Montag, 11. November 2019

Warten auf den ersten Schnee

Die Stadt, wie sie in Kälte versinkt...

Montag und es friert Stein und Bein. Sehr trockene Luft heute und kalt. Ich erwarte täglich den ersten Schnee des Jahres 2019. Und die Vorhersagen scheinbar auch. November...
Eine letzte Runde habe ich heute noch vor mir, es geht wieder zum Sport. Vielleicht hilft das gegen die mich momentan regelmäßig heimsuchenden Albträume verschiedenen Inhaltes?



Sonntag, 10. November 2019

Wanderung bei Hartmannshof

Felder bei Haunritz

Die Högener Mühle (glaube ich...)

Blick von der Burgruine Lichtenegg



Das Wetter war heute sehr schön und schon längere Zeit kam ich mir in meinen Schreibstuben und auf meinen Sesseln und in der Betonwüste ziemlich deplatziert vor. Daher zog es mich hinaus nach Osten hin, nach Hartmannshof, von wo ich eine hübsche Herbstwanderung zur Burgruine Lichtenegg unternahm.

Wider Erwarten waren sehr wenige Menschen unterwegs, sodass ich streckenweise perfekte Stille genießen konnte, von den Hügeln herabblicken und einfach dem Wind zuhören, der über die Felder strich. Die Natur zeigt sich noch in schönem Gold, was durch die wunderbare Sonne noch verstärkt wurde. Perfekte Umstände dafür, mich wieder in Sachen Fotografie zu betätigen (leider gab es ein paar technische Probleme, aber das ist hier jetzt nicht weiter wichtig... Nur so viel: in Zukunft vielleicht doch ab und zu mal wieder  mit der "richtigen Kamera".), was ebenfalls sehr gut getan hat.

Das letzte Wegdrittel in der Nachmittagssonne war dann pure Goldflut. Wehmütig-froh trottete ich dahin, über Landstraße und Feldweg, vorbei an Pferd und Bienenstöcken, fühlend eine Mischung aus Heim- und Fernweh, die nur der Herbst in der Natur wecken kann.

Mittwoch, 6. November 2019

Muth

Winter 2017



𝔉𝔩𝔦𝔢𝔤𝔱 𝔡𝔢𝔯 𝔖𝔠𝔥𝔫𝔢𝔢 𝔪𝔦𝔯 𝔦𝔫’𝔰 𝔊𝔢𝔰𝔦𝔠𝔥𝔱,
𝔖𝔠𝔥𝔲̈𝔱𝔱𝔩’ 𝔦𝔠𝔥 𝔦𝔥𝔫 𝔥𝔢𝔯𝔲𝔫𝔱𝔢𝔯.
𝔚𝔢𝔫𝔫 𝔪𝔢𝔦𝔫 ℌ𝔢𝔯𝔷 𝔦𝔪 𝔅𝔲𝔰𝔢𝔫 𝔰𝔭𝔯𝔦𝔠𝔥𝔱,
𝔖𝔦𝔫𝔤’ 𝔦𝔠𝔥 𝔥𝔢𝔩𝔩 𝔲𝔫𝔡 𝔪𝔲𝔫𝔱𝔢𝔯.

ℌ𝔬̈𝔯𝔢 𝔫𝔦𝔠𝔥𝔱, 𝔴𝔞𝔰 𝔢𝔰 𝔪𝔦𝔯 𝔰𝔞𝔤𝔱,
ℌ𝔞𝔟𝔢 𝔨𝔢𝔦𝔫𝔢 𝔒𝔥𝔯𝔢𝔫
𝔉𝔲̈𝔥𝔩𝔢 𝔫𝔦𝔠𝔥𝔱, 𝔴𝔞𝔰 𝔢𝔰 𝔪𝔦𝔯 𝔨𝔩𝔞𝔤𝔱,
𝔎𝔩𝔞𝔤𝔢𝔫 𝔦𝔰𝔱 𝔣𝔲̈𝔯 𝔗𝔥𝔬𝔯𝔢𝔫.

𝔏𝔲𝔰𝔱𝔦𝔤 𝔦𝔫 𝔡𝔦𝔢 𝔚𝔢𝔩𝔱 𝔥𝔦𝔫𝔢𝔦𝔫
𝔊𝔢𝔤𝔢𝔫 𝔚𝔦𝔫𝔡 𝔲𝔫𝔡 𝔚𝔢𝔱𝔱𝔢𝔯!
𝔚𝔦𝔩𝔩 𝔨𝔢𝔦𝔫 𝔊𝔬𝔱𝔱 𝔞𝔲𝔣 𝔈𝔯𝔡𝔢𝔫 𝔰𝔢𝔦𝔫,
𝔖𝔦𝔫𝔡 𝔴𝔦𝔯 𝔰𝔢𝔩𝔟𝔢𝔯 𝔊𝔬̈𝔱𝔱𝔢𝔯.


aus: Die Winterreise von Wilhelm Müller
("Muth!")


Dienstag, 5. November 2019

Die Unlust der Bösewichter

Immer mehr bemerke ich dieser Tage an mir so eine akute Unlust, mich zu empören. Sicher, es gibt Sachen, die mir nicht passen, über die sich Diskussion lohnen würde. Aber mich reißt nichts so richtig mit auf die Barrikaden hinauf. Wann immer in letzter Zeit irgendwo Gaukeltruppen mit großem Schild "Wir sind die Guten!" auftauchen, gehe ich lieber weg. Will ich nicht mehr zu den Guten gehören? Ich weiß nicht. Vielleicht setzt sich da die Erkenntnis durch, dass das nicht immer so leicht ist und nicht immer durch ein Schild getan. Aber was will dieser unselige Mensch denn? Will er gar dafür plädieren, alle Vorstellungen von Gut und Böse pausieren zu lassen oder einem postmodernen Uneindeutigkeitsgedanken opfern? Nein, so gefragt eigentlich auch nicht. Vielleicht habe ich nur keine Lust mehr auf Empörungen, geballte Fäuste und Schaum vor dem Mund oder im Kopf. Vielleicht ist mir das Leben dafür zu kurz. Vielleicht droht mir gar am Ende demnächst die Erleuchtung? Vielleicht ist es aber auch nur eine Schilddrüsenunterfunktion, von der weiland schon Funny van Dannen zu singen wusste.

Montag, 4. November 2019

Kunstlied

Heute, da es so trist herabregnete und auch ansonsten vieles relativ banal und/oder schrecklich ist, erwachte in mir diese Sehnsucht nach Kunstlied aus der deutschen Romantik. Sofort begab ich mich auf die Suche nach einem evtl. in nächster Zeit stattfindenden Liederabend, freudig andenkend an z. B. jenen Maiabend vor 10 Jahren, als ich einer Aufführung mit diversen Liedern aus eben jener Epoche beiwohnte, in großem Haus, vor geöffnetem Balkon, und darüber der Mainacht Sterne... Nun, meine Suche blieb vergebens. Lediglich allerhand Soziokultur hätt's im Angebot gegeben. Danke. Somit schritt ich zur Tat, meine holde Liedseligkeit andersweitig zu befriedigen:

Gekauft wurde:

Christian Gerhaher, Gerold Huber - Frage (Schumann-Lieder)

Bin gespannt. Und hoffe, nach Erhalt der CD bald Zeit für ein ausführliches Hören zu finden.


Sonntag, 3. November 2019

Ein weiterer Herbstabend

Landschaft in leichtem Regen


Konnte nun eine Weile nicht schreiben, da mich ein garstiger Infekt zwang, zwei Tage, abzüglich kürzerer Unterbrechungen, nur zu schlafen und den Rest der Zeit irgendwo herumzuhängen. Das ging nun gut eine Woche so. Seit Dienstagnacht. Nunja. Da bin ich wieder. Es fällt Regen, ab und an ein Sonnenstrahl; und leichte Melancholie. Ich leide an der allgemeinen Unzuverlässigkeit meiner Umwelt, am nicht einhalten von Abmachungen. Heute vor der Kirche gestanden und auf den Menschen gewartet, der eigentlich kommen sollte und dann aber doch nicht kam. War dann so gefrustet und gleichzeitig müde, dass ich einfach wieder nach Hause gegangen bin. Leiden auch an meinen eigenen Entscheidungen oder an den Unmöglichkeiten, richtig weitgreifende Entscheidungen zu treffen. Da ist irgendwie so viel im Eimer, dass ich garnicht richtig weiß, wo ich mit der Reparatur anfangen soll. Irgendwie täte Orientierung not. Nun, heute wird diese wohl auch nicht mehr kommen. Und eine 2000-Meilen-Reise beginnt man am besten mit einem einzelnen Schritt. Gute Nacht!


Sonntag, 27. Oktober 2019

Pfingstsonntag

Drachen, Kabel, Glas und die Bibel

Genervt vom vergangenen allsonntäglichen Genervtsein entschied ich, dass ich etwas tun muss. Vielleicht zu neuen Ufern aufbrechen? Nach langer Zeit des Haderns und Beklagens und nach ein paar Gesprächen und Empfehlungen suchte ich heute sonntags eine eher pfingstlich-charismatisch orientierte Gemeinde nicht zu weit entfernt von meinem Wohnort auf. Insgesamt hat es mir ganz gut gefallen. Die Predigt war relativ "alltagstauglich" und der Prediger wirkte auf mich relativ sympathisch und bodenständig. Die Musik fand ich auch ganz gut, wobei es eher was von einem Konzert für mich hatte, was mir aber heute ganz gut gefallen hat. Denke ich komme wieder.



Samstag, 26. Oktober 2019

Hinter Renzenhof

Wald im Abendlicht

Auf Anregung der Dame d. H. wurde heute ein wenig im Nürnberger Land geradelt. Über Schwaig geradeaus, Richtung Moritzberg. Kurz vor dem Schatten des Berges ging es nach links. Dann fuhren wir einen Halbkreis um Renzenhof, wo eine Fuchsseuche herrschte. Anschließend verließen wir die Halbkreisbahn dann aber in Richtung Röthenbach an der Pegnitz. Von dort ging es zurück nach Nürnberg, hinter uns Wälder, die wieder mal von Hundsgebell erfüllt waren.


Seuchengefahr im Walde

Dienstag, 22. Oktober 2019

Hin zur Wochenmitte


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Hin zur Wochenmitte. Die Blaue-Flecken-Dichte steigt, mit ihr der Adrenalinpegel, auf den Straßen, auf den Türmen oben, sonstwo. Hin zur Wochenmitte. Unsere Nächte werden schöner und schweißgetränkter; und im Herbstgold erblüht der zweite Frühling des Menschen, und im Mondgefunkel erblüht der Mensch ein zweites Mal, nachts.


Hin zur Wochenmitte, und immer weiter, bitte und danke, nimm das Telefon ab oder leg es beiseite. Nach Belieben.

Ein Flugzeug durchpflügt, einfach so, den Abendhimmel, um 17 Uhr herum, während eine erste Imbissbude schon schließt, an der ich gedankenversunken vorbeifliehe.


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Sonntag, 20. Oktober 2019

Feuchtfröhliche Abende in Nirgendheim

In strahlendem Weiß erscheint: die Batterie hochkarätiger Alkoholika


Samstag. Wir begeben uns an fremde, fröhliche Orte, zum frohen Fest hin, Freund wie Fremder. Seit langem geplant: der Gemeinschaftsabend. Getrunken wurden Whisky und rumänischer Rum. Wir sprachen über Kommunisten, die keine Schokolade herstellen können, sowie Katzen, die durch ihre schiere Körpermasse das Raum-Zeit-Gefüge verbiegen können. Wer jemals mit Katzen, Rumänen und Kommunisten Wein oder Rum getrunken hat, weiß: es kann spät werden. Und es wurde spät. Wenngleich wir wohl in jungen Jahren über die Uhrzeit gelacht hätten. Aber besser ist es so. Man soll dann gehen, wenn es am schönsten ist und man soll die Freunde dann vermissen, damit man sich bald wiedersieht.

Am Sonntag ging es nach für mich altes Maultier zu wenig Schlaf wieder in den Gottesdienst, den man trotz allem nicht mit einer Maikundgebung verwechseln sollte. Ein paar gute Gedanken, ein paar Probleme bestätigt. Werde demnächst sehen, wo ich stattdessen ab und an hingehen kann. Auftanken ohne Agit-Prop. Zum Abschluss des Gottesdienst leuchtete die Sonne wie zum Trotze besonders goldgelb auf und durch die Fenster hinein und der Kirchenmusikmann spielte eine eigenartige Melodie zwischen Kirchenlied und Sinatras "My way" als Rausschmeißer, während draußen die Blätter energisch von den Zweigen fielen und es sterbensstill auf den Straßen wurde.

Donnerstag, 17. Oktober 2019

Es geht vorwärts

Nicht ganz echte, aber sehr leckere Bratwürste auf Kraut

Die letzten Tage waren ganz der Auffrischung gewidmet. Schön, auch hierfür mal ein paar Tage zur Verfügung stehend zu haben. Ich verbringe Zeit damit, verschiedene Speisen (s. Bild) zuzubereiten und zu verzehren, manchmal nachts durch den Wald zu Radeln, und davor meistens Sport zu treiben. Aktuell suche ich  hier auch einiges an mindestens halbnötiger Ausrüstung, um mich vor Schlägen zu schützen. Ja, wie gesagt: Auffrischung!



Montag, 14. Oktober 2019

Die verzauberte Gegend um Nürnberg

Heute und gestern setzte ich mich an den Other World Mapper, um die unten zu sehende Karte der Region Nürnberg im Stile der Karten im "Herrn der Ringe" zu erstellen. Bin mit dem Ergebnis recht zufrieden und es hat großen Spaß gemacht, die Karte zu erstellen, weshalb ich sie hier nun einstelle. Schönen Montag!



Gesamtansicht der Karte
Reichswald im Südosten

Fürth links im Bilde

Das mystische Knoblauchsland

Gegend um Lauf und Hersbruck, im Süden Moritzberg

Lorenzer Reichswald und Altdorf


Samstag, 12. Oktober 2019

Ich sah den Wald sich färben.


Ich sah den Wald sich färben,
Die Luft war grau und stumm;
Mir war betrübt zum Sterben,
Und wußt' es kaum, warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
Hertrieb das dürre Laub;
Da dacht' ich: deine Freude
Ward so des Windes Raub.

Dein Lenz, der blütenvolle,
Dein reicher Sommer schwand;
An die gefrorne Scholle
Bist du nun festgebannt.

Da plötzlich floß ein klares
Getön in Lüften hoch:
Ein Wandervogel war es,
Der nach dem Süden zog.

Ach, wie der Schlag der Schwingen,
Das Lied ins Ohr mir kam,
Fühlt' ich's wie Trost mir dringen
Zum Herzen wundersam.

Es mahnt' aus heller Kehle
Mich ja der flücht'ge Gast:
Vergiß, o Menschenseele,
Nicht, daß du Flügel hast!

Emanuel Geibel: "Ich sah den Wald sich färben"




Freitag, 11. Oktober 2019

Zum Freitag

Endspurt im Jahr an der Pegnitz entlang


Herbstlich ist es. Heute noch eine Idee von Nachsommer. Vibrieren auf den Straßen. Letzte Volksaufläufe rennen in Ladengeschäfte. Und das Wochenende naht/droht. Zusammen mit einer Woche, die mir zur persönlichen Auffrischung zugedacht ist. Habe heute das Musikprojekt "Inneres Gebirge" entdeckt und sogleich  bei Bandcamp deren Album "Schlafender König" gekauft.

Allüberall ist Politik, Gesellschaft, Stimme erheben gegen Ungerechtigkeit ™ und allerhand weiteres Blabla. Glaube aber momentan nicht an Politik in diesem Straßen- und Auflaufsinn. Wahrscheinlich ändert eine Spende an die örtliche Obdachlosenhilfe mehr als alle Latschedemos und Onlinepetitionen zu allem möglichen Käse zusammen. Könnte zumindest sein. Ich schließe es nicht aus.

Was ist heute geplant? A Seidla trinken. Aha, ja? Und vorher das Seidla verdienen. Mittels Sport im Nachbarort. Gute Nacht!

Dienstag, 8. Oktober 2019

Kurzabriss in der Zeit

Bisher in der Woche erlebt und geschafft:

  • einen winzigen Metallsplitter aus meinem Finger gezogen (Danke, Pinzette meines Schweizer Taschenmessers!!)
  • mich mit Fragen der Krankheitsverwaltung abgekämpft und dabei:
  • Grenzen erfahren
  • Sport getrieben, dabei freudvoll erfahren, wie sehr so eine Stunde Herumlaufens und verschiedene Kampftechniken die allgemeine Weltwarnehmung ganz abenteuerlich ins Positive verschrieben können. ("Gestern war die Welt noch grau, aber heute, heute Abend, hier und jetzt...")


Sonntag, 6. Oktober 2019

Zweifel am bestehenden Konzept

Momentan finde ich nicht so richtig in meine Gemeinde. Überhaupt bin ich von kirchlichen Zusammenhängen enttäuscht und zum Teil auch frustriert. Manchmal überlege ich, wie das so gekommen ist, nachdem ich ja nicht frustiert und enttäuscht gestartet bin. Wäre auch komisch. Da waren einerseits immer wieder persönliche Erlebnisse, bei denen ich mir gedacht habe, dass da der Anspruch und die Realität nicht zusammenpassen. Natürlich, es geht immer um Menschen, die ja nie fehlerfrei sind. Aber manchmal ist es für mich dann auch nicht möglich, alles in einem gnädigen Licht zu sehen und dann zu entscheiden, dass sich durch Menschen nichts ändert.

Vielfach irritierte und störte mich auch der Unwillen der Kirche bzw. der Kirchen, ihren Glauben so richtig an den Mann zu bringen. Man mischt in allerhand weltlich-kulturellen Zusammenhängen mit, dabei fällt aber kein Wort von irgendetwas "jenseitigerem". Die Kirche als nur einfach eine weitere gesellschaftliche Organisation neben Parteien, Gewerkschaften, Vereinen, etc.
Ein wichtiger Bibelvers für mich, als ich damals so auf der Suche war, war der folgende (Offenbarung 3,20): "Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir."
Für mich steckte da eher etwas Verborgenes drin. Ich habe Gott eher im Verborgenen erlebt. Kurz bevor die Lichter im offiziellen Weltbetrieb ausgeschaltet werden, spätabends oder nachts. Eine leise Stimme. Das ist eine Mentalitätsfrage, aber ich störe mich eher an der Vorstellung eines Gottes, der mit den Politikern händeschüttelt, mittags auf einer Bühne präsentiert wird vor geraden, guten Menschen. Klar, da gehört er bestimmt auch hin. Aber im Grunde geht es für mich bei den Fragen der Religion um das Verborgene. Das, was bleibt, wenn es duster wird. Wenn alle gegangen sind. Ein Freund hat neulich in einem anderen Zusammenhang gesagt, der Mensch würde danach suchen, was hinter dem Spiegel an der Wand ist, den Spiegel abnehmen und dort nur die Raufasertapete entdecken. Da bin ich mir eben nicht so sicher, ob da nur die Tapete ist. Aber um die Frage, was hinter dem Spiegel ist, geht es mir schon.
Wieder in einem anderen Zusammenhang die Frage: "Welche Partei würde Jesus wählen?" Wäre er gar Mitglied in einer Partei. Alles scheint so schön klar. Hier die Bösen von der einen Partei, hier die Guten von der anderen. "Alles ist klar!" behauptet man. Warum also noch Religion, wenn es im Prinzip eh nur um die Moral und Politik geht? Meiner Meinung nach würde Jesus keine Partei wählen, wäre auch in keiner Partei Mitglied, wie er auch immer auf die Versuche, ihn zum König zu machen ungefähr so (Johannes 6,15) reagierte: "
Da Jesus nun merkte, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum König machten, entwich er abermals auf den Berg, er selbst allein."

Wärend ich nun erlebt habe, wie die Kirche (ich sage fortfolgend immer "Die Kirche", während ich konkret aber evtl. verschiedene Kirchen meine) auch teilweise biblisch zu klärende Fragen mit links vom Tisch haut, ganz allgemeine Einsichten wie dass es oft nicht Schwarz und Weiß gibt, Menschen zu ganz unterschiedlichen Auffassungen geraten können und es vielleicht wichtiger ist, Menschen zu Gott zu bringen, als ihnen die korrekte politische Auffassung einzutrichtern, musste ich mir teilweise Kritik an Stilfragen und Interessen anhören.

Einige dieser allgemeinen kirchlich-politischen Dogmen sind für mich auch realitätsfremd und das stößt mich dann ab. Dieser oft formulierte absolute Pazifismus, der schlicht ausklammert, dass diese Welt Psychopathen wie Adolf Hitler hervorbringt, die kein Interesse an Verhandlungen haben und auch nichts klären wollen, sondern denen es einfach um Macht geht. Diese seltsame (populistische?) Kritik an "den Mächtigen", die dann aber im Endeffekt oft unsere demokratisch gewählten (nicht gottkaiserlich bestimmten) Politiker sind. Diese vielen Ideen, wie unser Alltag so zu sein hat, die ich aber selbst nach wiederholtem intensivem Suchen so nicht wiederfinden kann.

Vielleicht sind es dann auch oft persönliche Unterschiede in der Denkweise und den Lebenserfahrungen mit einigen Leuten, die ich da so traf und treffe, die mich momentan wegtreiben von dem Format.

...während ich diese Zeilen schreibe, postet gerade die "Deutsche Bibelgesellschaft" einen Text über Edward Snowden. Den poste ich hier als ganz gutes Beispiel für einige Sachen, die oben beschrieben und lasse es damit bewenden. Guten Sonntag!


Findet man in der Bibel nur Politik oder geht es auch um wichtigere Fragen?










































Donnerstag, 3. Oktober 2019

Da, Oktober

Laub auf allen Wegen

Der Oktober ist ein paar Tage alt. Das Laub fällt schon auf alle Wege und abends herrscht dann und wann und da und dort eine ganz verzauberte Herbststimmung, voller Wehmut und Melancholie, zwischen den Gewürzschwaden aus den Nürnberger Lebkuchenfabriken.

Gestern wagte ich mich in meine erste reguläre Sportstunde. Wurde auch fast nicht verprügelt. Alles in allem sehr frohes Tun. Auf dem Heimweg einen Abstecher durch den Wald gemacht, wo es bereits dunkelte. Hinter mir auf halbem Wege plötzlich Autolichter. Ein Förster oder Jäger? Mit einem Mal waren sie wieder weg. Dann wieder aufgetaucht. Vor lauter besinnlicher Dunkelheit hätte ich fast einen nachts im Wald spazierenden Jugendlichen überfahren. So herbstet es weiter, Wolken, Wind, da und dort ein wenig Regen.


Samstag, 28. September 2019

Wenn der Bildschirm mit dem Bildschirm und dem Bildschirm...

Ein Weilchen konnte ich nun nicht richtig hier schreiben. Grund ist, dass vor kurzer Zeit, nach 17 Jahren Nutzung, mein Rechnerbildschirm den Geist endgültig und unerbittlich aufgab. Ersatz zu beschaffen hat nun einige Zeit gedauert. Und mit dem Mobiltelefon schreiben ist halt für alte, grobmotorische Metzgermeister wie mich nicht so bequem. Aber nun habe ich Ersatz, der hoffentlich wieder mindestens 17 Jahre hält.

Montag, 23. September 2019

Meteorologischer Herbstanfang

Nur Regen und Herbst


Heute brach der (meteorologische) Herbst über die Nordhalbkugel herein. In Nürnberg wurde das dann gleich passend mit Regen begangen. Ein guter Einstieg, wie ich finde! Eigentlich ein perfekter Tag, Tee und Gebäck zu genießen und sich mir erbaulichen Dingen wie dem Bennington-Dreieck sowie ungeklärten Todesfällen zu beschäftigen. Guten Wochenstart Ihnen dementsprechend, geneigter Reisender!


Wahrzeichen in Melancholie gehüllt

Verlassener Burggarten



Sonntag, 22. September 2019

Freilandmuseum Bad Windsheim

Sonnigen Septembertags Flügel trugen die Begleitung und mich heute in das Städtchen Bad Windsheim, wo wir das Freilandmuseum besuchten und eine schöne Zeit, nicht ohne Melancholie, genossen.

Auch der Ort selber ist in Teilen malerisch und strahlt eine gewisse westmittelfränkische Fröhlichkeit aus, herwehend  schon von den Weinbergen.

Vor dem Windsheimer Rathaus hat man ein frühmittelalterliches Gräberfeld ausgegraben und mit Glasdach versehen, sodass man nach einem Eiscafébesuch den Ahnen ins Grab gucken kann. Nunja... Ich weiß nicht, ob mir das an deren Stelle recht wäre. Der ewige Schlaf zählt aus meiner Sicht doch zum höchst privaten Lebensbereich.

Zum Schluss zogen Wolken auf, von West, Musik aus einer Blaskapelle und ein einfahrender Zug.


Bad Windsheimer Marktplatz

Im Freilandmuseum

Über eine schöne Mauer geschaut

In tiefer und schwarzer Küche

Donnerstag, 19. September 2019

Anfang "Goldener Herbst" zu Nürnberg

Spaziergang im Spätlicht eines angegoldeten Septembers, im Gepäck meine neue Pseudokamera aus dem asiatischen Gerät. Es ist schon deutlich frischer draußen als noch vor z. B. zwei Wochen. Restgold überall. Die ehemalige Kirche St. Egidien ist nun vollends zum Egidienmuseum geworden. Dort zeigt man etwas zum Thema "Woodstock", weil ja anscheinend niemand mehr zu etwas anderem als der Zeit- und Weltgeschichte beten will. An den reitenden Kaiser Wilhelm I. hat man dann auch gleich irgendein orangenes Gehäkel gehängt.

Vorbei laufe ich an der Zeit- und Weltgeschichte, dem Gehäkel und vorbei an aktuellen Baustellen und stelle fest, wie friedlich auch diese sterbende Welt noch sein kann. Friedlich steht auch die sterbende Stadt, während ihre Gassen und ehemaligen, dummen Geschichten schmatzend von einem Ungeheuer gefressen werden.


Egidienplatz mit Blick auf das Egidienmuseum

Noch zehn Tage Herbstmarkt

Häkelwillis goldener Schatten
Oben an der Burg: der Luginsland


Ingwer- und Karottenstadt Nürnberg


Dienstag, 17. September 2019

"September, Monat von Blut und Aufstand!"

Nichts Wichtigeres als eine packende Überschrift!

Ganz so dramatisch ist es dann aber nicht. Habe mich nun aber offiziell für das lange geplante Kampfsporttraining angemeldet in der Absicht, etwas für meine körperliche Ertüchtigung zusätzlich zum Radeln zu tun. Unglaublich banal, nicht? Aber dieser Beitrag ist auch unter "Alltag" einsortiert, aller Überschrift zum Trotz.


Samstag, 14. September 2019

Südfriedhof

Auf dem Südfriedhof Nürnberg


The day you gave us, Lord, is ended,
the darkness falls at your behest;
to you our morning hymns ascended,
your praise shall hallow now our rest.

We thank you that your church, unsleeping
while earth rolls onward into light,
through all the world her watch is keeping,
and rests not now by day or night.

As o'er each continent and island
the dawn leads on another day,
the voice of pray'r is never silent,
nor dies the strain of praise away.

The sun, that bids us rest, is waking
our brethren 'neath the western sky,
and hour by hour fresh lips are making
your wondrous doings heard on high.

So be it, Lord: your throne shall never,
like earth's proud empires, pass away;
but stand and rule and grow forever,
'til all your creatures own your sway.

"The day Thou gavest, Lord, is ended"
John Ellerton

Anm.: eigentlich ein Abendlied, ich finde aber, dass man es mindestens auch hinsichtlich von Abend und Nacht aller Dinge, ihrem Ende und ihrer versprochenen Neuschöpfung her lesen kann. In diesem Zusammenhang kam es mir dann auch heute in den Sinn.


Freitag, 13. September 2019

Herr der Ringe (2) und bestelltes Buch

So, vor ein paar Tagen habe ich den ersten Teil des "Herrn der Ringe" in englischer Sprache fertiggelesen. Ich denke, ich werde mit dem zweiten Teil anfangen. Leseliste aktuell wäre somit:

J. R. R. Tolkien - The Lord of the Rings (2)
Brandon Sanderson - Warbreaker


Außerdem habe ich mir "Mir selber seltsam fremd" von Willy Peter Reese gebraucht bestellt.


Mittwoch, 11. September 2019

Wie ein Tuch

Wolken und fast letztes Jahresviertel

Wie ein Tuch fällt goldene Septembersonne auf die Stadt. Kaum zu glauben, dass vielleicht in zwei Monaten schon Schnee fällt. (Wenn er fällt). Morgens ist es schon deutlich kälter. Direkt angenehm, wobei ich mich auch auf die richtigen Herbsttage, auch die düsteren davon, freue.
Solange sitzen die Städter auf Bänken, faul wie Eidechsen, und spähen in die Wolken hinein.

Sonntag, 8. September 2019

Sonne und Mond, Feuer und Hagel, Schnee und Dunst, Sturmwind, der sein Wort ausführt...



Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne! Lobet ihn, ihr Himmelshöhen und ihr Wasser oben am Himmel! Sie sollen loben den Namen des HERRN; denn sie entstanden auf sein Geheiß, und er verlieh ihnen ewigen Bestand; er gab ein Gesetz, das nicht überschritten wird. Lobet den HERRN von der Erde her, ihr Walfische und alle Meeresfluten! Feuer und Hagel, Schnee und Dunst, Sturmwind, der sein Wort ausführt; Berge und alle Hügel, Obstbäume und alle Zedern; wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt; die Könige der Erde und alle Nationen, die Fürsten und alle Richter auf Erden.

* Psalm 148,3-11


Samstag, 7. September 2019

Im chinesischen Wald

Nachdem ich nun mein asiatisches Schneidbrett erhalten habe, konnte ich mich heute nicht mehr gedulden und begab mich mit meinem chinesischen Gepäck in den Wald, um dort die verschiedenen Modi und Funktionen der anhängenden Kamera zu erproben.

Teilweise nicht schlecht erstaunt war ich über die Vielzahl an amüsanten Filtern und Effekten, die aus in Natur recht unspektakulären Ansichten durch geschickte Farbveränderung ganz beeindruckende Ansichten machen. Alles in Allem hat mein Spaziergang durch den chinesischen Effektewald großen Spaß gemacht. Ein paar Impressionen teile ich hier auch. (Ein gewisses Bildrauschen hat sie aber doch unabstreitbar, die chinesische Ausrüstung. Sie soll aber bei mir auch keine reguläre Kamera ersetzen.) Viel Samstag Ihnen!



Letzte Ahnung vom Sommer...

Wer Birken mag, kann so schlecht nicht sein!

Geheimnisvoller Waldpfad

Ums Eck steht das Lebkuchenhaus!

In der Heimat grünem Walde

Mittwoch, 4. September 2019

Schneidbrett aus dem fernen Osten

Nach längerem Überlegen habe ich mir heute ein Schneidbrett aus Asien bestellt, nachdem mein bisheriges Telefonier- und Datengebrauchs-Schneidbrett schon seit längerer Zeit verkündet, es habe nun keinen Speicher mehr, ich müsse was tun, unbedingt, und mir aus Protest schon manchmal dann den Dienst verweigerte. Bin gespannt, was das neue Schneidbrett können wird und ob es überhaupt jemals hier ankommt... Solange warte ich und ärgere mich täglich über an mich versendete Katzenbilder, welche ein untrüglich' Zeichen des Welt-Endes sind.

Montag, 2. September 2019

Montag, der zweite September

Montag, der zweite September.

Irgendwie den Anfang verpasst.

Der Wochenanfang hängt schief
im Ablauf der Weltzeit:

An einem zweiten Tag. Den Monatsersten haben wir nicht mehr erwischt.

Kopfschmerzen wabern
durch den kompakten Raum mit der trockenen Luft.

Der Mond steht früh am Himmel droben
und auf den Hügeln im Umland flaggt Heimweh.


Samstag, 31. August 2019

Ausflug nach Fürth

Blick auf den sehr gepflegten Fürther Stadtpark

Heute begab ich mich auf den Nachmittag nach dem sagenumwobenen Ort Fürth/Bayern. Die Sonne war schon bei ihrem ersten Feierabendseidla, die Vögel sangen noch irgendwas aus den Bäumen, und zwischen den Bäumen lief ich dahin. Zu Fürth traf ich alte Freunde. Wir saßen an einem Ort unter alten Bäumen und redeten manches, während die Sonne, da irgendwo am Horizont, immer röter wurde, bis sie knapp über dem Riedgras nahe der Pegnitz stand, sodass man, wenn man in die falsche Richtung sah, blinzeln musste.

Auf Abend zu dann hörte man aus den Gründen her Musik. Paare tanzten konzentriert und heiter zu lateinamerikanischer Musik. Für einen Moment kam dann über die Wasser der Weiher ein melancholischer Windhauch daher, und für einen Moment klang die Musik nach einem alten Tango.

Mittwoch, 28. August 2019

Heckenfeld, Nygermansk ...

"In Heckenfeld werden zwei große Sprachen (und etliche wunderliche Subdialekte) gesprochen. Einerseits redet man dort Deutsch, das auch die Amtssprache ist, also in allen der tausendfältigen Kanzleien und Ämtern dort Verwendung findet. Die breite Masse des Volkes andererseits teilt sich in Nygermansk mit..."


"Et var lâtavent, so K. kemer in. Tad Torp let i dupt Snöe. Av Slotberg innet var to sên, Nybel ynn Vinßterheit ymgâm hin, inn de febelste Lissskên dütate tad grôte Slot annon. Lengt stod K. per Holtbrîd, det leiterte fram Landstrât to Torpem, ynn spete into tad skênhaft Lêrhet ap. ..."
Ut Frants Kafk: "Tad Slot"

Dienstag, 27. August 2019

Warten auf Regen

Wolken ziehen
Wolken; und warten auf Regen. Tag für Tag warten auf Regen. Auf strömenden Regen und finsteren Herbst.

Samstag, 24. August 2019

Neues biblisches "Nutztier" und vermuskelkatert

Potentielle Nutzbibel, die nichts mit
Sport zu tun hat


Wie angekündigt begab ich mich gestern zu einem Probetraining in Sachen Selbstverteidigung/Kampfsport. Die Folgen sind enorm! Abgesehen davon, dass es ziemlichen Spaß gemacht hat, habe ich nun Muskelkater an Stellen, von denen ich garnicht wusste, dass man dort Muskelkater bekommen kann. Unterarmmuskelkater, der dann auch z. B. das Tippen auf der Tastatur relativ anstrengend gestaltet... haha! Aber das hat sich gelohnt!

Ein freundlicher Mensch hat es mir nun auch noch möglich gemacht, mir eine als "Mittagspausenbibel" gedachte Bibel zuzulegen. Meine bisher genutzte Ausgabe enthält größtenteils nur die Schriften des Neuen Testaments. Also nichts mit mal die Schöpfungsgeschichte genauer betrachten oder sich mal Gedanken über einen der Propheten zu machen. Abhilfe soll nun die oben abgebildete Nutzbibel im Taschenformat schaffen. Ich habe bewusst ignoriert, wie schön das Buch eigentlich aufgemacht ist und mir vorgenommen, sie wirklich nicht zu schonen. Transport im Rucksack zwischen den üblichen Alltagsgegegenständen soll sie durchstehen, wüstes Durchblättern und Querlese. Auch mal auf einer Holzbank einfach so abgelegt sein. Reinschreiben, wie manche Leser das ja machen, werde ich zwar nicht, aber mein Vorsatz ist, vor dieser Bibel als Buch und Werk aus Papier keinerlei Respekt zu haben. Das ist den Inhalten vorbehalten. Ich freu mich drauf!

Donnerstag, 22. August 2019

Als ich unter einem Baum saß

Baum (Serviervorschlag)

Momentan habe ich wieder relativ große Freude daran, täglich in meiner kleinen Taschenbibel zu lesen, die ich vor Jahren zufällig auf einem Briefkasten liegend gefunden habe. Vielleicht liegt das auch an meiner Herangehensweise. Ich sehe das momentan ganz entspannt. Ich lasse den Text einfach auf mich wirken. Ich erlaube mir, Sätze wenn es sein muss aus dem Zusammenhang zu reißen und mich von ihnen in (scheinbar) ganz andere Themenbereiche meines Lebens leiten. Wenn mich etwas ärgert, spreche ich das im Gebet auch aus. Wobei ich mir auch da keinen frommen Druck mache. Hört das Gebet jemand? Muss jetzt gleich etwas passieren? Wenn da ein Gott ist, der mich hört und sich für mich interessiert, dann wird er zu seiner Zeit schon kommen und mir antworten. Und falls nicht... das Leben ist kompliziert und ich kann das weder sicher beantworten noch irgendeinen Schaden erkennen, der daraus resultiert, da keine Antwort oder herzeigbare und schöngekämmte Sicherheit zu haben. Ich sitze einfach manchmal unter "meinem" Baum und höre zu und lasse wirken und spüre den Frieden, von dem der Wind in den Bäumen erzählen mag.

Dienstag, 20. August 2019

Sport

Es hat jetzt fast ein Jahr gedauert, aber ich habe mich nun (quasi ganz spontan ohne längeres Überlegen, siehe Anfang) für ein Probetraining bei einer Kampfsportschule angemeldet. Bin schon gespannt, was mich da erwartet.

Ansonsten regnet es. Auf den Straßen werde ich Zeuge gedämpfter Unmutslaute, gesenkter Gesichter und trauriger, trauriger Menschen, was mich aber nicht besonders betrifft.

Donnerstag, 15. August 2019

Abendfotos

Nu' ist schon fast wieder Freitag. Und weil ich sonst nichts zu erzählen habe, gibt es jetzt noch ein paar von meinen Abend-im-Wald-Fotos, die ich ganz schön fand.



Montag, 12. August 2019

Zwei Sonntage

Zwei Sonntage hintereinander war ich jetzt wieder in der Gemeinde, in die ich normalerweise gehe. Zwei ganz gute und erbauliche Predigen, ein paar nette Erlebnisse. Dann wieder ein zwischenmenschliches Erlebnis der negativen Art. Für mich das Zeichen, jetzt erstmal wieder was anderes zu tun und bis auf weiteres wegzubleiben. Ohnehin bestehen Zweifel am Konzept.

Freitag, 9. August 2019

Bei Dämmerung im Wald

Abends im Wald

Heute begab ich mich, beeinflusst von der Beschallung mit Ulvers "Bergtatt" (was eigentlich eine ziemlich unheimliche Motivation ist, bedenkt man, dass das Album thematisch davon handelt, dass ein Mädchen von unheimlichen Trollen und Geistern in das Waldesdunkel hinausgelockt wird, wo es schlussendlich verschwindet und zu einem Teil der Berge wird) und von der Sehnsucht nach Stille, zu Einbruch der Dämmerung in den Wald. Dort wollte ich ein wenig spazieren gehen und die Dämmerungs- und Nachtfunktion meiner Kamera ausprobieren. Unheimlich! (Also die Dämmerungsfunktion der Kamera natürlich. Macht Bilder als wäre es hellichter Tag. Wobei dadurch auch der Reiz eines Fotos in der Dämmerung verloren geht. Der Nacht und dem Abenddunkel die Kleider ausziehen hat etwas Perverses an sich.)
Trotzdem: So eine Erfahrung ist nicht ganz ohne. Ich habe bei mir erlebt, dass sich alle Sinne irgendwie schärfen. Man hört viel mehr. Selbst das Rauschen des Windes zwischen den Blättern erscheint laut und plötzlich kommend. Knacken im Unterholz. Irgendwann verstummen die Vögel. Trotz Ausrüstung mit Taschenlampe entschied ich mich an einer Abzweigung dann doch für den breiteren Waldweg und somit die kleinere von zwei möglichen Runden. Und doch hat so ein Spaziergang in der Dämmerung, zwischen den Bäumen, einen archaischen Reiz.