Ich sah den Wald sich färben,
Die Luft war grau und stumm; Mir war betrübt zum Sterben, Und wußt' es kaum, warum. Durchs Feld vom Herbstgestäude Hertrieb das dürre Laub; Da dacht' ich: deine Freude Ward so des Windes Raub. Dein Lenz, der blütenvolle, Dein reicher Sommer schwand; An die gefrorne Scholle Bist du nun festgebannt. Da plötzlich floß ein klares Getön in Lüften hoch: Ein Wandervogel war es, Der nach dem Süden zog. Ach, wie der Schlag der Schwingen, Das Lied ins Ohr mir kam, Fühlt' ich's wie Trost mir dringen Zum Herzen wundersam. Es mahnt' aus heller Kehle Mich ja der flücht'ge Gast: Vergiß, o Menschenseele, Nicht, daß du Flügel hast!
Emanuel Geibel: "Ich sah den Wald sich färben"
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Samstag, 12. Oktober 2019
Ich sah den Wald sich färben.
Labels:
Emanuel Geibel,
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Wandervogel,
Zukunft
Samstag, 3. März 2018
Der Zupfgeigenhansl
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| Liederbuch der Wandervögel |
Meine neueste Erungenschaft ist das oben abgebildete Liederbuch "Der Zupfgeigenhansl".
Nachdem ich in letzter Zeit wieder den ein oder anderen Klampfer im Netz getroffen habe, und viele interessante Lieder entdecken durfte, wollte ich unbedingt auch noch ein paar Lieder mehr selbst im Bücherschrank haben. Dieser reine "Netzkonsum" hat für mich etwas von Fastfood. Natürlich hoffe ich sehr, im Rahmen der ein oder anderen Exkursion mal tatsächlich auch aus dem Buch zu singen. Die reine Textlektüre ist zwar auch ganz schön, aber eben nur unvollständiges Erfahren des im Buch enthaltenen Liedgutes. Nun gut, da muss ich einfach mal ein bisschen für gemeinsames Singen werben...
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