht doch zum höchst privaten Lebensbereich.

Zum Schluss zogen Wolken auf, von West, Musik aus einer Blaskapelle und ein einfahrender Zug.


Bad Windsheimer Marktplatz

Im Freilandmuseum

Über eine schöne Mauer geschaut

In tiefer und schwarzer Küche

Donnerstag, 19. September 2019

Anfang "Goldener Herbst" zu Nürnberg

Spaziergang im Spätlicht eines angegoldeten Septembers, im Gepäck meine neue Pseudokamera aus dem asiatischen Gerät. Es ist schon deutlich frischer draußen als noch vor z. B. zwei Wochen. Restgold überall. Die ehemalige Kirche St. Egidien ist nun vollends zum Egidienmuseum geworden. Dort zeigt man etwas zum Thema "Woodstock", weil ja anscheinend niemand mehr zu etwas anderem als der Zeit- und Weltgeschichte beten will. An den reitenden Kaiser Wilhelm I. hat man dann auch gleich irgendein orangenes Gehäkel gehängt.

Vorbei laufe ich an der Zeit- und Weltgeschichte, dem Gehäkel und vorbei an aktuellen Baustellen und stelle fest, wie friedlich auch diese sterbende Welt noch sein kann. Friedlich steht auch die sterbende Stadt, während ihre Gassen und ehemaligen, dummen Geschichten schmatzend von einem Ungeheuer gefressen werden.


Egidienplatz mit Blick auf das Egidienmuseum

Noch zehn Tage Herbstmarkt

Häkelwillis goldener Schatten
Oben an der Burg: der Luginsland


Ingwer- und Karottenstadt Nürnberg