Samstag, 4. April 2020

Emelda (II)

Länder östlich der Bucht von Emelda


Die Möglichkeiten des Kartelns mit Wonderdraft und die mit Hilfe dieses schönen Programms entstandene Karte hatten es mir jetzt so angetan, dass ich an der Welt (bzw. dem Teilausschnitt der Welt) Emelda noch ein bisschen weitergearbeitet habe. Unter anderem strich ich einige Namen glatt, die mir so noch nicht gefallen habe und erfand noch die ein oder andere Sache dazu. Zusätzlich dachte ich mir ein paar Hintergrundinfos zu der Welt und zu den bereits auf der Karte verzeichneten Orten aus:

(05.04.20: Karte nochmal aktualisiert, Einträge zu Orten ergänzt.)




Agarath: Der Wilde Fluß. Fließt, entspringend am Fuße des Großen Gebirges, für viele hundert Meilen durch die Ebene von Emelda, bevor er in der Bucht von Emelda ins Meer fließt. Nördlich seiner Quelle lag das Königreich von Silberpfort bis zu dessen Niedergang und dem Weggang der Sieben Weisen.


Aldone: Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs Aldone. Liegt am Ufer des Flußes Rasch, welcher von dort nach Süden durch die Berge von Aldaia fließt. Im Umland von Aldone wachsen wohlschmeckende Früchte. Die Elfen aus dem nördlich gelegenen Wald des Auges, die Dimêthrim, das Waldvolk, sowie die in den Bergen von Aldaia lebenden Zwerge kommen hierher um Handel zu treiben. Die Menschen von Aldone haben daher, so sagt man, sowohl Sturheit von den Zwergen als auch einen heiteren Sinn für Geheimnisvolles und Höheres, der auf elfischen Einfluß zurückgeführt wird, kultiviert.


Alter Trabepfad: Die heute beinahe beinahe vergessene Nord-Süd-Verbindung von Silberpfort im Norden über Emelda an die Vorhöfe der Stillen Lande. Südlich der Kreuzung mit der Handelsstraße von Beresken nach Aldone nahe der südlichen Brücke über den Agarath wird der Alte Trabepfad auch als Geisterstraße bezeichnet.



Auge, das: Großer Binnensee am Südende der Wälder von Nimmereth. Die Melêgin Marach (Wasser des Silberstaubs) fließen durch das Auge hindurch und bilden aus dem Auge hinausfließend die Westgrenze des Königreichs Aldone nahe der Steine des Gewitters (Palínir Fuinor), wo sich die Ost-West-Straße und die große Straße von Sirmalion her kreuzen.


Beresken: Emeldische Handels- und Hafenstadt. Dort beginnt die lange Straße nach Aldone.


Fallonde: Uralte Hafenstadt am Westrand der Stillen Lande. Letztverbliebene menschliche Stadt in dieser Gegend seit dem Herabsinken der Stille im Jahre 59 n. W. Z. („nach westlicher Zeitrechnung“)



Großes Gebirge: Das Große Gebirge (Selêgin Errênír) durchzieht die Länder östlich der Bucht von Emelda wie eine große Mauer über tausend Meilen von Nord nach Süd. Es trennt die Länder Emelda und Nimmereth. Besondere Gipfel sind die Zwillingsspitzen nahe der ehemaligen Silbernen Pforte, das Haus des Riesen, die Eisenspitze und im Süden die Adlerrast.



Königreich Silberpfort. Einstmals mächtigstes Land des Westens, gelegen an der Aredin Marâ, der Silbernen Pforte, einem einstmals gangbaren Pass über das Gebirge nach Osten ins Land Nimmereth und hin zur Königsstadt Sirmalion. Zu Beginn der Westlichen Zeitrechnung wurde Silberpfort im Krieg an der Silbernen Pforte zerstört und die Silberne Pforte stürzte ein. Gewichtiges Resultat des Krieges war auch der Weggang der Sieben Weisen und ihre Zerstreuung in die Welt.



Melêgin Marach, die: Wasser des Silberstaubs. Großer Fluß östlich des Gebirges. Ihre Quelle liegt im Lande Nimmereth, von wo aus sie an der Königsstadt Sirmalion vorbeifließend ihre Bahn ins Auge nimmt. Dieses durchfließend bildet sie südlich des Sees die Westgrenze von Aldone.

Mor Haleviën: Haus des Abendlichts. Stadt am südlichen Rand der Ebene von Emelda an der Mündung des Agarath ins Meer. Einige Meilen südlich der Stadt beginnen die Stillen Lande und ein großer Wald. Die Stadt ist geprägt von ihren Holzhäusern. Seltsame Melancholie und Angst liegen über ihren Straßen. Häufig kommen kühle Winde des Abends von Süden heran. Wenn diese die Wolken davonwehen, liegt die Stadt allein in der Ebene unter einem nachtblauen Himmel und unter eisigen Sternen. Die Tore von Mor Haleviën werden am frühen Abend geschlossen und niemand wagt sich nach Sonneuntergang hinaus in die schweigende Landschaft. Auch die Straßen der Stadt leeren sich.

In den Zeiten vor dem Herabsinken der großen Stille war der Name der Stadt Tûrulaur, Goldhafen, und das Gold aus den Ländern des Südens wurde von hier in die Welt hinaus gebracht.

Nimmereth: Landschaft westlich des Großen Gebirges. Sirmalion ist die Hauptstadt des fröhlichen Nimmereth. In seinen Wäldern leben die Elfen und mancherlei Naturgeister.

Rasch, der: Der Rasch entspringt im Wald des Auges, von wo er einen Bogen nach Südwesten schlägt und die Stadt Aldone durchfließt. Von dort führt sein Lauf durch die Berge von Aldaia nach Süden.


Sirmalion: Die Königsstadt. Hauptstadt des Reiches von Nimmereth am Ufer der Melêgin Marach. Heimat seltener Magie und großer Kunstfertigkeiten, besonders der Silberschmiedekunst. Man sagt, dass der Zauberodem des Waldes von Nimmereth die Menschen dort besonders segnet und ihnen eine beinahe andersweltliche Fröhlichkeit und Lebensart schenkt.

Stille Lande: Einstmals ein von Menschen bewohnter Landstrich, wo große Handwerkskunst ihre Blüte fand. Mit dem Eindringen der Menschen in die Wälder am Fuße des Gebirges begann das Ereignis, das in Emelda als Herabsinken der großen Stille bekannt ist, mit dessen Einsetzen Zug um Zug alle Menschen aus dieser Gegend (mit Ausnahme der Bewohner der Stadt Fallone) verschwanden. Heute ein unheimlicher und wilder Landstrich.

Straße von Beresken nach Aldone: Durchquert die Ebene von Emelda mit ihren Dörfern und Städtchen bis an den Übergang über den Wilden Fluß, wo die Vorhöfe des Gebirges beginnen. Überquert das Gebirge am Pass nahe der Eisenspitze. Von dort verläuft die Straße das Vorland von Aldone bis zur Wegkreuzung bei den Palínir Fuinor (Steine des Gewitters). Bald folgt die Brücke über die Melêgin Marach und damit der Eintritt in das Königreich Aldone. Ab hier kommt der Reisende durch ein fruchtbares Land an den Ufern des Rasch bis an die Tore von Aldone.

Die Straße ist auch heute in relativ gutem Zustand. Reisende fürchten jedoch den Pass an der Eisenspitze aufgrund des oft unkalkulierbaren Wetters im Gebirge als auch wegen der Wesen, die in den Schluchten und Halden des Großen Gebirges leben. An den Palínir Fuinor soll es spuken und jeder vernünftige Mensch plant seine Reise so, dass diese Gegend nicht bei Nacht durchquert werden muss.

Das Heer von König Emilúd zog entlang der Straße aus der Gegend des heutigen Aldone in den Krieg an der Silbernen Pforte.

Tenea: Stadt am Ufer der Tena. Umgeben von dichten Wäldern am Rande der Ebenen des Ewigen Eises. Hier lebt ein zähes und unbeugsames Volk.

Freitag, 3. April 2020

Emelda [Wonderdraft-Erstversuch]

Die Bucht von Emelda

Mit ein bisschen Nachdenken und Knobeln habe ich nun doch noch zeitnah meinen gestern gekauften Download von Wonderdraft erhalten. Zum Einstieg ins Wochenende habe ich auch gleich ein bisschen "gekartelt". Herausgekommen ist die oben zu sehende Karte der Lande um die Bucht von Emelda. Ich mag das Programm soweit sehr gerne. Mit der Textlabelfunktion hatte ich anfangs noch Probleme, habe mich inzwischen aber ganz gut daran gewöhnt. Mal sehen, was da noch kommt.

Ein fantastisches und gesundes Wochenende wünsche ich!


Bärenwalder Abendlied

Grafschaft Bärenwald (inkarnate-Version)
-> Für größere Version bitte klicken!

Aus Langeweile und Weltverdruss habe ich dieser Tage mit der kostenfreien inkarnate-Basisversion nochmal eine (s. o.) Karte der bereits bekannten Grafschaft Bärenwald, in der aktuell die Abenteuer unserer Beyond-the-Wall-Spielrunde stattfinden, erstellt.

Ebenfalls präsentieren möchte ich nun noch folgendes kleines Abendlied aus der (s. o.) Grafschaft Bärenwald.

Bei dem alten Baume (Bärenwalder Abendlied)

Nach dem heißen Sommer
Nach dem Schweiß der Ernte
Nach dem späten Regen
Da sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume
Da sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume

Wenn der Winter endet
Wenn junge Zweige grünen
Wenn frohe Jugend wandert
Dann sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten  Baume
Dann sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume

Im Ernst des kühlen Abends
Reich mir den frischen Trunk dort
Und sing mir neue Lieder
Da bei dem alten Baume
Und sing mir neue Lieder
Da bei dem alten Baume

Und drücken schwer die Glieder
So wecke den Gesang auf
Und heb die Seele wieder
Dort bei dem alten Baume
Dort bei dem alten  Baume

Dem Tag folgt ein Dunkel
Der Fluß rennt hin zum Meere
Der Mensch ist nur ein Schatten
Sag, sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume?
Sag, sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten  Baume?

 (Das Abendlied wird in verschiedenen regionalen Varianten gerne gesungen und in so mancher Wirtshausstube erklingt es zum mehr oder minder nachdenklichen und mehr oder minder nüchternen Tagesabschluß...) 

Donnerstag, 2. April 2020

Leseliste im April

Literatur in der Vertikalen

So habe ich denn nun gestern den "Herrn der Ringe" ausgelesen. Seit Juni 2019 habe ich daran gelesen. Für mich geht damit ein doch recht längerer und eindrucksvoller Leseabschnitt zu Ende.

Aktuelle Leseliste ist somit:

  • Robert Jordan - The Eye of The World (The Wheel of Time, 1. Teil)
  • Bonaventura - Nachtwachen


Weiterhin habe ich heute in einem Anfall von Wahn ein bisschen zusätzlich erworbenes Geld zu verbrauchen und habe mir das Kartografieprogramm Wonderdraft gekauft. Versucht zu kaufen, besser gesagt. Denn den mir eigentlich zuzuschickenden Download-Link habe ich nicht erhalten... nun muss sich der Support des Vertriebes darum kümmern. Mal sehen. Bin ungeduldig.


Mittwoch, 1. April 2020

Kleinstiege

Das beschauliche Örtchen Kleinstiege in der Grafschaft Bärenwald
(für größere Version bitte klicken!)

Da mir ein wenig fad zumute war, habe ich mit dem sehr schönen (in der kostenfreien Version aber auch relativ deutlich eingeschränkten) Karteneditor inkarnate das Dorf Kleinstiege, das sich meine Spieler in der "Beyond the Wall"-Runde als Startpunkt ausgedacht haben, kartografisch verarbeitet. Hach... die Bedienoberfläche und Benutzerführung von inkarnate gefällt mir sehr gut, ich weiß aber nicht, ob ich die Vollversion kaufen werde/würde, da man diese nur als Jahresabo erhält, also die Software jährlich neu kaufen muss und sie dann auch nur im Internet genutzt werden kann. Nunja... mal sehen. Das oben ist jedenfalls Kleinstiege.

Dienstag, 31. März 2020

Aus dem Bunker nach Argentinien


Eingegraben in seinem Bunker muss mancher Mensch derzeit viele Stunden weit entfernt vom Licht der Sonne verbringen, so auch ich. Um dieser erzwungenen Klausur- und Bunkerzeit etwas Positives abzugewinnen, habe ich ein altes Hobby von mir wieder ausgegraben, und zwar Argentinien. Argentinien ansich ist nun noch kein besonders konkretes Hobby, zugegeben. Man muss es mit Fleisch füllen. In meinem Fall ist das Fleisch kein argentinisches Rindfleisch, sondern z. B. die Musik von Charly Garcia, Sui Generis, Almendra, Virus, Pastoral ... und ein bisschen die Literatur. Besonders die phantastisch und surreal angehauchte Literatur. Überhaupt scheint mir die südamerikanische Literatur in Teilen so eine gewisse Stimmung zu atmen. Ein schönes Beispiel hierfür ist Julio Cortázars Roman "Rayuela". Ich weiß jedoch zu wenig von dieser speziellen Literatur. Um diesem Notstande abzuhelfen, entschied ich mich heute zum Kauf eines kleinen Romanpakets. Dieses enthält:

sowie

Man kann ja nicht die ganze Zeit Fantasyliteratur lesen. Bin gespannt. Wir sehen: die Leseliste wird nicht unbedingt kürzer in Zukunft.





Freitag, 27. März 2020

Aus dem Bunker

Pause vom Bunker (Serviervorschlag)

Heute begab ich mich zu einem kurzen Rundgang aus meinem Bunker heraus, lief etwas die Straßen entlang, setzte mich eine Weile in einer Grünanlage auf eine Bank, wo ich nachdachte, betete und etwas die Sonne genoss, vorbeilaufend Dackel, über den Dächern Vögel und Wind im Gezweig der Bäume.

Überhaupt führe ich momentan erzwungenermaßen ein relativ monastisch-karges Dasein. Das hat auch seine guten Seiten. Eine davon ist, dass man eben ein paar Sachen überdenken kann. So habe ich nun endlich konkrete Schritte zur Lösung meines seit langem anhaltenden Gemeindedebakels beschlossen, die ich, sobald man den Bunker wieder verlassen darf, auch umsetzen werde. Wohin es mich führt, weiß ich nicht, aber, so mein Entschluss, auf die Art und Weise, wie es nun schon lange geht, kann es nicht weitergehen.


Donnerstag, 26. März 2020

Die Zukunft...

Aktuell überschlagen sich in gewissen Kreisen die Theorien darüber, was die Zukunft nach dem Virus bringen wird und die Forderungen, was alles jetzt angemessen sein soll. Da ist die Rede von z. B.

  • Einer Wende zu mehr Miteinander
  • Einem bedingungslosen Grundeinkommen
  • Radikaler Abkehr vom derzeitigen Wirtschaftssystems
  • Umdenken der  Menschen, die jetzt gesehen hätten, was im Leben wirklich zählt
  • ...
 Ehrlich gesagt kann ich diese verträumten Prognosen nicht unterschreiben. Meine Prognose ist, dass im schlimmsten Fall hohe Arbeitslosigkeit und Wirtschaftsprobleme (die dann auch irgendwann bei jedem einzelnen hier ankommen werden) drohen. Im besten Fall geht einfach alles mehr oder minder so weiter wie zuvor. Die Menschen vergessen sehr schnell und sehr leicht. Sie haben eine lange Tradition, Katastrophen bis hin zu Weltkriegen zu vergessen und zu verdrängen, die weitaus schlimmer waren als alles, was wir (bei aller Abscheulichkeit dessen) jetzt haben. Sie werden auch das verdrängen und die rosaroten Utopien der Träumer bleiben, was sie sind: rosarote Träume.


Montag, 23. März 2020

Dunkel

Düster die Lage. Öffentliche Orte verschwinden oder werden zu Festungen. Der Normalbetrieb bricht zusammen. Sehr eigenartige Lage. Was erlebe ich da nur?

Samstag, 21. März 2020

Sorgenperlen und Zukünftiges



Ein kleines Mittel zur Linderung von Unruhe hinsichtlich dieses bösartigen Viruses, welches nun sogar schon zu einer Dreiviertelausgangssperre führte, erreichte mich heute aus Griechenland. Es handelt sich hierbei um ein Komboloi, auch als "Sorgenperlen" bekannt. In Griechenland wird es größtenteils für eine Art Geschicklichkeitsspielereien verwendet, die bei Unruhe, Stress, Nervosität ein bisschen Ablenkung schaffen und die Zeit vertreiben sollen. Mein Exemplar habe ich mir für meditatives Beten mithilfe der Perlen (ähnlich Rosenkranz) bestellt. Wobei, da die Holzperlenkette rein sekular ist, auch Fingerspiele nicht ausgeschlossen sind. In jeden Fall ist die Kette ziemlich schön, wie ich finde.

Weiter in die Zukunft gedacht: habe dieser Tage beschlossen, im Falle eines guten Überstehens dieser beunruhigenden Krankheitswelle eine Wallfahrt oder Pilgerwanderung anzutreten. Ich halte es in so einem Fall für durchaus angebracht, nicht einfach zur Normalität überzugehen und im schlimmsten Fall schnell zu vergessen, was da über die Welt hereingebrochen ist. Mal sehen, was die Zukunft bringt.




Donnerstag, 19. März 2020

Vergebliche Mühe

1 Und wiederum sah ich alle Bedrückungen, die verübt werden unter der Sonne; und siehe, da flossen Tränen von Unterdrückten, die keinen Tröster hatten; und weil die Hand ihrer Unterdrücker so stark war, konnte sie niemand trösten. 2 Da pries ich die Toten, die längst gestorben sind, glücklicher als die Lebenden, die jetzt noch am Leben sind. 3 Aber besser als beide ist der daran, welcher noch gar nicht geboren ist, weil er das leidige Tun, das unter der Sonne geschieht, gar nicht gesehen hat.
4 Ich sah auch, daß alle Mühe und alles Gelingen im Geschäft nur den Neid des einen gegen den andern weckt; und auch das ist eitel und ein Haschen nach Wind!

Prediger 4,2-4

Heute sprangen mir diese Verse bei der Bibellese ins Auge. Mit dem Gefühl, das da mitschwingt, kann ich etwas anfangen. Sinnlose Mühe. Der Gedanke, dass die Welt ansich verdorben ist, das Gute und die Gerechtigkeit eben nicht siegen, jeder Erfolg vorübergehender Art ist und im schlimmsten Fall nur jetzt noch unvorhergesehenen Dinge auslöst, die alles wieder zunichte machen und verschlimmern und am Schluß nur, wie der Prediger sagt, "eitles Haschen nach Wind" übrig bleibt. Für mich stellt sich da die Sinnfrage. Renne ich wie blind materiellen Gütern nach? Meiner Karriere? Vergöttere ich Jugend und körperliche Fitness? Ist es das? Oder nutze ich diese eh von Sinnlosigkeit, Scheitern und Tod bedrohte Zeit, um auch tiefe Erlebnisse zu haben und zuzulassen: Erlebnisse in den Kategorien Geist und Gott. Das Streben nach echter Freundschaft, nach Verständnis, einem Gefühl des Zusammenhangs und der Zusammengehörigkeit?

Das Leben ist gut. Aber für mich lohnt es, manchmal auch danach zu fragen, wer es ist, der diesen Schatten wirft, der unsere Welt und alles darin ist.


Dienstag, 17. März 2020

Sonnige Tage am Ende der Welt

Fröhlich schmaust das Nagetier


Sonnige Tage am Ende der Welt. Fast stündlich ändert sich die Lage auf der Welt und in der Stadt. Schlußszenen. Fast letztes, im Vorfrühling. Türen quietschen. Riegel gehen vor. Aber golden darüber eine naive Sonne, zum Geleit.

Im Gewitter der fallenden Riegel ringen miteinander Brehm und König um das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg. Auch das noch, eh der Vorhang fällt und der Schatten sinkt.

Die Natur hat währenddessen andere Launen. Oben abgebildetes Tier bröselte heute fröhlich auf den Autor dieser Zeilen herab und warf kichernd sogar noch eine halbangenagte Nuss vor dessen Füße, sich nicht um Betretungs- und Betriebsverbote kümmernd, auch nicht um Quarantäne und Vorratskeller.

Auf den Wegen seufzen Menschen in der Sonne und tun so, als wäre nichts und nie gewesen, unter dem schwarzen Schatten gewaltiger Flügel.


Samstag, 14. März 2020

Herunterfahren und Warten

Kirche der Leere


Herunterfahren und Warten in seltsamen Zeiten. Durch eine Landschaft leerer Supermarktregale irren. Leerer, gottesdienstloser Kirchen, noch leerer, dahin. Spitzbübisch geradezu küsst ein Vorfrühling die Wipfel und Hausdächer über der Nebelstadt mit ihren leeren Schulen und ihren Straßen und ihren flüchtenden Pferdegedanken, weißer Wind kommt auf, sanft nur, sanft schaukelt ein Wolkenpferd über der Stadt dahin und ihre rätselhaften, hektischen Gedanken in seltsamen Zeiten. Es häufen sich Terminabsagen, doch man bleibt noch höflich und wartet gemeinsam und sieht auf das Wolkenpferd hinauf und wundert sich.


Mittwoch, 11. März 2020

Glauben

Wie angedroht nochmal so eine Art Glaubensbekenntnis bzw. Wertekompass. Verzehr auf eigene Gefahr.

Ich glaube an/, dass...


  • ...Das Rätsel des Daseins aller Dinge, das zu einer Beschäftigung mit höheren Dingen, der Suche nach Wahrheit und zur Suche nach (einem) Gott einladen kann sowie an die Schönheit und Herrlichkeit dieses Rätsels.
  • ...An das menschliche Bedürfnis nach Spiritualität, dem man nachgehen kann sowie an die bei verantwortungsbewusst ausgeübter Spiritualität evtl. positiven Effekte ebendieser auf den Menschen.
  • ...die Pflicht, spirituelle Lehren auch kritisch zu hinterfragen, damit sie zu keinen Ideologien und schädlichen Gedankenkonstrukten auswachsen können.
  • ...das Vorhandensein von guten Gründen, die für die Existenz (eines) Gottes sprechen.
  • ...Mir persönlich Gebet gut tut und ich darüber hinaus besondere Erfahrungen und Erkenntnisse in und durch Gebet und Meditation hatte.
  • ...Ein Gefühl der Führung im Leben (durch Gott oder eine höhere Macht und/oder angeborene und geschenkte Intuition?)
  • ...Zufall
  • ...Düsternis und bedrohliche Seiten des Lebens, negative Seiten am Menschen, die nicht verdrängt, sondern aktiv bewältigt, angegangen, angenommen und teilweise transformiert werden wollen sowie an die Schönheit auch der Düsternisse, des Erhabenen und auch Bedrohlichen.
  • ...Freundschaft, Kameradschaft im alltäglichen Leben, Treue und Liebe, Tapferkeit im Ertragen das Schöne.
  • ...daran, dass jeder Mensch der Vergebung würdig ist, wenn er sie sucht und möchte.
  • Vergebung und Nachsicht, Empathie
  • ...Verantwortung für das eigene Leben und Sein.
  • ...die Pflicht sowie das Geschenk, sich eine eigene Moral zu erarbeiten und dieser zu folgen.
  • ...die Gewissensfreiheit.
  • ...kritisches Denken und die Möglichkeit, das eigene Handeln zu hinterfragen.
  • ...die Möglichkeit, nicht derselbe bleiben zu müssen.
  • ...die Wahrheit, die speziell in der Bibel zu finden ist. Gleichzeitig auch an wichtige menschliche (und vielleicht göttliche) Weisheiten, die in anderen wichtigen Büchern der Menschheit und auch z. B. in Poesie zu finden sind.
  • ...es keinen Sinn macht, das "Heilige" auf der Waage wiegen zu wollen und mit ähnlichen Mitteln wie zur Bestimmung der Länge einer Fahrzeit oder der Behandlung eines Kochrezeptes anzusehen.
  • ...das geheimnisvolle Wesen und die Kraft der Natur
  • ...das Wunderbare und die Größe des Menschen, auch an seine Schrecklichkeit und Abgründe. Sein widersprüchliches Wesen.
  • ...Die Wissenschaften, Medizin, Philosophie und deren guten Nutzen für die Menschen.
Dies sei so/Amen!

(Ohne besondere Wertung in der Reihenfolge sowie ohne Anspruch der Vollständigkeit. Bewusst oft sehr offen formuliert. Wird evtl. auch nochmal nachbearbeitet)

Dienstag, 10. März 2020

Kettenpost im Regenland

Liebe Leser,
es regnet immer noch. Heute den ganzen Tag. Kurz flackerte heute früh ein gelbliches Morgenrot über der Stadt auf, dann begann es zu tröpfeln, dann zu tropfen. Und nun fällt wieder Himmelswasser auf diese Stadt herunter. Vielleicht wird mein Traum davon, dass die Wöhrder Wiese dereinst im Meer versinken soll, tatsächlich noch wahr.

Mir geht es nicht ganz 100% gut. Bin heute früh mit Bauchschmerzen aufgewacht, dafür ohne Appetit. Dazu kamen dann irgendwann Kopfschmerzen, Brennen in den Gliedern sowie ein allgemeines Gefühl der Sinnlosigkeit, Schwäche und Leere. Dies setzte sich dann bis heute, an- und abschwellend in Wellen fort. Was das ist, weiß ich nicht, auch nicht, was da jetzt zu tun ist. Gerade genieße ich zumindest Kaffee. Wer weiß?

Vor ein paar Tagen kam mir die Idee, nochmal eine Art Glaubensbekenntnis hier zu verfassen. Diesmal ohne Schnörkel, sondern tatsächlich so, dass man es in weniger als 15 Minuten dahersagen könnte. Vielleicht dieser Tage mal.

Ein Winken in die Regennacht hinein, tropf tropf tropf...

Sonntag, 8. März 2020

So ein kleines Wochenende

Standesgemäßes Chaos auf dem Spieltisch inkl. Getränke

So geht es wieder, wie unzählige Male zuvor, dahin, das Wochenende. Bin gerade (wie eigentlich fast immer momentan) etwas müde. Gestern, als samstags, kam unsere nette Beyond-the-Wall-Runde wieder zusammen, wobei es meinen Spielern fast beinahe nur durch reines Planungsgeschick gelang, den gefürchteten Troll wieder in sein jenseitiges Trollland zurückzuschicken. Ich als Spielleiter werte dies im Nachhinein fast als ein wenig einfach, aber gut, man (also der Spielleiter) lernt ja auch daraus...

Der heutige Tag stand im Zeichen von Albträumen, Langeweile, Mikrokonflikten und der Zubereitung eines eher nach Kuchen schmeckenden Nußbratens. Viel Vergnügen und "Auf bald!".



Donnerstag, 5. März 2020

Wieder Regen

Wieder regnet es, was gut zu meiner Stimmung passt. Diverse Schwankungen im chronischen Krankheitsmanagement verderben mir ein wenig den Spaß. Da passt es gut, wenn Wassertropfen alles durchtränkenden vom Himmel fallen. Meinen üblichen täglichen Fahrradweg kann ich seit Wochen schon nicht mehr befahren, da er sich in eine heillose Schlammpiste verwandelt hat. Dann hat heute Nacht auch noch der häusliche Geschirrspüler gedroht, den Dienst zu quittieren. Mal sehen, ob er dies dann auch tun wird. Solange regnet es weiter und immer weiter, herunter auf die Menschen, die neben der Hauptstraße mit langen, grauen Gesichtern entlanglaufen und aus der Ferne so ein bisschen wie Pferde aussehen.

Montag, 2. März 2020

Märztage

Da beginnen sie nun, die Tage des Monats März. Mir dreht sich ein bisschen der Kopf. Während ich mir Gedanken über irgendetwas wie "persönliche Religionsausübung und Spiritualität, frei von ungesunden und blockierenden Denkarten" mache, ändert sich förmlich stündlich das Wetter. Heute gegen Mittag kam glänzend die Sonne hervor, sodass ich die Pause von der Werktätigkeit unter strahlend blauem Himmel und in goldenem Sonnenlicht verbringen konnte. Später dann Zebrawolken. Und nun lugt Abendblau zwischen grauen Himmelsfeldern hervor. Vielleicht kommt gar noch Regen?

Freitag, 28. Februar 2020

Zum Freitag: doch noch Schnee

Morgendliches Nürnberg im Restschnee

Gestern Nachmittag, kaum trat ich wieder durch die häusliche Tür, setzte starker Schneefall ein. Geradezu abenteuerlich schön ward Landschaft und Stadt bezuckert. Heute morgen war der Zucker dann sogar in Teilen noch erhalten. In so großen Teilen, dass ich lieber auf das Fahrrad verzichtete. Wie mir auffiel, ging mir über die Jahre schon etwas an Unerschrockenheit in Sachen Fahrrad in Zusammenhang mit winterlichen Wetterverhältnissen verloren. Gegen Mittag rauschten dann die Dachrinnen und nun ist fast alles schon wieder dahin, wie so vieles im Leben.



Bezuckerte Dächer, dahinter gehetzte Wolken


Vor einiger Zeit habe ich beschlossen, als kleines literarisches Intermezzo nach dem dritten Teil des Herrn der Ringe doch mal wieder eine Art "Klassiker" zu lesen. Konkret gelockt haben mich die "Nachtwachen" von Bonaventura, da mir ein in einem (s. Schnee oben) längst dahingegangenen Literaturmagazin, das ich vor Jahren abonniert hatte, Artikel darüber eingefallen war, der dies Buch lobend erwähnte und gleichzeitig seine in großen Breiten vorhandene Vergessenheit beklagte. So griff ich nun zu besagten "Nachtwachen", die allerdings noch ein wenig warten müssen.



Von Generationen von Schülern gefürchtet:
Das Reclamheft

Dienstag, 25. Februar 2020

Musiiik!

Meine letzten digitalen Musikkäufe:



so... das wars!


Montag, 24. Februar 2020

Das "Gute", moralischer Referenzrahmen und kognitive Dissonanzen


19
Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht will. 20 Wenn ich aber das tue, was ich gar nicht will, dann bin nicht mehr ich der Handelnde, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 21 Ich stelle also ein Gesetz des Bösen in mir fest, obwohl ich doch das Gute tun will.

- Römer 7,19-21

 Obige Verse brachten mich heute ein wenig ins Grübeln. In letzter Zeit fühle ich mich häufig mit der Fragestellung nach dem Referenzrahmen, in dem das menschliche Handeln zu bewerten ist, konfrontiert. Einige Christen sagen, dass der Mensch ja aus sich garnichts Gutes vollbringen kann und nur durch die Gnade Gottes besteht. In einem Gespräch verdeutlichte jemand seine Vorstellung vom "christlichen" Leben des Menschen als eine Art Videospiel, in dem man ständig "stirbt", also scheitert, es aber im Endeffekt nichts macht, weil Gott ja vergibt.

Hm... mich hat das alles ein bisschen nachdenklich gestimmt. Das Leben als end- und sinnlose Arbeit eines Sisyphos? Ob es so gesund ist, sich selbst nach einem unglaublich hohen Maßstab (nämlich einem "göttlichen Maßstab") zu bewerten, in dem man ja zwangsweise immer scheitern muss? Ändert das etwas, dass man sich das Scheitern dann nachher durch eine geglaubte oder gedachte Gnade Gottes wieder aus dem Logbuch herausstreicht? Ich weiß nicht. Insgesamt glaube ich nicht, dass solches Denken so gut ist. Habe selber auch immer wieder an der Frage gekaut und daran gelitten und mittlerweile sage ich, dass ich es für besser halte, an menschliches Tun keinen göttlichen Maßstab anzulegen um dann wieder in der Kiste für Sünder zu landen. Selbst wenn es einen Gott gibt, der vergibt, ich halte es auf lange Sicht für die psychische Gesundheit absolut schädlich, immer in diesen Negativkategorien zu denken und all sein Tun nach der Himmelsschablone zu messen. Mag sein, dass Christen hier und da irgendwelche Sonderlehren und Tricks (Entschuldigung, ich nenne das jetzt einfach so.) einbauen von wegen "Wir sind von uns aus böse, jedoch: Wiedergeburt im heiligen Geist, dadurch sind wir frei und können dann endlich das Gute so tun, wie Gott das von uns will und wir können seine Taten tun... ... ...", mit denen das Dilemma dann gedanklich umgangen werden kann. Aber... nee... passiert nicht, behaupte ich. Es gibt keinen Menschen auf der Erde, der, legt man den "Himmelsmaßstab" an, nicht in Sekunden zur Vollpfeife mit einem extremen Moraldefizit wird. Steile These.

Ich nehme da jetzt noch eine andere Kurve. Mein Vorschlag ist nämlich nicht, uns deswegen nun zu einer "Gruppe schwächlicher Versager und böser Unholde e. V." zusammenzuschließen und den lieben langen Tag auf gelben Plastikstühlen zu hocken und zu jammern: "Ach, ach, was sind wir böse und schlecht, und Gott, Gott ist so gut, aber wir, wir sind so schlecht...", sondern ich schlage vor, dass wir in gewisser Hinsicht menschliches Verhalten lieber nach einfachen menschlichen Maßstäben bewerten. Und dann auch bei uns selber feststellen: "Moment mal, oft bin ich gar kein solches Monster". Einiges kriegt jeder hin, wenn man als Maßstab nur einfach die entsprechende Situation des entsprechenden Menschen heranzieht. Demut angesichts der Gegenwart Gottes (für Christen) oder des vergleichsweise geringen Handlungsradius des Menschen (für Atheisten oder Astronomen) oder der Größe aller Vorgänge im Universums ist gut und ein wichtiges Korrektiv, keine Frage.
Aber für das menschliche Leben nehme man vielleicht besser doch das menschliche Leben als Bezugspunkt. Dann muss man auch nicht verzweifelt und in Selbstzerfleischung auf das Eingreifen des heiligen Geistes oder des neuen sowjetischen Menschen warten um endlich perfekt sein zu können, sondern man kann einfach auch mal perfekt-unperfekt herumwursteln und sich eigenverantwortlich auch mal über was freuen oder sich selbst auf die Schulter klopfen bei den nicht wenigen Malen, bei denen ein jeder das wohl auch verdient.


Sonntag, 23. Februar 2020

Die nächste Runde?

Freude herrscht: heute wurde ich in einem anderen Zusammenhang darauf angesprochen, ob ich nicht Lust hätte, mich an einer in der Entstehung begriffenen Dungeons-and-Dragons-Runde mit einigen Leuten zu beteiligen. Und wie ich Lust hatte! So ist denn nun ein erstes  Treffen geplant, bei dem ich meinen Charakter erstellen soll. Was auch nur ca. 2 Stunden oder länger dauern soll... Bin sehr gespannt und vorfreudig!

Morgen geht die Woche wieder los. Es stürmt. Wegen komischer karnevalistischer Verirrungen fällt dann aber meine erste Sportrunde in der Woche aus. Mal sehen, was der Montag dann ansonsten so bringen wird.

Freitag, 21. Februar 2020

Hartkekse und Thermen

Hartkeks. (Serviervorschlag)


Vor einigen Tagen brach sich bei mir eine milde Obsession bezüglich der gefürchteten als "Panzerplatte" verspotteten Hartkekse Bahn. Mir erschienen die Eigenschaften lange Haltbarkeit sowie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten (Als Wegzehrung genauso geeignet wie als Brennmaterial, auch eine Verwendung als Baumaterial würde ich persönlich nicht ausschließen wollen...) ziemlich vorteilhaft. Dennoch wollte ich keinen Jahresvorrat der besagten Kekse kaufen, da ich nicht wusste, ob ich überhaupt etwas damit würde anfangen können. Somit entschloss ich mich dazu, selbst Hartkekse nach einem altehrwürdigen Rezepte herzustellen. Dies gelang auch...teilweise. Meine erste Generation Hartkeks (s. Bild) genießt in jedem Fall den Sympathiebonus des Selbstgemachten. Ansonsten sind sie... naja... relativ hart. Essbar ohne Risiko für die Zähne nach mindestens einer halben Stunde in-Flüssigkeit-Liegens. Auch hat besagtes Rezept die Backzeit relativ großzügig bemessen, sodass mir ein Drittel der Kekse zu verbrannt erschienen. Gerne werde ich, wenn es die Zeit zulässt, auch eine zweite Generation herstellen mit leichten Veränderungen. Ich bin schon gespannt.

Den gestrigen Tag verbrachten die DdH sowie ich in den Thermen zu Bad Staffelstein, wo wir in den Saunen schwitzten sowie durch Wasser- und Obst-Mahlzeiten gegen das Fremdspeisenverbot verstießen. Relativ schön alles und auf dem Heimweg schien die untergehende Sonne abschiednehmend auf das schon halb träumende Baunachtal herunter.


Dienstag, 18. Februar 2020

Waldrunde zum Unterstand

Waldwege immer weiter

Nachdem mir das Schicksal in seiner Güte nun vier freie Tage zugestanden hat, entschloss ich mich dazu, Tag 1 gleich natürlich-naturell zu nutzen und auch meine neu erstandene Ausrüstung, das Berghaferl sowie den Tarp-Poncho auszuprobieren. Gesagt getan wählte ich mir eine kleine Runde in der Gegend des Schmausenbucks dazu aus. Nach einer Kurve Richtung Südosten war mein Ziel, wieder westlich einen Unterstand Richtung Zabo zu erreichen, wo ich gedachte, eine kleine Rast inkl. Mahlzeit zu halten.

Alles in Allem kam so ein recht schöner Spaziergang zustande. Das Wetter war schon eher des noch ein Stück entfernten Aprils würdig, Regen gefolgt von Sonne gefolgt von Regen. Der Poncho wäre ansich kaum nötig gewesen, ich zog ihn allerdings aus Gründen der Einweihung zwei Male an und versuchte längere Zeit, das perfekte System zu finden, ihn wieder in den mitgelieferten Beutel zu quetschen. Meist war gerade in dem Moment, als ich den Poncho wieder angelegt hatte, die nächste Sonnenphase da und just wenn ich dabei gewesen, das Zeltplanenflatterding endlich im Sackerl verstaut zu haben, kam der Regen zurück. So bewegte ich mich durch den Wald und erreichte auch ohne Irregehens meinen Unterstand, wo es Buchweizengemüse aus dem Feldgeschirr sowie Kräutertee serviert im Berghaferl gab.

Durch weitere sonnige Regenphasen hindurch ging es zurück und zurück und wieder nach Hause, wo ich dann nach Ankunft endlich das perfekte System für's Regenschutzfalten gefunden hatte.



Schadholz

Düstere Sümpfe

Der Unterstand im Regen


Blick aus dem Unterstand, kurz vor dem Regen

Montag, 17. Februar 2020

Regen folgt auf Regen

Orangen auf Wandertag

Montag. Seit Tagen Regen. Im Sankt-Egidien-Museum-ehem. Egidienkirche zu Nürnberg findet wieder eine Ausstellung "103 Jahre Oktoberrevolution" statt, oder man redet über Essen oder Geschlechter oder die Stadt. "Wegen großer Nachfrage verlängert! Mit freundlicher Empfehlung: Ihre Landeskirche". Rauch steigt aus den Kaminen hoch, wird zur grauen Luft und regnet wieder auf die Stadt herunter und verteilt sich in grauen Pfützen, neben dem Egidienmuseum, nur einen Steinwurf weit vom Platz des Guten Kommunisten entfernt. In der Nürnberger Messe die Fachtagung der Ver- und Einbrecherinnung zum Thema "Sicherheit im 21. Jahrhundert". Vor dem Eingang der Messehalle rauchen Grüppchen von Ver- und Einbrechern starken Tobak, kauen auf einer gummiartigen Laugenbreze herum und diskutieren die Tagespresse. Anderswo sind ein paar Affen ausgebrochen. Gelangweilt stehen sie in der Straßenbahn auf dem Weg zum nächsten Meeting, kauen Kaugummis und diskutieren abgebrüht über die Zukunft der Stadt, während es draußen wieder zuzieht.


Freitag, 14. Februar 2020

Christlicher Agnostizismus (oder so.)

Aufbauend auf ein paar der Themen, die in diesem Eintrag schon behandelt wurden, habe ich mir in letzter Zeit ein paar Gedanken über meine "Glaubensgeschichte" gemacht und Bilanz gezogen, geschaut, wo ich momentan stehe.

Gestartet bin ich irgendwann 2013, relativ begeistert auch, hatte auch noch Lust, herumzuschauen und zu suchen, bei Sachen, die mich gestört haben, Fragen zu stellen oder zu versuchen, Antworten zu finden. Dann kamen über die Jahre nicht nur gute Erlebnisse und auch Fragestellungen, auf die es entweder keine schnelle Antwort gibt oder die aus ihrer Natur heraus unbeantwortet bleiben müssen. Da gab es auch persönliche Erlebnisse, die nicht so toll waren. Situationen, in denen ich mich im Stich gelassen gefühlt habe oder wo ich für mich erkannt habe, dass die ein oder andere glanzvolle Parole im Endeffekt nicht mehr ist als: eine Parole, die irgendwo verhallt. Sie klingt gut, die Leute fühlen sich wohl und gut, aber an Substanz gibt es da kaum was. Man möchte sich dran festhalten, glauben, dass es stimmt, dass da mehr ist und das Vertrauen gerechtfertigt ist, man greift aber ins Nichts.

Ich bin kein Pazifist. Ich kann teilweise mit diesem flachen Lobpreis nichts anfangen. Mir fehlt oft was Mystisches. Ich möchte auch Dunkelheit und Gefahr ihren Platz geben. Einige Glaubensinhalte machen für mich nicht so viel Sinn. Dinge, die man als Christ tun können sollte, funktionieren bei mir scheinbar nicht. "Gott wählt nicht die besonders Begabten, sondern begabt die, die er für eine Aufgabe auswählt" sagt man. Hm... für manche Sachen bin ich scheinbar nicht nur nicht besonders begabt, sondern Gott liefert mir auch nicht die nachträgliche Begabung. Nicht auserwählt dafür? Aber als Christ muss man doch... Nee! Schluß damit! Ich will das nicht mehr. Irgendwas können müssen. Eine bestimmte Weltsicht haben müssen.

Ich müsste das alles noch viel mehr erklären, hab nun aber gerade die Zeit nicht dafür.

In letzter Zeit, um den Übergang zur Überschrift herzustellen, habe ich manchmal den Eindruck, dass ich eher so etwas wie ein christlicher Agnostiker geworden bin. Vielleicht auch nur ein Agnostiker. Ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt, würde auch auf keinen Fall meine Haut dafür verwetten. Dafür habe ich einfach zu viel komisches Zeug erlebt. Ich weiß, dass ich eine Sehnsucht nach Spiritualität habe, sehe auch vernünftige Gründe für die Existenz eines Gottes und weiß auch, was mich am Christentum anspricht und was es z. B. für mich einleuchtender erscheinen lässt als irgendeine Art Naturspiritualität, deren Elemente mich teilweise aber auch ansprechen können, worin ich jetzt keinen unbedingten Widerspruch sehe. Andererseits bin ich vielleicht auch einfach zu skeptisch. Das will ich mir auch nicht abgewöhnen. Und ich will mich nicht länger religiös erpressen lassen. Ich bin, der ich bin. Und das passt so. Kein frommes Im-Staub-wälzen, weil ich nicht genug glaube oder nicht dauerbegeistert bin und nicht durch z. B. meinen vermeintlich positiven Lebenswandel ein so ergreifendes Zeugnis geben kann.

Ein christlicher Agnostiker ist nach Definition von Leslie D. Weatherhead:


A person who is immensely attracted by Christ and who seeks to show his spirit, to meet the challenges, hardships and sorrows of life in the light of that spirit, but who, though he is sure of many Christian truths, feels that he cannot honestly and conscientiously 'sign on the dotted line' that he believes certain theological ideas about which some branches of the church dogmatize...His intellectual integrity makes him say about many things, 'It may be so. I do not know'.
Und damit lasse ich es erstmal bewenden.


(Sie auch hier.)

Mittwoch, 12. Februar 2020

(Alternativweltgeschichte) Deutschland und Rumänien überfallen Polen

Aktuelle Weltansicht einer schrecklichen Welt
Bevor ich mich nun weiter in meinem Straßengraben wälzen werde, gebe ich dem geneigten Leser einen kurzen aber erschreckenden Einblick in meine aktuelle HoI4-Partie. In dieser hat das Deutsche Reich gemeinsam mit Rumänien und der Slowakei im Juni 1939 Polen den Krieg erklärt und das polnische Heer Ende Juli 1939 besiegt gehabt. Rumänien hat sich daraufhin Ostpolen einverleibt, Deutschland das westliche Polen. Die Allierten befinden sich noch in einer Sammlungsphase, sind aber fest entschlossen, den faschistischen Aggressoren und Kriegstreibern bald den gar auszumachen.
Es bleibt spannend...

Montag, 10. Februar 2020

Sturmes Wüten etc.

Wenn bei Nürnberg die rote Sonne...

Auf meinem Beispielbildl oben geht sie melancholisch unter, die Sonne. Heute hingegen hat sie Sendepause. Sturm "Sabine" wütet darein. So mancher morgendlicher Weg gestaltet sich schwierig, der ein oder andere totmorsche Baum stürzte zu Boden. Unter anderem (aber eigentlich nicht wirklich) wegen des Sturmes setze ich heute in Sachen Sport auch einmal aus.

In Hearts of Iron 4 habe ich inzwischen meine erste Probepartie gestartet und bin recht angetan vom Spiel und seinen komplexen Möglichkeiten. Wenngleich dem Konzept ein gewisses Makabres innewohnt. Dennoch kann ich mich der Faszination des Spiels nicht entziehen und es hilft mir auch beim Überdenken so mancher Frage.

Spontan habe ich mir heute auch noch, genährt vom Wunsch, mich in der  Natur zu verlustieren, einen Regenponcho (der gleichzeitig zu einem Unterstand umgearbeitet werden kann) und ein Berghaferl bestellt.

Schönen Montag Ihnen, werter Leser!


Donnerstag, 6. Februar 2020

Die Sonne

Die: Sonne.


Manchmal ist sie dieser Tage schon da: die Sonne. Taucht plötzlich hinter einer Wolke auf, über den Dächern der eierbraunen Häuser in Nürnberg und scheint ein bisschen. Auf den See hinunter oder auf die Straße. Manchmal verschwindet sie dann wieder hinter Wolken, wenn dann wieder etwas Schnee oder Sprühregen kommt. Und dann leuchtet sie wieder und man möchte träumen.


Dienstag, 4. Februar 2020

Schrecklich unentspannte und nervtötende Welt

Spätestens als ich neulich auf der Facebookseite des "Volksbegehren Artenvielfalt" lesen durfte, dass es sich bei der Tätigkeit des Vögelfütterns im Winter keineswegs um eine Art Hobby aus Gutherzigkeit handle, sondern es dabei um "Gerechtigkeit" ginge, war für mich die Zeit des Überdrusses gekommen. Gefühlt an allen Ecken und Enden, in politischen Diskussionen, im Radio, etc. wird momentan eifrig von "Gerechtigkeit" geredet. "Gerechte Verteilung des öffentlichen Raumes". "Gerechtigkeit gegenüber den Tieren", "Gerechtigkeit den Mitmenschen gegenüber""Klimagerechtigkeit". "Geschlechtergerechtigkeit". Mitgeliefert wird dann auch gerne der moralinsaure erhobene Zeigefinger. Es soll ja schließlich gerecht zugehen. Wo scheinbar an jeder Ecke und vor jedem Gähnen erst moralisch hohe Fragen erörtert werden müssen, verliert dieser ganze Begriff, Gerechtigkeit, für mich langsam an Schärfe... Manchmal frage ich mich sogar, woher diese Idee von einer allumfassenden und alles abdeckenden Gerechtigkeit überhaupt kommt. Ist das eine ursprünglich biblische Idee? Wollten die Heiden auch schon Gerechtigkeit oder "Gerechtigkeit"? Ich könnte mir, ohne viel theoretisches Hintergrundwissen, vorstellen, dass das im Endeffekt ein inzwischen verweltlicht und inzwischen gänzlich aus dem Ruder gelaufenes christliches Gedankengut ist. Mit einem Gott will der postmoderen Mensch nichts mehr zu tun haben. Aber irgendwie gerecht soll's dann schon sein. Die allgemeine Krise befeuert dies noch. "Wo keine Götter sind, walten Gespenster" schrieb einst der Novalis. Ja, so ähnlich, hätte ich jetzt gesagt.

Mir ist von all der Moral inzwischen, wie eingangs erwähnt, ziemlich schlecht. Statt "Gerechtigkeit" sogar beim Vogelfüttern oder auf dem Klo hätte ich gerne ein bisschen Pragmatismus. Weniger absolute Moral, sondern auch ein bisschen hinhorchen, hinschauen und dann abwägen. Das wäre schön.


Montag, 3. Februar 2020

Hearts of Iron IV

Potentieller Zeitfresser in seinem natürlichen Lebensraum

Nachdem ich ein phasenweise ganz interessierter Gastleser des Hearts-of-Iron-4-Subreddits bin, habe ich neulich die Gunst der Stunde und des Preises genutzt, mir selber eine Kopie von HoI IV zu bestellen. Es wird wohl einige Zeit dauern, bis ich mich dem Spiel in der gebotenen Ausführlichkeit werde widmen können, aber in jedem Fall bin ich sehr gespannt.



Sonntag, 2. Februar 2020

Bin heute mit Willy Peter Reeses "Mir selber seltsam fremd" fertig geworden. Muss ehrlich sagen, dass dies das erschütterndste Buch war, das ich seit langer Zeit gelesen habe. Unbedingte Empfehlung.


Ein bisschen brutal, dieser jetzt folgende Übergang. Weiter mit der Lese geht es nun mit "The Eye of the World", dem ersten Band der "The Wheel of Time"-Serie von Robert Jordan.

Aktuelle Leseliste somit:

  • J. R. R. Tolkien - The Return of the King (LotR 3)
  • Robert Jordan - The Eye of the World (TWoT 1)



Mittwoch, 29. Januar 2020

Monatsende: Schlamm


Heute und dieser Tage herrscht eine seltsame Art Wetter. Sonnenschein wechselt sich mit starken Winden ab, dann fallen plötzlich Graupeln, worauf wieder Sonnenschein folgt. Die Wege sind relativ verschlammt. Auf den Nebenstraßen und Wegen, die ich mit meinem Fahrrad befahre, liegt nach den Windböen eine Mischung aus abgefallenen Zweigen, Restlaub und undefinierbarem Morast herum. So macht die Fortbewegung wenig Freude. Meine Gangschaltung hat auch irgendeine Art sonderbare Macke. Und trotzdem sollte ich heute nochmal aufs Rad und zu sportlicher Tätigkeit fahren. Denke ich tu's auch. Ansonsten viel Unruhe und Unregelmäßigkeiten. Gute Nacht!


Dienstag, 28. Januar 2020

Aus der Grafschaft Bärenwald

Die schöne Grafschaft Bärenwald, irgendwo am Rande der Welt

Hier nun eine kurze Vorstellung einer Spiellandschaft, in der sich meine aktuelle Beyond-the-Wall-Runde bewegt: Die Graftschaft Bärenwald.

Die Grafschaft Bärenwald liegt an und um das nördliche Meer gruppiert. Die Spieler der Gruppe stammen alle aus dem kleinen Örtchen Kleinstiege, wo man von Landwirtschaft, Handwerk und ein bisschen Handel lebt. Kleinstiege liegt an der Bärenwalder Ache, die ihren Namen vom Bärenwald hat, der wiederum der ganzen Grafschaft seinen Namen gibt. Die Provinzhauptstadt ist das im Westen gelegene Herrntrutz, wo Graf Wolf seinen Amtsgeschäften nachgeht. Am Südende der Grafschaft, bei der Hügelkette Steinerner Riegel befindet sich das Holzfällerdorf Hauersend.

Nahe der Quelle der Bärenwalder Ache steht die Verwunschene Mühle, wo der Müller Nol mit seiner Familie lebt, welcher ein Meister der Geschichten ist und gesuchter Ratgeber bei allerhand Fragen. Legenden umranken den Müller und einige behaupten, er sei weder ein richtiger Müller noch überhaupt ein gewöhnlicher Mensch. Wer auch immer schon die Mühle besucht hat, wird diesen Eindruck auch durchaus bestätigen wollen und wird schwärmen und vieles berichten von dem unirdischen Frieden der dort in der dunklen Sandsteinschlucht zwischen den Bäumen in des Müllers Haus herrscht.

Lose basierend auf dem im Grundregelbuch enthaltenen Szenario "Trollsaga" sind meine Spieler mit ihren Figuren gerade auf der Jagd nach einem unheilvollen und mythenumrankten Trollwesen, dem Vater der Steine, Ilminavi. Um diesen kurzen Ausflug an den Bärenwald abzurunden, hier nun noch eine alte Sage über den Ilminavi, die angeblich auch durch den Müller der Verwunschenen Mühle so erzählt wurde...



Die Sage vom Ilminavi

In uralten Tagen kamen Menschen ins Land und der Hügel wurde von Zwergen bebaut. Man sagt von Schiffen mit denen sie kamen von über dem Meere, von steineichernen und starken. Andrer redet vom Grasland und gigantischen, ragenden Bergen als Heimat der Zwerge, vor Zug und Zeit.

Zwerge und Menschen achteten sich, trieben Handel und beider Völker Könige und Fürsten besuchten sich oftmals in ihren Hallen, galten Gabe mit Gegengabe, Freundschaft mit Friede; und beide bewohnten das Land, wie Bruder und Bruder.

Da neidvoll erwachte der Geist der Hügel, hasserfüllt. Nicht duldend wollend die Fremden zu seinen Füßen, nicht Mensch, nicht Zwerg. Aus Windes Kraft, des Felsens Härte und Waldeinsamkeit ward Ilminavi wach, der Vater der Steine, unholdes Übel. Mensch und Zwerg hassend, zog er deren Kinder zu sich, in finstern Forst und zu schwarzem Stein, lockend mit übelem Zaubergesange. Er fraß das Vieh auf den Weiden und folgte dem Hirten nach Hause, als Schatten, der Tod brachte. Er warf Stein über Wall, verheerte die fruchtbare Stätte des Ackers und fraß, was er fand.

Geboren ward Gelgar, der König der Zwerge, kühn wie der Adler und stark wie die Berge. Seine Schwester war gefressen worden vom Steinvater, dem Ilminavi, in ihren Kindertagen. Gelgar endlich beschloss, dem scheußlichen Vater der Steine zu Leid zu machen sein Leben und des Riesen Raub zu gelten mit Glanzstahl und dessen Spuk mit dem Schwert zu ersticken.
Ein Heer hob hervor er, aus Berg und Binge, gewappnet mit Spieß und Schild aus Uponith. Drei Tage zog man, Wut an den Waffen, zu Trolles Zauberberg, bis da klang Eisen auf Eisen und Klinge schlug auf schwarze Klauenhand. Drei Tage focht man, drei Tage wogte das Heer, her und hin, bis schließlich erschlaffte der Trollmann und floh in die finsteren Hügel hinein.

Dort liegt er, die Wunden leckend, und sinnend auf Rache, bis zum Rückkehrtage, so sagt man.



Freitag, 24. Januar 2020

Tage der Materialermüdung



Derzeit ist hier gute Nachschublogistik gefragt. Viele Dinge geben den Geist auf. Meine Uhr blieb stehen und muss nun eine mehrwöchige Reise in die Werkstatt antreten. Mein Fahrradkorb fällt demhnächst wahrscheinlich auseinander. Um medizinisch gute Versorgung zu gewährleisten, musste ich geschwind den geschickten Umgang mit Humanklebeband erlernen. Heute früh war dann im Haus kurzzeitig die Heizung ausgefallen: kaltes Wasser am Morgen und unbeheizte Räume. Muskelkater habe ich nun auch noch... die richtige Zeit, Essen zu gehen und einen Kulturbund zu begründen... Auf bald!



Dienstag, 21. Januar 2020

Windzeit, Wolfszeit




"... Viel weiß der Weise,   sieht weit voraus

Der Welt Untergang,   der Asen Fall.
Brüder befehden sich   und fällen einander,
Geschwister sieht man   die Sippe brechen.
Der Grund erdröhnt,   üble Disen fliegen;
Der Eine schont   des Andern nicht mehr.
Unerhörtes ereignet sich,   großer Ehbruch.

Beilalter, Schwertalter,   wo Schilde krachen,
Windzeit, Wolfszeit   eh die Welt zerstürzt. ..."

aus: Völuspa (Ältere Edda, Übersetzung nach Karl Simrock)



Sonntag, 19. Januar 2020

Karger Wald

Birken

Himmelwärts

Kleiner Pfad

Noch mehr Birken

Sehnsucht nach dem Walde. Heute kurzen Spaziergang im Ostwald unternommen. Graupel und milden Regen genossen. Düsternis. Herrlich!



Donnerstag, 16. Januar 2020

"Mir selber seltsam fremd"

Vor einigen Tagen habe ich nun Brandon Sandersons "Warbreaker" abgeschlossen. Hat mir ganz gut gefallen, wobei das Buch auch einige Längen hat und beim Ende des Endes bin ich nicht ganz zufrieden. Alles in allem aber ein unterhaltsames Buch. Nicht ganz das, was ich mir von Fantasyliteratur wünsche, aber irgendwie doch gut.

Somit habe ich nun begonnen, "Mir selber seltsam fremd" von Willy Peter Reese als Erst- bzw. Zweitbuch zu lesen.

Aktuelle Leseliste somit:

  • Willy Peter Reese - Mir selber seltsam Fremd
  • J. R. R. Tolkien - The Return of the King (LotR 3)



Es ist derzeit für den Januar sehr warm. Teilweise frühlingshaft mild. Von Schnee keine Spur. Ich bin in einer widersinnigen Lage. Einerseits bin ich nicht ganz traurig darüber, weil das Radfahren so besser funktioniert. Andererseits weiß ich darum, dass das im Endeffekt ziemlich unnatürlich ist und auch auf größere Probleme auf diesem Planeten hindeutet.


Sonntag, 12. Januar 2020

Musik, Mond und Müdigkeit



Bin gerade müde... dankbarerweise konnte ich das Wochenende damit verbringen, ein bisschen Klangbastelei (für mein seit 17 Jahren phasenweise bestehendes und quasi unausrottbares Klangkollagenprojekt Olé Damande) zu betreiben, was auch erschreckend gut geklappt hat. Nun aber ist mein Geist ausgelaugt und keinerlei kreative Tätigkeit ist mir mehr möglich. Eigentlich (eigentlich!) wäre es auch nicht schlecht, wenn ich  noch ein bisschen ideengeladenen Vorbereitung für unsere in zwei Wochen stattfindende Beyond-the-Wall-Runde betreiben könnte. Kann ich aber nicht. Irgendwie ist meine kreative Batterie gerade restlos leer. Was einerseits erstmal unerfreulich und wenig wünschenswert klingt. Andererseits aber auch ein sehr befriedigendes Gefühl. Denke ich werde mich jetzt im Anschluss an diesen Post erstmal daran setzen, ein bisschen zu lesen.

Donnerstag, 9. Januar 2020

Im Reich des Nieselregens

In den letzten Tagen nieselregnete es ungerührt vor sich hin, das Wasser aus den Himmelsspeichern machte so manchen Weg zur Schlammpiste und vernebelte oft die Sicht. Man höre und staune: ich habe von dieser Art Regens erstmal genug. Mein Rad auch. Trotzdem denke ich mit Schrecken an die überfüllten Wege und chaotischen Umstände im Sommer. Irgendwie gibt es keine so rechte Alternative mag mir erscheinen. Wie bei vielem.

Dienstag, 7. Januar 2020

Oh Schreck, was habe ich getan!

Nachdem ich ja nicht ausreichend zukünftiges Lesematerial habe ...

(... Aktuelle "Warteliste": Willy Peter Reese - Mir selber seltsam fremd, J. R. R. Tolkien - Das Silmarillion)
... habe ich mir gerade in einem Anfall von Wahn den ersten Band von Robert Jordans "The Wheel of Time"-Serie namens "The Eye of the World" bestellt. Irgendwie wollte ich es wissen, was an der Serie dran ist. Mancher verdammt sie, andere loben und lieben sie. Ach ja, vielleicht sollte ich erwähnen, dass die gesamte Serie 14 Bücher umfasst. Bin gespannt!

Montag, 6. Januar 2020

Entlang der Schwarzachklamm

Alter Kanal bei Feucht

Letztes Abendlicht im Wald

Schwarzach

Düsteres Tal


Ein heutiger letzter Spaziergang führte mich in das Schwarzachtal bei Feucht. Ein sehr schöner Ort, da jedoch relativ viele Menschen unterwegs waren, nutzte ich die Umgebung eher dazu, angeregt von Felsen und der romantischen Stimmung des Tales, mich in eine imaginäre Geografie fremder Welten hinfortzudenken, was auch immer ein Gewinn ist.


Freitag, 3. Januar 2020

Durch den Fürther Stadtwald


Weg durch den Fürther Stadtwald

Relativ spontan ging es heute, diversen Plagen zum Trotze, durch den Fürther Stadtwald auf einen kleinen Spaziergang. Für mich war es eine Premiere, da ich diese Waldgegend bislang tatsächlich nicht durchschritten habe. Kalt war es, Eispfützen im Wald, aber dennoch das Gefühl, dass ich in der Natur meistens nicht am falschen Platz bin wenn es darum geht, die Stimmung zu heben.



Mittwoch, 1. Januar 2020

Kaum hat sich...

Kaum hat sich der Pulverdampf gelichtet, beginnt auch schon erbarmungslos das neue Jahr.
Gestern besuchte ich einen sehr stimmungsvollen und emotionalen Jahresabschlussgottesdienst in "meiner" Gemeinde <- Man  höre und staune.
Dort gab es auch die Gelegenheit, einen Bibelvers für das kommende Jahr zu ziehen. Ich tat dies und zog:

"Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet."
(Psalm 66,20)


Mal sehen, was das nächste Jahr bringt. In den nächsten Minuten bringt es ziemlich sicher eines: Wäsche, gewaschen.