Montag, 31. Dezember 2018

Jahresende

Das Jahr 2018 geht unter


Das ist er nun, der letzte Tag im Jahr 2018. Kann nur bekräftigen, was ich die letzten Tage immer wieder geschrieben habe. Was soll sich in so kurzer Zeit auch ändern?

Ansonsten warte ich noch auf die Übersendung meines Spieles, habe inzwischen aber einige Hinweise, dass das einige Zeit dauern könnte, was ich natürlich nicht hoffe, weil ich sehr ungeduldig bin, aber wenn es so ist, dann ist es so. Abwarten!

Pläne für heute Abend habe ich keine sehr großen. Wenn es nach meinem aktuellen Gefühl ginge, würde ich einfach hier sitzenbleiben und warten, bis mich jemand wegkehrt oder aufweckt.

Samstag, 29. Dezember 2018

Bücher

Aktuelle "Bücherliste". Vor einigen Tagen bin ich mit Patrick Rothfuss' "Der Name des Windes" fertig geworden. Und obwohl ich so den ein oder anderen Kritikpunkt habe, gibt es jetzt den zweiten Teil, und somit lese ich aktuell:

  • Patrick Rothfuss: "Die Furcht des Weisen"

    ... sowie (immer noch)
  • Albert V. Thelen: "Die Insel des zweiten Gesichts" (das mir langsam zum Hals raushängt, obwohl es ein gutes Buch ist, und von dem ich hoffe, es bald fertiggelesen zu haben...)

Freitag, 28. Dezember 2018

Pläne

Häuser und Bäume im Nebel


Das Jahr neigt sich langsam zum Ende. Soll es ruhig! Ich bin momentan in einer eher pessimistischen Grundstimmung, zumindest was Menschen oder die Menschheit angeht. Das tägliche Miteinander ist zumindest hier aktuell eher nicht von einem Geist des Miteinander erfüllt. Ein bisschen enttäuscht von manchen Dingen und Personen bin ich auch. Trotzdem gibt es heute Grund zur Freude, und zwar, weil ich nun ein paar Tage Zeit zur Erholung habe. Will auch gleich eher optimistisch beginnen und eine nicht abschließende Liste von Vorsätzen für 2019 machen (die sich teilweise schon aus der inneren Logik des hier im Zeitraum der letzten Monate geschriebenen ergeben):

  • Eine regelmäßige Aborea-Spielgruppe gründen
  • Wieder/noch regelmäßiger wandern (und dabei z. B. mein Frankenweg-Projekt vollenden. Oder weiterführen.)
  • (Zumindest) Irgendwas wegen meiner Gemeinde machen.
  • Etwas, von dem ich noch nichts weiß.





Nebel

Montag, 24. Dezember 2018

Weihnachten

Weihnachten und irgendwie bin ich nicht ganz da. Ließe mich gerne ganz drauf ein, auf das "Mehr" an Sinn am Fest. Aber "daheim", in meiner Gemeinde, stimmt es für mich zurzeit nicht. Einige Dinge ärgern mich immer noch und lassen mich unzufrieden zurück. Ich habe das Gespräch gesucht. Es hat nichts gebracht. Ich habe versucht, selber aktiv zu werden. Es hat nichts gebracht. Ich habe versucht, mich in bestehende Strukturen einzubringen. Es hat auch nichts gebracht. Insgesamt stehe ich also in der Situation, dass für mich einige Dinge empfindlich gestört verlaufen, ich aber keine Optionen mehr habe, sie zu ändern. Crash gegen den Baum, und nun hoffen, dass die Pannenhilfe zufällig vorbeikommt. Gut, dann feiere ich eben einfach so. Mehr bleibt mir nicht zu tun.

Sonntag, 23. Dezember 2018

Fantastische Welten

Die Dame des Hauses und ich schauen uns über die Feiertage Peter Jacksons Verfilmung des "Hobbits" an. Nun bin ich dadurch schon enorm wehmütig geworden... dachte an meine Vor-Zwanzig-Jahren-Paper-und-Pen-Rollenspielgruppe zurück und wie schön das war. Daher habe ich mir nun nach einigem Herumsuchen die Starterbox des Spielsystems "Aborea" bestellt und habe ein paar Leute zum Spielen eingeladen. Hoffentlich sitze ich dann nicht allein davor!

Ansonsten bin ich wieder auf dem Weg der Genesung. Hoffentlich bleibt es dabei.

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Krank

Ein paar Wochen hätten gefehlt, und ich wäre seit einem Jahr nicht mehr krank gewesen. Jetzt hat es mich doch irgendwie erwischt. Nieselregen. Und ein paar lästige Viren versuchen meinen Körper zu kolonisieren. Leider kann man mit diesem Viechern ja nicht reden. Würde ja schon gerne versuchen, zu verhandeln. So bleibt mir nur zu hoffen, dass es bald besser wird, oder zumindest nicht schlimmer... nicht viel schlimmer?


Auch am Boden: Das Nashorn!

Willi Eins guckt noch, aber sieht nur Autos.

Zu Willis Füßen: eine kranke Gurkentruppe.

Sonntag, 16. Dezember 2018

Schnee

Trautes Weiß - Müh' und Schweiß!


Jetzt wieder im Angebot: Schnee.

Samstag, 15. Dezember 2018

Tiergarten-Fürerstein-Birkensee-Froschstein-Rote Marter-Tiergarten

Heute setzte ich mich trotz klirrender Kälte (oder gerade deswegen) auf mein Rad um eine Runde durch den Wald zu fahren, Sauerstoff zu tanken, mich in der Einsamkeit zu sonnen, auf dem ein oder anderen Felsen zu sitzen und um Vögel zu beobachten.

Los ging's am Tiergarten, durch den Wald nach Schwaig, dort über die alte Landstraße am Fürerstein, wo ich kurz anhielt um mein Fahrrad umkippen zu lassen, vorbei, hin zum Birkensee.

Am Ufer des Birkensees hielt ich eine kurze Rast, bedachte den Umstand, dass die Gewässer des Sees scheinbar leicht chemisch verseucht sind (laut Hinweisschild!) sowie die Tatsache, wie manche Leute fröhlich ihren Plastikmüll in den Wald kippen.
Dennoch ist es ein schönes Erlebnis, wenn man so einen im Sommer unsinnig überrannten Badesee im Winter besucht, nur Stille dort, ab und zu ein vorbeigleitender Schwan, oder ein flinker Eisvogel.

Nach zwei Tassen warmen Tees begann für mich die Rückreise, auf den üblichen Schotterwegen durch den Reichswald, vorbei an der Autobahn, dem Froschsstein, der roten Marter, Waldarbeitern, Mountainbikern und unter einem blassgrauen Himmel hin, in der Kältezeit.

In Freundschaft KC Abtsgreuth -
Fraternitas mitten im Walde
Die alte Landstraße zwischen Schwaig
und Haimendorf

Der "Fürerstein"


Finnisches Ambiente am Birkensee
Rast mit Tee, Banane und Alukissen

Finnland für Arme




Montag, 10. Dezember 2018

Schnee / die charmante Germania

Vor ein paar Stunden fing es hier richtig zu schneien an. Liegen blieben wird es wohl nicht. Dennoch: Schnee. Überhaupt zeigt sich unsere Germania momentan von einer ganz charmanten Seite. Regen und Wind, leichte Kälte, matschige Wege. Perfektes Erkältungswetter. Dennoch: ich mag's. Litt ich wie ein geprügelter Hund unter dem tyrannischen "Jahrhundertsommer" 2018, mit seinen Biergartenpassanten, Hundstagen, verstopften Straßen und Wegen und dem enormen Mangel an Einkehr- und Sammlungsorten, so feiere ich umso mehr jetzt den Sturm, den Regen, die Nacht, die Dunkelheit, den Nebel. Zumindest für den jetzigen Moment noch. *

 Da möchte ich gleich mit einem Zitat enden:

 "... Zugemessen ward dem Lichte seine Zeit; aber zeitlos und raumlos ist der Nacht Herrschaft. - Ewig ist die Dauer des Schlafs. Heiliger Schlaf - beglücke zu selten nicht der Nacht Geweihte in diesem irdischen Tagewerk. Nur die Thoren verkennen dich und wissen von keinem Schlafe, als den Schatten, den du in jener Dämmerung der wahrhaften Nacht mitleidig auf uns wirfst. Sie fühlen dich nicht in der goldnen Flut der Trauben - in des Mandelbaums Wunderöl, und dem braunen Safte des Mohns. Sie wissen nicht, daß du es bist der des zarten Mädchens Busen umschwebt und zum Himmel den Schoß macht - ahnden nicht, daß aus alten Geschichten du himmelöffnend entgegentrittst und den Schlüssel trägst zu den Wohnungen der Seligen, unendlicher Geheimnisse schweigender Bote. ..."

(aus: Novalis - Hymnen an die Nacht)






* = Spätestens im Frühjahr werde auch ich das Licht wieder herbeisehnen und begrüßen. Unter Garantie!













Samstag, 8. Dezember 2018

Ich saß auf einem Steine

Da mir das Sein in der Natur heute fehlte, setzte ich mich zur Mittagszeit auf mein Rad und fuhr in die östlichen Wälder bei Nürnberg. Es regnete, teilweise stürmte es, aber mir war das egal. Bloß raus aus dieser toten Stadt, ihren Betonmeilen und fort von ihren Betonköpfen!

Ich fuhr dort eine kleine Runde, um mich dann auf den Froschstein bei Fischbach zu setzen und eine Tasse heißen Tees zu trinken. Ein starker Wind blies, der Regen wurde stärker. Um nicht am Ende verblendet von romantisierender Naturseligkeit von Bäumen erschlagen zu werden, packte ich schnell meine Sachen, und kreiste die Runde zur Gänze, zurück in die Stadt hinein.


Unbezahlte Werbung für diverse Produkte

Unbezahlte Werbung für das Sitzen auf
Sandsteinfelsen im Wald

Unbezahlte Werbung für charmant wind-
umtoste Dezembertage im Unterholz

Freitag, 7. Dezember 2018

Läßin

Heute gefunden:

"Lessinu (Northern dialect: Läßin) is a Romance language spoken in Thuringia in Germany. It has, through being in the middle of Germany for so long, been rather influenced by German, undergoing the High German consonant and vowel shifts."

Siehe auch:
Lessinische
Lessinischland

oder auch:
Ill Bethisad

Mittwoch, 5. Dezember 2018

Mit dem Alukissen auf der Bank gefroren

Das Alukissen in seinem natürlichen Lebensraum

Gestern erhielt ich das neulich gekaufte Alukissen auf dem Postweg. Heute zur Mittagsstunde erprobte ich das Kissen dann sogleich und setzte mich auf eine Bank. Das Alukissen hat soweit seinen Test gut bestanden. Zwar friert man trotzdem irgendwann, was aber nicht so sehr am Kissen liegt, sondern daran, dass man nicht zusätzlich auch eine Decke mitführt. Normalerweise. Jedenfalls bin ich froh, diesen kleinen, handlichen Begleiter zu haben und hoffe, vielleicht häufiger an milderen Wintertagen einfach eine stille Zeit auf einer Bank zu verbringen.

Samstag, 1. Dezember 2018

Begriffe des Tages

Heute in einem BR-Klassik-Gespräch mit Christian Gerhaher verwendet worden:

"Das bräsig Heitere" sowie "Das wohnzimmerhaft Nahe".

Haben mir beide sehr gut gefallen!

Viech

Die Kreativität ist ein komisches Viech. Ich kann sie stundenlang, tagelang, gar wochen- und monatelang herbeischreien, aber sie kommt nicht. "Nö, keine Zeit. Muss gerade meine Wohnung renovieren.". Und dann sitze ich da irgendwo herum, wo wirklich (möchte man meinen) kein Raum für Kreativität besteht, und plötzlich fällt mir etwas ein. So passiert gestern als ich plötzlich den Text Somerton-Mann/Nachts am Strand geschrieben habe.

Donnerstag, 29. November 2018

Alukissen

Im Sommer verbringe ich gerne mal Zeit im Freien, sitze auf einer Parkbank und lese in der Bibel. An guten Tagen profitiere ich sehr davon. Ruhe, Grün um mich, Zeit mit Gott.
Im Winter geht das nicht so gut. Früher habe ich dann manchmal versucht, in Kirchen unterzukommen. Leider sind diese in den Adventstagen endgültig zu Museen geworden und dort findet alles statt, nur kaum mehr Stille. Daher, und auch weil ich den Gedanken mochte, habe ich mir heute ein Alusitzkissen gekauft. Da ja die Winter in den letzten Jahren schon auch immer wieder verhältnismäßig milde Phasen hatten, werde ich diesen Winter bei Gelegenheit einfach auch mal trotz Kälte draußen sitzen. Auch meine Abwehrkräfte werden es mir vielleicht danken. In den letzten Tagen ging es manchmal auch ganz gut, nur die Parkbank war kalt. Hier soll nun das Alukissen Abhilfe schaffen. Ich bin gespannt auf dieses Kleinabenteuer!

Montag, 26. November 2018

Kochen

Catharina Eidingers Blumenkohlsalat


Kochen ist für mich manchmal so eine Möglichkeit, mit wirklichen Dingen im wirklichen Leben in Kontakt zu kommen. Keine "Like-Buttons" und kein Nachrichtengeschrei. Da bist einfach nur du und vielleicht ein Schneidbrett, Messer, Zutaten. Wenn man wie ich kaum fertige Zutaten verwendet, ist es auch noch eine Möglichkeit, etwas Handwerk zu betreiben. Manchmal mache ich das gerne.

Mittwoch, 21. November 2018

In den Tagen des Kleiderbügels

Gestern fiel stärkerer Schnee auf die kalte Stadt. Es war ein Tag voller Bewegung. Ich trug meine zweite Haut (die Winterjacke) durch  verschiedene Orte öffentlichen Interesses, wo ich sie an Kleiderbügel hängte, wartend darauf, dass an meiner ersten Haut gehandelt würde. Kleiderbügel sind manchmal aus Metall, was eine schwierige Tatsache ist. Beim Aufhängen der Jacken entsteht Schwingung im Kleiderbügelwald, die Kleiderbügel stoßen aneinander, ein leises Geräusch (Ding-Ding-Ding-Ding) entsteht. Es erinnert mich an das Arm-Sünder-Glöcklein auf den Kirchhöfen der Vergangenheit. Ding-Ding-Ding-Ding, die Zeit ist kurz, nutzet den Tag!
Besser und weniger unheimlich sind Kleiderbügel aus Kunststoff. Beim Aufhängen meiner zweiten Haut entsteht kein Memento-Mori. Ich kann in Ruhe auf meinen Termin warten. Ein bisschen vulgär sind sie vielleicht. Oder einfach nur diskret? Soll an manchen Orten den Besuchern der Weckruf und die Besinnung so erspart bleiben?
Mein heutiger Plan ist der Besuch des Museum Industriekultur. Dort gibt es passenderweise eine Ausstellung über Kleiderbügel zu sehen. Ding-Ding-Ding-Ding, die Zeit ist kurz, nutzet den Tag!

Montag, 19. November 2018

November - Erster Schnee

Endgültiges Ende der Badesaison


Heute fielen zum ersten Mal zarte Schneeflocken auf die Stadt herunter. Sie blieben nicht liegen, das muss man zugeben, aber sie fielen zumindest. Der Himmel hat das Grau von Eisen angenommen, das Licht am Morgen ist frisch und weiß, wie Winter.

In den kommenden Tagen habe ich frei, möchte diverse Museen besuchen und evtl. eine Wanderung unternehmen. Mal sehen.

Donnerstag, 15. November 2018

November - Draußen sitzen

Es ist für mich relativ befremdlich, wenn es mitte November noch möglich ist, die Mittagspause in der Sonne auf einer Bank zu verbringen. Gut, vielleicht nicht im T-Shirt, aber mit offener Jacke fror es sich auf keinen Fall. Sehr seltsam, dieses Wetter.

Morgen noch einen Tag Werktätigkeit, dann habe ich frei und möchte das gerne für alle möglichen Museumsbesuche oder auch eine Wanderung nutzen.

Mittwoch, 14. November 2018

Gerne würde

Gerne würde ich behaupten: ich bin wieder auf dem richtigen Weg und blicke wieder ein Stück mehr durch. Leider ist das nicht so. Noch immer tappe ich im Dunkeln. Noch immer suche ich die nächste Laterne. Noch immer warte ich auf die Bahn, seit Tagen. Wird sie kommen? Die Zeit wird es zeigen!

Samstag, 10. November 2018

Geist(l)iches Futter



Heute führten mich meine Wege in die Alpha-Buchhandlung in Nürnberg. Dort stattete ich mich mit allerhand Hilfsmitteln und Anregungen für meine Bibellese im neuen Jahr aus. Nicht, dass es mir so an Anregungen und Input fehlen würde, kontinuierlich in der Schrift zu lesen, dennoch konnte ich nicht anders, als mir auch für das kommende Jahr wieder mein Andachtsbuch "Wort für heute" zu kaufen. Bei den "Losungen" hatte ich mich im laufenden Jahr quasi "ausgeklinkt", in 2019 wollte ich nun wieder einsteigen und habe mir gleich die spezielle "Schreibversion" gekauft. Eigentlich ist sie nicht so speziell, aber man hat halt pro Seite ein Leerblatt für Notizen dabei. Mal sehen, wie und ob ich das nutzen werden. Auch mitnehmen musste ich eine kleine Konkordanz (eine Art Stichwortregister für die Bibel), nachdem ich neulich mal festgestellt habe, dass ich, wenn ich zu einem ganz speziellen Thema etwas in der Bibel suche, sie quasi als Lebensratgeber nutzen möchte, eigentlich nur auf gut Glück hoffen kann, dass ich etwas passendes finde. Als I-Tüpfelchen meines Großeinkaufes kam dann auch wieder ein kleiner Tischkalender mit in den Korb, den ich in den letzten Jahren immer auf meinem Schreibtisch stehen hatte.

Freitag, 9. November 2018

He(eeee)rbst

Goldener Herbst - Schon wieder/immer noch


Nun ist mein Blog momentan ganz gekleidet in Herbst (siehe Bild!).

Es ist Freitag und ich sitze hier mit einer Tasse Fair-Trade-Kaffees, während ich vollkommen verweichlicht einer Anti-Stress-Ambient-Playlist mein Gehör schenke. Nunja. Was war das für eine Woche? Sie ging so schnell vorbei, kaum habe ich es gemerkt. Irgendwie habe ich dieser Tage auf eine positive Weise gemerkt, dass mir im Glauben was fehlt, dass da so eine Sehnsucht ist. Vielleicht kann ich das am Wochenende ein bisschen abklären. Zusammen mit anderem.

Ansonsten ziehen sich diverse Terminverhandlungen in Sachen Musik in die Länge, was ich schade finde.

Es bleibt spannend. Und heute Abend gibt es Bockbier. Schönes Wochenende!

Mittwoch, 7. November 2018

Letzte gold'ne Tage

Goldenes Licht großzügig auf die Stadt gegossen


November, letzte Tage goldenen Lichtes, frühe Dunkelheit und Blattsausen. Mondsichel über`m Wald sticht in Schläfe, trägt Wolkenstirn im Herbststurm und nächtliche Begeisterungen.

Montag, 5. November 2018

Manchmal...

Manchmal denke ich momentan ernsthaft darüber nach, ob ich die Gemeinde wechseln soll. Das ist kein leichter Gedanke und eigentlich will ich es auch nicht. Ich weiß nur in letzter Zeit manchmal nicht mehr, ob es vielleicht besser wäre. Mal sehen, was die Zeit bringt.

Freitag, 2. November 2018

Bücher

Folgende Bücher befinden sich aktuell in der Lese:

Immer noch beschäftig bin ich mit

  • Albert Vigoleis Thelens "Die Insel des zweiten Gesichts".

Nachdem ich vor ein paar Tagen John O Donohues "Anam Cara" ausgelesen habe, ist nun als Zweitbuch dazugekommen:

  • Patrick Rothfuss - "Der Name des Windes"

Ein sehr gutes Buch soweit!

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Wiedersehen macht Freude

Zurückgekehrte Stofftasche mit Regenschutz


Wie gestern berichtet, hatte ich meine Regenschutzhülle für den Rucksack sowie die von mir inoffiziell als dazugehörig erklärte Stofftasche beim Radfahren verloren. An dem Ort, an dem ich sie evtl. noch vermutet hatte, war sie dann auch nicht. So stellte ich mich darauf ein, eben eine neue Hülle kaufen zu müssen und die alte Hülle möglichst schnell zu vergessen, damit ich dieses seltsame Gefühl loswerde, das ich bei Verlusten immer habe.
Zuvor aber wollte ich nochmal den Weg, auf dem mir das Packerl aus dem Radkorb gefallen sein musste, ablaufen, um auch sicher sagen zu können: "Weg is's."

Als ich dann so dahinlief, erblickte ich tatsächlich nach einiger Zeit meine Tasche wieder, von einer freundlichen Person auffällig an einer Absperrung drapiert, damit ich sie wiederfinden kann (Danke dafür an dieser Stelle!). Und nun ist mein Rucksack wieder gegen stärkere Regenfälle geschützt.


Die merkwürdig-schönste Verabschiedung seit langer Zeit habe ich heute ebenfalls noch erlebt: "Ciao. Wir sehen uns ja dann spätestens im Himmel wieder!" sagte heute ein Glaubensbruder zu mir, als die Stunde zum Abschied rief. Seltsam sowas quasi mitten im Alltag zu hören. Aber dennoch schön.

Dienstag, 30. Oktober 2018

Vardøger - Whitefrozen

Habe mir vor zwei Tagen die sensationelle EP "Whitefrozen" von Vardøger als praktischen Download über den Bandcamp-Account des entsprechenden Labels gekauft. Bin absolut hin und weg. Fantastischer (Un)Black Metal wie ich ihn mag.


Im Laufe des Tages ist mir heute irgendwo meine Regenschutzhülle für den Rucksack + Tragetasche, in der dieser sich befand, abhanden gekommen. Habe eine Theorie, wo diese Dinge, sollten sie mir nicht einfach aus dem Fahrradkorb gekullert sein, sein könnten. Morgen weiß ich mehr.

Weiterhin habe ich eine Impfung überlegt. Bisher zumindest. Es fällt die Nacht herunter auf unsere Köpfe und verhüllt die Stadt mit schwarzem Leinentuch.

Montag, 29. Oktober 2018

Neuerung

Schafft Platz für drei oder mehr Radanhänger!

Letzting ™  (geschütztes süddeutsch-bayerisches Wort) erblickte ich am Supermarkte diese oben zu sehende Konstruktion: Dort wurden eben mal zwei Parkplätz für Autos mit so einer fröhlichen roten Panzersperre blockiert und ein Radständer kam hin. Mich freute das sehr, weil es mir hier z. B. ermöglichen würde, mit meinem Radanhänger zum Einkauf zu fahren. Die restlichen Radfahrer dort freut es, so habe ich den Eindruck, noch nicht, weil sie diese Sperrung und den zusätzlich geschaffenen Raum für Räder noch überhaupt nicht bemerkt haben. Aber sobald sie es bemerken (oder der Supermarkt darauf aufmerksam macht!) werden auch jene sich freuen. Ich bin sicher!

Fröhliches Versinken in der winterzeitlichen Dunkelheit Ihnen, liebe Leser, von meiner Stelle aus!

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Geschichte ist auch ein Ort

Geschichte ist auch ein Ort, und wenn man darinnen oder davor steht, fällt die Raumzeit für den Bruchteil einer Sekunde zusammen, wie ein Kartenhaus im Wind. So ging es mir gestern, als ich an einem für mich sehr geschichtlichen Ort stand und das Kartenhaus leise zusammenfallen hörte, leise, und doch so laut, dass ich ein bisschen erschrak. Ja, Geschichte ist tatsächlich auch ein Ort, und all diese Orte bilden zusammen einen geheimnisvollen, schrecklichen und schönen Atlas, der in einem Bücherregal weit über der Welt steht.

Montag, 22. Oktober 2018

Müde / bald November...

Heute früh hatte es das erste Mal seit Ende (Ende?) diesen Sommers 0° C da draußen. Es herbstet jetzt. Der November naht. Und ich bin müde. Draußen regnet es gerade. Seit Wochen das erste Mal. Draußen regnet es gerade. Und ich bin müde. Das erste Mal seit Ende diesen Sommers. Ende?

Mich plagt so ein Gefühl. Das Gefühl, jemanden einfach um ein paar Jahre für immer verpasst zu haben. Das Leben erscheint dann ziemlich hart und erbarmungslos. Und draußen regnet es gerade. Ende.

Freitag, 19. Oktober 2018

Allersberger Straße

Im Rahmen der Beleuchtung einer familiengeschichtlichen Angelegenheit bin ich dieser Tage über die Tatsache gestolpert, dass die Allersberger Straße in Nürnberg ursprünglich deutlich mehr als die heutigen ca. 180nochwas Hausnummern gehabt haben muss. Ein bisschen Herumfragens, statistische-Jahrbücher-und-Stadtlexikon-Wälzens brachten es dann ans Tageslicht: Die Allersberger Straße umfasste bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts noch zumindest Teile der heutigen Münchener Straße bis mindestens zur Rangierbahnhofsiedlung. Bis dahin war die Münchener Straße, wenn ich korrekt geforscht habe, im Nürnberger Westen zu finden. Jetzt muss ich noch irgendwo einen Stadtplan mit Hausnummerierung aus der damaligen Zeit finden um die gesuchte Hausnummer ausfindig machen zu können und dann festzustellen, ob das gesuchte Haus heute überhaupt noch existiert.

Dienstag, 16. Oktober 2018

Immer wieder sonntags

"Immer wieder sonntags kommt die Erinnerung - An den Römer mit der Mundharmonika!". So sang einst in einer Ausgabe der Asterix-Comics ein stark betrunkener Legionär fröhlich vor sich hin. Ein bisschen als wäre ich betrunken fühlte ich mich auch am Sonntag plötzlich: ich wurde aus heiterem Himmel Opfer einer schon hart am Rande des Unitarismus tändelnden Predigt.
Das hat mir ein paar Dinge nochmal klar gemacht. Ich bin nicht besonders religiös aufgewachsen. Sätze wie "Vertraue Gott!" wären in meinem Elternhaus wahrscheinlich nicht gefallen oder nur in ganz ungewöhnlichen Situationen. Erinnern kann ich mich an solche Aufforderungen oder Ermutigungen jedenfalls nicht. Habe eher spät zum Glauben an den christlichen Gott gefunden.

Vielleicht liegt es daran, vielleicht auch nicht: mir ist jedenfalls wichtig, dass sich eine Gemeinde, der ich angehöre, ohne Diskussion konkret auf diesen biblisch bezeugten Gott beziehen muss. Ich kann mit Aussagen der Art "Im Endeffekt wollen ja alle Religionen das Selbe und verehren den selben Gott, nur eben unter anderem Namen und mit anderen Schwerpunkten!" überhaupt nichts anfangen. Wohl achte ich das Ehrenwerte, das wahrscheinlich in allen Weltreligionen existiert. Aber auf den Gedanken, deswegen alle Religionen zu im Endeffekt einer zu erklären, käme ich in tausend Jahren nicht, genau gesagt ist mir solch ein Denken ein Gräuel. Meine Entscheidung habe ich damals konkret für den in Jesus Christus erschienen Gott getroffen. Den biblischen Zusagen habe ich Glauben geschenkt und Jesus versuche ich, so gut es halt geht, nachzufolgen. Wenn die Bibel dann zu einer Art unverbindlicher Weisheitslehre oder Turngerät für Gedankensport gemacht werden soll, bin ich nicht dabei. Das geht für mich einfach so nicht.

Man verstehe mich richtig: auch ich hinterfrage Dinge und sehe manche biblischen Texte als einer Auslegung bedürfend an. Aber irgendwo brauche ich dann auch Nägel mit Köpfen und einen Schlußpunkt. Entweder ich hoffe und vertraue darauf, dass es diesen einen Gott gibt oder eben nicht. Ich glaube an Jesus Christus, benötige also das Zeugnis der Bibel zur Erbauung, zur Lehre, zur Gesprächsgrundlage im Gebet, da ich eben nicht vor etwa 2000 Jahren dabei war, als er hier auf Erden wandelte. Nur die Jünger damals haben ihren Glauben (von der hebräischen "Bibel" ausgehend) auf eigene und unmittelbare Erfahrungen gründen können. Ein Glaube, der sich nur auf eigene direkt erlebte Erkenntnisse und spirituelle Erfahrungen gründen wollte, muss zwangsweise ganz anders aussehen. Mein Weg ist es nicht. Ich habe mich für vom Gedanken der göttlichen Inspiration der Bibel ausgehend für diesen ganz handfest biblisch bezeugten Jesus Christus im Glauben entschieden.

Samstag, 13. Oktober 2018

In den Dämmerungen

Guten Abend! Hier im Lande der Bayern braut sich etwas zusammen. Was genau, wird man dann morgen sehen. Ja, genau, ich rede von den Wahlen, auf deren Ergebnis ich nun schon sehr gespannt bin. Fast ein bisschen nervös. Käsweis im Gesicht wie ein Teenager vor einem Date nahezu. Haha.

Ansonsten habe ich gestern entschlossen, zukünftig den ALfA e. V. ("Aktion Lebensrecht für Alle") finanziell und ideell zu unterstützen.

Nun ruft das Abendessen. Es gibt Ofenkartoffeln mit Räucherlachs. Auch eine Besonderheit, da ich normalerweise keinen Fisch esse. Hatte heute aber solchen Hunger drauf. Auch gesundheitliche Gründe sprechen dafür. Aber mehr der Genuss.

Gute Nacht.

Freitag, 12. Oktober 2018

Herbst


Christus spricht: "Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel der Hölle und des Todes." (Offenbarung 1,17-18)





Mittwoch, 10. Oktober 2018

Das Rad des Daseins...

...dreht sich für mein Rad weiter.
Am Montag habe ich es aus der Werkstatt geholt. Die Rechnung war (radlebenszyklusbedingt?) wieder etwas höher. Dafür lief es aber echt wieder gut. Lief? Ja, denn heute früh folgte der große Schreck: platter Hinterreifen. Gott sei Dank!, ich verfüge momentan über zwei Ersatzräder, somit war meiner Mobilität kein Dämpfer verpasst. Nun mal sehen, ob ich einfach in eine Scherbe gefahren bin oder möglicherweise irgendwie das Ventil hin ist.

Geplant für heute war seit längerer Zeit wieder der Besuch meiner früheren regelmäßigen Gemeinde-Mittwochs-Veranstaltung. Geplant ist es noch. Wenn das Rad und seine Reparatur mitspielt.

Guten Abend!

Montag, 8. Oktober 2018

Von den tumben Aerobici

"Johannis von Zwiespalten: VON DEN TUMBEN AEROBICI

Hat jeman in deme Jahre 1983 eynn andren hüpffen unde sich zuo musik bewegen sehen / so war dißer mann oder fraw wohl eynn AEROBICUS.

Diß wort kommt von den alten griechisch wortt für lufft unde leben / so ergebend in teutsch die bezeychenung von lufft lebender. Doch gibet diß dekeine Antwurtt auff die frage / was AEROBICI seind / dieweil auch BACTERIA und allerhand BACILLI zuo deme wesen gehorent / die da leben von lufft. Aber klaeret sich das / so man schawet ein albern Trawerspiel / dazumalen ausgestraalet wurd von deme zweyten teutschen fern-sehen / heißent Enorm In Form / alls die aller erst teutsch AEROBIC-shaw / so im Jare 1983 geboren ward / ausz eines hoffnungslos siechen Hirnes.

Wer diß geschawet hett / der muoset erkennen / daß AEROBIC nit heißet / sich seines Odems zuo befleissigen / als man da nur sihet allerley Weibs-Volks / so eyn alter erlanget / das sie sich niemer begeret fühlten ob ires gewichts / und also schmerig gedünket / daß sie begunden ire Leyber durch bewegung zuo gestalten / daß alle mann / so sie das weibs-Volch gesahen / von der Aphrodite gestochen wurden / sie damit gleichhsam verfürend ze unzucht, Ehbruch unnd allerley schändtlichkeit.

Unnd darzuo war diß ze schawen nicht mere denn eitel verschwendt Lebens-Zeit / albern an zuo sehen / voll absinnig hamppelns / räkelns / verbiegens / und den arsch gen Himmel rekens / unnd so wer in seynem Haus hat nachgeäffet Judiths unnd Gabys (so die unzüchteg frawen hießen / die das fürgeturnet) der gab sich allenthalben der albernheyt preis / unnd ward also verlustigt von einer jedweden wirdekeit / alls eyn dörperhafft Hampelmann und luftikus.

Unnde doch haben dieß des teutschen Volks viele gemachet / daß man sich muoste fragen / ob diß volch nit war allze verderbet unde der Dementia und aberwitz anheim gefallen / und kunde man schowen dißen wahnwitzeg Veitztanz-CIRCUS das gantz Jahr 1983 hindurch / unnd darüber hinweg / und war diß PROGRAMMA vorlag gar vieler abartten und COPIA deßselben / so sintemalen dem volk gezeiget ward und noch lange zeit diß volk hat auff gereizet. Aber ists eynn groß Zeichen der Hoffnung / daß sich jungen Volchs itzund nieman mere des erinnert / so als wie diß gar nit gewesen."

Samstag, 6. Oktober 2018

Rad findet Werkstatt

Nach längerem Hin und Her aufgrund Urlaubs, zu guter Wirtschaftslage in den Werkstätten und Terminprobleme meinerseits habe ich nun heute mein gutes Rad zur wohlverdienten jährlichen Inspektion bringen können. Am Aufnahmeort hat man nun scheinbar nicht vor, ihm zu lange Ruhezeit zu gewähren. Schon am Montag soll ich es, falls keine großen Probleme auftreten oder seltene Ersatzteile gebraucht werden, wieder abholen. Nun drücke ich dem Mechanikerteam den Daumen und hoffe, dass es diesmal nicht gar so teuer wird...

Freitag, 5. Oktober 2018

Wie ein Wegwerfprodukt

Manche Menschen behandeln ihre Mitmenschen wie ein Wegwerfprodukt. Empathie? Iwo! Weiter zieht die Karawane der Durstigen.

Montag, 1. Oktober 2018

Nett sein kostet nichts

Neulich dieses Thema: mit dem Nächsten liebevoll umgehen. In der Gemeinde, am Arbeitsplatz, sonstwo. Ja, unbedingt! Ich halte schon mal die Tür auf, grüße freundlich, frage mal nach: "Hallo, wie geht es Dir?". Kostet ja alles nichts, keine Mühe. Aber was ist, wenn das Wetter schlechter wird? Wie viele "Zusatzkilometer" (Matthäus 5,41) würde ich mit der Nebenfrau oder dem Nebenmann gehen? Opfere ich z. B. einen freien Samstag? Leihe ich jemandem Geld, wenn ich nicht weiß, wann oder gar ob ich es je zurückbekomme? Wieviel Unterstützung kann ich jemandem in einer persönlichen Krise emotional geben? Wie weit gehe ich, wenn das Gebiet wohlfeiler Floskeln und schöner Höflichkeiten verlassen wird? Ich für meinen Teil bin da momentan garnicht sicher. Denke aber, dass es lohnt, darüber ernsthaft nachzudenken.

Sonntag, 30. September 2018

Woche im Wald

Eine Woche im Wald liegt zurück. Wiederbeginn des Alltags. Die widersinnige Erfahrung, dass Luftkurorte oft Autobahnen mit Häusern nebenan sind. Warum?
Noch nicht mal zum Sortieren der Fotos gekommen. Und geistlicher Neubeginn gewünscht. Irgendwann.

Gute Nacht, Du Erde!

Sonntag, 23. September 2018

Runde ab Reichenschwand

Blick vom Glatzenstein

Heute Regen, vorgestern Regen, gestern unternahmen wir spontan eine kleine Tour ab Reichenschwand, hin auf den Glatzenstein, wo wir die Aussicht genossen, über Großen und Kleinen Hansgörgl durch Buchenwälder und zurück.
Das Wetter war für solches Unterfangen fast wie gemacht: kein Regen, keine große Hitze, nur ab und zu (siehe Bild) und über uns Wolkenfelder und kleine Wolken, dahinziehend vor Denkerkulisse. Gute vier Stunden waren wir unterwegs, dann erreichten wir erneut den Bahnhof zu Reichenschwand und zurück ging es in die schreckliche Stadt.


Mittwoch, 19. September 2018

Wegen guter Konjunktur geschlossen

Gestern wollte ich, wie seit längerer Zeit geplant, mein Rad in die Werkstatt für eine allgemeine Inspektion bringen. Angepeilt hatte ich eine Werkstatt, die mir mehrfach empfohlen wurde und die zufälliger auch günstiger zu erreichen war. Als ich dort fröhlich mit meinem Anliegen vorsprach, fragte man mich, ob ich vorab einen Termin vereinbart hätte. Nein, das hatte ich nicht. Der nächste mögliche Termin wäre, so sagte man mir, erst im Winter frei. "Aber auf jeden Fall vorher nochmal anrufen!"
 
Gut, in Ordnung. Kleinlaut murmelnd trat ich hinaus in des übertriebenen Spätsommers Abendlicht, seine Fledermäuseschwärme und rotbraunen Rasenflächen und fuhr unverrichteter Dinge wieder davon.

Sonntag, 16. September 2018

Mancare de Post / Vegan Romania

"Vegan Romania"

Meine neueste Errungenschaft ist das Buch "Vegan Romania" von Mihaela Lica Butler.
Darin enthalten sind 101 zufälligerweise vegane traditionelle Fastenrezepte ("de post") aus der rumänischen Küche (wobei "Fasten" hier nicht "Klare Gemüsesuppe mit nichts" bedeutet).

Ich, weder Rumäne noch Veganer, war und bin von diesem Büchel recht angetan und habe uns dann heute gleich ein Pilzragout mit Mămăligă (eine Art Polenta) gekocht. Nachher sind mir ein paar Fehler aufgefallen, die ich beim nächsten Mal vermeiden will. Dennoch bin ich ganz zufrieden. Schönen Abend und bis zum nächsten Gericht dann! Gute Nacht / Noapte bună!



Pilzragout mit Mămăligă

Donnerstag, 13. September 2018

Drei Minuten am Wasser

Wasser, Wasser, Wasser

Heute kurz am Pegnitzwehr verweilt. Dem Rauschen des Wassers zugehört und irgendwie eine Ahnung von der Ewigkeit gehabt.

Samstag, 8. September 2018

Kommt, wir gehen

"Das Wetter ist so schön! Kommt, wir gehen heute ..."
...in den Wald?
...eine Radtour unternehmen?
...die letzten Sonnenstrahlen genießen???


"...aufs Volksfest!"


Danke, jetzt hab ich es verstanden.

 

Donnerstag, 6. September 2018

Leben

Mein Leben als eine Seele. Zwischen Gut und Böse und mit Falten im Gesicht. Mein Leben als Seele. Zwischen Zweifel, Hoffnung, Hochmut und Freude, mit breitem Grinsen und mit Falten im Hemd; und die Ärmel hochgekrempelt. Fremd bin ich, irgendwohin von irgendwoher, ungefähr - und dazugehören ist schwierig und brutal. Mein Leben als Seele. Zwischen Gut und Böse eingeklemmt; und Hoffnung, gelegentlich.

Dienstag, 4. September 2018

Alltag

Am Samstag fuhr ich mir mal wieder einen platten Reifen an meinem geliebten alten Schlachtschiff "Iphimedeia". Diesen konnte ich im Verlauf des Sonntages flicken. Nun hat sie (mein Rad!) die ersten zwei Probefahrten überstanden. Scheinbar ist das Objekt, welches den Durchschuss verursachte, nicht im Mantel stecken geblieben, wo ich es auch am Sonntag nicht finden konnte.
Ansonsten kämpfen hier die Versprengten des Jahrhundertsommers um eine Rückkehr und irgendwo weit draußen, in Gotenhafen, feiert man ein Fischgericht.

Samstag, 1. September 2018

September

September. Das Stück "Der Sommer 2018" ist für mich jetzt zu Ende. Noch ein bisschen Applaus. Noch ein Weilchen die Darsteller auf der Bühne. Ja, was war das für ein Stück? Die Schauspieler haben ihr Bestes gegeben, aber der Regisseur war ein Stümper. Zu viel Grelles, zu viel Licht, zu viel Hektik und schrille Effekte. Bestimmt gut gemeint, aber in der Ausführung nicht besonders bemerkenswert. Wir lassen sie nun also abgehen, die Mimen, der Vorhang fällt, und man wartet auf das Toben der Elemente, während Bühne und Schauspielhaus sich auflösen.

Mittwoch, 29. August 2018

Ende des Sommers

Forlorn: The Crystal Palace

Heute, so es beliebt, ein alter Freund meinerseits. Das Album The Crystal Palace der norwegischen Metalformation Forlorn aus dem Jahr 1996. Erworben von mir im Sommer des Jahres 1998, also vor 20 Jahren. Seitdem immer wieder gehört und ein treuer Begleiter.
Es ist eine seltsame Musik, die man darauf hört. Mischung aus Epik und Aggressivität, Stille und Mystik. Eigentlich die perfekte musikalische Untermalung für einen Nachmittag Ende August an einem See, bis zum Abend bleiben, wenn die Sonne rot hinter dem rahmenden Wald untergeht.
Die Texte sind teilweise entlehnt oder angelehnt an die nordische Mythologie, manches in Richtung Science Fiction. Und Instrumentalmusik. Aus all dem dringt für mich beim Hören aus der Erinnerung der bestimmte Geruch des Flußwassers hier im Sommer. Fließend wie die Seele und schön wie die Nacht.

Sonntag, 26. August 2018

Sonntagsspaziergang

Heute, da der tyrannische "Jahrhundertsommer" eine Pause einzulegen beliebte, beschloss ich, nach längerer Zeit einmal wieder einen Spaziergang in den Wald am Schmausenbuck zu unternehmen.

Das Wetter war golden, etwas Herbst schon dabei. Ich mag den September, den Oktober auch, die Monate, in denen die Wälder oft so geheimnisvoll sind. Oft und gerne denke ich noch an Nachmittage im Frühherbst im Umland von Altdorf, südlich von Leinburg in den geheimisvollen Flechtenwäldern, wenn dann, je mehr's gen Abend geht, die Sonne so unfassbar zwischen den Baumwipfeln hindurch glitzert, leiser Wind, mehr gen Abend hin manchmal sogar Nebel und Tanz der Mondkinder zwischen den Moosfeldern...

Genug der alten Zeiten. Heute war die Gegenwart, die ich spazierend nutzte.

Durch allerlei vertrocknetes Unterholz und Trampelpfade gelangte ich von Osten aufwärts zum Schmausenbuckturm, dort rastete ich. Anschließend nahm ich einen Schleichweg, der mich in der Nähe des Wasserspeichers an einen wunderschönen Brunnen führte. Wasser floß aus eisernem Löwenmaule heraus, das durch die Blätter funkelnde Licht spielte munter mit der magischen Stelle. So entschied ich, ein Weilchen dort zu verweilen, übergoss mir den Kopf mit dem speziellen Wasser des geheimnisvollen Orts und zog erfrischt und fröhlich meines Weges zurück in Richtung Tiergarten.


Der Schmausenbuckturm und das Lichtspiel
Steinbrüche am Schmausenbuck
Der "Löwenbrunnen"


Samstag, 25. August 2018

Insgesamt

Heute insgesamt gute vier Stunden am Klangbasteleien verbracht. Kann jetzt gerade nicht mehr sagen, was davon gut war, ob und überhaupt. Konzentration? Keine mehr da. Zeit wird es für das Abendbrot.

Montag, 20. August 2018

Die neue Woche

Da startet sie, die neue Woche. Schwer wie ein Mühlstein. Heiß wie ein Backofen ist es draußen, keine Wolke streift den Himmel, nur Ruhe, Ruhe und Hitze jetzt. Dann höre ich ein Lied, irgendwo da draußen, von irgendwo hinter den Dächern her, leise, immer wieder herwehend, wie ein Hauch. Dann das ferne Rattern eines Zuges, da hinten, noch weiter fort, wo es grüner wird und grüner; und Geruch von geschmolzenem Kunststoff vermengt sich im Abendleuchten leise mit dem Lied.

Donnerstag, 16. August 2018

Laotse...

...und die Luft von Wohlgeruch erfüllt

Laotse war seiner Zeit dermaßen voraus, dass er offensichtlich schon 2120 vor Christus den Protestantismus begründete und damit sowohl die Geburt Christi als auch die Reformation quasi übersprang...

Sonntag, 12. August 2018

Pegnitz

Spiegelung


Habe am Samstag eine kleine Radrunde Richtung Behringersdorf unternommen. Dort streunte ich ein wenig an den Ufern der Pegnitz herum und entdeckte dabei sogar ab und an ein ruhiges Plätzchen, wo ich für zumindest ein paar Augenblicke sitzen konnte und dem Wasser beim Fließen zusehen durfte.

Ich liebe diesen alten Fluß, der hier seit Jahrtausenden vorbeifließt. Seine Ruhe und den Frieden, den das Gewässer ausstrahlt. Leider fürchte ich, dass es in fünf bis zehn Jahren keine ruhigen Pegnitzauen mehr gibt. Chance ist nur das geplante Naturschutzgebiet. Ansonsten wird hier eh alles zur riesigen Hundewiese verkommen, und das restliche Jahr finden im Wochentakt irgendwelche Veranstaltungen im Grünen statt, weil es den Bürgern, pardon: Leuten, die hier leben, ja nicht zugemutet werden kann, mal in einer Halle zu feiern oder auf einem Parkplatz. Nein, es muss immer das ganz Besondere für's Event sein.. Man merkt es: ich bin momentan äußerst gut gelaunt und optimistisch.  Ach! Kopf hoch!




Grünes Pegnitzwasser

Flußufer

Samstag, 11. August 2018

Alles und Eines

Jetzt wird es hier vielleicht etwas "heidnisch". Man verzeihe mir das.
Momentan lese ich neben anderen Büchern "Anam Cara" von John O'Donohue. Er setzt sich da auch mit dem Bewusstsein auseinander, dass wir als Menschen rein vom Gesichtspunkt der Bestandteil ja auch aus "Erde" (ich verwende "Erde" vereinfachend als Chiffre für eben die Elemente, aus denen alles hier und im Universum besteht) sind, daher auf wundervolle Weise in Verbindung mit der uns umgebenen Natur stehen. Wir sind, so interpretiere ich O'Donohue, ein Teil der Natur, in dem sie Bewusstsein erlangt, in dem sie die von ihr herbeigesehnte Möglichkeit entwickelt, Ausdruck zu finden und sich selbst zu betrachten. Schon den Gedanken, dass der Mensch auch "Erde" ist, finde ich nun nicht ganz unbiblisch. Ergänzend sei gesagt, dass O'Donohue ja jetzt kein heidnischer Esoteriker war, sondern zumindest eine Zeit seines Lebens katholischer Priester (genauer: Jesuit) gewesen ist.
Wenn man den Teil mit der sich selbst erkennenden Natur hier in diesem Abschnitt noch um "Gott erkennend" ergänzt, wäre das auch nicht falsch.
Im entsprechenden Abschnitt von "Anam Cara" zitiert der Autor noch ein Gedicht eines frühen irischen Dichters namens Amairgean. Dieses möchte ich gerne teilen. Weiterhin habe ich das nun folgend angeführte Gedicht beim Bedenken in Verbindung gebracht mit einem weiteren Gedicht von Arthur von Wallpach, das Sturmpercht auch vertont haben. Ich finde es teilweise ähnlich in seiner Gedankenwelt. Ich stelle nun beide Gedichte nebeneinander und hoffe, sie mögen dem Leser Freude und gute Gedanken bringen.


Ich bin der Wind, der auf die See atmet
Ich bin die Woge des Ozeans,
Ich bin das Murmeln der Wellen,
Ich bin der Stier der sieben Kämpfe,
Ich bin der Geier auf den Felsen,
Ich bin ein Strahl der Sonne,
Ich bin die lieblichste Pflanze,
Ich bin der wilde Eber in seinem Mut,
Ich bin der Lachs im Wasser,
Ich bin ein See in der Ebene,
Ich bin ein Wort des Wissens,
Ich bin die Spitze des Speeres in der Schlacht,
Ich bin der Gott, der das Feuer im Kopf erschuf.


(J. O`Donohue "Anam Cara", Deutscher Taschenbuch Verlag München,
20. Auflage 2012, S. 114, n. d. engl. Übersetzung durch P. Murray)




Ich bin vom Blut der Heiden
Und kann die Gottnatur
In Gut und Schlecht nicht scheiden:
Sie ist mir Eines nur.

Ihr prägt viel tausend Namen,
Zerlegt bis zum Atom,
Doch alles ist ein Samen,
Ist eines Lebens Strom.

Die Weltenseele schweben
Fühl ich im Tropfenfall,
Im linden Wipfelbeben,
Im Wetterwiderhall.

Sie grub im Vorweltschweigen
Am Fels die Runenschrift,
Flüstert im Blumenreigen
Der freien Alpentrift.

Sie singt im Föhnsturmbrausen
Vom Aufersteh`n der Saat,
Sie ruft im Sturzbachbrausen:
Erlösung ist die Tat!

Ich hab mich selbst gefunden
In jeder Kreatur,
Bin unlösbar verbunden
Ein Teil der Allnatur.

Ein Funken, nie verknistert
Bin ich vom Urlichtschein,
Von Ewigkeit verschwistert
Mit Wald, Getier und Stein.


(Arthur v. Wallpach, Tirol, ca. 1900)



Freitag, 10. August 2018

"Hoch 'Kevin' bringt uns den Sommer zurück" ...

"Hoch Kevin bringt uns den Sommer zurück" jubelt das Nachrichtenportal.
Au ja, da jubele ich gleich mit. Auf keinen Fall reichen gefühlte 10 Wochen Temperaturen um die 34 ° C im Schatten. Das Gras ist noch nicht braun genug, der Wasserstand im See ist noch nicht genug zurückgegangen, und dadurch ist auch noch nicht genug pestilenzialischer Gestank verursacht worden. Auch habe ich noch lange nicht genug von hitzeverblödeten Menschen, die auf Fahrwegen die Fahrtrichtung umkehren oder Lustiges mit Tieren veranstalten. Tiere sind eh immer gut!

Und wer es etwas substanziierter als mein Gemaule haben will, der lese des Stefan Trefflers aktuellen Freitagsblog auf der Seite der ödp Bayern. Schönen Freitag!

Mittwoch, 8. August 2018

Doomsday 1983

Angeregt durch eine Diskussion im Alternate History Board über die (Un-)Möglichkeiten, einen Atomkrieg, der durch das Manöver Able Archer 83 im Jahr 1983 ausgelöst worden wäre, zu überleben und einen Artikel in der NZZ über die Pläne der Warschauer-Pakt-Staaten im Falle eines Atomkriegs, habe ich mich mit dem düsteren Thema der Folgen eines atomaren Kriegs in Europa gedanklich etwas beschäftigt.

Was wäre gewesen, wenn hier in Bayern im Jahre 1983 Atomraketen eingeschlagen wären? Wäre überhaupt jemand dann heute noch da? Relativ drastisch kann man sich die Folgen auch mit Hilfe dieser Seite (Alex Wellersteins "Nukemap") vor Augen führen. Tja. Da bleibt eigentlich nur Dankbarkeit, dass wir hier nun schon so lange Frieden haben.

Dienstag, 7. August 2018

Zusammengefasst gesagt

... ich komme mometan nicht so sehr zum schreiben. Vielleicht habe ich auch keine Lust?
Habe aber

  • Fahrradanhänger erfolgreich in Betrieb genommen
  • Mit viel Vernügen begonnen, das Civilization-6-Addon "Rise and Fall" zu spielen
  • Ein bisschen Bibel gelesen
  • Dem Weltverdruss gefröhnt
  • An einer Telefonkonferenz teilgenommen
  • Über einen Anschluss Bayerns an Österreich nachgedacht
  • Die geistige und tatsächliche Überhundung der Stadt beklagt

Schöne Hitzewelle Ihnen allen!

Mittwoch, 1. August 2018

God bless (people from) Texas

Heute begegnete ich in der Stadt Matthew aus Texas, der mit seiner Frau in Nürnberg unterwegs war um die Stadt und ihre Geschichte kennenzulernen. Durfte ihnen, da ich zufällig zur Stelle war, die englische Sprache spreche und zufällig das Gebäude, wo wir waren kannte, ein paar Fragen zu einem Bauwerk beantworten und Tipps zu einem Museum geben. Danach stellten wir uns vor und wünschten uns alles Gute. Für mich eine sehr bereichernde Begegnung.

Dienstag, 31. Juli 2018

Hitzewelle

Es ist dieser Tage richtig heiß. Ich finde es nicht unerträglich, aber ein wenig störend. Während ich also so auf der Hitzewelle dahinsurfe, mache ich mir Gedanken über meine Heimatstadt, die mir seit einiger Zeit nicht mehr so richtig Heimat sein mag.

Sonntag, 29. Juli 2018

Abend in der Bucht

Abend an der Söderbucht

Wenn in der Norikusbucht eine raue Sonne versinkt...
Wenn in der Luft zwischen 90489 und Ende Sonnenmilch hängt und Wolken
und Vögel...
Wenn das Gesicht von Markus Söder auf Geldscheine gedruckt in der Eisdiele als Wechselgeld über die Theke wandert...
Wenn sich der Mond verfärbt...
Wenn Helikopter über Wälder und Gärten kreisen und wir in der Endzeit leben...
Wenn der König des Fichtelgebirges aufsteht in seinen Hallen aus Epprechtsteiner Marmor und Granit aus seinem Schlaf...

Mittwoch, 25. Juli 2018

Aus den Tagen des Hundes erzählt

Heute während meiner Mittagspause verfolgte mich ein Paar Menschen mit Hund. Ja wirklich. Sie passten mich gleich am goldenen Tor zur Firma ab und liefen mir heimlich nach. Aber bemerkt habe ich es doch, obwohl das Paar und der Hund versuchten, sich hinter einem Eis in der Waffel zu verbergen. Die Sonne leuchtete gewaltig auf die Stadt nieder und immer wieder hörte man Sirenen, weil im ein oder anderen Park schon Brände ausbrachen. Schließlich suchte ich unter einem herbstlich gebräunten Baume Schutz und nahm Platz auf einer Bank. Das Hundetrio (Frau, Mann, Hund) lauerte noch eine Zeit hinter der Kugel Vanilleeis, wahrscheinlich wollten sie meine Bank besetzen. Ich tat aber so, als hätte ich nichts bemerkt. Das Eis war irgendwann verdampft, die Tarnung ward dahin. So zogen sie ab. Ich schnaufte tief durch. Ich hatte zumindest einen der Hundstage sicher überstanden!

Montag, 23. Juli 2018

Hundstage

Passend zum Wochenbeginn starten heute die zehn Tage andauernden Hundstage. Die Sonne geht jetzt quasi in trauter Schwesternschaft mit dem Hundsstern Sirius auf, weshalb diese übelbeleumundeten Tage "Hundstage" heißen. Besondere Dienstleistungen für den Hund sind demnach nicht vorgesehen. Dennoch sah ich heute auf meinem Weg zur Stätte meiner Werktätigkeit den ein oder anderen Hund wohlgekämmt und fröhlich stolzieren. Ob der wohl Bescheid wusste?

Große Hitze ist nun prophezeit und ich versuche mein bestes, nicht auf den Hund zu kommen.

Freitag, 20. Juli 2018

Neues von Max Alfred Vogel

Der mir freundlicherweise zur Verfügung gestellte Scan des Titelblattes


Schon vor einiger Zeit schrieb mir Volker Krötz mit einem weiteren Hintergrunddetail zum Leben des Dichters Max Alfred Vogel. Herr Krötz besitzt eine Ausgabe des von Vogel im Verlag D. W. Callwey München erschienen Gedichtbandes, auf dessen Titelblatt der Dichter Hermann Plagge, aus dessen Nachlass der besagte Gedichtband stammt, handschriftlich Vogels Geburtsort notiert hat.
Demnach soll Vogel in Pirna geboren worden sein. Eine weitere Notiz hinsichtlich (heute: Bad) Schandau an der Elbe konnte weder Herr Krötz noch meine Wenigkeit mit Sicherheit entziffern.

An dieser Stelle nochmal vielen Dank für die Information an Herrn Krötz!

Donnerstag, 19. Juli 2018

Ein Tag im jungen Leben der Verkehrswende

Heute begab ich mich in die Häuser diverser Händler, vom großen Fahrradmarkt über einen Ramschladen bis hin zu einem seriösen Baumarkt. Und zwar befand ich mich auf der Suche nach einem für mein Fahrrad und das von mir angestrebte Budget geeigneten Radtransportanhänger. Leider wurde ich nicht fündig. Der riesige Fahrradmarkt führte gerade ein einziges Modell, welches dreimal so teuer war, als ich für angemessen erachtete. Der Ramschladen hatte ein preislich passendes Modell, das aber Grund zu Zweifeln an der Eignung für seinen Zweck erweckte. Der Baumarkt schließlich hatte garkeinen Anhänger im Angebot, dafür aber ein gutes Reparaturset für platte Reifen. So wird jetzt vermutlich ein Anhänger aus dem Internet bestellt. Die Verkehrswende verschiebt sich quasi in den Onlinebereich.

Dienstag, 17. Juli 2018

Bad

Heute die Freizeit sogar dazu genutzt, in ein Freibad zu gehen. Eine Stunde Runden im Chlorwasser gedreht und Versteckspiel mit der Sonne gestartet. Als dann der Nachmittag heraufzog, mit Chlor- und Kaffeegeruch und seinem Hundegebell, da schlich ich mich, recht entspannt, rechtzeitig wieder davon.

Sonntag, 15. Juli 2018

Planmäßige Rückkunft

Ostsee

Gestern erreichte ich nach neunstündiger Fahrt planmäßig wieder die Stadt Nürnberg, hinter mir eine Woche an den Wassern der Ostsee. Gelernt habe ich etwas über Namen und meine eigenen Reisevorlieben. Gesehen die Küste (natürlich!) und Strandpromenaden, Buchenwälder und den schauderhaften Koloss von Prora, wo einst Hitler ein K.d.F.-Seebad zu errichten gedachte, was aber, wie so viele andere seiner Pläne, scheiterte. Das nie gewesene Bad zerfällt heute, in Teilen wird es zu Luxusappartements umgewandelt, was ich persönlich für eine weitere Dimension der Schauderhaftigkeit halte.

Ansonsten ist dort an der See vieles sehr schön, aber auch sehr anders als in unserer Mittelgebirgslandschaft. Jetzt heißt es mich und die Wäsche sortieren.

Mittwoch, 4. Juli 2018

Ferien

So, jetzt ist es soweit und ich bin in der Ferienzeit angekommen. Leider leide ich an einer leichten Heiserkeit. Hoffe, sie bald wegzubekommen. Am Samstag verlassen wir die berühmte Hundekackestadt Nürnberg für ein paar Tage. Und das habe ich nötig. Heute geht es dann seit längerem mal wieder zur Mittwochsveranstaltung in der Gemeinde.

Montag, 2. Juli 2018

Selige Sehnsucht


Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend’ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet.


In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet.


Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung,
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung.


Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig,
Bist du Schmetterling verbrannt.


Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde. 

(J. W. v. Goethe) 


Sonntag, 1. Juli 2018

Der kalifornische Bürgerkrieg - Teil 1

Ungefähr zwei Jahre später habe ich bezugnehmend auf diesen Post (und irgendwie auch diesen (Zerfall der USA in den 90ern) und diesen (alternativer Ausgang des Kalten Krieges))nun eine erste Karte für mein Alternativweltgeschichtsszenario über den kalifornischen Bürgerkrieg 1992-1998 erstellt. Zu Hilfe kam mir hierbei das sehr schöne Programm paint.net, mit dem man herrlich einfach in verschiedenen Ebenen zeichnen kann und das mit Leckerlis wie vorgespeicherten Schraffureffekten etc. einfach nahezu perfekt für mich ist.
Meine Basiskarte entstammt den National Atlas of the United States und ist meiner Kenntnis nach gemeinfrei. Die Flaggen der República de California sowie des States of California erstellte der alternatehistory.com-User Shifty Giant für mich. Genug der Vorrede, los geht's in einer eher groben Skizze meines Szenarios:


Wie man den oben verlinkten Posts entnehmen kann, zerfielen in meiner Timeline die früheren Vereinigten Staaten von Amerika zu vielen kleineren Einzelstaaten. Einer davon ist Kalifornien, das als "State of California" seine Unabhängigkeit 1991 erlangte:

Flagge des "State of California"



























Im Zuge der allgemeinen Umbruchstimmung und Wirren beginnt unter den hispanischen Einwohner Kaliforniens eine immer lautere werdende Agitation für mehr Rechte und mehr Selbstständigkeit. Als Stimme dieser Forderungen entsteht die "Unión de california latino" in San Diego.
Eine Reihe von auch gewalttätigen Ereignissen steigert den Drang zur Unabhängigkeit. China und die Sowjetunion, die sich hiervon Einfluss auf Kalifornien, das immerhin eine beachtliche Wirtschaftsmacht ist, versprechen, unterstützen die "Unión de california latino" sowohl organisatorisch, finanziell als auch mit bereits Waffenlieferungen an militantere Kreise innerhalb der "UCL".

Flagge der "República de California"
1992 schließlich proklamieren die Aktivisten, alle Warnungen ignorierend, die "República de California" mit Los Angeles als Hauptstadt.











In wenigen Monaten übernehmen die bei Gründung bereits marschbereiten Einheiten der Armee der R.d.C. die wichtigsten strategischen Punkte in denen von ihnen beanspruchten Gebieten im Süden Kaliforniens. In etlichen Gebieten jedoch stoßen sie auf starken Widerstand, oftmals flammen die Kämpfe auch ständig neu auf, da etliche gut bewaffnete loyalistische Milizen auch in den südlichen Gebieten aktiv sind. Los Angeles wird während des ganzen Krieges nicht zur Ruhe kommen ("Schlacht um Los Angeles").

Im Sommer 1994 beginnt die Armee der R.d.C. Offensiven in Richtung Norden, mit dem Ziel San Francisco und San Jose einzunehmen.
Bilder des Geschehens bis 1994.
Zur Vergrößerung bitte klicken!

Nach sechs Jahren des Konfliktes wird der Bürgerkrieg in Kalifornien schließlich mit dem "Frieden von Irkutsk" beendet. Mehr dazu im zweiten Teil in evtl. nicht erst wieder zwei Jahren.

Samstag, 30. Juni 2018

Abend in Birnthon

Wiesen bei Birnthon

Knapp nach der Sommersonnwende begaben wir uns am gestrigen Freitagabend vor die Tore bzw. Türen der kleinen Nürnberger Exklave Birnthon. Dort fand eine vom Bildungszentrum Nürnberg organisierte, im übrigen sensationelle, geführte Exkursion durch den abendlich-nächtlichen Wald statt.

Lehrreiches war zu erfahren über die verschiedenen Vögel des Waldes, Flurnamen, Tiere aller Art, Geschichte und Forstwirtschaft.

Ich glaube, dass ich nie zuvor so viele Glühwürmchen an einem Ort gesehen habe.

Der Rückweg aus dem Wald zum Bushalteplatz Birnthon war erleuchtet von einem dunkelgüldenen Mond und begleitet vom Wispern des Winds in den Gräsern am Wegrand.


Blick nach Birnthon hinein

Die mittsommerliche Abendsonne

Mittwoch, 27. Juni 2018

eigentlich

Eigentlich müsste die politische Linke sich freuen. Fast alles läuft nach Plan. Besonders gesellschaftspolitische Themen, die nach meinem Empfinden in die linke Ecke gehören, stehen heute ganz selbstverständlich auf der tagespolitische Agenda. In allen seriösen Tageszeitungen wird größtenteils linksliberal berichtet. Scheußlichkeiten (man verzeihe) wie das Gendersternchen werden ernsthaft öffentlich und außerhalb obskurer autonomer Politsekten diskutiert. Parteien, denen man vor Jahren noch konservative Bürgerlichkeit nachsagte oder gar als Wurfgeschoss nachwarf, übernehmen Themen mindestens aus dem Bereich der bürgerlichen Linken. Ein bayerischer Ministerpräsident, der Kreuze in staatlichen Dienststellen platzieren will, wird aus Presse und Öffentlichkeit mit Kritik und Häme überschüttet. Wer hat in letzter Zeit mal ehrlich nach einer seriösen Tageszeitung gesucht, die konservative Standpunkte vertritt und ist fündig geworden? Was sagt denn die große Mehrheit der stinknormalen Bevölkerung, wenn man sie zu Themen wie "Ehe für alle", Integration, Drogenpolitik ... befragt? Mag sein, dass mein Bekanntenkreis da nicht immer repräsentativ ist. Aber hier ist die Wahrscheinlichkeit, eine Aussage zu bekommen, die vor 10 bis 20 Jahren noch unter bürgerlich-konservativ gelaufen wäre, so ziemlich gleich 0. Verständnis für am Ende noch Organisationen wie die römisch-katholische Kirche? Iwo! Von Religion will auch keiner mehr etwas wissen. Die ganz Toleranten erkennen noch im Gönnerton die teilweise guten Werke an, die "die Kirche" mit ihren Einrichtungen tut. Dennoch unkt man momentan in der linken Ecke meines Bekanntenkreises, den ich hier einfach mal stellvertretend für die "Linke" heranziehen will, weiter vom "Rechtsruck", davon, dass die Dinge "immer schlimmer" werden, "wehret den Anfängen" usw.
Ich sehe das anders. Vielleicht guckt man da zu sehr auf die Extreme? Eine Spaltung der Gesellschaft geschieht ja wahrscheinlich aktuell. Und vielleicht sieht man auf der rechten Seite des politischen Spektrums auch darum mehr extreme Meinungen, weil eben die große Mitte des politischen Felds solide weiter sauber linksliberalen Kurs hält, auch dann und wann gegen alle Vernunft und gesunde Maßstäbe an? Wer sich übergangen fühlt, wird aggressiv, aggressive Menschen sagen auch aggressive Sachen. Da ist dann der momentane politisch (in mancher Hinsicht: leider) bedeutungslose rechte Flügel.

Wenn man mich fragt, ich erlebe in der Gesellschaft eher einen "Linksruck". Und wenn ich ehrlich bin,bin ich damit oft nicht einverstanden, was da passiert. Mir wäre ein vorsichtigerer Umgang mit Werten und ein Bewahren wichtig, eine Politik, die sich vom porzellanzertrümmernden Gebaren eines geistlosen Materialismus abgrenzt.