Sonntag, 10. Juni 2018

Wanderung auf dem Heinrich-Scheuermann-Rundweg

Felder entlang des Weges

 Gestern hat mich mal wieder das ehrenwerte Phänomen der Gruppenwanderung in Beschlag genommen. Nachdem es eine Zeit in den letzten Wochen so aussah, als würde sich niemand melden, sagten doch noch zwei Mitwanderer zu, sodass wir dann (unser Haushalt + eben die zwei Freiwilligen) zu 4. waren.

Der Heinrich-Scheuermann-Rundweg ist ein 22,9 km langer (wie aus dem Namen schon hervorgeht) Rundweg ab Vorra. Benannt ist er nach einem Enthusiasten, der um 1900 im Bereich des H.-S.-R. auf eigene Faust erste Wandermarkierungen anbracht. An dieser Stelle auch Dank an diese gute Seele!

Der Weg geht durch wunderschöne, große und gänzlich verzauberte Wälder, über Felsen, ist manchmal breit, manchmal eher ein Trampelpfad durch Wald und Gehölz. In jedem Fall ist es ein doch ganz fordernder Weg. Als wir in die Gegend von Neutras kamen, hatte uns eine bereits vorher am Horizont aufziehende schwarze Wetterfront erwischt. Hier bin ich dankbar, dass unsere Entscheidung, den Weg trotzdem erstmal fortzusetzen, sich nicht als großer Unglücksgriff erwiesen hat. Denn bei richtigem Gewitter im Wald zu sein, sogar noch auf hohen Felsen, ist und bleibt sehr riskant!

Nach etwas über sieben Stunden wären wir schließlich wieder zu Vorra eingezogen. Jedoch: ein aus unbekannten Gründen frei herumstreifender aggressiver Schäferhund versperrte den Weg. So mussten wir wieder eine gute Strecke zurücklaufen, schlugen uns durch eine Böschung und mussten an der Straße entlang nach Vorra hineinlaufen. Gut, besser als den Arm vom Hund abgebissen zu bekommen! (Tiere waren ohnehin ein großes Thema. Mehrfach mussten wir uns Angriffen der gemeingefährlichen Milbe, auch als Zecke oder Gemeiner Holzbock bekannt, erwehren. Hinweis: Die Gegend ist dafür bekannt, von diesen widerwärtigen kleinen Bestien verseucht zu sein. Nach jeder Wanderung empfiehlt sich genaues Absuchen des Körpers, Wechseln der Kleidung etc., da ein Biss der Zecke sehr unangenehme Folgen haben kann:)

Ausklang fand statt in einer an der Pegnitz gelegenen Gaststube statt, in zehn Minuten gelehrtes Erfrischungsgetränk. Der Gang auf den Bahnhof in Vorra zu, Graffitis fielen von den Wänden, wieder die schwarze Wand am Himmel, Regen, und Regen, über den geheimnisvollen Bergen und Waldrändern.




Wegweiser hin zu den Fernzielen meines
Wander-Größenwahns. Oder so.

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