Freitag, 10. Juli 2020

"...Aba d'Leit!"


Da ist es, das Wochenende. Eigentlich war ich für heute Abend verabredet. Quasi als Alternative dafür, dass ich neulich (rätselhafterweise.) an einem Wochentag nicht ganz spontan ™ alles stehen und liegen lassen konnte, um in einer halben Stunde noch etwas zu unternehmen. Nein, ich beklage mich da jetzt nicht. Ich nehme das so zur Kenntnis, dass das die für mich problematische Art meines Umfeldes ist, zu versuchen, Miteinander zu organisieren. Klappt mit mir manchmal, oft aber auch nicht....
Wo waren wir? Ach ja: eigentlich. Nun kam die Nachricht: Krankheit, sorry, geht nicht. Na gut. Dann ist es so. Bin es ja gewohnt. Gute Besserung!



Mittwoch, 8. Juli 2020

Ein-Dekaden-Rosenkranz


Der Ein-Dekaden-Rosenkranz



Bin seit heute froher Besitzer einer grundsätzlich praktischen Kleinigkeit, nämlich des oben zu sehenden Ein-Dekaden-Rosenkranzes. Das ist ein Rosenkranz, der anders als ein regulärer Rosenkranz keine fünf Dekaden (eine Dekade bedeutet eine Reihe von 10 Perlen, in denen jeweils ein Rosenkranzgeheimnis gebetet wird), sondern nur eine Dekade umfasst. So ein "kleiner" Rosenkranz ist u. a. auf Reisen oder unterwegs ganz praktisch, weil man ihn eben leicht in der Hand halten kann und nicht so viel Platz braucht. Wenn man dann trotzdem den ganzen Rosenkranz beten will, fängt man eben für das nächste Geheimnis wieder am Anfang an. (Wichtig: Der Rosenkranz ist ja, so wie ich es verstehe, in erster Linie das Gebet, nicht die zugehörige Kette. Man kann den Rosenkranz, wenn man sich den Ablauf erstmal eingeprägt hat, auch ganz ohne Perlenkette beten, wo immer man auch gerade sein mag). Ich habe mir diesen kleinen Rosenkranz gekauft, weil ich es nicht jeden Tag schaffe, einen vollständigen Rosenkranz am Stück zu beten. Daher ist mein Vorsatz, am Tag wenigstens ein Geheimnis zu beten. Und irgendwie fühlt es sich komisch an, wenn man dabei eben nicht eine ganze "Perlenkettenrunde" hat, sondern am Anfang stehen bleibt. Und dann eben dieses praktische Format, um die Gebetskette überall mit hin zu nehmen. Bin gespannt und freue mich sehr darauf, damit dann im Alltag loszubeten.


Montag, 6. Juli 2020

Abendliches Schauergrillen


Rotwein und Kerzenlicht


Am Samstag galt es für eine kleine Gruppe Spieler, im Rahmen des Erzählspieles "Geh nicht in den Winterwald" die Geschichte "Die Hütte des Emanuel Vogler" zu durchleben.

Es ging darin um den Maler und Poeten Emanuel Vogler, der in einer Holzhütte, abgeschieden von der Zivilisation Ruhe und Inspiration für sein Werk sucht. Stattdessen geriet er aber in eine unheimliche Serie paranormaler Ereignisse und verliert am Ende beinahe sein Leben und seinen Verstand. (Nicht in dieser Reihenfolge).

Meine Spieler übernahmen nun die Rolle von alten Studienfreunden eben jenes Voglers, die einen dreitätigen Marsch durch die Wildnis Nord-Maines absolvieren, um nach Vogler zu sehen. Dabei geschehen auch ihnen unheimliche Dinge...

Letztenendes haben es meine Spieler bzw. deren Erzählfiguren aber gut gemeistert und keiner kam zu Tode oder nahm bleibenden Schaden. Auch der Poet wurde gerettet. Hurra, hurra!
Ein wenig seltsam war, dass eine Dark-Ambient-Zusammenstellung, die ich speziell für "Winterwald"-Spielrunden gekauft habe und die 100 Musikstücke enthält, exakt in der Minute als der letzte Satz gesprochen war, plötzlich verstummte... Schnell aufgeräumt und ab nach Hause!





Donnerstag, 2. Juli 2020

Neues aus Heckenfeld



 Soeben habe ich mit der Hilfe eines sehr leicht zu bedienenden und schönen Editors zweierlei Flaggen für Heckenfeld erstellt. Sehen wir uns zuerst die bisherige Staatsflagge an:



















Skandinavisches Kreuz aufgrund der gründungsmythisch kolportierten Abstammung vom Fuße des Vulkans Hekla in Island. Rot für sowohl Blut (Tradition) als auch Lava. Schwarz für... was eigentlich? Bestimmt Vulkanasche und Dunkelheit.

Nun muss natürlich auch ein fiktives Land (welches, falls ich es noch nicht erwähnt habe, von einem Kater mit Hang zum Absolutismus regiert wird...) Rücksicht auf das Image nehmen. Daher hat man nun (per Dekret des eben schon kurz erwähnten Katers...) eine freundlichere Staatsflagge angenommen:

 

Immer noch skandinavisch inspiriert. Weiß für den Frieden, Blau für das Meer(an dem, siehe die bereits früher hier eingestellte Landkarte, Heckenfeld überhaupt nicht liegt) und für Eis, der Baum für die, wegen der nordischen Herkunft, Weltesche Yggdrasil (obwohl der Baum wohl eher eine Linde ist... ähem...). Und diese ist in Rot gehalten wegen des Blutes bzw. der Tradition, der Lava des Hekla und weil Rot auf Weiß einfach so verdammt cool aussieht.

Ebenso hat nun der absolutistische Kater ein eigenes Panier, welches vor seinem Amtssitz allezeit gehisst zu sein hat:

 


Farberklärung ähnlich wie oben.


Übrigens: wussten Sie, dass in Heckenfeld größtenteils eine gar absonderliche Sprache namens Nygermansk gesprochen wird? Die Hymne des Landes Heckenfeld beispielsweise existiert in einer hochdeutschen sowie einer nygermanschen Fassung:







Mittwoch, 1. Juli 2020

Dahinfliehen ins Wolkenblau


Wolken ziehen dahin



Erster Juli, strahlendblauer Himmel, drückende Hitze. Ich leide ein wenig an Kopfschmerzen, kann mich aber nichtsdestotrotz nicht auf das Sofa verziehen, sondern werde mich später wieder auf zum Sport machen, die Abendrunde. Mühevoll, nach den Wochen des Wartens wieder damit zu beginnen, aber die Effekte, die körperliche Ertüchtigung auf Körper und Geist zu wirken vermögen, dürfen nicht unterschätzt werden. Kommt später ein Gewitter?

Aus einer albernen Laune heraus habe ich beschlossen, für meine Fantasienation Heckenfeld eine Art Siegelstempel zu erstellen. So richtig honorig mit Wahlspruch und grimmer Wappenkatze. Macht sich gut auf offiziellen Staatsdokumenten wie einer Lizenz, Lakritze essen zu dürfen. Und vielleicht auch auf humorvollen Grußkarten. Mal sehen.

Überschriften sind derzeit Mangel. Sie fliehen dahin ins Wolkenblau.


Montag, 29. Juni 2020

Ende Juni, Dungeons & Dragons


So geht denn die Zeit dahin. Momentan befällt mich oft so eine Müdigkeit und leichte Fadheit. Ich warte. Vieles darf man zwar im Vergleich zu den vergangenen Märztagen wieder machen, aber so richtig Spaß macht es nicht. Maske und ähnliche Hilfsmittel rauben ein wenig die Spontaneität und auch sonst schwebt über der Welt ein Gefühl heimlicher Bedrohung.

Am Sonntag war es nun aber doch zumindest so weit, dass wir unsere erste Runde Dungeons & Dragons abhalten konnten. Bisher hat sich unsere Gruppe im Spiel erst so ein wenig formiert. Ein paar größere Schlangen bekämpft. Kobolde beschwichtigt. Verhandelt. Die großen Kampagnenereignisse kommen erst noch. Mein Halbelf Nilamir hat sich zumindest schonmal gut geschlagen.

Nun zieht der Himmel zu. Wird es regnen? Wird in Nürnberg ein neuer Kaspar Hauser erscheinen?


Donnerstag, 25. Juni 2020

Komische Wege


Sehr seltsam... vor einiger  Zeit stellte ich, frustriert von dem Dauerauflauf entlang der Pegnitz, meine täglichen Radwege größtenteils auf kleinere Nebenstraßen um. Zu Beginn befürchtete ich, dass ich das schnell auch nicht mehr machen kann, wegen den üblichen Radwegparkern, Rasern, sich unkontrolliert verhaltenden Radfahrern. Nun will ich es nicht verschreien, aber momentan empfinde ich das Radeln auf den Straßen als viel angenehmer als den täglichen Kampf durch die sommerlich frohen Menschenparaden. Eigenartig, aber so ist es. Zwar begegnen mir alle paar Tage mal kluge Leute, die z. B. einen ohnehin schon schmalen Radweg an einer Hauptstraße entlang plötzlich meinen, auch in die Gegenrichtung befahren zu können. Aber wenn man sich drauf einstellt und sich entsprechend verhält, kommt man damit auch zurecht, solange es nicht täglich passiert.

Montag, 22. Juni 2020

Frank Wedekind - Christine



Bessern soll ich mich? – O Himmel,
Wie werd’ ich wohl besser!
Eher reiten schwarze Schimmel
Weiße Menschenfresser,
Eh’ daß solch ein Kauz wie ich

In sich geht und bessert sich.

Nein, mein Fräulein, ich verzichte
Auf die Tugendpalme;
Schreibe meine Mordgedichte

Tief im Tabaksqualme,
Bis der Satan kommt und spricht:
Fort mit dir, du Bösewicht!

Ja, der Teufel wird mich holen
Früher oder später,
Und ich Ärmster muß verkohlen
Unter Schmerzgezeter;
Haut und Haar und Fleisch und Bein,
Alles muß gebraten sein.


Sie indessen wandeln lieblich
In der Engel Scharen,
Blumen tragend, wie dort üblich,
In gelockten Haaren,
Und das ganze Angesicht
Angestrahlt vom Himmelslicht.


Sehn Sie nun, wie weit geschieden
Unsre beiden Pfade:
Ihnen eines Gartens Frieden,
Mir die Barrikade,
Wo man sich bei jedem Schritt
Auf die Hühneraugen tritt.

Ihnen freundliche Erbarmung,
Mir der Waffen Blinken
Und des wilden Bärs Umarmung,
Ihnen seine Schinken,
Mir des Feinds entmenschter Streit,
Ihnen seine Menschlichkeit!

- Frank Wedekind: Christine



Sonntag, 21. Juni 2020

Tipps für den gelungenen Sommer


Gewitter droht


(Ausgangspunkt für diesen Eintrag ist ein Gespräch neulich, bei dem es irgendwie ursprünglich darum ging, was genau an Ideen im Metal verborgen liegen und warum Metal nicht zwangsweise heißen muss, die gängigen Klischees zu erfüllen. Nachdem wir dann aber nach kurzer Zeit festgestellt haben, dass wir auch irgendwo alt und spießig sind, sowieso nie ganz typisch waren, und deswegen eh nicht mehr mitreden dürfen, wurde es thematisch erweitert in "Dinge, die schon irgendwie gut sind, wenn man sie mag!"... und ein paar Splitter dieser Unterhaltung teile ich nun hier als "Tipps für einen gelungenen Sommer"...)


#Gewitter und andere Naturgewalten beobachten

#Nachtspaziergänge im Wald unternehmen

#Einsamkeit in der Natur suchen

#Düstere Winternachmittage (Ja, genau, und das im Sommer!)

#Faszination für das Makabere und Abgründige (Mysteriöses, Der Untergang des Hauses Usher und moderne Sagen...)

#Ablehnung von Hedonismus und Materialismus (Irgendwie dann und wann auch so eine Art spirituelle Komponente, die jeder für sich füllt. Oder eben nicht.)

#Raues, Karges, teilweise auch Asketisches

#Kohlrabenschwarzer Humor

#Ablehnung jeder politischen Korrektheit, egal ob z. B. kirchlich oder gesellschaftlich verordnet (...was im Umkehrschluß nicht bedeutet, dass man grundsätzlich danach streben sollte, ein Unmensch zu sein. Überhaupt nicht! Man entscheide halt z. B., freundlich zu sein, weil man es will und für richtig erachtet, nicht, weil das jetzt der neueste Trend ist oder ideologisch verordnet wird. Letztenendes hat ja "das Böse" immer die lästige Angewohnheit, eben böse zu sein, was dann zwangsweise unerfreuliche Auswirkungen haben wird. Denke die meisten Menschen wollen ja im Endeffekt irgendwie ähnliche Dinge, wobei sie sich darin auch sehr unterscheiden und sehr fremd sein können. Ich für meinen Teil bin lieber ich und werde dabei nicht verstanden und für irgendwie seltsam befunden und unpassend, als dass ich mich irgendwo reinpresse und die aktuellen gesellschaftlichen Schlagwörter übernehme. Als ich noch jung war [siehe Einleitung oben] gab es so eine spezielle Schicht Leute. Das waren dann die Sehr Guten™. Die trugen alle so lustige Halstücher und waren in irgendwelchen Gruppen aktiv und haben bei jeder Gelegenheit jedem erzählt, warum man jetzt dieses machen und jenes lassen sollte, weil gut etc. Inzwischen ist diese Szene mehr oder minder zum Mainstream geworden. Diese schreckliche Hypermoralisierung in bestimmten Bereichen [in anderen Bereichen wird schizophrener Weise eine Hypomoralisierung betrieben. Da ist es dann plötzlich total egal]. Da wird mir gar sehr schlecht!)

#Freude an Widerborstigkeit und Umsturz (Manchmal muss das Alte radikal beseitigt werden, damit wieder Raum für Neues entsteht, oder?)

#Dunkel-Ernstes (Filme von Ingmar Bergman ansehen!)

#"Eskapismus" (Fantasy, Phantastik, Rollenspiel...)

#Gute Musik (z. B. Dark Ambient, Metal, Rock, Beethoven...)

#Gute Gemeinschaft (Ja, echt jetzt! :D )


Liste unvollständig. Und nicht kanonisch. Mach deine eigene Liste!




Mittwoch, 17. Juni 2020

Gedenken an Industrie, Handwerk, Handel

Symbolbild: Der (heute abgerissene) Milchhof.

Nürnberg, so erscheint mir, will jetzt viel Kultur sein. Kunst. Bildung. Man erinnert sich viel an Gruppen, in akademischen Zusammenhängen. Kunst, Kultur! Bildung! Kunst, Kultur, Bildung!

Was mir ein bisschen fehlt, ist die Erinnerung daran, dass Nürnberg traditionell eher eine Stadt von Handwerk und Industrie bzw. dem Handel war. An diesen Umstand sollte auch erinnert werden. Denkmal des unbekannten Industriearbeiters? Klingt vielleicht ein bisschen nach sozialistischem Ostblock. Wäre aber nicht ganz unangebracht, finde ich. Jahrhunderte wurde hier gesägt, gehämmert, geschraubt, später dann an Maschinen gestanden und nach dem Rhythmus der Stechuhr gelebt.


(Siehe auch: Traditionsfirmen aus Nürnberg auf nürnberginfos.de)


P.S.: Das Foto oben ist vor 16 Jahren im Stadtteil Tullnau entstanden. Dort stand damals noch (und schon damals seit vielleicht einem Jahrzehnt stillgelegt) der Milchhof, der 2008 dann abgerissen wurde. Dachte mir, dass so ein Eintrag auf keinen Fall ohne Symbolbild mit Schlot sein darf und da bin ich über diesen alten Schnappschuß in meinem Archiv gestolpert.


P.P.S.: Ein bisschen krank bin ich auch. Wieso ich gerade jetzt so einen leichten Halsinfekt bekomme? Nun ja.


 

Montag, 15. Juni 2020

"Geh nicht in den Winterwald!"




Heute erhielt ich erneut eine Lieferung aus dem Hause "System Matters" (in rekordverdächtiger Geschwindigkeit, wie ich anmerken möchte): "Geh nicht in den Winterwald" von Clint Krause. Bei "Geh nicht in den Winterwald" handelt es sich, grob gesagt, um ein Erzählspiel, bei dem die Spieler gemeinsam eine interaktive Schauergeschichte durchspielen.
Darauf gekommen bin ich, als mir in diesen durchregneten Tagen stark das Bedürfnis nach Schaurigem und Übernatürlichem in Geschichtenform erwachte. Und welche Geschichte ist besser als eine, die man zusammen mit anderen quasi "erlebt"? Bin jedenfalls sehr gespannt, wie die erste Runde, die spätestens im August in passendem Ambiente geplant ist, sein wird.


Samstag, 13. Juni 2020

Vanitas, vanitas (und Regen)


Bewundernswerte Wolken über den Wegen


Ein paar Tage Regen liegen zurück, nun regiert Sonne das Land, man kann barfuß oder mit offenem Schuhwerk durch die Gegend stapfen und die Wolken bewundern. Bevor der Regen zurückkommt, habe ich meine Ausrüstung ergänzt. Ein paar Regengamaschen wurden beschafft, die im Falle von Regengüssen eben noch die Schuhe vor dem Wasser schützen. Es handelte sich dabei quasi noch um das letzte I-Tüpfelchen, das meiner Regenschutzausrüstung zu Rad noch fehlte.

Heute Nacht reiste ich im Traum gut 20 Jahre zurück, in die Zeit meines ersten und bisher einzigen Interkontinentalfluges. Nur irgendwie war alles anders. Ganz allgemein frage ich  mich, was für eine furchtlose Seele ich damals gehabt haben muss. Vor besagtem Flug und auch währenddessen war ich eigentlich nur aufgeregt, aber kein bisschen nervös. Auch so gewisse Alltagsmanagementprobleme, die damals noch schlimmer als heute waren, haben mich kaum gestört. So ändern sich die Zeiten. Die Stadt war damals auch noch zumindest teilweise meine. Inzwischen erkenne ich manchmal mein eigenes Haus nicht mehr wieder. Vanitas, vanitas!
Nun, lieber Leser, wende ich mich wieder dem schon ungeduldig wartenden Manottidil zu, um es auch endlich von seinen Abenteuern erzählen zu lassen.


Mittwoch, 10. Juni 2020

Abendrunde


Heute findet für mich das erste Mal seit der Quarantäne und allem, was damit zusammenhängt, wieder eine Runde abendlichen Kampfsportes statt. Gekämpft wird vermutlich eher gegen Schatten und Gespenster, dennoch bin ich ganz froh. Freue mich auf meinen abendlichen Weg dorthin und auch auf zumindest Ansätze von normalem Alltagsleben in einer ziemlich komischen Zeit.


Montag, 8. Juni 2020

Ein seltsamer Mond war aufgegangen

Heute herrschte ein seltsamer Mond mit eisernem Zepter über die Menschen. Irrsinn und Verwirrung aller Orten. Am Ende des Tages solcher Mondherrschaft erhielt ich dann noch die frohe Kunde, dass mein Fahrrad nun endgültig wieder hergestellt sei und ich eilte, es wieder in Empfang zu nehmen. Hoffentlich bleibt es mir ein wenig.

Das Wetter war ernst. In Salmiakwolken getaucht die Stadt. Zähneknirschen und Kopfschmerz.



Sonntag, 7. Juni 2020

Bäume im Regen


Die Schönheit eines Baumes im Regen


Was für ein wunderschöner Tag! Es regnet und die im Safte stehende Natur wirkt dadurch noch schöner. Ehrlich: man muss mal einen Baum im Regen genauer betrachten. Ich finde sie dann besonders schön.

Am Freitag wollte ich eigentlich mein in der Werkstatt befindliches Fahrrad abholen, was erstmal auch zu klappen schien. Als ich dann schon auf dem Heimweg damit war, trat ich in die Pedale und wieder rutschte mir die Kette mit lautem Krachen aus dem Gang. Kurzentschlossen fuhr ich zurück damit und übergab es erneut dem Mechaniker. Dieser hatte aus Sparsamkeit eines von  zwei Teilen ersetzt, hätte aber besser gleich beide erneuert. Nun warte ich wieder.

Heute durfte ich in einem Gottesdienst über die Bedeutung und gleichzeitig Unzulänglichkeit von Gottesbildern nachdenken. Anschließend heimzu. Wieder im Regen.

Das Manottidil lässt grüßen, es geht ihm gut und seine Abenteuer nehmen immer weiter Gestalt an.


Donnerstag, 4. Juni 2020

Menschliches Versagen



Zurzeit begleitet mich manchmal eine kurze Stelle aus dem 2. Brief des Paulus an die Gemeinde in Korinth, in der Paulus (grob zusammengefasst) über Schwachheit schreibt. Paulus erzählt von "...ein(em) Pfahl fürs Fleisch ..., ein(em) Engel Satans, daß er mich mit Fäusten schlage ..." (2. Korinther 12,7). Da ist etwas, das Paulus scheinbar wirklich plagt. Der Apostel berichtet auch davon, wie er wieder und wieder ("Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, daß er von mir ablassen möchte.") im Gebet diese Plage angesprochen hat. Und dennoch bleibt sie ihm. Der Engel Satans schlägt weiter mit Fäusten auf ihn ein.

Schwachheit. Das ist für mich im Zusammenhang meines Gedankens erstmal das, was man vielleicht "menschliches Versagen" nennen könnte. Ich habe auch meine persönlichen Schwachstellen, die vor mir selbst das Bild vom netten Typen oft plötzlich Lügen strafen und man steht da: "Bin ich das?". Diese "Engel Satans" können viele Gesichter haben. Mancher kämpft vielleicht mit Charakterschwächen, die belasten oder mit der Umwelt in Konflikte bringen. Mit schlechten Angewohnheiten. Vielleicht auch mit Krankheit und körperlichen Gebrechen. Das kann einen mitnehmen. Gerade bei Dingen, die man eben nicht mit ein bisschen Selbstdisziplin bekämpfen kann. oder für die es kein Heilmittel gibt. Mir persönlich hilft das, zu wissen, dass es auch Dinge gibt, die ich nicht so schnell loswerden kann und die auch von Gott erstmal nicht wegnimmt. Das ist unbequem, aber auf der anderen Seite ist so eine Grenzerfahrung auch heilsam.
Paulus wendet hier den Blick zu Gottes Gnade: "Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen!" erfährt er im Gebet. Und das ist für mich dann auch die Perspektive. Da gibt es eine heilende Kraft, eine versöhnende Kraft. Sie kommt von Gott her, der immer neu schafft und diese Ewigkeitsperspektive öffnet, die Mut machen kann, durchzuhalten.

Mittwoch, 3. Juni 2020

Lakritz!


Gutes aus Nord
Gutes aus nördlicher Himmelsrichtung


Heute erhielt ich, um meine etwas lädierte Laune aufzubessern, ein kleines Paket aus nördlicher Himmelsrichtung. Darin enthalten niederländische und skandinavische Salzlakritze. Ein Fest für Aug' und Geschmackssinn!

Lassen Sie sich, lieber Leser, nicht unterkriegen. Bald ist der Sommer vorbei.


Dienstag, 2. Juni 2020

Fotos und weiter

Habe ein paar Fotos bekommen und bin nun irgendwie traurig ohne den genauen Grund zu kennen.

Draußen herrscht Alltag mit seinen Süchten und Fragezeichen.

Die Welt schält sich und man hat es satt, wie sich draußen über Scheiße und Leichen unterhalten wird...


Sonntag, 31. Mai 2020

Letzter Mai


Heute haben wir den letzten Mai 2020. Und mir ist ganz wonnemonatlich zumute. Habe gestern erst zögerlich, dann mit wachsender Entschlossenheit am Buch über das Manottidil weitergeschrieben und bin soweit recht zufrieden. Muss nur dranbleiben. Das Ende, das seit Jahren fertigskizziert hier herumlage, habe ich dann gegen Abend, kurz vor einem Humpen guten Bieres, nochmal umgeschmissen und eine wichtige Kleinigkeit hinzugefügt. Nun will ich sehen, ob ich nicht jetzt noch etwas schreiben kann.

Den Vormittag nutzte ich wider Vorsatz (eigentlich wollte ich aufgrund der für mich ein bisschen unpraktischen Hygieneregeln erstmal wieder auf Streaming umsteigen) zu einem Gottesdienstbesuch, da mich ein alter Bekannter spontan angegerufen hatte und gerne mit mir einen Gottesdienst besuchen wollte. Da habe ich mich dann nicht versagt und war ziemlich froh. Vielleicht auch darüber, dass ich da gehalten bin, gewisse Sachen zu lernen.

Seit kurzem verfolge ich auch die Idee, mir hier so eine Art kleinen Hausschrein bzw. eine Andachtsecke einzurichten. Entstanden ist das so, dass ich seit vielen Jahren immer z. B. einen Schemel irgendwo herumstehen habe und da dann erst aus Gelegenheit immer Sachen drauf abgelegt habe. Eine Bibel z. B., wenn ich gerade mal gemütlich auf einem Kissen oder so Bibel gelesen habe. Oder eine Kerze, die ich zum Gebet angezündet habe. Mit der Zeit sind so kleinere Devotionalien dann einfach auf dem entsprechenden Schemel etc. liegengeblieben. Und irgendwann war es dann auch kein zufälliger Schemel mehr, sondern ich habe das entsprechende Möbel speziell diesem Zweck gewidmet. Und nun, da sich hier schon so eine quasi altehrwürdige Tradition herausgebildet hat, habe ich überlegt, dass ich das Eck dann auch bewusst herrichten und etwas verschönern könnte.


Freitag, 29. Mai 2020

Schnell ging

Schnell ging die Woche dahin. Und nun sitze ich schon wieder hier.
Mein Rad hat im Laufe der letzten 1-2 Wochen begonnen, sich zu beschweren. Beim Anfahren rutschte mir die Kette aus dem Gang. Entsetzliches Krachen. Fahren nur noch im untersten Gang ohne Probleme möglich. Dafür langsam. Kette durch? Zahnkratzpaket hin? Wie auch immer: Ich beschloss, dass das gute Ding nun seine lang verdiente Wartung erhält und brachte es zum Fahrradmann meines Vertrauens. Mal sehen.

Für das Wochenende habe ich vor, mein nun fast zehn Jahre Fragment gebliebenes Buch vom Manottidil weiterzuschreiben. Der Gedanke, damit irgendwann tatsächlich mal fertig zu sein, hat so seinen Reiz. Und wenn es nur ist, um mir zu beweisen, dass ich das Buch tatsächlich zuende schreiben kann. Nunja... nicht zu viel Druck aufbauen. Jedenfalls musste ich über meine Notizen, die ich, weshalb ich auch überhaupt auf den Gedanken kam, neulich wieder gefunden habe, herrlich lachen. Sollte das Buch fertigwerden und ich gewisse Grundlinien wieder aufnehmen und vom Niveau her halten können, wird es ein wahrlich sphärenerschütternder Unsinn sein und ich sehr stolz darauf. Wird es Leser finden? Aber natürlich nicht! Es wird auch nicht, weder auszugsweise noch in Langform, auf Poetry-Slams zu hören sein. Nicht an regionalen Literaturwettbewerben teilnehmen. Nicht an Verlage gesendet mit der Bitte, man möge doch mal kurz vom hohen Ross herab und so weiter. Geschrieben worden ist es bisher und soll es zukünftig einzig und allein angetrieben vom schallenden Gelächter des Manottidiles werden, das an Bahnhofsuhren hängt und die Zeiger verdreht. Das kostenlose Bananenschalen verschenkt. Es handelt sich um die reinste Nichtliteratur. Geschrieben von einer Sorte Mensch, die es überhaupt nicht geben sollte. Geschrieben von den Freunden des vegetarischen Fleischsalats, von den Verächtern von Diplom und Titel und den Erben von Kirchenmaus und Ratten im Gemäuer (womit wir jetzt Polemik und Zitat in einem Eintrag vereint hätten).

Ansonsten gehen die Gespräche zum Konfessionswechsel hier erfreulicherweise weiter. Das tut, passend zu Pfingsten, so gut, das Gefühl zu haben, dass sich mal wieder was bewegt. Das es Wege gibt und nicht nur Sackgassen.

Montag, 25. Mai 2020

Entsetzlicher Montag

Sonntagsgewächs 1


Heute fand einer dieser beliebten schrecklichen Montage mit allen Schikanen statt. Dementsprechend sitze ich hier nun mit Kopfschmerzen und gucke resigniert in meine Kaffeetasse... Nun gut, so schlimm ist's nun doch nicht. Hab in den letzten Tagen noch etwas nachgedacht und bin nun schon wieder zwei Schritte weiter in eine bestimmt Richtung gegangen, was mich einerseits nervös macht, andererseits ist es aus meiner Sicht keine Option mehr, auf der Stelle zu treten.

Am Samstag fand nun nach langer, langer Zeit auch endlich das Treffen in Sachen Dungeons & Dragons statt und in mehrstündiger Puzzlearbeit habe ich mir meinen ersten DnD-Charakter, einen halbelfischen Barden mit gar tragischer Vorhistorie erstellt. Bin gespannt, was der Barde so auf seinen Wegen erleben wird.

Nun heißt es, weiter den Kopfschmerz pflegen und am Kaffee zu nippen. Gute Nacht!



Sonntagsgewächs 2



Freitag, 22. Mai 2020

Über die Kaffeetasse hinweg

"Freitag! Freitag! Freitag ist ein Feiertag!"

Da ist es nun schon wieder, das Wochenende. Habe heute ein Gespräch geführt und nochmal ein paar Impulse und Gedanken zwecks Kirche(nwechsels) bekommen. Geht mir soweit ganz gut damit.

Als ich dieser Tage so durch die Schlafmützenwelt lief und wieder in einem Strom aus Hausschlappen zu ertrinken drohte, kam mir eine Idee. Ein Traum. Eine Vision.
Irgendwann, wenn ich reich, mächtig und einflußreich geworden sein werde, werde ich in Nürnberg ein kleines Festival organisieren. Dieses Festival wird sich aus einem Musikteil sowie einem Literaturteil zusammensetzen. Vor dem Hintergrund einer schaurig-schönen Location, in einem Stadtturm, einem Kellergewölbe oder einem theaterähnlichen Gebäude werden verschiedenste interessante schwarzromantische Kleingruppen ihre Musik zum Besten geben. Gleichzeitig gibt, evtl. örtlich getrennt, Lesungen bisher unbekannter Autoren, thematisch irgendwo zwischen kafkaesken Erzählungen, Schauerroman, Fantasy und/oder Groteske (Liste nicht abschließend). Freilich wird es auch Stände verschiedener Kleinverlage, Möglichkeit nach ausgefallener Musik zu suchen oder einfach Raum für Gespräche bei einem guten Getränk. Alles bei Kerzenlicht und auch ansonsten mit besonders großer Betonung auf die Stimmung und Atmo. Eines Tages, wenn ich reich und berühmt geworden...


Dienstag, 19. Mai 2020

Landschaft

Seit Sonntag denke ich mir eine Region in meiner Welt Emelda aus. Ich wollte damit eine kleine Hommage an Tolkiens Auenland sowie die ganz irdische Region Franken schaffen. Entstanden ist dabei der "Brauerwinkel". Eine kleine Karte mit ein paar Erklärungen folgt demnächst, so Gott will.

Ansonsten habe ich gerade ein bisschen Sorge weil etwas geklärt werden muss, aber mal sehen.


Sonntag, 17. Mai 2020

The Great Hunt

Hm... irgendwie konnte der Puig im Vergleich zum Rad der Zeit nicht so richtig ziehen. Ich schäme mich auch gar sehr dafür, dass ich momentan "ernste" Literatur zugunsten von Fantasy vernachlässige.
Gestern, jedenfalls, habe ich den ersten Band der "The Wheel of Time"-Serie fertiggelesen und dann auch gleich mit Band 2 angefangen. Auf meiner Leseliste ist momentan also ganz einsam:


  • Robert Jordan - The Great Hunt (The Wheel of Time 2)


Donnerstag, 14. Mai 2020

Seltsamer Monat Mai

Besagte Schafschur funktionierte einwandfrei. Man fühlt sich wieder wie ein Mensch und kann durchatmen. Ansonsten bleibt der Frühling eigenartig. Zumindest die alltäglichen Autofahrer haben schon wieder auf den normalen Rücksichtslosigkeitsmodus umgeschaltet. Habe vor zwei Tagen entschlossen, die lokale Zeitung bzw. deren Online-Angebot aufgrund ihrer Phrasenhaftigkeit, ihrer Zustimmungsheischerei, ihres Leerinformationsgehalts und aufgrund der Tatsache, dass man dort scheinbar Querulanten aller Richtungen ein Abo auf Rederecht eingeräumt hat, fortan zu boykottieren.

Würde dieser Tage gerne nach Vierzehnheiligen pilgern/wandern. Als einzelner Mensch ginge das sogar. Trotzdem wäre es dort wahrscheinlich nicht so wie im Vorjahr. Vielleicht sollte ich es genau deswegen tun? Mal sehen.


Im Monat Mai...

...als die Wiesen summten wie elektrische Maschinen...

...die Bäume riefen...

...und die Wolken schwiegen.

Dienstag, 12. Mai 2020

Tag der Schafschur

Ein Tag frei. Zeit, mir die Haare schneiden zu lassen. Zeit wird's. Für so ein großes Ereignis ist ein freier Tag gut investierte Zeit. Wie lange ist das her? Ein Stück Normalität in einer recht unnormalen Zeit.

Gestern Abend schauten wir uns "The Nun" im Filmabspielapparat an. Nun ist der Film derart uninteressant, dass er nicht mal für die Daemonenkirmes hier taugt. Eigentlich schade, weil so manches Element ganz passabel verarbeitet werden hätte können. So geblieben ist nur ein endloser Heerwurm der Klischees und unorigineller Versatzstücke aus der Mottenkiste des Horrorfilms.

Gut tut mir momentan das nach wie vor praktizierte Beten des Rosenkranzes. Das ist so eine wundervolle Art des Gebets. Man kann unendlich viel mit hineinnehmen, Sorgen, Freuden, Anliegen anderer Personen und verschiedenste Umstände, man bearbeitet das dann aber nicht wörtlich. Man lässt wirken, hört hin und schweigt, während man die Worte der Gebete spricht. Eine fast mystische Erfahrung manches Mal und mir sehr hilfreich.


Montag, 11. Mai 2020

Nützlicher Mairegen


Kurz davor noch blauer Himmel und Wolken



Heute Regen, ein kurzer Tag davor noch blauer Himmel und Wolken, die sich in den Blättern der Bäume verheddern; und Sonnenflackern.
Heute Montag, wie er im Buche steht. Materialversagen (Sensor des Datenerfassungskästchens kaputt) und Chaos an allen Fronten. Aber der Himmel hält, auch ohne Blau und verhedderte Sonnenfäden, dort hinter den Bäumen. Man wartet, steht Schmiere, das große Ding kommt erst noch, von Pfütze zu Pfütze im Regen, einen kurzen Tag lang.


Samstag, 9. Mai 2020

Noch vorhanden: Das Magazin aus dem Bereich der Phantastik


Das im Atlantis-Verlag Guido Latz erscheinende Magazin "phantastisch!"



Längere Zeit habe ich umhergesucht, ob so etwas noch existiert: ein Magazin mit Nachrichten, Hintergründen, Buch- und Filmbesprechungen aus dem weiten Feld des phantastisch-fantastischen Genres. Längere Zeit habe ich umhergesucht: nichts. Nur Leichen. Viele spätestens um die 2018 rum eingestellt worden, eingeschlafen, verschwunden.
Dachte so bei mir, ob das denn sein kann, dass sich niemand mehr für gedruckte Infos aus diesem doch eigentlich (wenngleich in Teilen nicht mehr ganz meinem Geschmack entsprechenden) großen und noch relativ lebendigen Themenfeld begeistern können soll. Gibt es womöglich keine Neuerungen mehr, die größeres gedankliches Gewicht besitzen, als man mit einer zwei Tage online zu findenden Schlagzeile bei Infoportal xyz locker abarbeiten kann?

Und dann wurde ich fündig. Das aktuell scheinbar noch sehr lebendige Magazin "phantastisch!" war dann so ca. das, was ich suchte. Habe dann auch gleich zwei Ausgaben bestellt, in denen ich aktuell schmökere und mich dabei freue, noch nicht gänzlich aus der Welt verdrängt worden zu sein.

Freitag, 8. Mai 2020

Kleine Runde im Gehölze, Blasen am Fuß

Im Holze

 
 Der gestrige Tag wurde nun genutzt, um etwas im Holze herumzulaufen. Die Wahl fiel auf ein weniger populäres Stück Wald, und so ergab sich eine angenehm ruhige Runde, vorbei an noch eher dürren mit Birken bewachsenen Wäldern, die nach Norden hin aber mehr und mehr zu Mischwäldern mit vielen schönen Buchen wurden. Besonders diese Buchen mag ich im Frühling und Frühsommer immer sehr gerne, ihr Grün und die Art, wie das Sonnenlicht speziell durch Buchenzweige hindurchfällt.

An einem Weiher ergab sich ein Treffen mit einem fränkischen Waldbruder alten Schlages, welcher vieles von der Geschichte der Region zu erzählen wusste und hierdurch auch geschichtlich bedingt schwedische Einflüsse auf das speziell im Nürnberger Raum verbreitete Frankentum interpretierte.

An Weiher und Bach blüht nun die Natur. Nur etwas trocken ist es schon wieder und man kann nur auf baldige Regenfälle hoffen.

Da ich leider auf das falsche Schuhwerk gesetzt hatte, ging diese Runde auch nicht ohne Blasen am Fuß ab. Nun ja. Es sei! Dieser kleine Preis ist gern gezahlt.




Kaulquappenhochsaison




Eine Blindschleiche schleicht ihrer Wege


Mittwoch, 6. Mai 2020

Da ist die Sonne


Nacht.
Nachdenkliches. Vergangenes. Unabänderliches. Wolkenband.
Verwelktes. Verworrenes. Dürres, Scheitern. Schutt und Trümmer.
Träume, ausgeträumte. Laub vom letzten Herbst. Verblichnes und verjährter Schnee.
Doch da ist die Sonne! Schnell: Reinig' deinen Tempel und kehr ihn aus!
Hinaus mit:-, hinaus aus:-, hinaus ins Leben, ins muntre.
Schnell: Reinig' deinen Tempel; und schließ die Türe auf.
Da ist die Sonne, schnell!



Sonntag, 3. Mai 2020

Ende verlängertes Wochenende + Mai

Fast nicht grüner als heute: Das Gras vor zehn Jahren
 
 
Das durch Feiertag verlängerte Wochenende ist fast vorbei und unerwartet ist der Mai ausgebrochen. Kurze Abstecher ins Freie erwecken mir die Sehnsucht nach Natur, nach frischem Gras auf Wiesen im Frühjahr, dem Grün der Bäume, Freiheit und Einsamkeit in der Natur. Allein, das muss alles warten und ist verschoben bis zu einem grauen und fernen Sankt-Nimmerleins-Tag.
Ich erinnere mich voll Sehnsucht an Wanderungen, z. B. vor zehn Jahren, im Mai, in die fränkische Landschaft hinein, vorbei an Hügel und Feld, durch Tal und Wald, unter der Sonne und dem Regen hindurch. Heutige Tage bieten nur Masken, Masken, Warteschlagen und stupide Schlagzeilen.

Große Freude bereitet mir momentan das Lesen der "The Wheel of Time"-Serie von Robert Jordan. Dementsprechend habe ich  mir auch im Rahmen einer lokalen Wirtschaftsförderung den zweiten Band, der dann am Dienstag geliefert sein wird, bestellt.
Als gute Moralverstärkung hat sich auch die Musik eines gar seltsamen Musikprojektes namens Wagner Ödegård aus den schwedischen Wäldern herausgestellt. Des Herrn Ödegårds Album "Om undergång och de tretton järtekn" läuft bei mir derzeit immer mal wieder im Kreise.



Donnerstag, 30. April 2020

Verónica... der unheimlichste Film der Filmgeschichte? (Saloppe Zusammenfassung)

Werte Leserinnen und Leser,
hiermit nehme ich ein altes Hobby von mir wieder auf in dem ich unter dem klangschönen Label "Daemonenkirmes" mehr oder minder sinnvolle Äußerungen zu Horrorfilmen tätige. Besonders gerne zu etwas abstrusen Produkten. Aber nicht nur. Beginnen wir mit "Verónica", den die DdH und ich neulich sahen:

Bei Verónica handelt es sich meiner Meinung nach um einen soliden Gruselstreifen aus dem Themenfeld "Heimsuchung durch Geister, Dämonen oder anderes unerfreuliches Getier". Beworben wurde der Film damit, dass die meisten Zuschauer ihn vorzeitig abbrächen, weil sie ihn zu unheimlich fänden... nun... soweit ich weiß, gibt es über die Gründe für einen Filmabbruch noch keine verlässlichen Studien. Vielleicht war den Zuschauern das Produkt also auch nur zu doof, zu intellektuell oder vielleicht war der Sonntagsbraten am anbrennen. Niemand weiß das so genau. Was man hingegen getrost annehmen darf, ist, dass es eben in dem Bereich auch schon originellere Machwerke gab, wahrscheinlich auch unheimlichere.

Zusammenfassung:

In "Verónica" geht es um die Teenagerin Verónica, die mit Freundinnen gemeinsam aus einer Mischung aus Neugier, Langeweile und Dummheit während einer Sonnenfinsternis in der Schulpause eine Geisterbeschwörung durchführt, die, wer hätte das gedacht, ziemlich schief geht. Die beschworene Wesenheit ist nämlich, so zeigt sich, weder besonders nett noch eben gerade kooperativ. Eigentlich ein ziemlicher Kotzbrocken. Infolge der Beschwörung begleitet das bösartige Wesen die junge Dame (die im übrigen ziemlich coole Musik hört) hartnäckig, wirft Gegenstände herum, macht elektronische Geräte an und aus, erscheint ihr in Albträumen und Visionen, von denen man nie so recht weiß, ob sie Wirklichkeit oder eben Visionen sind, macht Lärm, verfärbt die Unterseite von Matratzen und belästigt Verónicas kleine Geschwister, mit deren Betreuung das Mädel ungefragt von ihrer Mutter quasi dauerhaft beaufragt ist. Bald wird klar: die okkulte Mittagspause war eine richtige Scheißidee. Die Protagonistin versucht nun verzweifelt ein paar Tricks aus billiger Esoterikliteratur um das paranormale Mistvieh wieder loszuwerden, aber nichts hilft. Schlußendlich wird sie sogar von ihren besten Freundinnen gemieden und scheel angeschaut. Tja, wie der Volksmund weiß: Wer den Dämon hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Alles eskaliert immer weiter, Verónica tut's inzwischen auch ordentlich leid, sich mit den Niederhöllen eingelassen zu haben, aber zu spät, und der Film endet, begleitet von wabernder Musik, auch folgerichtig in einem Szenarium nachtschwarzen Desasters. Nachgeschoben wird der Hinweis, dass es sich angeblich um eine "auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte"
 handele, raun raun. Wahrscheinlich so wahr wie die Abbrüche wegen des zu hohen Gruselfaktors.

Gruselfaktor hingegen ist ganz allgemein durchaus gegeben und der Autor dieser Zeile hat mehrere Nächte immer erstmal vorsichtig durch den Gang gelinst, bevor er nächtens z. B. das stille Örtchen aufsuchte oder zum Mitternachtsmahle die Küche.

Die Moral von der Geschicht': Daimonen und andere finstere Mächte nur beschwören, wenn man Borbarad heißt. Vielleicht hätte sie jemand fragen sollen, der sich damit auskennt.


Montag, 27. April 2020

Kopfschmerz und Corona-Pathos

Nase voll von Corona-Pathos. Kopfschmerzen. Aber Kaffee gibt es. Gut!

...eigentlich wollte ich, angeregt durch eine Diskussion in den letzten Tagen, etwas darüber nachdenken, ob man eigentlich als Christ (oder als irgendsowas ähnliches) unbedingt positiv denken muss. Muss man immer in allem das beste sehen und vermuten? Muss man eine nicht zu trübend fröhliche Gesinnung pflegen? Ich bin der Meinung: nein. Aber dazu vielleicht mehr, wenn irgendwann mein Kopfweh vergangen ist.

Auf bald!

Donnerstag, 23. April 2020

Draußen naturt es...

Draußen naturt es

...und drinnen? Dieser Tage möchte ich manchmal verzagen. Ich grübele über so manche Sachen. Und ärgerlich dann, wenn Menschen nicht erkennen wollen, um wie viel es tatsächlich bei der Frage nach einem Sinn im Leben geht. An irgendeine Gerechtigkeit, da glaubt man schon, und an gesellschaftliches Engagement, an "NGOs" und Demonstrationen. Aber bei der Frage nach dem Sinn, da wird man plötzlich so jovial-gleichgültig. Schulterzucken. "Letztenendes verbrennt die Erde in ein paar Milliarden Jahren ja eh." Aha? Und da soll ich dann Sinn in der Perspektive einer stattfindenden Demonstration zur Lohnungleichheit bei ... usw. ... finden? Warum soll es mir, wenn ja eh alles letztenendes egal ist, noch um eine angebliche Gerechtigkeit gehen? "Man kann auch aus einer Laune heraus tugendhaft sein!" schrieb einmal der Camus Albert. Könnte man schon, aber es wäre im Grunde hässlich, antworte ich dem Bertl da. Und so beschäftige ich mich allerorten mit Ruppigkeiten, predige mir selbst das Evangelium, nachdem es selten jemand anders tut, schaue gönnerhaft in die Natur hinein und warte ab.


Sonntag, 19. April 2020

Südlicher Teil von Emelda und Ballade über das Haus des Lichts

Südlicher Teil meiner Karte von Emelda
(Zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken)


Zu der hier zu sehenden Karte möchte ich eine kleine Ballade zum besten geben. Über das Herabsinken der Stille und die Verwandlung der einst fröhlichen und prächtigen Städte
Tûrulaur (Goldhafen) und Morgalorn (Haus der Fröhlichkeit) in Bollwerke des ernsten Lichts trägt man manchmal folgende Ballade vor (zuerst der Text in Nîna, anschließend die Übersetzung ins Deutsche. Generell alles aber noch mehr oder minder in Bearbeitung und ich finde noch laufend Fehler hinsichtlich der Plausibilität oder Anwendung von mir bereits aufgestellter Regeln)


A Tûrulaur ya Morgalorn
A Arkis-unafûn'
Men upadit Auradim-norn
Men viatit Ost-osán
Men artakat Galora-éiûlun
A Uiataia-mir
Men lugat Dimâ-ichil
A Turëlau
Ya Dimâ-aur a Morgunda
Ya arnan errâ Nineiûl
Men artakat

A Tûrulaur ya Morgalorn
A Arkis-unafûn'
Men sabothit Hálarkis
Men viatit Nil-nor
Men skekit Kiseba ucur Orot-Bramûm
Ucur Darën ilmesa
Men sabothit Dolmorin abotizea
Amelu Ceresk
Ya esír palana Uluth
Ya Galdrâk esîrit
a-Galorad

A-Galora otubit
A Morviën
Mor Haleviën-keara
Palana Esírum
Bar Vië atubion
Viate Darën-kírake
Uluth brabavi
Galdrâk kíresírant
Brôgus amovabiant
Keara Mor Viën


In Tûrulaur und Morgalorn
In einer andern Zeit
Da ging ein Morgen auf
Da schien der helle Tag
Da hörte man der Kinder Spiel
In weißen Straßen
Da sah man Kupferglanz
In der Schmiede
Und Goldglanz im Königshaus
Und manches große Wort
Hörte man

In Tûrulaur und Morgalorn
In einer andern Zeit
Da kam die Abendstund
Da schien ein kalter Stern
Da blies der Wind vom Hügelgrab
Aus dunklem Wald
Da kam die Nacht herauf
Überm Lande
Und stumm ward die Laute
Und schweigend der Mund
Der muntre

Das Spiel verging
In Morviën
Zu Mor Haleviën
Ward Stille
Nur einsames Licht
Strahlt waldhin
Die Laute zerbrochen
Der Mund verstummt
Der Würfel verschwunden
Im Haus des Lichts



Aktuelles "Lexikon von Emelda" + Wörterbuch "Nîna"

Mein Wörterbuch aus der Sprache "Nîna" (= "Sprache" auf Nîna) sowie mein Lexikon zu meinem zum Zeitvertreib betriebenen Weltenbauprojekt "Emelda" sind gewachsen: (...eine aktuelle Karte folgt)


Lexikon von Emelda:



Agarath, der: Der Wilde Fluß. Fließt, entspringend am Fuße des Großen Gebirges, für viele hundert Meilen durch die Ebene von Emelda, bevor er in der Bucht von Emelda ins Meer fließt. Nördlich seiner Quelle lag das Königreich von Silberpfort bis zu dessen Niedergang und dem Weggang der Sieben Weisen.

Albastrae: Stadt zwischen dem Wald von Aldaia und dem Goldwald, am Oberlauf der Aldamela gelegen. Eine schmale Straße führt von dort nordwärts Richtung Amaldûr auf die lange Nord-Süd-Verbindung nach Nimmereth.

Aldamela: Die Aldamela („Spiegel von Aldaia“) entspringt in den südlichen Bergen von Aldaia, von wo sie ihren Lauf durch die Ebene bis hin zum Meer nimmt.

Aldone: Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs Aldone. Liegt am Ufer des Flußes Rasch, welcher von dort nach Süden durch die Berge von Aldaia fließt. Im Umland von Aldone wachsen wohlschmeckende Früchte. Die Elfen aus dem nördlich gelegenen Wald des Auges, die Dimêthrim, das Waldvolk, sowie die in den Bergen von Aldaia lebenden Zwerge kommen hierher um Handel zu treiben. Die Menschen von Aldone haben daher, so sagt man, sowohl Sturheit von den Zwergen als auch einen heiteren Sinn für Geheimnisvolles und Höheres, der auf elfischen Einfluß zurückgeführt wird, kultiviert.

Alter Trabepfad: Die heute beinahe beinahe vergessene Nord-Süd-Verbindung von Silberpfort im Norden über Emelda an die Vorhöfe der Stillen Lande. Südlich der Kreuzung mit der Handelsstraße von Beresken nach Aldone nahe der südlichen Brücke über den Agarath wird der Alte Trabepfad auch als Geisterstraße bezeichnet.

Amaldûr: Festung der Amá/Amás Feste. Befestigte Stelle an der Wiesenpforte, Dúnared, am südlichen Ende des Großen Gebirges. Dort entspringt der Fluß Seladon (Bergstrom), der einige hundert Meilen weiter im Süden in die Aldamela (Spiegel von Aldaia) mündet.

Amaldûr ist südlicher Endpunkt der Straße nach Sirmalion.


Auge, das: Großer Binnensee am Südende der Wälder von Nimmereth. Die Melêgin Marach (Wasser des Silberstaubs) fließen durch das Auge hindurch und bilden aus dem Auge hinausfließend die Westgrenze des Königreichs Aldone nahe der Steine des Gewitters (Palínir Fuinor), wo sich die Ost-West-Straße und die große Straße von Sirmalion her kreuzen.

Beresken: Emeldische Handels- und Hafenstadt. Dort beginnt die lange Straße nach Aldone.

Darënadon: Der Waldstrom. Großer Strom. Entspringt im Goldwald, Auradar.

Fallonde: Uralte Hafenstadt am Westrand der Stillen Lande. Letztverbliebene menschliche Stadt in dieser Gegend seit dem Herabsinken der Stille im Jahre 59 n. W. Z. („nach westlicher Zeitrechnung“)

Großes Gebirge: Das Große Gebirge (Selêgin Errênír) durchzieht die Länder östlich der Bucht von Emelda wie eine große Mauer über tausend Meilen von Nord nach Süd. Es trennt die Länder Emelda und Nimmereth. Besondere Gipfel sind die Zwillingsspitzen nahe der ehemaligen Silbernen Pforte, das Haus des Riesen, die Eisenspitze und im Süden die Adlerrast.

Königreich Silberpfort: Einstmals mächtigstes Land des Westens, gelegen an der Aredin Marâ, der Silbernen Pforte, einem einstmals gangbaren Pass über das Gebirge nach Osten ins Land Nimmereth und hin zur Königsstadt Sirmalion. Zu Beginn der Westlichen Zeitrechnung wurde Silberpfort im Krieg an der Silbernen Pforte zerstört und die Silberne Pforte stürzte ein. Gewichtiges Resultat des Krieges war auch der Weggang der Sieben Weisen und ihre Zerstreuung in die Welt.

Melêgin Marach, die: Wasser des Silberstaubs. Großer Fluß östlich des Gebirges. Ihre Quelle liegt im Lande Nimmereth, von wo aus sie an der Königsstadt Sirmalion vorbeifließend ihre Bahn ins Auge nimmt. Dieses durchfließend bildet sie südlich des Sees die Westgrenze von Aldone.

Mor Haleviën: Haus des Abendlichts. Stadt am südlichen Rand der Ebene von Emelda an der Mündung des Agarath ins Meer. Einige Meilen südlich der Stadt beginnen die Stillen Lande und ein großer Wald. Die Stadt ist geprägt von ihren Holzhäusern. Seltsame Melancholie und Angst liegen über ihren Straßen. Häufig kommen kühle Winde des Abends von Süden heran. Wenn diese die Wolken davonwehen, liegt die Stadt allein in der Ebene unter einem nachtblauen Himmel und unter eisigen Sternen. Die Tore von Mor Haleviën werden am frühen Abend geschlossen und niemand wagt sich nach Sonneuntergang hinaus in die schweigende Landschaft. Auch die Straßen der Stadt leeren sich. In den Zeiten vor dem Herabsinken der großen Stille war der Name der Stadt Tûrulaur, Goldhafen, und das Gold aus den Ländern des Südens wurde von hier in die Welt hinaus gebracht.
Morviën: Lichthaus. In früheren Zeitaltern, als die Menschen aus dem Norden in diese Gegend kamen, trug die Stadt den Namen Morgalorn, Haus der Fröhlichkeit. Die Menschen brachten Honig aus den Wäldern nördlich der Stadt auf den Markt und kräftiger Waldduft erfüllte die Straßen und die gesamte Umgebung. Die Türen der Häuser blieben des Nachts geöffnet, Musik klang aus den Fenstern und köstlicher Lichtschein erfüllte die Straßen. Die Bewohner von Morgalorn dieser Tage waren fröhlich und lebten unbeschwert am Ufer des Meeres. Nach dem Herabsinken der großen Stille wurde der Ort zu einem Ort der Wacht gegen die rätselhafte und bedrohliche Aura der Stillen Lande im Norden. Der Wald war den Menschen feindlich geworden. Im Herzen der Stadt entzündete man das Licht der Wacht im Haus des Lichts, das fortan der Stadt ihren Namen gab, während sich rätselhaftes und bedrohliches Dunkel über das Land herabsenkte.
Muiramore: Lebhafte Hafenstadt an der Mündung der Aldamela.
Nimmereth: Landschaft westlich des Großen Gebirges. Sirmalion ist die Hauptstadt des fröhlichen Nimmereth. In seinen Wäldern leben die Elfen und mancherlei Naturgeister.
Odilien: Die vergessene Insel südwestlich der Stillen Lande.

Rasch, der: Der Rasch entspringt im Wald des Auges, von wo er einen Bogen nach Südwesten schlägt und die Stadt Aldone durchfließt. Von dort führt sein Lauf durch die Berge von Aldaia nach Süden.

Sirmalion: Die Königsstadt. Hauptstadt des Reiches von Nimmereth am Ufer der Melêgin Marach. Heimat seltener Magie und großer Kunstfertigkeiten, besonders der Silberschmiedekunst. Man sagt, dass der Zauberodem des Waldes von Nimmereth die Menschen dort besonders segnet und ihnen eine beinahe andersweltliche Fröhlichkeit und Lebensart schenkt.

Stille Lande: Einstmals ein von Menschen bewohnter Landstrich, wo große Handwerkskunst ihre Blüte fand. Mit dem Eindringen der Menschen in die Wälder am Fuße des Gebirges begann das Ereignis, das in Emelda als Herabsinken der großen Stille bekannt ist, mit dessen Einsetzen Zug um Zug alle Menschen aus dieser Gegend (mit Ausnahme der Bewohner der Stadt Fallone) verschwanden. Heute ein unheimlicher und wilder Landstrich.

Straße von Beresken nach Aldone: Durchquert die Ebene von Emelda mit ihren Dörfern und Städtchen bis an den Übergang über den Wilden Fluß, wo die Vorhöfe des Gebirges beginnen. Überquert das Gebirge am Pass nahe der Eisenspitze. Von dort verläuft die Straße das Vorland von Aldone bis zur Wegkreuzung bei den Palínir Fuinor (Steine des Gewitters). Bald folgt die Brücke über die Melêgin Marach und damit der Eintritt in das Königreich Aldone. Ab hier kommt der Reisende durch ein fruchtbares Land an den Ufern des Rasch bis an die Tore von Aldone.

Die Straße ist auch heute in relativ gutem Zustand. Reisende fürchten jedoch den Pass an der Eisenspitze aufgrund des oft unkalkulierbaren Wetters im Gebirge als auch wegen der Wesen, die in den Schluchten und Halden des Großen Gebirges leben. An den Palínir Fuinor soll es spuken und jeder vernünftige Mensch plant seine Reise so, dass diese Gegend nicht bei Nacht durchquert werden muss.

Das Heer von König Emilúd zog entlang der Straße aus der Gegend des heutigen Aldone in den Krieg an der Silbernen Pforte.

Tenea: Stadt am Ufer der Tena. Umgeben von dichten Wäldern am Rande der Ebenen des Ewigen Eises. Hier lebt ein zähes und unbeugsames Volk.


Wörterbuch "Nîna"

a-: universaler Artikel
a: In
abotizea: hinauf/auf
(A-)doná/-duná: Strom
agos: wild
amelu: über
Amovabia: Verschwinden, das
Aredin: Pforte
Arkis: Zeit
arnan: manches/mancherlei
Artaka: Hören
Atubione: Einsamkeit
Aur-: Gold
Auradim: Morgen (von „Goldpracht“)
bar: nur
brabavi: zerbrochen/gebrochen
Bramûm: Grab
Brôgus: Würfel
Ceresk: Land
Dimâ: Pracht
Dimór: Stadt (aus: Mor: Haus / dimmén: groß/viel oder prächtig)
Dolmorin: Nacht
Darën: Wald
Dún: Wiese
Dûr: Festung (aus: Duloga für „behauener Stein“)
Éiûl: Kind
errâ: groß, gewaltig
Esírum: Stille
Fuina: Gewitter
Galdrâk: Der Mund
Galora: Heiterkeit, Fröhlichkeit, Spiel, Gelächter
Gunda: König
Hál: Abend
Ichil: Kupfer
ilmês: dunkel
keara: Vornehmes „In“, ähnlich „zu“ oder „auf“. Wird auch vor besonders „großen“ oder „heiligen“ Orten oder Orten, die besonders herausgestellt werden sollen, verwendet (kann Vor dem Wort stehen, wie „A“, oder ans Wort angehängt werden)
kírake: nach/zu
Kiseba: Wind
Lúga: Sehen
Mar-: Silber
Melâ: Spiegel (poetisch auch für „Wasser“, die Melêgin Marach können frei also mit etwa „Silberspiegel“ übersetzt werden)
men: da
Mímira: Weißer Marmor
mir: weiß
Mor: Haus
Nili: Stern
Nîna: Sprache
Norá: Kälte
norn: neu
Ofûme: Feuer
Orot: Hügel
Osáne: Helligkeit
Osta: Tag
Otubia: Vergehen
Palâna: sein
Palí: Stein
Rath: Wasser
Sabothá: Kommen
Selêga: Spitze (Selêgir: „Spitzen“, Wort für „Gebirge“)
Skeki: Blasen
Tûr: Hafen
Turëlau: Schmiede
ucur: von/aus
unafûnê: anders
Upadice: Gang (Gehen)
Uiata: Straße
Uluth: Laute
Viata: Schein
Vië: Licht
ya: und


Samstag, 18. April 2020

Geschichte vom Krieg an der Silbernen Pforte und vom Untergang Alsirs

Habe inzwischen ein bisschen an meiner Welt Emelda weitergesponnen. Vor einiger Zeit schon schrieb ich die Geschichte des Untergangs des Königreichs Silberpfort. Mir haben nur noch drei Namen gefehlt. Da ich diese nun habe, teile ich gerne diese alte Volkssage mit dem geneigten Leser:


Vom Krieg an der Silbernen Pforte berichtet eine Geschichte...

...In alten Tagen, vor dem Zersplittern der Reiche, lag westlich des Großen Gebirges das Königreich Silberpfort. An den Hängen des Gebirges stand dessen Hauptstadt Mar-Dimór, die Stadt aus Silber. Die Dächer Mar-Dimórs, so sagt man, waren mit Silber gedeckt und damals zogen Handelskarawanen aus der alten Stadt Sirmalion in Nimmereth herauf und großer Wohlstand herrschte. Der König dieses stolzen Landes war Gabríl, der Sohn von Golíl, welcher bis in die Tage des Beginnes der Welt abstammt von Großkaiser Esgólir, von dem schon damals nur noch Legenden erzählten.


Der König von Silberpfort und Herr des Hauses von Mar-Dimór pflegte Hof zu halten im Hause der Sieben Weisen, welche Ratgeber der Könige seit Beginn der Zeit waren. Ihrer waren es stets sieben gewesen und jeder dieser Weisen erreichte hohes Alter jenseits menschlichen Maßes. Sie gingen, wenn ihre Zeit gekommen war, hinauf ins Gebirge, wo sie von Greifen der Welt entrückt und davongetragen wurden.


Eines Tages wurde in der Stadt ein Knabe geboren. Genannt Alférid („All-Frieden“) von seiner Mutter. Dieser war ein schönes Kind, stark und außerordentlich klug. Aus dem Kind wurde ein junger Mann und er lernte rasch das Wissen der Welt und geheime Künste, sodass er nur wenig noch unter den Sieben Weisen stand; und schnell wurde er aufgrund seiner Taten in der Stadt und dem Reiche bekannt. Zu dieser Zeit wuchs im Herzen des Jünglings auch der Stolz und schwarze Geheimnisse wisperten ihm in Ohr und Herz und manchen Plan schmiedete er, wie er groß zu werden gedächte. Auch begann er, sich Alkunt („All-Wissen“) zu nennen. Es fand sich, dass er häufig zum Haus der Sieben Weisen hinging um mit diesen zu streiten. Anfangs war der erstaunliche Jüngling dort wohlgelitten, es ging aber dahin, dass er offen seine Überzeugung kundtat, den Sieben gleichauf, wenn nicht gar höher als alle von ihnen, zu stehen, bis er schließlich gar meinte und sprach, die Zeit der Sieben sei vorbei und von nun an müsse er einziger Berater des Königs von Silberpfort oder besser noch: selbst König sein und bleiben. Dies Ansinnen wiesen König und der Siebenrat mit Nachdruck zurück und so verließ der in seinem Stolz gekränkte Alkunt das Haus hinaus in eine Regennacht und sann auf Rache.


Eines Tages erreichte den Alkunt ein Botschafter von Norden kommend. Dieser übermittelte ihm eine Nachricht vom Bergkönig, dem Herrscher der schwarzen Geister des Gebirges, in der dieser dem jungen Mann anbot, ihm dabei zu helfen den ihm vermeintlich zustehenden Platz als König und Herr einzunehmen. Lediglich Pflege von Freundschaft zwischen Silberpfort und dem Reich des Bergkönigs sollte, so schrieb der Herrscher der Berggeister in süßen Worten, nach Übernahme der Herrschaft durch den eifernden Jüngling die Bedingung hierfür sein. So der Jüngling zustimme, solle in der marmornen Halle Mímired zu Mar-Dimór ein Gastmahl zwischen Alkunt und dem Bergkönig zur Besiegelung des Bundes stattfinden. Hocherfreut sagte Alkunt noch auf der Stelle zu und harrte des Tages des Gastmahles auf Mímired.


Der Tag des Mahles kam. Sturm war aus dem Gebirge über die Stadt gezogen und dunkle Wolken verhüllten den Himmel. In schwarze Gewänder gehüllt erreichten der finstere König und sein Gefolge, verhüllt von den Wolken des Sturmes, die Stadt. Auf Mímired hatte Alkunt bereits alles vorbereitet. Die köstlichsten Speisen und Getränke hatte er herbringen lassen und der beste Wein aus den Ländern des Südens harrte in goldnen Kannen des Brudertrunkes. Während des Mahls, das als das Schwarze Gastmahl in die Erzählungen des Volkes einging, übergab der Bergkönig seinem jungen Gastgeber als Gastgeschenk und Zeichen seiner erklärten Freundschaft einen geschliffenen Stein. „Nimm diese Gabe aus meinem Reich, lieber Freund!“ sprach er. „Darauf steht ein neuer Name, den du fortan tragen sollst, solange unser Bund währt und er soll dir wohl anstehen. Dies' Reich ist dir wahrlich zu klein!“ Der junge Mann nahm den Stein entgegen und Tränen traten ihm in seine vom Stolz verblendeten Augen, als er den in alten Runen geschriebenen Titel Alsir („All-Sieg“) darauf las. So wurde der Bund besiegelt und Alsir fuhr mit dem Gefolge des finsteren Königs davon in die Berge, wo er ein Heer zu rüsten begann.


Kurze Zeit darauf begann Krieg die Nordgrenzen von Silberpfort zu bedrängen. Grässliche Ungetüme aus dem Herzen des Gebirges sowie verhetzte Soldknechte stürmten gegen die Grenzen an und nahmen Stadt um Stadt, Ort um Ort. Mar-Dimór selbst fiel in einer Gewitternacht nach sieben Tagen erbitterten Kampfes. Die Weisen und der König zogen sich in eine Fluchtburg im Gebirge zurück, von wo sie mit ansehen mussten, wie das einst stolze Königreich Silberpfort in Flammen aufging.


Voll Schrecken hörte man in den Ländern Nimmerreth und Andunë vom Fall von Mar-Dimór und den Städten des Nordens. König Emilúd sowie Artan von Nimmereth stellten beide große Heere auf um Silberpfort, der Krone der Länder der Menschen, zu Hilfe zu eilen. Zu Sirmalion bündelten sich die Heere und marschierten auf die Silberne Pforte Aredin Marâ zu.

Es kam zu einer gewaltigen Schlacht an der Silbernen Pforte, aus der Nimmereth und Andunë siegreich hervorgingen. Jedoch brachten die unheimlichen Gewalten der Untertanen des Bergkönigs die Silberne Pforte zum Einsturz und schnitten somit das Befreierheer der Menschen von jedem Nachschub ab. In der folgenden Zweiten Schlacht von Mar-Dimór siegten zwar erneut die Menschen, jedoch verblieb von der einst herrlichsten Stadt der Menschenwelt wenig mehr als ein Aschehaufen übrig. Auch schien sich nun das Kriegsglück zu Ungunsten der Menschen zu wenden. Verstärkt durch ein Heer steinerner, schwarzer Truppen schlugen die Soldaten Alsirs die Menschenheere und warfen sie an die Ufer des Dúnrath (Wiesenwasser), eines Zuflusses des Agaraths, zurück. König Emilúd war auf dem Rückzug von einem Kriegshammer getroffen und dadurch tödlich verwundet worden. Seine Mannen begruben ihn in der Ebene. Artan galt nach einem Überraschungsangriff feindlicher Kräfte für verschollen und sein Schicksal bleibt bis heute unbekannt und unbesungen.

Dort, am Ufer des Dúnrath, grub man sich nun ein, die wenige Hoffnung auf Standhalten, die noch vorhanden war, als letzte Waffe aufbietend. Die Lage war verzweifelt. Die Angriffe der Feinde intensivierten sich von Tag zu Tag und man erwartete in Kürze den vernichtenden Abschlussstoß und den Durchbruch aus deren Reihen. Da geschah, womit niemand gerechnet hatte. Menschen und Elfen aus der Gegend südlich der Mündung des Agarath kamen zu Hilfe. In der Schlacht auf den Feldern des Dúnrath konnte die finstere Brut zurückgeschlagen werden. Die Anhänger des jungen Emporkömmlings und die Kreaturen des Bergkönigs ergriffen die Flucht. Der geschenkte Runenstein aber zersprang, als Alsir mit einigen seiner versprengten Truppen die Flucht ergriff und jener wurde schließlich vom Bergkönig in das Dunkel seiner Kammern gezogen, wo der Jüngling bis heute in einem Saal aus schwarzem Marmor und voll giftigen Efeus Übles denkend und ersinnend sitzt, verbannt bis in Ewigkeit, so heißt es.

Das Land Silberpfort war nun verwüstet. Die einstige Unschuld dieses großen Reiches durch das viele vergossene Blut, den Verrat und die Niedertracht zwischen Schwester und Schwester, Bruder und Bruder, besudelt und dahin. Die Sieben Weisen verteilten sich in die Welt, wodurch die verborgenen Künste in die Lande hinausgetragen wurden. Gabríl, der letzte König von Silberpfort zog mit einer Handvoll Getreuer nach Südwesten, wo unter ihren fleißigen Händen das Reich Emelda entstand. Andere übriggebliebene Bewohner Silberpforts verstreuten sich gleichfalls in alle Winde und brachten ihr Wissen und ihre Traditionen in alle Teile der Erde, wo ihre Kunst und ihr Können Frucht trugen und Gutes bewirkten. Neue Reiche entstanden und vergingen und die einzelnen Länder der Menschen kümmerten sich nun mehr um ihre eigenen Belange und in aller Fröhlichkeit blieb eine Spur der Trauer um die Zerstörung und den Niedergang Silberpforts, des Stolzes der vergangenen Welt.








Mittwoch, 15. April 2020

Neu auf dem Tisch: Der Kuss der Spinnenfrau


...nun habe ich gestern tatsächlich das "Purgatorio" vor lauter Begeisterung schon ausgelesen. Die aktuelle Leseliste ist dann hiermit:

  • Manuel Puig - Der Kuss der Spinnenfrau
  • R. Jordan - The Eye of the World (TWOT, 1. Bd.)



Dienstag, 14. April 2020

Rauswurf: Nachtwachen, Eingang: Purgatorio


So... Entschluss gefasst: Die Nachtwachen des Bonaventura werden nicht weitergelesen, nachdem mich regelrechte Abscheu angesichts dieses Buches überfallen hat.

Habe gestern dann begonnen, "Purgatorio" von Tomás Eloy Martínez als "Zweitbuch" zu lesen. Bin bisher begeistert. Ein melancholisches Buch, teilweise auch mit einer süß-saueren Art Humor. Große Empfehlung bisher!

Leseliste somit:

Tomás Eloy Martínez - Purgatorio
und, immer noch
Robert Jordan - The Wheel of Time (Bd. 1)


Außerdem, ein ziemlicher Themensprung nun...
Vor ein paar Tagen habe ich wieder ein bisschen zum Thema "Natur und christlicher Glauben" gestöbert. Bin hierbei über ein paar Texte z. B. zum "Sonnengesang" des Franz von Assisi gestoßen.  Interessant fand ich hierbei die Information, dass Franz durch den Sonnengesang ja quasi der Natur einen Eigenwert einräumt, der daher rührt, dass Gott sie geschaffen hat. Sie wird nicht, wie in der damaligen Zeit üblich, als bloße Nahrungsquelle oder eben als Bedrohung bzw. auf religiöser Ebene als Teil einer ansich bösen materiellen Welt gesehen. Er reiht sich geschwisterlich auch in die Reihe der Schöpfungswerke ein, die den Schöpfer, Gott, loben. Hierzu gibt es übrigens auch einige wunderschöne Psalmen und andere Bibelstellen, die die Natur und das All davon freisprechen, bloße "Nutztiere" und stumpfsinnige Materieansammlungen zu sein. (z. B. Baruch 3,33-35)

Einen guten Gedanken dazu finde ich, dass Gott im ersten Schöpfungsbericht der Bibel ja den selben Lebensatem, mit dem er den Menschen belebte, auch Tieren gab (1. Mose 1,30), somit durchaus die Lesart möglich ist, dass die Schöpfung, hier konkret die Tiere (die übrigens interessanterweise im ersten Schöpfungsbericht noch nicht als Nahrungsquelle für den Menschen vorgesehen sind) eben auch einen von Gott gegebenen "Eigenwert" haben (siehe auch das "sehr gut" Gottes über "alles... was er gemacht hatte" in 1. Mose 1,31), was für mich eher gegen die Ansicht einiger meiner eher evangelikal-konservativen Freunde spricht, die Natur sei nur so eine Art Maschine, die für den Menschen da ist, um sie frei auszubeuten, und habe auch nichts mit Gott zu tun bzw. sei es falsch, Gott mit, in der oder durch die Natur zu loben. Ich halte z. B. auch den poetisch gemeinten (!) Ausruf, dass die Natur "durchseelt" sei, für angesichts der sich mir aufschließenden Quellenlage für durchaus gut vertretbar. Ist aber einfach meine persönliche Meinung. Ohne Abschluß in Theologie. Gewonnen durch Lesen, Beten, Unterhalten.

Auch ziemlich hilfreich war mir ein Abschnitt aus dem Katechismus der katholischen Kirche, der mir ein paar gute Gedanken dazu gab, dass die Schöpfung auch nicht von Gott geschaffen wurde, um irgendwem irgendwas zu beweisen zu müssen, sozusagen um seine "Herrlichkeit zu mehren", sondern dass es folgerichtig ist, dass ein guter Gott Gutes ("Gut" heißt für mich auch nicht zwangsweise harmlos, leicht verständlich, widerspruchsfrei) schafft.

Zitat: "... Die Schrift und die Überlieferung lehren und preisen stets die Grundwahrheit: ,,Die Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen" Wie der hl. Bonaventura erklärt, hat Gott alles erschaffen ,,nicht um seine Herrlichkeit zu mehren, sondern um seine Herrlichkeit zu bekunden und mitzuteilen" Gott hat nämlich keinen anderen Grund zum Erschaffen als seine Liebe und Güte: ,,Die Geschöpfe gingen aus der mit dem Schlüssel der Liebe geöffneten Hand [Gottes] hervor..."Der letzte Abschnitt hilft mir persönlich zu besserem Verständnis einer Aussage wie "Die Welt ist zur Ehre Gottes geschaffen.". Nicht als eine Art "Show", sondern Gottes Liebe und Güte als Motive für die Schöpfung.

Mir hat das sehr geholfen und die ein oder andere pseudogeistliche Stoßstange "guter und wohlinformierter Christenmenschen" hat sich auch schon in Luft aufgelöst.