Samstag, 4. April 2020

Emelda (II)

Länder östlich der Bucht von Emelda


Die Möglichkeiten des Kartelns mit Wonderdraft und die mit Hilfe dieses schönen Programms entstandene Karte hatten es mir jetzt so angetan, dass ich an der Welt (bzw. dem Teilausschnitt der Welt) Emelda noch ein bisschen weitergearbeitet habe. Unter anderem strich ich einige Namen glatt, die mir so noch nicht gefallen habe und erfand noch die ein oder andere Sache dazu. Zusätzlich dachte ich mir ein paar Hintergrundinfos zu der Welt und zu den bereits auf der Karte verzeichneten Orten aus:

(05.04.20: Karte nochmal aktualisiert, Einträge zu Orten ergänzt.)




Agarath: Der Wilde Fluß. Fließt, entspringend am Fuße des Großen Gebirges, für viele hundert Meilen durch die Ebene von Emelda, bevor er in der Bucht von Emelda ins Meer fließt. Nördlich seiner Quelle lag das Königreich von Silberpfort bis zu dessen Niedergang und dem Weggang der Sieben Weisen.


Aldone: Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs Aldone. Liegt am Ufer des Flußes Rasch, welcher von dort nach Süden durch die Berge von Aldaia fließt. Im Umland von Aldone wachsen wohlschmeckende Früchte. Die Elfen aus dem nördlich gelegenen Wald des Auges, die Dimêthrim, das Waldvolk, sowie die in den Bergen von Aldaia lebenden Zwerge kommen hierher um Handel zu treiben. Die Menschen von Aldone haben daher, so sagt man, sowohl Sturheit von den Zwergen als auch einen heiteren Sinn für Geheimnisvolles und Höheres, der auf elfischen Einfluß zurückgeführt wird, kultiviert.


Alter Trabepfad: Die heute beinahe beinahe vergessene Nord-Süd-Verbindung von Silberpfort im Norden über Emelda an die Vorhöfe der Stillen Lande. Südlich der Kreuzung mit der Handelsstraße von Beresken nach Aldone nahe der südlichen Brücke über den Agarath wird der Alte Trabepfad auch als Geisterstraße bezeichnet.



Auge, das: Großer Binnensee am Südende der Wälder von Nimmereth. Die Melêgin Marach (Wasser des Silberstaubs) fließen durch das Auge hindurch und bilden aus dem Auge hinausfließend die Westgrenze des Königreichs Aldone nahe der Steine des Gewitters (Palínir Fuinor), wo sich die Ost-West-Straße und die große Straße von Sirmalion her kreuzen.


Beresken: Emeldische Handels- und Hafenstadt. Dort beginnt die lange Straße nach Aldone.


Fallonde: Uralte Hafenstadt am Westrand der Stillen Lande. Letztverbliebene menschliche Stadt in dieser Gegend seit dem Herabsinken der Stille im Jahre 59 n. W. Z. („nach westlicher Zeitrechnung“)



Großes Gebirge: Das Große Gebirge (Selêgin Errênír) durchzieht die Länder östlich der Bucht von Emelda wie eine große Mauer über tausend Meilen von Nord nach Süd. Es trennt die Länder Emelda und Nimmereth. Besondere Gipfel sind die Zwillingsspitzen nahe der ehemaligen Silbernen Pforte, das Haus des Riesen, die Eisenspitze und im Süden die Adlerrast.



Königreich Silberpfort. Einstmals mächtigstes Land des Westens, gelegen an der Aredin Marâ, der Silbernen Pforte, einem einstmals gangbaren Pass über das Gebirge nach Osten ins Land Nimmereth und hin zur Königsstadt Sirmalion. Zu Beginn der Westlichen Zeitrechnung wurde Silberpfort im Krieg an der Silbernen Pforte zerstört und die Silberne Pforte stürzte ein. Gewichtiges Resultat des Krieges war auch der Weggang der Sieben Weisen und ihre Zerstreuung in die Welt.



Melêgin Marach, die: Wasser des Silberstaubs. Großer Fluß östlich des Gebirges. Ihre Quelle liegt im Lande Nimmereth, von wo aus sie an der Königsstadt Sirmalion vorbeifließend ihre Bahn ins Auge nimmt. Dieses durchfließend bildet sie südlich des Sees die Westgrenze von Aldone.

Mor Haleviën: Haus des Abendlichts. Stadt am südlichen Rand der Ebene von Emelda an der Mündung des Agarath ins Meer. Einige Meilen südlich der Stadt beginnen die Stillen Lande und ein großer Wald. Die Stadt ist geprägt von ihren Holzhäusern. Seltsame Melancholie und Angst liegen über ihren Straßen. Häufig kommen kühle Winde des Abends von Süden heran. Wenn diese die Wolken davonwehen, liegt die Stadt allein in der Ebene unter einem nachtblauen Himmel und unter eisigen Sternen. Die Tore von Mor Haleviën werden am frühen Abend geschlossen und niemand wagt sich nach Sonneuntergang hinaus in die schweigende Landschaft. Auch die Straßen der Stadt leeren sich.

In den Zeiten vor dem Herabsinken der großen Stille war der Name der Stadt Tûrulaur, Goldhafen, und das Gold aus den Ländern des Südens wurde von hier in die Welt hinaus gebracht.

Nimmereth: Landschaft westlich des Großen Gebirges. Sirmalion ist die Hauptstadt des fröhlichen Nimmereth. In seinen Wäldern leben die Elfen und mancherlei Naturgeister.

Rasch, der: Der Rasch entspringt im Wald des Auges, von wo er einen Bogen nach Südwesten schlägt und die Stadt Aldone durchfließt. Von dort führt sein Lauf durch die Berge von Aldaia nach Süden.


Sirmalion: Die Königsstadt. Hauptstadt des Reiches von Nimmereth am Ufer der Melêgin Marach. Heimat seltener Magie und großer Kunstfertigkeiten, besonders der Silberschmiedekunst. Man sagt, dass der Zauberodem des Waldes von Nimmereth die Menschen dort besonders segnet und ihnen eine beinahe andersweltliche Fröhlichkeit und Lebensart schenkt.

Stille Lande: Einstmals ein von Menschen bewohnter Landstrich, wo große Handwerkskunst ihre Blüte fand. Mit dem Eindringen der Menschen in die Wälder am Fuße des Gebirges begann das Ereignis, das in Emelda als Herabsinken der großen Stille bekannt ist, mit dessen Einsetzen Zug um Zug alle Menschen aus dieser Gegend (mit Ausnahme der Bewohner der Stadt Fallone) verschwanden. Heute ein unheimlicher und wilder Landstrich.

Straße von Beresken nach Aldone: Durchquert die Ebene von Emelda mit ihren Dörfern und Städtchen bis an den Übergang über den Wilden Fluß, wo die Vorhöfe des Gebirges beginnen. Überquert das Gebirge am Pass nahe der Eisenspitze. Von dort verläuft die Straße das Vorland von Aldone bis zur Wegkreuzung bei den Palínir Fuinor (Steine des Gewitters). Bald folgt die Brücke über die Melêgin Marach und damit der Eintritt in das Königreich Aldone. Ab hier kommt der Reisende durch ein fruchtbares Land an den Ufern des Rasch bis an die Tore von Aldone.

Die Straße ist auch heute in relativ gutem Zustand. Reisende fürchten jedoch den Pass an der Eisenspitze aufgrund des oft unkalkulierbaren Wetters im Gebirge als auch wegen der Wesen, die in den Schluchten und Halden des Großen Gebirges leben. An den Palínir Fuinor soll es spuken und jeder vernünftige Mensch plant seine Reise so, dass diese Gegend nicht bei Nacht durchquert werden muss.

Das Heer von König Emilúd zog entlang der Straße aus der Gegend des heutigen Aldone in den Krieg an der Silbernen Pforte.

Tenea: Stadt am Ufer der Tena. Umgeben von dichten Wäldern am Rande der Ebenen des Ewigen Eises. Hier lebt ein zähes und unbeugsames Volk.

Freitag, 3. April 2020

Emelda [Wonderdraft-Erstversuch]

Die Bucht von Emelda

Mit ein bisschen Nachdenken und Knobeln habe ich nun doch noch zeitnah meinen gestern gekauften Download von Wonderdraft erhalten. Zum Einstieg ins Wochenende habe ich auch gleich ein bisschen "gekartelt". Herausgekommen ist die oben zu sehende Karte der Lande um die Bucht von Emelda. Ich mag das Programm soweit sehr gerne. Mit der Textlabelfunktion hatte ich anfangs noch Probleme, habe mich inzwischen aber ganz gut daran gewöhnt. Mal sehen, was da noch kommt.

Ein fantastisches und gesundes Wochenende wünsche ich!


Bärenwalder Abendlied

Grafschaft Bärenwald (inkarnate-Version)
-> Für größere Version bitte klicken!

Aus Langeweile und Weltverdruss habe ich dieser Tage mit der kostenfreien inkarnate-Basisversion nochmal eine (s. o.) Karte der bereits bekannten Grafschaft Bärenwald, in der aktuell die Abenteuer unserer Beyond-the-Wall-Spielrunde stattfinden, erstellt.

Ebenfalls präsentieren möchte ich nun noch folgendes kleines Abendlied aus der (s. o.) Grafschaft Bärenwald.

Bei dem alten Baume (Bärenwalder Abendlied)

Nach dem heißen Sommer
Nach dem Schweiß der Ernte
Nach dem späten Regen
Da sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume
Da sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume

Wenn der Winter endet
Wenn junge Zweige grünen
Wenn frohe Jugend wandert
Dann sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten  Baume
Dann sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume

Im Ernst des kühlen Abends
Reich mir den frischen Trunk dort
Und sing mir neue Lieder
Da bei dem alten Baume
Und sing mir neue Lieder
Da bei dem alten Baume

Und drücken schwer die Glieder
So wecke den Gesang auf
Und heb die Seele wieder
Dort bei dem alten Baume
Dort bei dem alten  Baume

Dem Tag folgt ein Dunkel
Der Fluß rennt hin zum Meere
Der Mensch ist nur ein Schatten
Sag, sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten Baume?
Sag, sehen wir uns wieder
Dort bei dem alten  Baume?

 (Das Abendlied wird in verschiedenen regionalen Varianten gerne gesungen und in so mancher Wirtshausstube erklingt es zum mehr oder minder nachdenklichen und mehr oder minder nüchternen Tagesabschluß...) 

Donnerstag, 2. April 2020

Leseliste im April

Literatur in der Vertikalen

So habe ich denn nun gestern den "Herrn der Ringe" ausgelesen. Seit Juni 2019 habe ich daran gelesen. Für mich geht damit ein doch recht längerer und eindrucksvoller Leseabschnitt zu Ende.

Aktuelle Leseliste ist somit:

  • Robert Jordan - The Eye of The World (The Wheel of Time, 1. Teil)
  • Bonaventura - Nachtwachen


Weiterhin habe ich heute in einem Anfall von Wahn ein bisschen zusätzlich erworbenes Geld zu verbrauchen und habe mir das Kartografieprogramm Wonderdraft gekauft. Versucht zu kaufen, besser gesagt. Denn den mir eigentlich zuzuschickenden Download-Link habe ich nicht erhalten... nun muss sich der Support des Vertriebes darum kümmern. Mal sehen. Bin ungeduldig.


Mittwoch, 1. April 2020

Kleinstiege

Das beschauliche Örtchen Kleinstiege in der Grafschaft Bärenwald
(für größere Version bitte klicken!)

Da mir ein wenig fad zumute war, habe ich mit dem sehr schönen (in der kostenfreien Version aber auch relativ deutlich eingeschränkten) Karteneditor inkarnate das Dorf Kleinstiege, das sich meine Spieler in der "Beyond the Wall"-Runde als Startpunkt ausgedacht haben, kartografisch verarbeitet. Hach... die Bedienoberfläche und Benutzerführung von inkarnate gefällt mir sehr gut, ich weiß aber nicht, ob ich die Vollversion kaufen werde/würde, da man diese nur als Jahresabo erhält, also die Software jährlich neu kaufen muss und sie dann auch nur im Internet genutzt werden kann. Nunja... mal sehen. Das oben ist jedenfalls Kleinstiege.

Dienstag, 31. März 2020

Aus dem Bunker nach Argentinien


Eingegraben in seinem Bunker muss mancher Mensch derzeit viele Stunden weit entfernt vom Licht der Sonne verbringen, so auch ich. Um dieser erzwungenen Klausur- und Bunkerzeit etwas Positives abzugewinnen, habe ich ein altes Hobby von mir wieder ausgegraben, und zwar Argentinien. Argentinien ansich ist nun noch kein besonders konkretes Hobby, zugegeben. Man muss es mit Fleisch füllen. In meinem Fall ist das Fleisch kein argentinisches Rindfleisch, sondern z. B. die Musik von Charly Garcia, Sui Generis, Almendra, Virus, Pastoral ... und ein bisschen die Literatur. Besonders die phantastisch und surreal angehauchte Literatur. Überhaupt scheint mir die südamerikanische Literatur in Teilen so eine gewisse Stimmung zu atmen. Ein schönes Beispiel hierfür ist Julio Cortázars Roman "Rayuela". Ich weiß jedoch zu wenig von dieser speziellen Literatur. Um diesem Notstande abzuhelfen, entschied ich mich heute zum Kauf eines kleinen Romanpakets. Dieses enthält:

sowie

Man kann ja nicht die ganze Zeit Fantasyliteratur lesen. Bin gespannt. Wir sehen: die Leseliste wird nicht unbedingt kürzer in Zukunft.





Freitag, 27. März 2020

Aus dem Bunker

Pause vom Bunker (Serviervorschlag)

Heute begab ich mich zu einem kurzen Rundgang aus meinem Bunker heraus, lief etwas die Straßen entlang, setzte mich eine Weile in einer Grünanlage auf eine Bank, wo ich nachdachte, betete und etwas die Sonne genoss, vorbeilaufend Dackel, über den Dächern Vögel und Wind im Gezweig der Bäume.

Überhaupt führe ich momentan erzwungenermaßen ein relativ monastisch-karges Dasein. Das hat auch seine guten Seiten. Eine davon ist, dass man eben ein paar Sachen überdenken kann. So habe ich nun endlich konkrete Schritte zur Lösung meines seit langem anhaltenden Gemeindedebakels beschlossen, die ich, sobald man den Bunker wieder verlassen darf, auch umsetzen werde. Wohin es mich führt, weiß ich nicht, aber, so mein Entschluss, auf die Art und Weise, wie es nun schon lange geht, kann es nicht weitergehen.