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Dienstag, 1. September 2020

Das Suderland

 

Das Suderland

Schon seit längerer Zeit reift in mir die Idee, für das Rollenspielsystem Aborea eine Kampagne zu schreiben und die für (m)eine Gruppe zu leiten. Habe gestern dann auch mal angefangen, eine Regionalkarte des Suderlandes in Palea zu erstellen, wo die Kampagne spielen soll. Hatte früher schon einmal versucht, mit dem Other World Mapper eine solche Karte zusammenzubringen, leider hat es technisch da einfach nicht geklappt. Mit dem obigen Resultat bin ich nun ganz glücklich.

Überhaupt würde ich sehr gerne mal wieder Aborea spielen oder leiten...
(An dieser Stelle auch nochmal meine Empfehlung: Aborea ist super geeignet für Einsteiger und Regelfaule wie mich.... Und für nichtmal 20 Euro ist es auch recht günstig zu haben! :) )


Ja... ansonsten habe ich heute Nachricht erhalten, dass ich wieder in die Kirche zurückkehren darf. Am Samstag wird's dann offiziell im Rahmen einer kleinen Andacht vollzogen, was mich sehr freut!



Sonntag, 19. April 2020

Südlicher Teil von Emelda und Ballade über das Haus des Lichts

Südlicher Teil meiner Karte von Emelda
(Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)


Zu der hier zu sehenden Karte möchte ich eine kleine Ballade zum besten geben. Über das Herabsinken der Stille und die Verwandlung der einst fröhlichen und prächtigen Städte
Tûrulaur (Goldhafen) und Morgalorn (Haus der Fröhlichkeit) in Bollwerke des ernsten Lichts trägt man manchmal folgende Ballade vor (zuerst der Text in Nîna, anschließend die Übersetzung ins Deutsche. Generell alles aber noch mehr oder minder in Bearbeitung und ich finde noch laufend Fehler hinsichtlich der Plausibilität oder Anwendung von mir bereits aufgestellter Regeln)


A Tûrulaur ya Morgalorn
A Arkis-unafûn'
Men upadit Auradim-norn
Men viatit Ost-osán
Men artakat Galora-éiûlun
A Uiataia-mir
Men lugat Dimâ-ichil
A Turëlau
Ya Dimâ-aur a Morgunda
Ya arnan errâ Nineiûl
Men artakat

A Tûrulaur ya Morgalorn
A Arkis-unafûn'
Men sabothit Hálarkis
Men viatit Nil-nor
Men skekit Kiseba ucur Orot-Bramûm
Ucur Darën ilmesa
Men sabothit Dolmorin abotizea
Amelu Ceresk
Ya esír palana Uluth
Ya Galdrâk esîrit
a-Galorad

A-Galora otubit
A Morviën
Mor Haleviën-keara
Palana Esírum
Bar Vië atubion
Viate Darën-kírake
Uluth brabavi
Galdrâk kíresírant
Brôgus amovabiant
Keara Mor Viën


In Tûrulaur und Morgalorn
In einer andern Zeit
Da ging ein Morgen auf
Da schien der helle Tag
Da hörte man der Kinder Spiel
In weißen Straßen
Da sah man Kupferglanz
In der Schmiede
Und Goldglanz im Königshaus
Und manches große Wort
Hörte man

In Tûrulaur und Morgalorn
In einer andern Zeit
Da kam die Abendstund
Da schien ein kalter Stern
Da blies der Wind vom Hügelgrab
Aus dunklem Wald
Da kam die Nacht herauf
Überm Lande
Und stumm ward die Laute
Und schweigend der Mund
Der muntre

Das Spiel verging
In Morviën
Zu Mor Haleviën
Ward Stille
Nur einsames Licht
Strahlt waldhin
Die Laute zerbrochen
Der Mund verstummt
Der Würfel verschwunden
Im Haus des Lichts



Samstag, 4. April 2020

Emelda (II)

Länder östlich der Bucht von Emelda


Die Möglichkeiten des Kartelns mit Wonderdraft und die mit Hilfe dieses schönen Programms entstandene Karte hatten es mir jetzt so angetan, dass ich an der Welt (bzw. dem Teilausschnitt der Welt) Emelda noch ein bisschen weitergearbeitet habe. Unter anderem strich ich einige Namen glatt, die mir so noch nicht gefallen habe und erfand noch die ein oder andere Sache dazu. Zusätzlich dachte ich mir ein paar Hintergrundinfos zu der Welt und zu den bereits auf der Karte verzeichneten Orten aus:

(05.04.20: Karte nochmal aktualisiert, Einträge zu Orten ergänzt.)




Agarath: Der Wilde Fluß. Fließt, entspringend am Fuße des Großen Gebirges, für viele hundert Meilen durch die Ebene von Emelda, bevor er in der Bucht von Emelda ins Meer fließt. Nördlich seiner Quelle lag das Königreich von Silberpfort bis zu dessen Niedergang und dem Weggang der Sieben Weisen.


Aldone: Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs Aldone. Liegt am Ufer des Flußes Rasch, welcher von dort nach Süden durch die Berge von Aldaia fließt. Im Umland von Aldone wachsen wohlschmeckende Früchte. Die Elfen aus dem nördlich gelegenen Wald des Auges, die Dimêthrim, das Waldvolk, sowie die in den Bergen von Aldaia lebenden Zwerge kommen hierher um Handel zu treiben. Die Menschen von Aldone haben daher, so sagt man, sowohl Sturheit von den Zwergen als auch einen heiteren Sinn für Geheimnisvolles und Höheres, der auf elfischen Einfluß zurückgeführt wird, kultiviert.


Alter Trabepfad: Die heute beinahe beinahe vergessene Nord-Süd-Verbindung von Silberpfort im Norden über Emelda an die Vorhöfe der Stillen Lande. Südlich der Kreuzung mit der Handelsstraße von Beresken nach Aldone nahe der südlichen Brücke über den Agarath wird der Alte Trabepfad auch als Geisterstraße bezeichnet.



Auge, das: Großer Binnensee am Südende der Wälder von Nimmereth. Die Melêgin Marach (Wasser des Silberstaubs) fließen durch das Auge hindurch und bilden aus dem Auge hinausfließend die Westgrenze des Königreichs Aldone nahe der Steine des Gewitters (Palínir Fuinor), wo sich die Ost-West-Straße und die große Straße von Sirmalion her kreuzen.


Beresken: Emeldische Handels- und Hafenstadt. Dort beginnt die lange Straße nach Aldone.


Fallonde: Uralte Hafenstadt am Westrand der Stillen Lande. Letztverbliebene menschliche Stadt in dieser Gegend seit dem Herabsinken der Stille im Jahre 59 n. W. Z. („nach westlicher Zeitrechnung“)



Großes Gebirge: Das Große Gebirge (Selêgin Errênír) durchzieht die Länder östlich der Bucht von Emelda wie eine große Mauer über tausend Meilen von Nord nach Süd. Es trennt die Länder Emelda und Nimmereth. Besondere Gipfel sind die Zwillingsspitzen nahe der ehemaligen Silbernen Pforte, das Haus des Riesen, die Eisenspitze und im Süden die Adlerrast.



Königreich Silberpfort. Einstmals mächtigstes Land des Westens, gelegen an der Aredin Marâ, der Silbernen Pforte, einem einstmals gangbaren Pass über das Gebirge nach Osten ins Land Nimmereth und hin zur Königsstadt Sirmalion. Zu Beginn der Westlichen Zeitrechnung wurde Silberpfort im Krieg an der Silbernen Pforte zerstört und die Silberne Pforte stürzte ein. Gewichtiges Resultat des Krieges war auch der Weggang der Sieben Weisen und ihre Zerstreuung in die Welt.



Melêgin Marach, die: Wasser des Silberstaubs. Großer Fluß östlich des Gebirges. Ihre Quelle liegt im Lande Nimmereth, von wo aus sie an der Königsstadt Sirmalion vorbeifließend ihre Bahn ins Auge nimmt. Dieses durchfließend bildet sie südlich des Sees die Westgrenze von Aldone.

Mor Haleviën: Haus des Abendlichts. Stadt am südlichen Rand der Ebene von Emelda an der Mündung des Agarath ins Meer. Einige Meilen südlich der Stadt beginnen die Stillen Lande und ein großer Wald. Die Stadt ist geprägt von ihren Holzhäusern. Seltsame Melancholie und Angst liegen über ihren Straßen. Häufig kommen kühle Winde des Abends von Süden heran. Wenn diese die Wolken davonwehen, liegt die Stadt allein in der Ebene unter einem nachtblauen Himmel und unter eisigen Sternen. Die Tore von Mor Haleviën werden am frühen Abend geschlossen und niemand wagt sich nach Sonneuntergang hinaus in die schweigende Landschaft. Auch die Straßen der Stadt leeren sich.

In den Zeiten vor dem Herabsinken der großen Stille war der Name der Stadt Tûrulaur, Goldhafen, und das Gold aus den Ländern des Südens wurde von hier in die Welt hinaus gebracht.

Nimmereth: Landschaft westlich des Großen Gebirges. Sirmalion ist die Hauptstadt des fröhlichen Nimmereth. In seinen Wäldern leben die Elfen und mancherlei Naturgeister.

Rasch, der: Der Rasch entspringt im Wald des Auges, von wo er einen Bogen nach Südwesten schlägt und die Stadt Aldone durchfließt. Von dort führt sein Lauf durch die Berge von Aldaia nach Süden.


Sirmalion: Die Königsstadt. Hauptstadt des Reiches von Nimmereth am Ufer der Melêgin Marach. Heimat seltener Magie und großer Kunstfertigkeiten, besonders der Silberschmiedekunst. Man sagt, dass der Zauberodem des Waldes von Nimmereth die Menschen dort besonders segnet und ihnen eine beinahe andersweltliche Fröhlichkeit und Lebensart schenkt.

Stille Lande: Einstmals ein von Menschen bewohnter Landstrich, wo große Handwerkskunst ihre Blüte fand. Mit dem Eindringen der Menschen in die Wälder am Fuße des Gebirges begann das Ereignis, das in Emelda als Herabsinken der großen Stille bekannt ist, mit dessen Einsetzen Zug um Zug alle Menschen aus dieser Gegend (mit Ausnahme der Bewohner der Stadt Fallone) verschwanden. Heute ein unheimlicher und wilder Landstrich.

Straße von Beresken nach Aldone: Durchquert die Ebene von Emelda mit ihren Dörfern und Städtchen bis an den Übergang über den Wilden Fluß, wo die Vorhöfe des Gebirges beginnen. Überquert das Gebirge am Pass nahe der Eisenspitze. Von dort verläuft die Straße das Vorland von Aldone bis zur Wegkreuzung bei den Palínir Fuinor (Steine des Gewitters). Bald folgt die Brücke über die Melêgin Marach und damit der Eintritt in das Königreich Aldone. Ab hier kommt der Reisende durch ein fruchtbares Land an den Ufern des Rasch bis an die Tore von Aldone.

Die Straße ist auch heute in relativ gutem Zustand. Reisende fürchten jedoch den Pass an der Eisenspitze aufgrund des oft unkalkulierbaren Wetters im Gebirge als auch wegen der Wesen, die in den Schluchten und Halden des Großen Gebirges leben. An den Palínir Fuinor soll es spuken und jeder vernünftige Mensch plant seine Reise so, dass diese Gegend nicht bei Nacht durchquert werden muss.

Das Heer von König Emilúd zog entlang der Straße aus der Gegend des heutigen Aldone in den Krieg an der Silbernen Pforte.

Tenea: Stadt am Ufer der Tena. Umgeben von dichten Wäldern am Rande der Ebenen des Ewigen Eises. Hier lebt ein zähes und unbeugsames Volk.

Freitag, 3. April 2020

Emelda [Wonderdraft-Erstversuch]

Die Bucht von Emelda

Mit ein bisschen Nachdenken und Knobeln habe ich nun doch noch zeitnah meinen gestern gekauften Download von Wonderdraft erhalten. Zum Einstieg ins Wochenende habe ich auch gleich ein bisschen "gekartelt". Herausgekommen ist die oben zu sehende Karte der Lande um die Bucht von Emelda. Ich mag das Programm soweit sehr gerne. Mit der Textlabelfunktion hatte ich anfangs noch Probleme, habe mich inzwischen aber ganz gut daran gewöhnt. Mal sehen, was da noch kommt.

Ein fantastisches und gesundes Wochenende wünsche ich!


Bärenwalder Abendlied

Grafschaft Bärenwald (inkarnate-Version)
-> Für größere Version bitte klicken!

Aus Langeweile und Weltverdruss habe ich dieser Tage mit der kostenfreien inkarnate-Basisversion nochmal eine (s. o.) Karte der bereits bekannten Grafschaft Bärenwald, in der aktuell die Abenteuer unserer Beyond-the-Wall-Spielrunde stattfinden, erstellt.

Ebenfalls präsentieren möchte ich nun noch folgendes kleines Abendlied aus der (s. o.) Grafschaft Bärenwald.

Bei dem alten Baume (Bärenwalder Abendlied)

Nach dem heißen Sommer
Nach dem Schweiß der Ernte
Nach dem späten Regen
Da sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume
Da sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume

Wenn der Winter endet
Wenn junge Zweige grünen
Wenn frohe Jugend wandert
Dann sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten  Baume
Dann sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume

Im Ernst des kühlen Abends
Reich mir den frischen Trunk dort
Und sing mir neue Lieder
Da bei dem alten Baume
Und sing mir neue Lieder
Da bei dem alten Baume

Und drücken schwer die Glieder
So wecke den Gesang auf
Und heb die Seele wieder
Dort bei dem alten Baume
Dort bei dem alten  Baume

Dem Tag folgt ein Dunkel
Der Fluß rennt hin zum Meere
Der Mensch ist nur ein Schatten
Sag, sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume?
Sag, sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten  Baume?

 (Das Abendlied wird in verschiedenen regionalen Varianten gerne gesungen und in so mancher Wirtshausstube erklingt es zum mehr oder minder nachdenklichen und mehr oder minder nüchternen Tagesabschluß...) 

Donnerstag, 2. April 2020

Leseliste im April

Literatur in der Vertikalen

So habe ich denn nun gestern den "Herrn der Ringe" ausgelesen. Seit Juni 2019 habe ich daran gelesen. Für mich geht damit ein doch recht längerer und eindrucksvoller Leseabschnitt zu Ende.

Aktuelle Leseliste ist somit:

  • Robert Jordan - The Eye of The World (The Wheel of Time, 1. Teil)
  • Bonaventura - Nachtwachen


Weiterhin habe ich heute in einem Anfall von Wahn ein bisschen zusätzlich erworbenes Geld zu verbrauchen und habe mir das Kartografieprogramm Wonderdraft gekauft. Versucht zu kaufen, besser gesagt. Denn den mir eigentlich zuzuschickenden Download-Link habe ich nicht erhalten... nun muss sich der Support des Vertriebes darum kümmern. Mal sehen. Bin ungeduldig.


Mittwoch, 1. April 2020

Kleinstiege

Das beschauliche Örtchen Kleinstiege in der Grafschaft Bärenwald
(für größere Version bitte klicken!)

Da mir ein wenig fad zumute war, habe ich mit dem sehr schönen (in der kostenfreien Version aber auch relativ deutlich eingeschränkten) Karteneditor inkarnate das Dorf Kleinstiege, das sich meine Spieler in der "Beyond the Wall"-Runde als Startpunkt ausgedacht haben, kartografisch verarbeitet. Hach... die Bedienoberfläche und Benutzerführung von inkarnate gefällt mir sehr gut, ich weiß aber nicht, ob ich die Vollversion kaufen werde/würde, da man diese nur als Jahresabo erhält, also die Software jährlich neu kaufen muss und sie dann auch nur im Internet genutzt werden kann. Nunja... mal sehen. Das oben ist jedenfalls Kleinstiege.

Dienstag, 28. Januar 2020

Aus der Grafschaft Bärenwald

Die schöne Grafschaft Bärenwald, irgendwo am Rande der Welt

Hier nun eine kurze Vorstellung einer Spiellandschaft, in der sich meine aktuelle Beyond-the-Wall-Runde bewegt: Die Graftschaft Bärenwald.

Die Grafschaft Bärenwald liegt an und um das nördliche Meer gruppiert. Die Spieler der Gruppe stammen alle aus dem kleinen Örtchen Kleinstiege, wo man von Landwirtschaft, Handwerk und ein bisschen Handel lebt. Kleinstiege liegt an der Bärenwalder Ache, die ihren Namen vom Bärenwald hat, der wiederum der ganzen Grafschaft seinen Namen gibt. Die Provinzhauptstadt ist das im Westen gelegene Herrntrutz, wo Graf Wolf seinen Amtsgeschäften nachgeht. Am Südende der Grafschaft, bei der Hügelkette Steinerner Riegel befindet sich das Holzfällerdorf Hauersend.

Nahe der Quelle der Bärenwalder Ache steht die Verwunschene Mühle, wo der Müller Nol mit seiner Familie lebt, welcher ein Meister der Geschichten ist und gesuchter Ratgeber bei allerhand Fragen. Legenden umranken den Müller und einige behaupten, er sei weder ein richtiger Müller noch überhaupt ein gewöhnlicher Mensch. Wer auch immer schon die Mühle besucht hat, wird diesen Eindruck auch durchaus bestätigen wollen und wird schwärmen und vieles berichten von dem unirdischen Frieden der dort in der dunklen Sandsteinschlucht zwischen den Bäumen in des Müllers Haus herrscht.

Lose basierend auf dem im Grundregelbuch enthaltenen Szenario "Trollsaga" sind meine Spieler mit ihren Figuren gerade auf der Jagd nach einem unheilvollen und mythenumrankten Trollwesen, dem Vater der Steine, Ilminavi. Um diesen kurzen Ausflug an den Bärenwald abzurunden, hier nun noch eine alte Sage über den Ilminavi, die angeblich auch durch den Müller der Verwunschenen Mühle so erzählt wurde...



Die Sage vom Ilminavi

In uralten Tagen kamen Menschen ins Land und der Hügel wurde von Zwergen bebaut. Man sagt von Schiffen mit denen sie kamen von über dem Meere, von steineichernen und starken. Andrer redet vom Grasland und gigantischen, ragenden Bergen als Heimat der Zwerge, vor Zug und Zeit.

Zwerge und Menschen achteten sich, trieben Handel und beider Völker Könige und Fürsten besuchten sich oftmals in ihren Hallen, galten Gabe mit Gegengabe, Freundschaft mit Friede; und beide bewohnten das Land, wie Bruder und Bruder.

Da neidvoll erwachte der Geist der Hügel, hasserfüllt. Nicht duldend wollend die Fremden zu seinen Füßen, nicht Mensch, nicht Zwerg. Aus Windes Kraft, des Felsens Härte und Waldeinsamkeit ward Ilminavi wach, der Vater der Steine, unholdes Übel. Mensch und Zwerg hassend, zog er deren Kinder zu sich, in finstern Forst und zu schwarzem Stein, lockend mit übelem Zaubergesange. Er fraß das Vieh auf den Weiden und folgte dem Hirten nach Hause, als Schatten, der Tod brachte. Er warf Stein über Wall, verheerte die fruchtbare Stätte des Ackers und fraß, was er fand.

Geboren ward Gelgar, der König der Zwerge, kühn wie der Adler und stark wie die Berge. Seine Schwester war gefressen worden vom Steinvater, dem Ilminavi, in ihren Kindertagen. Gelgar endlich beschloss, dem scheußlichen Vater der Steine zu Leid zu machen sein Leben und des Riesen Raub zu gelten mit Glanzstahl und dessen Spuk mit dem Schwert zu ersticken.
Ein Heer hob hervor er, aus Berg und Binge, gewappnet mit Spieß und Schild aus Uponith. Drei Tage zog man, Wut an den Waffen, zu Trolles Zauberberg, bis da klang Eisen auf Eisen und Klinge schlug auf schwarze Klauenhand. Drei Tage focht man, drei Tage wogte das Heer, her und hin, bis schließlich erschlaffte der Trollmann und floh in die finsteren Hügel hinein.

Dort liegt er, die Wunden leckend, und sinnend auf Rache, bis zum Rückkehrtage, so sagt man.



Montag, 9. Dezember 2019

Ardan

Die Ebene von Ardan

Ardan. Die heitere Stadt Ardan liegt an den noch jungen Gestaden des Vankalsim (in der Menschensprache "Waldstrom" genannt), zu Füßen des südlichen Ausläufers der "Mauern der Welt" (Aseld Âm-Adar), der nach der Stadt selbst Aseld Âm-Ardane geheißen wird. Ardan ist die Hauptstadt eines kleinen Königreichs, geprägt wird sie von den vielen prächtigen Verwaltungs- und Regierungsgebäuden, besonderes Wahrzeichen ist das Goldene Tor von Ardan, welches Reisende, die aus Südosten, aus Richtung der Stadt Spelgraven kommend, oft schon weit in der mit ihnen reisenden Sonne glänzen sehen können.

Die Flußufer des Vankalsim sind in Ardan mit blühenden und vielfältigen Gärten geziert, die ganz dem fröhlichen Naturell seiner Bewohner zu entsprechen scheinen. Aus Ardan führt eine Straße viele hundert Meilen nach Norden, wo sie schließlich den Mimân-Pass nach Westen durchquert, um nach Niolonde, der Stadt am Londwasser, zu gelangen. Eine weitere Straße führt, wie bereits angedeutet, nach Südosten, hin zur Hafenstadt Spelgraven. Auf Höhe von Ardan ist der Waldstrom noch nicht schiffbar, er wird dies erst nach ca. einem Drittel seines Laufes ab der Quelle. Ein Flußhafen ermöglicht es von dort, Waren und Reisende schneller nach Spelgraven zu befördern. Südlich des Waldstromes ist ein großer und uralter Wald, der von den Bewohnern Ardans für heilig angesehen wird. Was sich im Laubdunkel dieses Waldes verbergen mag, davon erzählen viele Sagen und Geschichten in der Region.

Fortzsetzung folgt vielleicht.


Montag, 14. Oktober 2019

Die verzauberte Gegend um Nürnberg

Heute und gestern setzte ich mich an den Other World Mapper, um die unten zu sehende Karte der Region Nürnberg im Stile der Karten im "Herrn der Ringe" zu erstellen. Bin mit dem Ergebnis recht zufrieden und es hat großen Spaß gemacht, die Karte zu erstellen, weshalb ich sie hier nun einstelle. Schönen Montag!



Gesamtansicht der Karte
Reichswald im Südosten

Fürth links im Bilde

Das mystische Knoblauchsland

Gegend um Lauf und Hersbruck, im Süden Moritzberg

Lorenzer Reichswald und Altdorf


Montag, 15. Juli 2019

Bergwünsche

Die Berge! (Serviervorschlag)

So... der Reisesack ist fast gepackt. Morgen geht es in Richtung des mächtigen Gebirges. Bin sehr aufgeregt und froh darüber.

Auch freut mich, dass momentan die Zeichen nicht ganz negativ für das Etablieren einer mehr oder minder regelmäßigen Aborea-Spielrunde stehen. Mal sehen, was sich da noch so ergeben wird.

Habe heute noch ein bisschen mit dem Other World Mapper herumgespielt und nun erstmalig geschafft, eine schon bestehende Karte als Hintergrundbild einzurichten, was es möglich gemacht hat, deren Umrisse abzuzeichnen, was dann als erster Schritt des Nachzeichnens dieser Karte im OWM sein soll.

Sonntag, also gestern, war auch ganz schön. Aufgrund einer Überdosis an gesellschaftsrelevanten Themen ™ und akuter Unlust, anstelle von geistlicher Orientierung wieder nur quasi das Best-of des aktuellen Feuilletons einer linksliberalen Tageszeitung vorgesetzt zu bekommen, entschied ich mich, nicht in den Gottesdienst "meiner" Gemeinde zu gehen. Stattdessen besuchte ich einen Gottesdienst in einer normalen evangelisch-landeskirchlichen Gemeinde, was sich dann als genau der richtige Schritt in diesem Fall herausgestellt hat. Vielleicht nehme ich mir in Zukunft häufiger die Freiheit, einfach mal wo anders reinzuschnuppern. Ist vielleicht ja auch wie in einer Freundschaft. Zwei Personen können nicht 7 Tage die Woche 24 Stunden am Tag zusammensitzen. Da kracht es irgendwann. Hm... mal sehen. Vielleicht bessert sich durch solches Vorgehen ja meine Laune und eventuell komme ich ein paar Schritte weiter.

Wichtig ist aber momentan: Morgen die Berge! Hach, wie ich mich nach diesem Anblick sehne!

Samstag, 29. Juni 2019

Altland

Das sagenumwobene Land Altland


Habe nun ein bisschen mit dem schönen Other World Mapper herumspielen können. Das ist mein erster Versuch zum Spaße (bzw. dessen Gerüst. Da kommt noch mehr):

Altland. Altland ist ein sagenumwobenes Land voller Wälder und Gebirge. Einst herrschten dort große Könige und Helden vollbrachten Heldentaten. Aber dies ist lange her und Altland ist in einen tiefen Schlaf gefallen. Im Nordwesten befindet sich ein hügeliges Steppenland, wo einst ein Königreich eines sagenumwobenen Reitervolkes sich befunden haben soll. Heute zeugen davon jedoch nur noch Ruinen. Im Süden des Landstriches, kurz vor dem Steinernen Riegel, den großen Gebirge, befindet sich die Ortschaft Old Harbour, von wo aus man per Segelschiff die Schafsinsel erreicht. Dort (wer hätte es gedacht!) züchten brave Menschen Schafe und gucken über das Grasland.

Südöstlich des Steinernen Riegels ist der große und unheimliche Murmelnde Wald, in dem Fabelwesen hausen. Reist man weiter ind en Südosten und überquert man das Hexengebirge, erreicht man die Fürstentümer der Menschen am See.

(Mal sehen, was ich weiter noch mit dem OWM basteln kann).

Sonntag, 1. Juli 2018

Der kalifornische Bürgerkrieg - Teil 1

Ungefähr zwei Jahre später habe ich bezugnehmend auf diesen Post (und irgendwie auch diesen (Zerfall der USA in den 90ern) und diesen (alternativer Ausgang des Kalten Krieges))nun eine erste Karte für mein Alternativweltgeschichtsszenario über den kalifornischen Bürgerkrieg 1992-1998 erstellt. Zu Hilfe kam mir hierbei das sehr schöne Programm paint.net, mit dem man herrlich einfach in verschiedenen Ebenen zeichnen kann und das mit Leckerlis wie vorgespeicherten Schraffureffekten etc. einfach nahezu perfekt für mich ist.
Meine Basiskarte entstammt den National Atlas of the United States und ist meiner Kenntnis nach gemeinfrei. Die Flaggen der República de California sowie des States of California erstellte der alternatehistory.com-User Shifty Giant für mich. Genug der Vorrede, los geht's in einer eher groben Skizze meines Szenarios:


Wie man den oben verlinkten Posts entnehmen kann, zerfielen in meiner Timeline die früheren Vereinigten Staaten von Amerika zu vielen kleineren Einzelstaaten. Einer davon ist Kalifornien, das als "State of California" seine Unabhängigkeit 1991 erlangte:

Flagge des "State of California"



























Im Zuge der allgemeinen Umbruchstimmung und Wirren beginnt unter den hispanischen Einwohner Kaliforniens eine immer lautere werdende Agitation für mehr Rechte und mehr Selbstständigkeit. Als Stimme dieser Forderungen entsteht die "Unión de california latino" in San Diego.
Eine Reihe von auch gewalttätigen Ereignissen steigert den Drang zur Unabhängigkeit. China und die Sowjetunion, die sich hiervon Einfluss auf Kalifornien, das immerhin eine beachtliche Wirtschaftsmacht ist, versprechen, unterstützen die "Unión de california latino" sowohl organisatorisch, finanziell als auch mit bereits Waffenlieferungen an militantere Kreise innerhalb der "UCL".

Flagge der "República de California"
1992 schließlich proklamieren die Aktivisten, alle Warnungen ignorierend, die "República de California" mit Los Angeles als Hauptstadt.











In wenigen Monaten übernehmen die bei Gründung bereits marschbereiten Einheiten der Armee der R.d.C. die wichtigsten strategischen Punkte in denen von ihnen beanspruchten Gebieten im Süden Kaliforniens. In etlichen Gebieten jedoch stoßen sie auf starken Widerstand, oftmals flammen die Kämpfe auch ständig neu auf, da etliche gut bewaffnete loyalistische Milizen auch in den südlichen Gebieten aktiv sind. Los Angeles wird während des ganzen Krieges nicht zur Ruhe kommen ("Schlacht um Los Angeles").

Im Sommer 1994 beginnt die Armee der R.d.C. Offensiven in Richtung Norden, mit dem Ziel San Francisco und San Jose einzunehmen.
Bilder des Geschehens bis 1994.
Zur Vergrößerung bitte klicken!

Nach sechs Jahren des Konfliktes wird der Bürgerkrieg in Kalifornien schließlich mit dem "Frieden von Irkutsk" beendet. Mehr dazu im zweiten Teil in evtl. nicht erst wieder zwei Jahren.

Donnerstag, 1. Juni 2017

Alternativweltgeschichte - Heute: Staat Großbayern

(Folgend ein etwas schwarzhumoriges, wenngleich, so betone ich, auch nicht ganz ernst gemeintes Szenario aus der Alternativweltgeschichte... Ich nehme Bezug auf diesen Beitrag in meinem Blog.)


Großbayern und seine Nachbarstaaten, ca. im Jahr 2037

Im Jahr 2019 kommt es in Deutschland zu einer massiven Krise des Föderalismus. Die einzelnen Bundesländer erhalten in der Folge immer mehr eigene Machtbefugnisse, bis sich die heutige Bundesrepublik Deutschland de facto von einem Bundesstaat zu einer Konföderation verwandelt hat.

In den Jahren darauf nutzt Bayern gezielt seine wirtschaftliche Stärke aus, und mischt sich, direkt oder indirekt, in die Politik der Nachbarstaaten ein. Zu den Schwerpunkten der bayerischen Aktivitäten zählen u. a. die finanzielle Unterstützung fränkischer Separatisten in Thüringen, Hessen und Baden-Württemberg, sowie Aufbau einer ausufernden Propagandamaschinerie, die Bayerns Nachbarstaaten durch Gräuelpropaganda immer weiter destabilisiert.

2025 bricht der Thüringische Bürgerkrieg aus, wobei die fränkischen Separatisten wieder auf Unterstützung aus Bayern zählen können. 2029 endet der Konflikt unter Vermittlung des Bundes mit Abspaltung der fränkischen Südteile Thüringens, kurz darauf gliedern sich diese nach einem Referendum nach Bayern ein.

2030 nutzt Bayern eine Regierungskrise in Baden-Württemberg aus, und erzwingt unter Androhung eines Einmarsches die Abtretung Tauberfrankens an Bayern.

2031 kommt der Hessisch-Bayerische Handelsvertrag zustande. Hessen wird privilegierter Handelspartner mit Kauf- und Verkaufsrechten vor allen anderen Staaten Deutschlands. Im Austausch werden gewisse umstrittene Gebiete in Osthessen an Bayern verkauft. Die offizielle Presse in Bayern vertuscht jedoch den tatsächlichen Charakter der Vereinbarung und spricht von einer Herausgabe und Eingliederung der in Wahrheit teuer gekauften Ländereien.

Ab 2031 erfolgt dann eine Neuordnung der Regierungsbezirke (s. Karte oben!).
Unter Vorsitz des großen Ministerpräsidenten Ludwig III. Wittelsbacher diskutiert der bay. Landtag ganz offen darüber, ob man nicht auch die Gebiete der ehemaligen bayerischen Pfalz zurückfordern solle...



(...Dieser Beitrag wird von mir evtl. noch ergänzt und weiter bearbeitet. Mir ist bewusst, dass die "Story" ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist. Sie ist auch nicht sehr ernst gemeint. Eventuell mache ich zum Ausgleich auch mal eine Karte, in der Thüringen Coburg zurückerhält, BaWü den Regierungsbezirk Schwaben und das westliche Mittelfranken erobert, und Hessen sich endlich Aschaffenburg und alle Gebiete bis Würzburg hinein einverleibt...)